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 Kapitel 6 - Der Große See

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Jakara

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Fr Jul 08, 2011 3:31 am

Jakara horchte auf. Sie hatte den Kopf auf die Pfoten gelegt und gedöst, als sie ein Brüllen und Heulen vernahm. Sie setzte sich auf und musterte besorgt den Höhleneingang - war es nur der Wind? Oder verbarg sich noch etwas anderes dahinter?
Wieder ein Brüllen, diesmal war Kara sich ganz sicher. Sie erhob sich und streckte ihre steifen Glieder. Auch wenn es durch das Rudel warm in der Höhle war, so war es doch so eng, dass man sich nicht ausstrecken konnte. Jakara warf einen Blick zu den anderen Wölfen in der Höhle.

"Habt ihr das auch gehört?"

fragte sie und sah wieder besorgt nach draußen. Dann schaute sie kurz zu Zanba, signalisierte der Alphera mit einem Blick, dass sie nachsehen wollte, was da war und schob sich durch den engen Gang nach draußen.
Kam es ihr nur so vor oder hatte der Schneesturm tatsächlich ein wenig nachgelassen? Aber es war egal, denn Jakara versank ohnehin im tiefen Schnee und kämpfte sich nur mühsam vorwärts. Hier war erstmal nichts zu sehen. Wieder vernahm die Heilerin ein furchteregendes Brüllen, ein Brüllen, dass von einem größerern Wesen als einem Wolf stammen musste. Kara lauschte angestrengt, und plötzlich dachte sie zurück an jenen Tag, als sie den Bären entdeckt hatten, der ihre Mutter gefresse hatte. Sie erinnerte sich wieder an den schrecklichen Klang des Brüllens, dass diesem hier nur zu ähnlich war. Nein, Kara hatte sich nicht getäuscht: Da draußen war ein Bär! In der Fähe spielten sich die verschiedensten Gefühle ab, Erinnerungen kamen hoch und sie war erstarrt vor Angst. Sollte sie denn erneut ein Mitglied ihrer Familie verlieren? Ein Mitglied der Children of the Moon?
Blind gegenüber dem, was sie tat, stürzte sie los, der Jagdtruppe hinterher. Von dort hatte sie das Brüllen vernommen. Sie vergaß, Zanba und den anderen Wölfen in der Höhle Bescheid zu sagen, getrieben von Hass und Angst. Ihr Schicksal durfte sich nicht wiederholen... sie wollte nicht nochmal jemand Geliebten verlieren durch einen Bären.

Bals näherte Jakara sich dem Geschehen. Sie hörte Kampfgeräusche und wusste, dass sie nicht mehr weit entfernt war. Die Fähe beschleunigte ihren Schritt, so gut das im Tiefschnee möglich war. Sie roch dach Blut und ihrere Angst vermehrte sich mehr und mehr. Endlich sah sie das kämpfende Paar, ein wahrer Koloss von Bär und Givaan. Aber Kara wusste nicht, was sie tun sollte. Sie erblickte den riesigen Bären und was sie sah, hörte, roch lähmte ihre Glieder.


[in der Höhle - hört etwas - folgt dem Geräusch - bei Givaan und Yldur]
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Blizzard

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Fr Jul 08, 2011 5:06 pm

Schweigend wartete der Schwarze darauf, eine Antwort auf seine Frage zu verlangen. Sein Fang öffnete sich, um die Frage zu wiederholen, als er unterbrochen wurde. Blizzard schloss seinen dunklen Fang wieder und wandte den Kopf in jene Richtung, aus welcher er gekommen war. Doch außer Dunkelheit und den weißen tanzenden und kalten Schneekristallen war nichts zu erkennen. Oder doch? Irgendetwas kam näher heran und pellte sich bald schon hervor. Ungeschickt stolperte der Wolf zu ihnen und fiel der Länge nach hin, erhob divh und stolperte weiter.

oO( Was für ein Floh hat den den gebissen?)Oo

Dachte er mit einem leichten Schnauben und wollte sich kurz an den anderen Schwarzen Wolf wenden, als er angerempelt wurde und kurz ins Schwanken geriet. Doch der junge Wolf fing sich schnell wieder und wirbelte mit seinem Kopf herum. Starrte den Fremden aus seinen himmelsblauen Augen entgegen. Worte drangen durch die kühle Nachtluft hindurch, trafen auf sein Gehör. Gefolgt von einem markterschütterndem Brüllen, dem ein Jaulen voran ging. Fast so, als wollten sie die Worte bekräftigen.
Langsam wandte der Rüde seinen Blick von dem Unbekannten ab und blickte erneut in jene Richtung, aus welcher er gekommen war. Hätte er nicht eben beim Jaulen zusammen schrecken müssen? Schließlich konnte er es als die Stimme seines Vaters identifizieren. Nein, er sah einfach mit leichter Wut in die Dunkelheit und regte sich nicht von der Stelle.

oO(Nein, das ist nicht mehr mein Vater. Nicht dieses Monster!)Oo


Berichtigte er sich stumm und seufzte dann auf.

oO(Doch vermutlich wird Mutter auch dort hin laufen, wenn sie das gehört hat oder die anderen aus dem Rudel.)Oo

Dachte er weiter und verzog wieder seine lefzen. Es musste wohl seltsam aussehen, wenn man ihn beobachtete und sabei sah wie sich seine Gesichtszüge und der Blick seiner Augen stets veränderten.

oO(Ach verdammt!)Oo

Blizzard schnaubte fast schon frustrierd auf und richtete seinen Blick zurück auf die nun vier unbekannten. Dabei sah er, wie die Fähe verschwand. Sie ging fort und vermischte sich bald schon mit der Dunkelheit. Ein Anblick, welcher dem jungen Wolf nicht unbekannt war. So viele waren schon gegangen in letzter Zeit...

Blizzard blickte noch einmal dem schwarzen Rüden entgegen, sah noch einmal hinüber zu dem anderem. Dann spannte er seine Muskelatur an und sprang über den Wolf hinweg, welcher sich angstvoll in den Schnee kauerte und rannte nun also den Weg selben Weg den er eben schon gelaufen war. Sein einer lauf pochte dabei unbehaglich, doch der Jungwolf drängte das Gefühl beiseite und witterte wenig später den Geruch von Blut. Schwer lag er in der kühlen Winterluft. Ein leichtes Knurren lies die dunkle Kehle erbeben, bevor er auch schon am Ort des Kampfes eintraf. Ein weiterer Wolf war aufgetaucht.

oO(Jakara!)Oo

Duhr es durch seinen Kopf, als er jene Wölfin erkannte die wie gelähmt das Schauspiel anstarrte. Mit wenigen Sätzen war er bei ihr und stieß sie leicht an.

"Jakra, sind die anderen auch hier oder bist du allein gekommen?"

Fragte er sie, während er seinen Kopf schon wieder herum wandte und den Bären musterte. Ein brauner wütender Koloss und sein nun verhasster Vater. Doch im Moment wirkte sein sogenannter Vater unterlegen. Es wiederstrebte ihm zu helfen, aber hatte er eine andere Wahl? Ein dunkles Knurren verlies seine Kehle, während sich die schwarzen Nackenhaare sträubten.


[bei Raven & Naylei I wil was sagen I bemerkt Bastet von dem er angerempelt wird I denkt nach I läuft schließlich los I bei Givaan, Yldur und Jakara I spricht zu Jakara]
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Aina

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   So Jul 10, 2011 9:28 am

Ainas Beine waren taub und schwach vom Laufen. Mit jedem Schritt hatte sie das Gefühl, zusammenbrechen zu müssen, doch es passierte nicht.

(Kämpfe dagegen an! Du schaffst das!)


sagte sie sich und biss die Zähne zusammen. Als sie sich durch das Dickicht kämpfte schlug ihr ein Ast entgegen und traf sie heftig an der Schnauze. Sie wollte vor Schmerz jaulen, riss sich jedoch zusammen und knurrte leise vor sich hin. Im steten Kampf mit den eigenen Kräften schleppte sie sich auf ihren müden Knochen weiter bis sie schließlich an einen kleinen, mit Steinen bedeckten, Abhang ankam. Von dort oben aus war es nicht mehr weit bis zu einem Waldstück in dem sich das Rudel aufhalten musste. Kurzerhand fasste sie den Entschluss herunter zu klettern auch wenn dies gefährlich sein könnte, doch so steil war der Abhang nicht.

Die spitzen Steine schürften ihr die Pfoten auf und ihre momentane Schwäche wurde immer mehr zum Problem. Zum Glück stürzte sie nicht und kam heil auf dem Waldboden an. Die letzen zwei Meter war sie gesprungen und wurde unten von dem leicht federnden Schnee in Empfang genommen. Der Schnee kühlte ihre geschundenen Pfoten und machte den Schmerz erträglicher. Aina schüttelte kurz den Schnee ab, der sich auf ihrem Rücken abgelagert hatte und stapfte dann weiter.

(Blöder Schnee! Blöde Kälte! Was für eine dumme Idee es war in diesem großen Land nach einem Rudel zu suchen, das überall sein könnte.)

dachte sie ärgerlich als sie vor Kälte leicht erzitterte. Immerhin war es zwischen den Bäumen nicht ganz so windig und der Schnee lag auch nicht so hoch. Mit den letzten Kraftreserven lief Aina ein Stück und kam zu einer Höhle. Einen Moment lang horchte sie, dann streckte sie die Nase in die Luft und versuchte auszumachen ob sich in der Höhle Wölfe befanden. Sie roch Wölfe, doch auf dem Boden waren Spuren von circa fünf oder vielleicht auch 7 Wölfen- so genau lies es sich nicht bestimmen. Gerade wollte sie näher herangehen als sie ein kehliges Knurren vernahm. Es kam aus der Richtung aus der sie gekommen war. Sie erkannte dass es ein Bär war, doch auch noch ein anderes Geräusch mischte sich unter den Lärm, Jaulen und Knurren eines Wolfs. Ohne groß über ihre Entscheidung nachzudenken drehte sie sich um und rannte wieder in die entgegengesetzte Richtung in die sie eigentlich wollte.

Aina rannte weit über den Abhang, den sie hinunter geklettert war, hinaus. Sie kämpfte sich durch das Gebüsch und achtete nicht auf ihre Umgebung wie es sonst der Fall war. Plötzlich stoppte sie ihr Instinkt und sie blieb wie angewurzelt stehen und streckte die Nase in die Luft. Was sie roch war Blut.

Voller Panik rannte sie weiter. Sie konnte es einfach nicht ertragen wenn sie Blut roch. Es erinnerte sie zu sehr an ihre Vergangenheit. Doch kurze Zeit später erkannte sie mehrere Wölfe. Sie standen am Rande einer Lichtung, auf der sich der Kampf zutrug. Aina verlangsamte ihren Schritt und duckte sich, ging in Lauerstellung. Die Ohren aufgestellt und die Augen immer wachsam verweilte sie dort.

(klettert einen Abhang herunter- im Wald- vor der Höhle- hört Kampflaute- rennt zum Kampf- beobachtet fremde Wölfe (Jakara und Blizzard))


Zuletzt von Aina am Mo Jul 11, 2011 3:51 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Jakara

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   So Jul 10, 2011 10:24 am

(Ich schreibe morgen, hab heut keine Zeit mehr. Nur noch eine Frage: War ich am Ende jetzt eigentlich allein mit Zan in der Höhle? Irgendwie scheint's so gewesen zu sein, oder ich hab was überlesen^^)
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Givaan

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Jul 11, 2011 2:52 am

Aina@ Bitte vergiss die Angaben unter deinem Beitrag nicht. Eine kurze Zusammenfasung von dem, was sie eben macht, ob jemand bei ihr ist etc.

Jakara@ Kein Ding. Was das Rudel anbelangt, werden wir es so machen, dass sie einfach alle verschwinden, wenn Zanba aufbricht. Kurz gesagt: Eigentlich wäre Jakara allein mit Zan in der Höhle gewesen, aber wir dichten nun ein paar Wölfe hinzu, die aber bald verschwinden, sofern sich ihre Leitwölfin in den Kampf stürzen will.

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
(c) Raven

x male x 5 years x leader of the pack x black devil x
True Love Comes But Once - Just With You
Zanba
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Jakara

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Jul 11, 2011 3:28 am

(@ Giv: Puh, gute Idee! Das wär sonst irgendwie komisch gewesen^^)

Jakara beobachtete die beiden Kämpfer verzweifelt. Sie musste eingreifen, aber wie sollte das gehen? Kara hatte Angst, das musste sie sich eingestehen. Todesangst.
Plötzlich hörte sie Schritte im Schnee, die fast übertönt wurden von den Kampfgeräuschen. Mühsam wandte die Fähe ihren Kopf. Es war Blizzard. Jakara stieß erleichtert Luft aus und eine kleine Atemwolke bildete sich vor ihrem Fang. Endlich ein anderer Wolf - sie war nicht mehr allein mit diesen beiden Bestien!
Blizzards Frage ließ Jakara sich daran erinnern, dass sie gar nicht daran gedacht hatte sie anderen zu alamieren. Mist!

"Ich bin allein. Ich habe in der Höhle das Brüllen gehört, war mir aber nicht sicher, ob es real war, wegen dem Wind... und dann hab ich vergessen, Zanba Bescheid zu sagen!"

Kara schalt sich für ihre Unachtsamkeit, und ein Teil von ihr hoffte, dass Blizzard etwas machen würde - genau genommen, dass er sie zurückschicken würde, um die anderen zu holen.
Aber nein! Sie wollte das nicht, ein Feigling sein! Sie hatte Angst, aber sie wollte nicht kneifen wie ein Schoßhündchen der Menschen! Andererseits, wenn sie dann auch noch ihre Kräuter holen könnte, würde sie die Verletzungen versorgen können...

o.O(Schluss jetzt, Jaki! Reiß dich zusammen!)O.o

ermahnte sie sich entschlossen. Sie wandte ihren Blick wieder dem Kampf zu. Lange würde Givaan trotz seiner Stärke nicht mehr durchhalten! Ein Bär gegen einen Wolf! da musste doch der Bär - welcher zudem ein waherer Koloss sinr Gattung war - gewinnen. Und Jakara hatte schon vorhin beschlossen, dass sie kein Mitglied ihrer Familie verlieren wollte, nicht mal Givaan, den Mörder ihres Liebsten...
Die Fähe erhob sich langsam. Ihr Fell war gesträubt und sie fletschte die Zähne. Ihre Muskeln spannten sich an und sie stieß ein lautes Heulen aus. Hoffentlich hörten Zanba und die anderen das. Dann verschwamm die Welt um sie herum, es gab nur noch Jakara, Givaan und den Bären. Und die Angst, die die Heilerin noch immer fest in ihren Klauen hatte. Dann griff Kara den Bären an, folgte der wahnwitzigsten Idee, die sie je hatte.

o.O(Ein Rüde und eine dumme, schwache Fähe gegen einen Bären, ist das besser?)O.o

[bei Givaan und Yldur - Angst - Blizzard - spricht - denkt - Kampf]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Jul 11, 2011 10:33 am


    Der schwarze Rüde lag noch immer auf seinem steinernen Thron und beachtete schmunzelnd die Szenerie, in der einer ging, einer kam, Schaulustige zu der Lichtung hetzten, auf der ein blutiger Kampf stattfand und Raven war sich sicher, dass Akando bei diesem Spiel lachen würde. Tatsächlich schien es, als würde der eiskalte Wind etwas mit sich tragen, ein lautes Spotten, Schimpfen und Lachen. Auch Raven konnte diesen Kampf nicht ernst nehmen, denn soweit er dieses Rudel schon beobachtet hatte, sie liefen immer wieder in Gefahrensituationen und der schwarze Alpharüde war dermaßen heiß auf Kampf, Tod und Verderben, dass er sich voll Schlechtigkeit schon fast vor dem Zorn Shania's hüten musste. Dies würde Raven ihm bei Gelegenheit sagen, sobald er sich einen Platz in diesem Bund verschaffen hatte.
    Obgleich er darüber nachdachte, sich diesen armen Würmchen anzunehmen wusste das Rabenherz genau, dass irgendwann einer von ihnen merken würde, welches Spiel der Maskerade er mit ihnen spielen wollte. Die kleine Weiße hatte das offensichtlich gemerkt, weswegen er sein Schutzschild noch verbessern musste, um sich der Gesellschaft wie ein normaler Streuner anzunehmen und wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollte. Für den alternden, gesetzten Raven sollte das keine Schwierigkeit werden, denn er kannte sich selbst besser als alles andere.
    Als eine junger Rüde, der aufgebracht schien ihn an schrie, musste er ein Lachen unterdrücken. Weswegen so nervös?
    Er hatte grauweißes Fell und schien für sein geringes Alter einiges durchgemacht zu haben. Ein wenig tat der Rüde Raven leid, aber das war natürlich nicht zu zeigen. Jedoch fand er es angebracht, sich diesen Rüden zu schnappen, mit ihm zu nehmen und ihm zu zeigen, wie harmlos dieser einfache Kampf mit dem Bären war. War es denn sein Problem, dass sich der schwarze Fellklops in die Schlacht mit diesem Vieh warf? Gehörte der Graue überhaupt zum Rudel?

    "Na Na Na, wir wollen mal nicht so hektisch sein, mein Lieber! Ist das denn dein Rudel? Ich hab dich hier noch nie gesehen. Also, sag mir doch mal, warum dich das so aufregt."


    Raven knuffte den Rüden in die Seite und sprang in die Richtung der Lichtung, um dem Fremden zu zeigen, dass es halb so schlimm war. Er drehte seinen Kopf um, schaute dem Grauen tief in die Augen und lächelte, um ein wenig Vertrauen zu heucheln. Es hatten sich noch andere dazu begeben, diesen Kampf anzuschauen, einige Neue waren auch dabei. Raven verspürte in Kribbeln tief in seiner Brust und er merkte den Hass auf diese Ungetüm namens Bär. Denn jener war es, der seine Mutter nieder warf und tötete. Auch sie hatte sich in einen ähnlichen Kampf begeben. Doch kostete sie das Leben. Wenn dieser Bär sterben würde, Raven wäre der Erste, der seinen toten Leib erklingen und seine langen Zähne in das Fleisch reißen würde, nur, um den Triumph des Sieges zu spüren.

    Vendetta, Vendetta.

    Schoss es ihm durch den Kopf und die Leftzen verzogen sich erneut zu einem Lachen, diesmal aber einem hämischen. Wie er es dem Schwarzen gönnen würde, dieses Monster zu erlegen.



{ bei Bastet | geht zum Kampf }
Aktion; Kurze Posts ;)
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Aina

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Jul 11, 2011 11:03 am

o.O(Dumme kleine Wölfin!)O.o

dachte Aina, als eine junge graue Fähe sich in den Kampf stürzte. Sie wettete, dass die Graue noch nie Erfahrungen mit einem Bär gemacht hatte und nicht wusste wie man ihn am besten angreifen sollte. Sie würde dem Schwarzen, der mit dem Bär kämpfte, höchstens helfen, wenn sie den Kolloss von Bär ein bisschen ablenkte. Hoffentlich war sie so schlau.

Ein leises Knurren entfuhr Aina als sie daran dachte, auch einzugreifen. Sie konnte sich kaum zügeln. Es war doch nicht einmal ihr Rudel zu dem dieser Wolf gehörte. Konnte es ihr dann nicht egal sein? Aber die junge Wölfin würde umkommen wenn niemand ihr bald helfen würde.

Wieder knurrte Aina leise und fletschte dann die Zähne. Sie musste ihr einfach helfen. Auch wenn sie die Graue nicht kannte. Laut knurrend stürzte sie an dem schwarzen Rüden vorbei, der das Geschehen einfach so beobachtet hatte. Sie schenkte ihm keine weitere Beachtung und stürzte sich mit in den Kampf.


[überlegt- knurrt leise- stürzt sich mit in den Kampf]
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Blizzard

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Jul 11, 2011 1:32 pm

Blizzard beobachtete kurz Jakara, die nach ihren Worten ein lautes Heulen in die umgebung schickte. Dabei legte der junge Rüde einen Moment seine dunklen Ohren an den Kopf an. Schon im nächsten Atemzug sah er vor seinen Augen eine unbekannte Wölfin, die sich nun ebenfalls einmischte. Eigentlich wiederstrebte es den Schwarzen seinem langsam gehassten Vater zu helfen. Doch er konnte nicht zu sehen, wie zwei andere dabei ihr Leben riskierten. So spannten sich die Muskeln unter dem dichten Fell ab und brachten den Körper mehrere Sätze durch den Schnee hindurch. Schließlich erreichte Blizzard den kollosalen Bären und fletschte seine Zähne. Da dieser gerade seine Aufmerksamkeit abwandte, nutzte er die Chance und sprang in die Höhe, vergrub seine Fangzähne im Nacken des großen Tieres und knurrte dabei af. Blizzard bemühte sich daum, nicht los zu lassen, während er den Druck seiner Keifer verstärkte und versuchte einen Halt an diesem Ungetüm mit seinen Pfoten zu finden.

[greift ebenfalls an]


(Sry das er so kurz ist. Werd ihn vllt später "erweitern" aber ihn vom Inhalt her so lassen)
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Yldur

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Di Jul 12, 2011 2:44 am

[Versucht bitte, trotz kurzer Post, die Mindespostinglänge von zehn Zeilen einzuhalten. Wir nennen uns selbst ja schließlich LongPlayForum, also sollten wir es dementsprechend auch wenigstens zu Teilen so halten ,)]



Eine einzelne Schneeflocke tanzte vor seinen gelb glühenden Augen, ehe er dahinter erneut den schwarzen Wolf ausmachte. Sein tiefdunkles Blut befleckte den ohnehin aufgewühlten Schnee und Yldur verlangte nach mehr. Der Rüde mochte kaum noch auf den Beinen stehen können und doch stahl sich ein boshaftes, eiskaltes Lächeln auf seine Lefzen. In den ebenfalls tiefgelben Augen leuchtete der Wahnsinn, wie der Bär ihn einzig im Spiegelbild des Wassers gesehen hatte. Aus eben jenem Grund hatte er den Köder gelegt, wohl wissen, dass der innere Daemon des Wolfes nicht allzu lange benötigte, um darauf anzuspringen.
Nun sprang allerdings der einfältige Wolf um seine Beine, schnappte nach einem und verfehlte den tatsächlich empfindsamen Teil seiner Sehne nur um Haaresbreite. Der dunkelbraune Koloss stieß ein zorniges Brüllen aus, die Lefzen waren weit aufgerissen und Geifer troff zu Boden. Der Wolf wich zurück, als Yldur sich zurück auf alle vier Pranken sinken ließ und mit den tödlichen, bis zu beinahe fünfzehn Zentimeter langen Klauen ausholte, um nach ihm zu schlagen. Doch ein fremder Geruch ließ beide Kämpfer innehalten, den Kopf wenden, als seien sie ein Wesen und auf einen vollkommen abgemagerten, verängstigten Wolfsrüden starren. Er schien das genaue Gegenteil von jenem Wolf, der ihm soeben im Kampf gegenüber stand und er stieß ein höhnisches Lachen aus.

»Ein eigenartiges Rudel hast du da. Fast genauso schwach wie du - Wölfchen.«

rief er höhnend und kurz darauf spürte er die zarten, kleinen Pfötchen des Rüden auf seiner massiven Brust, ehe er sich abstieß und weiter nach oben katapultierte. Anfänglich beließ Yldur es dabei, ihm lediglich zuzusehen, doch als der unverschämte Wolf doch tatsächlich seine kleinen Krallen über sein Gesicht zog, brüllte der Herr des Waldes schmerzlich auf. Zorn sammelte sich in den glühenden Augen, verdunkelte das ohnehin schon pechschwarz lodernde Feuer der Wut und mit nur einem gewaltsamen Prankenhieb schleuderte der Bär seinen Konkurrenten gegen einen Baum. Schneekaskaden rieselten beinahe schon andächtig auf den vorerst leblos scheinenden Körper des Wolfes, das dunkelrote Blut floss unter seinem Körper hervor und mit einem triumphierenden Gebrüll richtete sich Yldur wieder auf. Soeben wollte er sich daran machen, diesen Wolf auszuweiden, wie ein Narr es verdient hatte, wagte er es doch, ihn, den Mächtigsten dieses Waldes, anzugreifen und herauszufordern. Dass er eigentlich den Anstoß gegeben hatte, vergaß er dabei vollkommen. Doch mit einem Mal schlichen sich unbarmherzig weitere Gerüche in seine empfindliche Nase und augenblicklich richtete er sich wieder auf die Hintertatzen. In einiger Ferne erkannte er vereinzelt Wölfe, welche aus unterschiedlichen Richtungen zu ihm strömten. Er war sich seiner Sache ausgesprochen sicher, sodass er sie lediglich erwartete, ungeachtet dessen, dass nun erneut Leben in den Leichnam des Schwarzen kam.

»Ihr Narren! Euer verehrter Beschützer ist tot, aus dem Leben gerissen und wird-«

Das ohrenbetäubende Knurren des soeben Angespriesenen drang bis zu Yldur, der sich umwandte und zu spät reagierte. Mit wild gefletschten Zähnen warf sich der Schwarze auf ihn, packte eines seiner empfindlichen Ohren und riss ihm dieses im wahrsten Sinne des Wortes heraus. Das zornige Aufbrüllen des Bären wandelte sich von Schmerz zu Wut, ehe absolute Auslöschung in den Augen Yldurs funkelte. Zu allem Übel schienen die anfangs unschlüssigen Wölfe nun ebenfalls anzugreifen, anfangs eine gräuliche Fähe, welche er noch rechtzeitig genug erkannte und durch einen gezielten Hieb seiner Pranke von sich zu schleudern wusste, als auch die zweite Fähe, welche sich unbedacht geradewegs auf ihn stürzte. Doch nun griffen ihn in gemeinsamer Stärke zwei pechschwarze Wölfe an, beide sowohl männlich, als auch beide groß gewachsen. In Yldur keimte ein Verdacht, doch bisher war er über jedes Wesen erhaben. Als der Jüngere ihm jedoch im Nacken packte, was für ihn nichts weiter als ein sachtes, beinahe schon zaghaftes Piken war, lachte er dröhnend auf, durchschüttelte sowohl seinen Körper, als auch den des jungen Wolfsrüden. Sein abgerissenes Ohr blutete noch immer stark und nahm ihm Sicht und Sinn, weshalb er sich kurz mit der Pranke über die Schnauze fuhr. Ohne auf Verluste zu achten, die ihn sowieso nicht berührten, hieb er mit den Pranken um sich, wohl wissend, dass bereits die Keime an seinen Klauen tödlich waren. Selbst wenn der verachtungswürdige Kontrahent siegen würde - was Yldur stark bezweifelte, angesichts seiner Stärke und Macht - wäre er zu einem scherzhaften wie langwierigen Tod verdammt. Mit einem ohrenbetäubenden Brüllen befreite er sich von den lästigen Plagegeistern, die an ihm hingen, ehe die raue, befehlende Stimme des ersten Schwarzen den Lärm durchdrang. Offenbar missfiel ihm die eigene Situation, doch die Worte und deren Bedeutung verblüfften Yldur. Ließen ihn misstrauisch werden. Es waren die Worte eines Befehlshabers, die Worte eines Generals, welche nun an die Kämpfer der eigenen Truppe gerichtet waren. Misstrauisch beäugte der Bär jeden einzelnen Wolf, in Erwartung eines Angriffes.

»Die Kehle!«




[Kämpft x Gegen Jakara, Aina, Blizzard & Givaan]
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Jakara

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Di Jul 12, 2011 6:01 am

Jakara wusste nicht, warum sie das tat. Es musste wirklich die größte Verzweiflung sein, die sie je befallen hatte, als sie sich auf den Bären stürzte. Sie erkannte es noch während sie auf ihn zusprang um ihre Zähne in sein Fleisch zu schlagen... ein vergebliches Unterfangen. Ihr Kiefer näherte sich gerade der Schulter des Kolosses, als eine mächtige Pranke sie zurückschlug. Kara wusste nicht, wie ihr geschah, ihr Kiefer schappte zu und erwischte nichts, und die Fähe wurde durch die Luft geschleudert und endlich landete jenseits des Kampfplatzes im Schnee, der sie begraben wollte. Jakara schnappte nach Luft, kämpfte sich unter dem weißen Grab nach oben, keuchte und hechelte und blieb schließlich erschöpft liegen. Sie spürte etwas Warmes an ihrem Bauch und richtete sich mühsam ein Stück auf. Blut rann aus ihrem Körper, eine Wunde zog sich ihren Bauch entlang.

o.o(Verdammt!)O.o

Aber Jakara hatte doch gewusst, dass es eine Schnapsidee war! Sie inspizerte ihre Wunde. Sie war nicht sehr tief und das Blut gerann schnell. Zudem war Kara eigentlich recht zäh. Die Frage war nur, ob sie in der Lage war sich wieder in den Kampf zu stürzen. Ihr ganzer, für eine Dauer von wenigen Sekunden vorhandener Enthusiasmus war jedenfalls verschwunden. Aber als die Fähe sich schließlich aufrichtete, entdeckte sie mit Wohlwollem, dass sowohl Blizzard als auch eine fremde Fähe gemeinsam mit Givaan gegen Yldur kämpften.

o.O(Dann nichts wie los, Jaki! Du warst wohl nur ein bisschen aus der Übung!)O.o

dachte Jakara. Sie hatte schließlich oft genug gekämpft in ihrem Leben, bevor sie auf die Mondkinder gestoßen war. Sie rannte durch den Schnee, so schnell ihre Wunde es ihr erlaubte und stellte sich zu den anderen, als Givaans Worte erklangen: Die Kehle.
Kara hatte verstanden. Kurz warf sie einen Blick zu den anderen. Nein, da musste ein anderer ran als sie. Aber die Fähe würde dafür sorgen, dass der Bär sich nicht darauf konzentrieren konnte, seinen Hauptangreifer zu besiegen. Kara verzog die Lefzen zu einem Lächeln, während sie Yldurs verletzliche Stellen ausmachte und darauf wartete, dass einer der Wölfe den Anfang machte.


[Kampf - wird zurückgeschleudert - verletzt - denkt - zurück bei den Angreifern - wartet]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Di Jul 12, 2011 6:28 am

Als Aina sah, dass ihr noch zwei weitere Wölfe in den Kampf folgten war sie sich sicher gewesen, dass sie den Kampf gegen den Bären gewinnen konnten. Doch als die graue Fähe einfach, wie ein kleines Insekt von dem Bären weg geschlagen wurde, schwand ihre Hoffnung ganz schnell. Zum Glück raffte sich die Graue einen Moment später wieder auf.
Der schwer verletzte schwarze Rüde, der den Kampf mit dem Bären angefangen hatte komandierte schon wieder.

o.O(Für wen hält der sich eigentlich?!)O.o

dachte Aina ärgerlich. Trotz ihres Ärgers versuchte sie seinem Ausruf zu folgen und den Bären an der Kehle zu erwischen. Damit dies ging wäre es allerdings hilfreich gewesen den Kolloss abzulenken. Kurz blickte sie zu dem jungen schwarzen Rüden an dem sie vorher vorbei gerannt war und lies ihren Blick dann wieder zu dem Bären schweifen.

Langsam trat sie näher an den Bären heran. Sie fletschte die Zähne und lies ein Knurren ertönen, was aber den Efekt verfehlte und den Bären nicht zu beeindrucken schien. So langsam wurde es der Fähe wirklich zu viel und sie kochte regelrecht vor Wut. Flink lief sie um den Bären herum, der mit den anderen Wölfen genug im Auge behalten musste. Er bemerkte sie nicht und Aina sprang auf seinen Rücken. Der Bär machte schon Anstalten sich aufzurichten und so lief sie geschwind nach vorn und biss nach seinem linken Auge. Sie erwischte es gefährlich, doch dann wurde sie auch schon vom Rücken des Bären geschleudert und landete unsanft auf dem Boden.


[im Kampf- sieht Jakara zu "Boden gehen"- hört Givaans Befehl- rennt um Bär herum- springt auf seinen Rücken- beisst nach seinen Augen- landet auf dem Boden]


Zuletzt von Aina am Do Jul 14, 2011 3:51 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Do Jul 14, 2011 3:29 am

[Ähm, Aina? Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du weder Yldur, noch Blizzard mitziehen würdest, wenn es dir nicht ausdrücklich gesagt wurde. Bei Yldur ist das eine Sache, über die man streiten kann, deshalb belassen wir es so, da er ein NPC ist und deshalb von allen mitgespielt werden könnte. Aber Blizzard bitte nicht, da er ein aktiver Charakter ist. Danke ,)]

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Do Jul 14, 2011 3:49 am

(Okay, aber ich hab nur einen Blick mit ihm gewechselt. Ich streich das einfach raus, okay?)
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Do Jul 14, 2011 3:50 am

[Es geht eher um den Teil mit dem ratlos sein, obwohl sich da auch wieder streiten ließe. Ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, dass du es eben später nicht mit anderen Charakteren tust ,) ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Do Jul 14, 2011 4:23 am

Deutlich spürte der abgemagerte Rüde die forschenden Blicke, die man ihm zuwarf, als er in die kleine Gesellschaft platzte. Die Wölfin verbarg sich bald darauf im Schnee und Bastet erkannte sie nicht länger, der jüngere Schwarze sprang über ihn hinweg und ließ ihn zurück. Die Ohren noch immer angstvoll an den Kopf gelegt presste er sich weiterhin in den tiefen Schnee, wohl wissend, dass er nicht mehr lange ausharren würde können. Bereits jetzt biss ihm die eisige Kälte ins magere Fleisch, ließ seine Glieder steifer werden. Die Angst, zu erfrieren, wurde beinahe übermächtig und in einem schnaufenden Knurren sprang er nach vorn. Der wilde Pelz wurde geschüttelt und obgleich nicht viel Schnee daraus zum Vorschein kam, glaubte der Graue dennoch, es habe sich gelohnt. Rasch sah er zurück, die blanke Panik in den hübschen, bernsteinfarbenen Augen. Doch kein Wesen näherte sie ihm, weder der Bär, noch einer der Kämpfenden. Ein Zittern durchlief seinen Leib und er ließ sich leise winselnd wieder auf den kalten Schneeboden sinken.

.o( »Na Na Na, wir wollen mal nicht so hektisch sein, mein Lieber! Ist das denn dein Rudel? Ich hab dich hier noch nie gesehen. Also, sag mir doch mal, warum dich das so aufregt.« ... Du würdest es doch sowieso nicht verstehen ... du würdest mich auslachen, mich verspotten ... wie sie es alle getan haben ... wieso willst du das überhaupt wissen, wir kennen uns doch nicht einmal? ... Wer bist du und was willst du von mir? ... )o.

Manch einer mochte sagen, er sah träge auf, willenlos oder einfach nur langsam vom Schnee. Wieder andere mochten glauben, er wollte seinem Auftreten etwas gnadenloses verleihen, indem er seinen kalten Blick nur langsam hob und all jene, die Bastet tatsächlich kannten, um ihn und seine Vergangenheit wussten, deren wäre bewusst, was tatsächlich dahinter stand. Der graue Rüde hatte schlichtweg aufgegeben, trotz all seiner Angst vor dem Tod. Obsiegte am Ende die Angst vor dem Leben oder aber war es einzig die Angst vor einem gewaltsamen Tod, der ihm durchaus gewiss schien?
Ein sanftes Stupsen in seine knöcherne Seite ließ ihn aufschrecken, aus geweiteten Augen aufsehen. Seine Familie war die einzige Gesellschaft gewesen, die ihm tatsächlich Wärme und Liebe hatten geben können. Nun jedoch schien der schwarze Rüde tatsächlich ähnliche Dinge zu vermitteln wollen, was den jungen Wolf allerdings nur noch weiter verunsicherte. Doch vertrauen mochte er ihm nicht, ebenso wenig, wie es seine Schwester getan hatte. Ganz gleich, wie freundlich gesinnt er schien, Bastet hatte zur Genüge mit solchen Wesen zusammengelebt. Nur waren diese bei Weitem größer und mächtiger als ein einzelner Wolfsrüde. Nun schritt jedoch jener Wolf los, um sich zum Kampfgeschehen zu begeben - und ließ den grauen Rüden allein zurück.

.o( »Du musst endlich lernen, auf dich selbst aufzupassen, kleiner Bruder. Ich werde nicht immer bei dir sein.« ... Ach Schwester ... wo bist du nur ... ich fühle mich so einsam, so verlassen ... wie sehr wünschte ich mir, dass du wieder bei mir wärest ... Mutter und Vater auch ... wo seid ihr alle nur? ... )o.

Trauer schlich sich in seine Gedanken und sein Herz klopfte in seiner schmalen Brust, als wolle es diese innerhalb der nächsten Sekunden gnadenlos zerbersten lassen. Folgte er dem fremden Rüden und fand womöglich ein neues Rudel, eine neue Familie? Oder aber ließ er sich von seiner Angst beherrschen und ließ eine solche Gelegenheit verstreichen. Erneut befiel den Rüden ein heftiges Zittern, die Pfoten fanden kaum noch Halt auf dem Boden und er ließ sich erneut zu Boden gleiten, presste sich Schutz suchend nieder. Dann kläffte er verzweifelt, sprang auf und folgte den Spuren, die sich alle an einem Ort zu vereinen schienen. An der Hölle persönlich.

Starr vor Schreck stand er hinter einzelnen Bäumen verborgen, kaum sichtbar, war er entweder zu schmal oder aber gut getarnt durch sein wechselndes Fell. Er erkannte jenen jungen Rüden, der auch vor einiger Zeit anwesend gewesen war, ohne ihm noch eines zweiten Blickes zu würdigen. Ebenso einen weiteren, schwarzen Rüden und zwei gräuliche Fähen. Der Bär ragte inmitten dieser Szene auf wie ein zorniger Gott, welcher gesandt worden war, um alles Leben auszulöschen. Als er nun einen weiteren Hieb tat und ein Wolf in einem weiten Bogen davon flog, jaulte Bastet entsetzt auf. Der Blick des Bären richtete sich auf ihn und dem jungen Rüden gefror das Blut in den Adern.

.o( ICH WERDE STERBEN! )o.


[Bei Raven x Überlegt x Folgt ihm später x Am Kampfgeschehen x Jault]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Do Jul 14, 2011 5:08 am


Raven betrachtete, wie sich die ganzen schwachen Fähen mit auf den kämpfenden Berg warfen, versuchten, irgendwie mit ihren kurzen Milchzähnchen den Bären zu verletzen und taten generell so, als wären sie gut im kämpfen. Aber alle Außenstehenden wussten, dass es in dem Gewusel keine Taktik gab, und das alle außer den schwarzen beiden Rüden unfähig waren. Jaja, die Fähen. Fia selbst, seine Mutter, war unfähig gewesen, zu kämpfen, sich zu wehren. Und was war das Ende des Liedes? Sie starb nach einem Kampf mit einem Bären. Diese Fähen ... genauso stümperhaft.
In den tiefsten Tiefen seiner Seele wuchs der Hass, der Zorn, die Wut, diese Bestie zu erlegen, ins unermesslich. Alles war angespannt, jeder Muskel, wie die anderen kam auch aus seiner Brust ein tiefes Grollen. Seine Haare stellten sich auf, seine Rute streckte er in die Höhe, um zu symbolisieren, das er kämpfen würde, ja, er würde es tun, egal welche Strafe ihm danach auferlegt wurde. Doch in diesem Chaos der Plüschhündchen wusste er nicht, welche die beste Taktik war. Im Nacken hing der junge Schwarze, den Rest hatten die Fähen abwechselnd im Fang. Doch als plötzlich ein Wolf abgeschüttelt wurde und dieses graue Weichei ängstlich aufjaulte, wand sich der Bär diesem Schwächling hin. Irgendwie hegte Raven eine gewisse Sympathie für den jungen Rüden, und da der Bär ohnehin keine direkte Möglichkeit zu ihm hatte, fand Raven, dass es nun die beste Strategie war, ihn nun von hinten zu überraschen, damit diese Winsel-Welpe nicht vor Aufregung tot um fiel.

Mit wenigen Sätzen, die er weit um den stämmigen Leib des Bären herum tat, hatte er nur noch den breiten Rücken und den Nacken im Visier. Er wusste, dass seine einzige Chance war, in psychisch zu verwunden. Mit Blut über seinem Gesicht würde er die anderen Wölfe nicht mehr sehen können ... und Raven war groß genug, um auf seinen Kopf zu klettern, wenn er sich mit aller Kraft in dem Koloss vergrub. Die Ohren. Er würde ihm sein Ohr abbeißen, das würde ihn blind machen, sodass er nicht sehen konnte, wo die anderen angriffen. Raven sammelte seine Kraft in den Hinterläufen, war mucksmäuschenstill und hatte nur noch Nacken und Kopf des Giganten im Blick. Einige oberflächliche Kratzer hatte er schon, aber stören tat es ihn nicht. Ähnliche Kratzer bekam er, wenn er durch einen Ilex-Busch lief und nicht aufpasste. Mit aller Kraft, die er gesammelt hatte, sprang er auf den Rücken des Fellklopses, stieß sich in den Fell und Fettwulsten ab und erreichte seinen Nacken. Einmal biss er kurz hinein und knurrte, um ihn seine Stärke zu demonstrieren. Er war nicht mehr er selbst, nicht der ältere gesetzte Rüde ...

Verabschiede dich von dieser Welt, denn es wird dein letzte Tag sein, du Scheusal.

Ein letztes Mal stieß er sich ab, verfehlte aber eine sichere Stelle und rutschte wieder ein Stück tiefer. Noch einmal - ein Biss, die Krallen in die Haut gegraben und auf ihn. Endlich hatte er sein Ziel erreicht und Raven verbiss sich in dem kleinen Ohr, riss und zerrte daran, bewegte seinen Kopf ruckartig zur Seite und fauchte zwischenzeitlich wie eine Bergkatze. Seine Augen waren voll Hass und Zorn geblendet, und plötzlich war da nichts mehr als ein Regen aus Blut. Überall ergoss sich der Lebenssaft des Bären und Raven spürte noch, wie er auf die Erde fiel, hart in den Schnee. In seinem Fang war ein Stück Fleisch mit braunem Fell. Dem Bären fehlte das linke Ohr. Er hatte in dieser Schlacht seinen Teil dazu beigetragen und darauf konnte er stolz sein, dass er seinen Kameraden und Kameradinnen eine Möglichkeit gegeben hatte, effektiver anzugreifen.

Er ist geblendet!

schrie Raven die anderen Wölfe an, während er wieder nach vorn sauste, mit seinem schwarzen Fell, dass nun vollkommen blutgetränkt war. Er fühlte sich in diesem Moment so stolz und siegessicher, er vertraute auch plötzlich den grauen Fähen, dem jungen Schwarzen und dem Hünen. Sie würden siegen und das Revier des großen Sees würde ihres sein. Seine gelben Augen musterten den Rest des Kampfes, doch er hielt sich erst einmal wieder zurück, um später, wenn die anderen schon geschwächt waren, wieder anzugreifen und dem Bären das letzte bisschen Leben zu nehmen. Denn nichts anderes begehrte er mehr, als diesem Bären den Gar aus zu machen und somit seine Mutter zu rächen.

[/list]

{ beißt Yldur das Ohr ab | kämpft }
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Jul 18, 2011 8:18 am

Es war seltsam, fand Jakara. Sie hatte in den letzten Tagen und Wochen das Gefühl gehabt, allein zu sein auf dieser Welt, allein mit einer winzigen Gruppe mehr oder weniger schwacher Wölfe. Und jetzt, als es zum Kampf ging, tauchten sie auf, schälten sich aus ihren Verstecken, legten Kampfesrüstung an: Zum einen natürlich die Children of the Moon, plötzlich wieder ein geeintes und starkes Rudel - zumindest, was diejenigen betrag, die da waren - als zum zweiten auch andere Wölfe; zwei neue, die sich am Kampf beteiligten und ein Rüde, der in einiger Entfernung ängstlich in den Schnee gedrückt lag.
Ja, seltsam war das alles in der Tat. Aber sich darüber den Kopf zu zerbrechen war keine Zeit, nicht jetzt. Diese eine fremde Fähe schnappte nach den Augen des Bären, Blizzard hing an seinem Nacken und der wie aus dem Nichts aufgetauchte, zweite fremde Rüde bis Yldur kurzerhand das linke Ohr ab. Aber keiner befolgte Givaans Befehl. Und das war ebenfalls seltsam. Aber genau genommen, so unlogisch war das gar nicht mal. Blizzard schien seinen Vater ohnehin mehr zu hassen als zu lieben und würde deshalb unter Umständen auch keinen Befehl des Hünen befolgen. Nicht, wo Givaan anderes zu tun hatte, als Blizz dafür zu bestrafen.Und sie, Kara, hatte darauf vertraut, dass andere diese höchst gefährliche Aktion übernehmen würden. Sie hatte sich mal wieder gedrückt.

o.O(Jetzt kannst du zeigen, was du drauf hast, Jaki!)O.o

Was sie drauf hatte. Haha. Toller Witz! Kara wusste, dass sie eine gute Kämpferin war. Sie wusste, dass sie ebenfalls eine gute Heilerin war. Und sie wusste, dass sie gegen diesen Bären nicht gewinnen konnte. Selbst abgelenkt und behindert war dieser Koloss eine Nummer zu groß für sie.
Aber Jakara ahnte, dass sie es war, die diese einzige Chance nutzen musste, bevor der Bär wieder zu Sinnen kam, bevor das Blut gerann welches ihm bis jetzt die Sicht versperrte. Der nächste Zug in diesem Spiel auf Leben und Tod gehörte der grauen Fähe. Und sollte sie dabei sterben, so war es das doch wert gewesen. Jakara schloss ein letztes Mal die Augen zur Beruhigung, während sie langsam ein paar Schritte rückwärts machte. Der Bär war sichtbar wütend und brüllte, aber dies galt nicht ihr. Noch nicht. Noch galt sein unerbittlicher Zorn dem Rüden, der es gewagt hatte, sein Ohr abzubeißen. Doch solange das Blut noch Yldurs Sicht versperrte, musste Kara das ausnutzen. Ihre Muskeln waren wie ein Pfeil auf einem Bogen gespannt, und wie ein solcher raste sie nach vorn, hob mit einem kraftvollen Sprung vom Boden ab, die Zähne gebleckt. Ihre Pfoten stießen gegen Yldurs Brust und brachten den bereits geschwächten Bären für einen Moment ins Taumeln, ja, beinahe wäre er sogar nach hinten gefallen. Dann erreichte ihr Fang die Kehle des Kolosses, und Jakara biss zu, ihre Zähne trafen auf die zähe Haut, die es zu durchdringen galt. Endlich spürte die Fähe Blut in ihre eigene Kehle rinnen, und sie schluckte es. Yldur brüllte noch lauter als zuvor, warf sich nach vorn, auf alle Viere, seine Pranken schlugen blind nach Jakara, die nun losließ. Sie prallte auf den tiefroten Schnee, dann erwischte sie noch ein Hieb des Bären an der Schulter und die Fähe musste sich zur Seite rollen, um einem weiteren, tödlichen Schlag zu entgehen. In ihrem Fang aber hielt sie triumphierend ein Stück Bärenkehle, und sie schluckte es hinunter, so zäh es auch war.

"Für Mutter."

sagte sie leis, setzte sich hin und genoss den Todeskampf des Bären, der nun keine Kraft mehr hatte, sich aufzurichten und sich verbissen wehrte, während ihm das Blut der Kopfwunde zwischen die Augen lief und das aus seiner Kehle zu Boden floss wie ein reißender Strom.


[beim Kampf - denkt - überwindet sich - greift Yldur an - schnappt nach Kehle - zufrieden - am Rande des Kampfes]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Jul 18, 2011 10:09 am

Knurrend versuchte der junge Rüde seinen Biss nicht zu lockern. Verstärkte noch einmal den Druck seiner Keifer, presste seine Zähne durch das Fell hindurch und doch kam es ihn etwas vergebens vor. Mit einen Mal lachte der Bär. Machte sich lustig über die erbährmlichen Versuche der Wölfe. Blizzard knurrte noch einmal dunkel in das dichte braune Fell in seinen Fängen hinein. Nur um im nächsten Moment gut durchgeschüttelt zu werden. Unbamherzig wurder er von der einen zur anderen Seite geworfen. Wage besaß der schwarze Rüde das Gefühl, zu hören wie alles in ihm regelrecht geschleudert wurde. schließlich lockerte Blzzard unfreiwillig seinen Biss und flog damit durch die Luft. Nur um mit einem dumpfen Geräusch im kalten Schnee zu landen und einige Meter davon zu schlittern. Eine leichte Masse drohte ihn zu vergraben, verbarg fast seinen dunklen Körper unter der kalten Schneedecke.

oO(Die Kehle... das ist mir klar, Idiot!)Oo

Dachte er bitter und richtete sich wieder auf. Die weißen Kristalle hingen in seinem Fell, begannen zu schmelzen und liesen das dunkle Fell schimmern. Mürrisch betrachtete er nur wenige Sekunden wieder das Szenario. Nur um dann mit dem Kopf herum zu wirbeln. Ein Jaulen lies die dunklen Ohren nach vorne schnippen. Dann erblickten seine himmelsblauen Augen jenen Rüden, der verängstigt angelaufen kam um zu berichten was hier vorging. Mit einem Schnauben wandte der junge Wolf jedoch seinen Blick wieder ab, fixierte den braunen Koloss, der seinen Blick auf jenen unbekannten Wolf richtete. Die Anspannung in der Luft war zum greifen nah. Als würde sie jeden Moment zerreißen mit einem lauten Knall. Doch dem würde nicht so sein.

Blizzard knurrte wieder dunkel auf. Sein nachtschwarzes Fell sträubte sich und als der Jungwolf einen Schritt nach vorne machte, verharrte er. Ein stechender Schmerz, als hätte jemand mit einer Nadel auf ihn gestochen, durchfuhr seinen Lauf. Genau dort wo sein liebenswürdiger Vater ihn erwischt hatte. Schweigend betrachtete er das blutverklebte Fell, was um der Wunde ruhte. Bilder drangen in seinen Kopf ein. Die Momente als das getrennte Rudel wieder aufeinander stieß. Der Kampf und das Blut, der Beginn seines Hasses auf das Blut in seinen eigenen Adern. Das Blut seines Vaters. Jenes Wolfes, das zu einem bestalischem Monster sich zu entwickeln schien. Er konnte es nicht leugnen, konnte es nicht verändern. Seine Mutter, Zanba, Leitwölfin des Rudels... wie konnte sie diesen Rüden lieben? Es wollte nicht in seinen Kopf. Die Erinnerungen vor jenem Moment schien ihm nur noch wie ein Traum zu sein, eine Illusion. Wahnwitzige Ideen die er sich zusammengewürfelt hatte.

Erst die unbekannte, schreiende Stimme lockte ihn zurück in die Gegenwart. Mit einem Blick sah Blizzard, das dem Bären nun beide Ohren fehlten. Das Blut sickerte aus den klaffenden Wunden, wanderte über sein Gesicht. Doch allein, das nun seine Ohren fehlten war hilfreich. So würde dieser Bär die Geräusche nicht mehr richtig zuordnen können.
Endlich sezte sich der Jungwolf nun wieder in Bewegung, spannte seine Muskeln an, verdrängte den pochenden Schmerz und schoss wie ein Pfeil auf die viel zu große Gestalt zu. Er sprintete auf das Ungetüm zu, fletschte seine Zähne und wusste selbst nicht woher er noch seine ganze Kraft nahm obwohl sein Magen ihm in den Kniekehlen hing. Aus den Augenwinkeln sah er Jakara auf den braunen pellizigen Feind zustürmen. So schlug er einen leichten Harken und steuerte nicht mehr zum todbringendem Biss an der Kehle an. Sein Blick fixierte die Seite seines Halses. Er spannte seine Muskeln an, drückte sich flüchtig zu Boden, bevor er absprang und erneut seine Kiefer in das dicke Fell grub. Der Bär brüllte auf, als die Fähe ihre eigenen Zähne in seine Kehle bohrte. Er schlug um sich, doch Blizzard dachte nicht daran los zu lassen. Riss seinen Kopf herum und knurrte, während er sich gegen den pelzüberzogenen Körper drückte.

Die schwarzen Ohren schmiegten sich dicht an den genau so dunklen Kopf heran, als der Bär noch durchdringender brüllte. Das Tier taumelte und im nächsten Atemzug stieß sich Blizzard von dem Braunen fort und landete wieder in der dicken Schneemasse die mit Blut übersät war, wo der Kampf stattgefunden hatte. Angespannt beboachtete Blizzard nun den Verwundeten, der um sein Leben rang. Bereit noch einmal anzugreifen, sollte er die Kraft finden noch einmal auszuholen.

[landet im Schnee I steht auf I in Gedanken I wieder Realität I greift mit Jakara an I beobachtet den Bären]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Jul 18, 2011 3:29 pm

Zwar glücklich, aber geschockt, dass der Kampf fast vorüber war blickte Aina auf den großen Bären der an der Schwelle des Todes stand. Es war alles voller Blut und mit jedem weiteren Herzschlag floss mehr davon aus der aufgerissenen Kehle des Bären. Die graue Fähe konnte den Anblick nicht ertragen, den Anblick des vielen Blutes und des sterbenden Bären. Sie wandte den Blick ab. Einerseits war es richtig, dass der Bär starb, doch es war immer schade wenn ein Tier starb, ob nun ein Wolf oder ein anderes Tier.

Als Aina den Blick über das Kampffeld schweifen lies, sah sie jeden Wolf genau an. Da war der große Schwarze, der zu Anfang mit dem Bären gekämpft hatte. Der zweite kleinere schwarze Wolf hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit ihm zu haben. Vielleicht waren sie verwandt.Weiter weg stand die graue Fähe, der Aina in den Kampf gefolgt war. Sie hatte dem Bären die Kehle aufgebissen. Etwas getan, was Aina niemals von ihr erwartet hätte.Ebenfalls ein wichtiger Mitkämpfer war der dritte schwarze Rüde gewesen, der zwar noch sehr vital war doch auch schon älter war als der Rest.

Warum war niemand sonst vorher gekommen um dem Schwarzen zu helfen? Gehörten sie alle zu dem Rudel dass sie suchte?
So langsam wich auch der Rest des Lebens aus dem Bären. Ein paar Mal probierte er sich aufzubäumen und dem Tod zu entrinnen, doch die Verwundung an der Kehle war zu schwer.

Langsam trat Aina einen Schritt vor und stellte dann beide Pfoten fest neben einander. Sie räusperte sich und sprach dann zu allen anwesenden Wölfen.

„Der Bär ist keine Gefahr mehr, doch nun würde ich gern wissen mit wem ich hier die Ehre habe. Gehört ihr zu den Kindern des Mondes, dem Rudel, dass ich schon seit einer halben Ewigkeit suche?“

fragte sie bescheiden, um auch niemanden zu verärgern und möglichst ehrenhaft zu klingen.


[Sieht den Kampf zu Ende gehen|schaut in die Runde|denkt|spricht zu den anderen Wölfen]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mi Aug 03, 2011 9:57 am

»Du wirst auf ewig der Verlierer bleiben, Givaan Fihardar Schattenjäger!«
»Und du bist es, der es zu verantworten hat!«
Dumpfes, kehliges Lachen, dicht gefolgt von einem schrillen Schmerz im Schädel.
»Glaub ja nicht, du könntest dich über mich schwingen. Du bist zu schwach, einen Bären niederzukämpfen, also bist du zu schwach für die Führung eines Rudels. Sieh es ein. Du bist gebrochen, besiegt. Du bist gehasst, verstoßen. Du bist wieder einmal dort, wo du schon immer im Leben gestanden hast.«
»LÜGNER!«


Das hyänenhafte Kichern, hysterisch und beinahe schon verrückt, hallte lange in seinen Ohren wieder, sodass er die Pranke des Bären zu spät bemerkte. Sein Angriff scheiterte mit jeder Sekunde mehr, die Kontrolle entglitt ihm mit jedem verlorenen Schlag und das Blut verließ seinen Körper, als es ihm gut tat. Doch Givaan selbst wollte davon nichts mehr wissen. Er war Givaan, verdammt und eins! Niemand, kein Wolf, kein Bär und erst Recht kein Daemon würde ihn zu Boden werfen und seine Unterwerfung fordern.
Mit gefletschten Zähnen und mehr rotem als schwarzem Fell warf er sich gegen den Bären, spürte die harten Knochen des Untieres unter dem fetthaltigen Gewebe und schnappte zornig nach jedem nur erdenklichen Fell. Kaum, dass er es gepackt und wieder verloren hatte, sprang er wider seiner rasch schwindenden Kräfte erneut auf den Bären zu, schnappte und biss, zerrte, ließ sich seiner Wut hingehen. Die Kontrolle entglitt ihm restlos, doch schien selbst Daemon nicht mit der geballten Kraft der Wut fertig zu werden, die ihn nun zu umspülen drohte. Die gelben Augen blitzten gehässig auf, die Worte des Bären verklangen und mit der Kraft der Verrückten sprang er dem Untier in den Rücken, wurde dieser soeben durch einen feigen Wolfsrüden abgelenkt. Der Bär strauchelte, Givaan fiel recht unsanft zu Boden und schob den inzwischen zusammenklebenden Schnee achtlos beiseite. Das Blut des abgerissenen rechten Ohres war bereits ein wenig getrocknet, doch jede Anstrengung ließ einen weiteren Schwall davon austreten. Dann fehlte ihm mit einem Mal das linke Ohr und für den Bruchteil einer Sekunde schien er vollkommen orientierungslos. Diesen Moment nutzte Givaan, schnellte nach vorn, stemmte die blutigen Pfoten auf den unteren Rücken und stieß sich ab. Die scharfen Zähe schlugen sich in den schier unüberwindbaren Pelz des Bären, das Fett und die Muskeln des Riesen waren rasch durchtrennt und Givaan trieb seine Fänge noch ein weiteres Mal in den Hals des Bären. Er spürte einen Ruck durch den Bärenkörper gehen, sah Jakara mit blutverschmierter Schnauze zurück springen und Blizzard ihr dicht auf folgte. Erst später bemerkte der Schwarze die Kehlenwunde und der Daemon kreischte ohrenbetäubend auf.

Stöhnend ließ Givaan sich fallen, spürte den Schmerz seine gesamte linke Seite hinauf ziehen und taumelte benommen etwas zurück. Verschwommen sah er den Bären zu Boden gehen, knurrte leise, als dieser reglos liegen blieb und hörte das Zeter und Mordio des Daemons. Er hatte den Bären nicht getötet. Es war eine Fähe, eine so unbedeutende dazu. Wie konnte ihm nur dieser Fehler unterlaufen?! Er hatte den richtigen Wolf, hatte seine schwarze Seele gesehen - doch eines hatte er nicht bedacht. Das Rudel.
Trotz dem Wesen des Leitwolfes schien es dennoch gewillt, diesen nicht einfach dem rechtmäßigen Schicksal zuzuführen, sondern ihn noch mehr leiden zu lassen. Die verschleierten Augen des Wolfes glühten, manch einer mochte darin den inneren Kampf sehen, den Daemon und Givaan miteinander ausfochten, ehe der Kopf langsam in die Richtung pendelte, aus der weit entfernt eine Stimme kam. Der rauen Kehle des Daemons entstieg ein heiseres, wildes Lachen, als er ihre naiv gesprochenen Worte hörte. Obgleich ein nicht nennenswert kleiner Teil des Schwarzen sich dagegen aufbäumte, sprach der Daemon mit kratziger Stimme, ein Blick auf den Bären haltend.

»Du dumme Wölfin. Einen König magst du ja stürzen sehen, aber dieser Bär ...«

Er hielt inne, wandte seinen verrückten Blick auf den Koloss und stieß diesem grob mit der Schnauze gegen die abgerissenen Ohren. Die Gewebefetzen waren bereits leicht vom Blut angetrocknet, doch der Daemon erkannte das noch schwache, verebbende Glimmen der Boshaftigkeit im Körper des Bären. Ein weiterer Stoß, ein ersticktes, kaum wahrnehmbares Grollen seitens des Bären. Der Daemon sah die Pranke des Bären, sah sie leicht erzittern und kannte den Plan, ehe er ausgeführt war. Givaan erahnte lediglich einen Bruchteil davon, vermochte jedoch nicht länger Herr seiner Gliedmaßen zu sein. Er sah den Bären ein letztes Mal aufbegehren, wollte sich vor dem gewiss knapp dreihundert Kilogramm schweren Gewicht in Sicherheit bringen und spürte kurz darauf den Druck eines massiven Körpers. Danach erschlaffte der Bär restlos und der Daemon mit ihm. Zurück blieb ein zutiefst gedemütigter Givaan, verletzt, von einem Bären besiegt und seiner Ehre beraubt.

»Du hast sie vor dir, Fähe. Die einst so stolzen Mondkinder, von denen nur so wenige geblieben sind.«

röchelte er Aina leise zu, doch war er wohl noch zu verstehen. Doch fehlte seiner Stimme die heisere, kratzige Nuance des Daemons, die arrogant, befehlende Art des Givaans. Es schien, als sei ein gebrechlicher, alter Wolf an seine Stelle gerückt und diesen Gedanken ertrug der Schwarze einfach nicht. Halb zerrte er sich aus seinem starren Gefängnis, spürte die Leiche über ihm langsam kalt werden und stand keuchend und mit zitternden Beinen schlussendlich neben dem Bären. Gierig nahm er die Luft auf, ließ dabei seinen verschlossenen Blick wandern und spürte Schmerzen durch seinen Körper fließen. Zanba war nicht zugegen.

.o( Hat sie mich restlos verstoßen? Wird sie mir jemals verzeihen können? Werde ich von nun an wieder jener einsame Mörder, der ich einst war? )o.

Sehnsucht wurzelte in ihrer reinsten Form in Givaan auf, Sehnsucht nach den alten Tagen. Nach jenen Tagen, in denen sein Leben nicht von den Geistern seiner Vergangenheit beherrscht wurde, Tage, in denen weder sein Sohn, noch sein Rudel ihn mit Angst, Verachtung und Abweisung ansahen. Tage, an denen er lediglich der grimmige Leitwolf des Rudels war, nicht dessen moralischer Untergang. Mit zitternden Beinen ließ er sich an Ort und Stelle nieder, sah, dass der Schneefall ausgesetzt hatte und ignorierte die langsam in ihn kriechende Kälte. Nur leise, beinahe schon geflüstert, nicht mehr als ein Windhauch, kamen ihm die Worte über die Lippen. Er schloss die Augen, bettete den Kopf auf die Pfoten und wollte nur noch schlafen. Er hatte versagt.

»Es tut mir Leid.«

Er hatte versagt. Vollkommen. Versagt. Er hatte verloren. Alles. Versagt und Verloren. Nun war er weder das eine, noch das Andere. Mit dem Daemon war er ein Monstrum, mit GIvaan ein Leitrüde. Doch ohne den einen, ohne den anderen - wer war er da noch? Die Hülle eines ehemals erbitterten Kämpfers. Er fühlte sich leer, ausgebrannt. Mit Daemon hatte er zumindest das Gefühl gehabt, teilweise zu leben, einen Grund dafür zu haben, nicht einfach aufzugeben. Denn Givaan Schattenjäger untergab sich keiner Macht. Doch er hatte versagt. Kläglich.


[Im Kampf x Am Ende seiner Kräfte x Daemon spricht x bei Yldur x Denkt nach]

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Aug 08, 2011 1:58 pm

BREATH
Zanba wagte nicht zu bestimmen, ob es wirklich ein Traum oder die bittere Wahrheit gewesen war, die sie die letzte Nacht geritten hatte. Oh ja, sie hatte vieles gesehen. Schönes und Hässliches, Helles und Dunkles, Freud und Leid, Hass und Liebe. Es gab zu allem ein Gegenteil. Alles war miteinander verbunden. Selbst wenn das Hirn mit aller Macht versuchte, überlebensgefährdend und überlebenswichtig zu unterscheiden, es log. Man sagte zwar, es könne keine Liebe existieren, wo sich Hass befindet, aber was wäre die Liebe ohne den Hass? Wenn Hass nur eine Illusion sein sollte, ein Trugbild, war es die Liebe denn dann nicht ebenso. Ja. Es war ihr klar, für wen oder was sie diese Namen benutzte. Diese Gegenteile. Was sie zu beschreiben versuchte, sich jedoch nicht wagte. Die Frage nach der Wahrheit war zu mächtig. Nichts von dem, was in ihrem Kopf vorging, war womöglich wirklich wahr. Für andere nicht. Für sie schon. Sie lebte danach, lebte nach dem Prinzip der Gegensätze, die sich ausglichen, die das Gleichgewicht trugen und sich ergänzten. Die durch sich selbst erst zu wahrer Größe wachsen konnten. Die durch sich selbst erst erfuhren, was Leben war. Die Angst und Furchtlosigkeit lernten, Mut und Scheu, Respekt und Misstrauen. Gemeinsamkeit. Vertrauen. Leiten. Führen. Zusammenhalten. Ging es letztendlich nicht darum in ihrem Leben? Darum, das zu tun, was ihr vor langer Zeit schon voraus bestimmt war? Ihr und Givaan?

Givaan. Ihr Gegenstück. Derjenige, der sie liebte, wie sie wirklich war. Der sie nicht durch einen Spiegel anblickte, sondern durch ein Fenster. Ein Fenster so rein und unschuldig wie kein anderes. Aber was sollte passieren, wenn Yin und Yang sich trennten? Wenn einer das Licht des anderen verlor und die Dunkelheit sein eigenes Licht auf zu fressen drohte? Wenn der andere die Dunkelheit verlor und das Licht seine eigene Dunkelheit verspeiste? Dann wäre das Gleichgewicht gebrochen. Der wäre die Größe verkleinert, der Fortschritt auf Null gesetzt. Denn ohne sein Gegenstück war man selber letztendlich nur eine Illusion, einer Abbild all dessen, was einen umgab. Vergraben unter Unwissen. Unterdrückt, könnte man sagen. Bu-bumm. Bu-bumm. Bu-bumm. Zanba lauschte dem gleichmäßigen Schlagen ihres Herzens. Sie lauschte ihrem Atem, der sich dem Rhythmus anpasste. Das war Leben. Das war das Lied, das sie singen wollte. Aber es war, als fehle ein Teil. Es fehlten all die anderen Stimmen, die den Chor vervielfältigten. Und doch waren sie da. Bei ihr, ein teil ihres Lebens. Ein teil ihrer Selbst. Sie waren lediglich zerstreut, aufgebracht, durcheinander. Wirbelten und kreisten, ohne ein klares Ziel. Sangen zu hoch und zu tief, trafen nur ab und an einen richtigen Ton. Die Wölfin schlug die Augen auf.
AND LIFE!
Ein Schauer durch fuhr sie. Wie ein Geist, der sie einullte, der in ihre Glieder kroch, um sie hoch zu stemmen. Um sie dazu zu bewegen, voran zu laufen. Weiter. Immer weiter. Mit Givaan an ihrer Seite. Als ihr Gegenstück. Als ihr Gleichgewicht. Und obwohl die Schmerzen so laut schrien, dass es alles andere übertönte, rappelte Zanba sich auf, wie in Trance. Als wäre sie noch immer gefangen in der Welt der Träume. Diesmal jedoch war es anders. Diesmal waren die Konturen scharf und unüberschaubar. Sie trat hinaus, sah das matte Licht, das durch die Baumkronen fiel, sah den Schnee, der alles in ein strahlendes Weiß zauberte. Und hörte die Rufe eines Kampfes. Es war, als hätte dieser Instinkt, der so plötzlich aufsprang und sie dazu zwang, los zu preschen, Winterschlaf gehalten. Tief und fest. Eine Art Koma. Aber das war nun vorbei. Sie war zurück. Mit vollem Elan. Und es dauerte nicht lange, da vergaß sie ihre knochige und dürre Gestalt, da sah sie darüber hinweg, dass sie schwach und ausgehungert war. Da verließ sie sich vollkommen auf die langen Beine, die sie zu einer Läuferin machten, auf den Instinkt, der sie voran trieb und den starken Willen, der es niemals zuließ, dass man sie unterdrückte. Sie rannte. Und rannte. Eine Ewigkeit kam es ihr vor. Eine Ewigkeit, von elegant-glänzender Schönheit, eine Ewigkeit von grau-schmutziger Hässligkeit. Unbändige Freiheit fuhr ihr mit dem eisigen Wind durch den Pelz. Sie konnte es schmecken, sie konnte es riechen, sie konnte es hören, sie konnte es sehen.

Und umso mehr verschlag es ihr den Atem, als sie all die Blutlachen sah. Sie verschnellerte ihre Schritte, ja sprang gar zu ihrer Familie, die da stand und auf den Leichnam dieses Monstrums hinab blickte. Allesamt mit Blut befleckt. Allesamt dieses eine Funkeln in den Augen, wenn man den Feind bezwungen hatte. Sie blickte von einem zum anderen, vom kleineren zum größeren, vom stärkeren zum schwächeren. Bis die warmen Augen auf Givaan hängen blieben, der einfach nur da stand. Bewegungslos. Ausdruckslos. Gebrochen. Allein das Krachen des Schnees unter ihren Pfoten und das nachlassende-angestrengte Hecheln der Wölfe erfüllten den Wald. Und so durchschritt die die Blutlachen, schritt um den Leichnam herum. Den Blick nicht von Givaan abgewandt. Es war ihr unmöglich, das Gefühl zu beschreiben. Er war sicher. Er lebte. Sie alle waren sicher. Sie alle lebten. Sie hatten es geschafft, hatten gesiegt. Gesiegt! Sie waren Sieger. Gleichermaßen plagte sie das schlechte Gewissen daran, alle im Stich gelassen zu haben. Konnte man das Versagen nennen? War dort wo Sieg war denn nicht auch versagen? Natürlich war es das. Es lag neben ihr. Lag mit abgeknickten Kopf, aufgerissener Kehle und in einem Bad aus Blut dort vor ihren Pfoten. Aber sie wollte es nicht beachten. Wollte sich nur über das freuen, was es sich zu freuen lohnte. Den Sieg. Die Sicherheit. (Die neugewonnene Nahrung?)

Nun satnd sie ihm gegenüber. Dem pechschwarzen Hünen. Den, mit dem sie ihr Leben verbringen wollte. Den, den sie liebte. Den, mit dem sie Jnuge gezeugt und ein Rudel gegründet hatte. Der Wolf, der nun das getan hatte, für das sie zuständig gewesen wäre. Ihr Rudel in den Kampf zu führen. Und so entschied sie, dass es nicht länger ihr Rudel sein sollte. Nicht das, welches von Zanba geführt wurde. Das, dessen Verantwortung sie alleine trug. Nein. Givaan gehörte dazu. Er war ein Teil von ihr. Ein Teil des Großen Ganzen, das sie umgab. Von allem, aus dem ihre kleine aber harte Welt nun einmal bestand. Er gehörte dazu. Es musste so sein. Es sollte so sein. Es war das Gleichgewicht, dass man ihnen vermacht hatte. Aber, nein, es fühlte sich nicht wirklich erzwungen an, als sie diese Entscheidung traf. Es fühlte sich wie ene Art Befreiung an. Sie hatte es schon immer gewusst, doch nun hatte sie es eingesehen. Sie brauchte diesen Rüden an ihrer Seite. Denn wie sollte die Liebe ohne den Hass bestehen bleiben? Die Liebe, der auch ein Funken Hass bewohnt und der Hass, der zu unendlicher und unbeschreiblicher Liebe fähig ist. Zanba schaute ihrem Gefährten in die Augen, versuchte, seinen Blick zu erfassen. Aber nein. Worte waren nicht von Nöten. Nicht jetzt. Worte würden alles zerstören. Diesen Moment, der grausam und wunderschön zugleich war. Ohne zu zögern machte sie einen Schritt vor und drückte sich an seinen Brustkorb, um ihren Schädel in sein Pelz zu pressen, seinen Duft vermischt mit dem von Blut in sich aufzunehmen und die Wärme zu spüren, die wie ein verborgener Schatz unter der kühlen Oberfläche lungerte.

“Ich verlange nach dir als meinen Leitwolf, Givaan. Als unseren.“


[Wacht auf - läuft zum Kampfplatz - geht auf Givaan zu - redet mit ihm x bei Givaan]

_______________

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♥️ Givaan ♥️

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Di Aug 09, 2011 5:29 am

Kein Lufthauch regte sich und doch spürte Givaan unter seinen geschlossenen Augen einen sachten Hauch um seine Nase wehen. Manch ein Krieger sei gebrochen, einzig dem Verlust der Liebsten wegen, hieß es. Manch ein Krieger hingegen sei lediglich dann gebrochen, wenn jeder seiner Feinde besiegt und tot war. Doch gab es ebenso Krieger, deren schwarz vom Mord gefärbte Seele ihre giftigen Fühler aussandt, in dem zerstörerischen Verlangen, die einzige Wahrheit, die bestand, nicht zu akzeptieren, weiter zu verdrängen, erfolgreich von sich zu schieben. Eben diese Krieger vermochten bis an den Rande des Wahnsinns zu kämpfen, ohne ihm zu verfallen. Einige jedoch drängten sich in die schützende Umarmung des Wahnsinns, einer Obsession, die wohl nie wieder weichen würde und ebenso zerstörungswillig war wie die dunkle Seele des Mörders selbst. Eben diese Fühler streckten sich nun zaghaft, beinahe sanft aus, dem vertrauten und doch inzwischen so fremd erscheinendem Duft entgegen, wollten den warmen, sich windenden Körper mit sich ziehen und verschließen. Eifersüchtig behütet durch die finsteren gestalten der vernarbten Schwarzseele.

Noch immer rang der Rüde, dessen blutüberströmter Körper ebenso erschöpft war wie auch sein Geist, mühsam um Atem, hörte seine rasselnde Atmung und lachte kurz und bitter auf. Wie weit war er nun gekommen, in den fünf Jahren, die er auf diesem verfluchten Planeten zubrachte? Den Kopf hatte er von den Pfoten auf den beißend kalten Schnee sinken lassen, spürend, dass dicht unter seiner nun nicht länger unschuldigen, rot gefärbten Schicht der gefrorene Boden befand. Dennoch blieb er liegen, ihm fehlte die Kraft, für die er sich stets gerühmt hatte. Eine Kraft, die ihn einst hatte unbesiegbar werden lassen und nun am Boden festhielt, als hätte man ihm Nägel durch die Pfoten in den Boden getrieben.
Es war der reinste Witz, resümierte man die Dinge, welche Givaan einst verachtet hatte. Schwäche. Hilflosigkeit. Resignation. War er nicht im Moment an einem Scheideweg seines Lebens angelangt, an welchem er eben diesen Eigenschaften nun gegenüber stand, von ihnen zehrte, in der wahnwitzigen Hoffnung, er möge überleben, um die nächste Nacht zu erleben? Ein weiteres, bitteres Lachen quälte sich seine Kehle hinauf, erbrach sich unter einem feinen Gerinnsel Blut und mehr Galle als verdauter Nahrung. Angewidert rollte der schwarze Hüne sich auf die Seite, stemmte sich unter zitterndem Aufwand empor und hob den Kopf.

Eine kalte Verachtung gegen die Welt tanzte nun wieder in den gelben Augen, doch ließ sich ebenso das unruhige Flackern innerhalb dieser Verachtung erkennen. Der Wahrheit entsprach die Tatsache, dass Givaan sich seiner Schwäche in diesem Moment mehr denn je bewusst wurde und eben dieser Zustand entsetzte ihn. Zunehmend mehr, wie es schien. Die Muskeln unter seinem eingefallenen, von Bärenklauen stark malträtierten Körper zuckten unwillig, als er diese anspannte, um sich die restlichen Zentimeter aus dem Schnee zu stemmen und aufrecht zu stehen. Kurz darauf fiel sein Blick beinahe wie von selbst auf jenes Geschöpf, welches einer Halluzination gleich auf ihn zuzuschweben schien.
Hinfort war der Daemon mit all seinen giftigen Stacheln, die mehr von ihm aufgerissen hatten, als er es geglaubt hatte. Ein weiteres, bitteres Lachen wollte sich seine Kehle hinauf würgen, doch fehlte es ihm am Mageninhalt, als dass er es hätte erbrechen können wie seinen Vorläufer.
Angespannt betrachtete er Zanba auf ihrem Weg zu ihm, ihre Pfoten schienen schwerelos über den verdorbenen, dunkelrot gefärbten Schnee zu schweben. Zerworfen und zerwühlt erschien ihm der Schnee, an jenem Punkt, wo zahlreiche Kämpfe stattgefunden hatten, glaubte er auch beinahe den Grund des Waldes sehen zu können. Gefangen in er eisigen Kälte des Winters, der sich unbarmherzig durch das Land fraß und an Givaan zerrte. Einst hatte er ihn geliebt, verehrt, als handle es sich bei ihn um eine weitere Gottheit, die der Anbetung würdig war. Doch angesichts der Tatsache, dass er lediglich den Dingen glaubte, die tatsächlich statt fanden, hatte er weder diesem kalten Wintergott noch einem anderen Gott in irgendeiner Art seine Gläubigkeit gezeigt. Inzwischen bezweifelte er zudem auch, ob auch nur einer der Götter, mit Ausnahme von Akando eventuell, ihn als einen ihrer Jünger anerkannt hätten.
Noch während er über all diese Dinge nachgrübelte, trat die Wölfin dicht vor ihn, mit welcher er nun beinahe die Hälfte seines Lebens verbracht hatte. Die Beine zitterten ihm nicht mehr ganz so sehr wie zu Beginn und doch spürte er das Zittern seiner Muskeln bis in seine verdorbene Seele hinein. Sofern möglich, erhellte der sanfte Schein Zanbas seine Leidgeplagte Seele und schenkte ihm für den kostbaren Augenblick Wärme und Trost. Liebe. Es war ihm beinahe unerträglich, diese Berührung, so stürmisch und doch so zart, zu erwidern, glaubte er doch daran zu brechen wie ein morscher Ast im Wind. Ihre Liebe brach ihn, flickte ihn und seine unzähligen Narben und brach ihn erneut. Ein fortdauerndes Spiel, in welchem sich unleidlicher Schmerz mit bittersüßer Freude verbanden und am Ende kaum mehr voneinander zu trennen waren. Ein Moment, in welchem sowohl die Zeit, als auch alles andere bedeutungslos wurden und lediglich auf diese Berührung zusammenschrumpfte, als gelte allein ihr die Aufmerksamkeit.


.o(“Ich verlange nach dir als meinen Leitwolf, Givaan. Als unseren.“)o.

Er brach. Erneut. Ihre Worte, gesprochen mit Milde und gleichzeitig doch mit Entschlossenheit, ließen das zermürbte Glashaus seines inneren Gerüstes erneut in tausend kleine Splitter bersten, die sein Fleisch, sein Organ, ihn selbst im Ganzen noch weiter verletzten und quälten. Wie nur konnte sie ihm vertrauen, wenn er es selbst nicht einmal mehr tat? Wie nur sollte das Rudel sein Vertrauen erneut in ihn setzten, wo er sie doch bereits so häufig nieder gerissen und hinterrücks verraten hatte? Doch als er nun sachte über ihren Pelz rieb, ihren milden Duft einsog und sich der Gegenwart der Wölfe bewusst wurde, die mit ihm gekämpft hatten, obgleich es nicht einen nennenswerten Grund dafür gab, glaubte er für kurze Zeit, dass es womöglich wieder möglich wäre. Wenn auch nur für Kurz, doch ein schmaler Silberreif am Horizont würde noch bestehen. Hoffnung.

Wie lange war es her, seit er diese verspürt hatte, ebenso rein, wie der Schnee einst war, der nun unter ihren Pfoten das Grauen fort wusch, welches ihr gelegen hatte. Hoffnung. Er spürte diese sachte, beinahe nackend an seinen Nervensträngen zupfen, als wolle ein junger Welpe ihn zum Spielen auffordern. Ein dunkler, undefinierbarer Laut entwich erstickt seiner Kehle, er er sich von Zanbas wohltuender Wärme befreite und ihr in die Augen sah.

»Hiermit verspreche ich, Givaan ... «

Seine Stimme brach, sein leiser Bariton erstarb in der geisterhaften Stille des Waldes, die durch nichts gestört zu werden schien. War er es tatsächlich, dem diese Worte über die noch immer leicht blutigen Lefzen glitten? Nicht länger jenes Ungetüm, welchem er sich zum Sklaven gemacht hatte, unwissend über dessen Walten und Schalten? Ein zartes Zittern durchlief seinen Körper, Ekel überspülte ihn und brandete gemeinsam mit Selbsthass auf. Ein Blick auf die Wölfe um sie herum, ein Blick in die Augen seiner Liebsten und er spürte eine gewisse Ruhe zurück kehren.

» ... Fihardar Schattenjäger, dir, Zanba, als auch dem Rudel der Mondkinder ewige Treue. Möge diese anhalten bis in meinen Tod hinein ... «

.o( Und möge diese erwidert werden, trotz all der Dinge, die unter meiner Führung geschahen. )o.

Mit einem feinen Lächeln, welches so selten gesehen wie vollkommen fremd auf seinen Lefzen schien, bettete er seinen Kopf für einen weiteren, zerreißenden Moment auf ihrem Rücken, spürte ihre Wärme und ihre Nähe. Wie sehr hatte er sich von ihr entfernt, während der Teufel in ihm wütete? Würde er sich dies jemals verbergen können - und würde das Rudel ihm jemals vergeben können?
Über ihren Rücken hinweg fing er die zitternden Bewegungen des schmalen, grauweißen Rüden ein, welcher angstvoll aufgeschrien und dem Rudel somit kostbare Zeit geschenkt hatte. Sah den schwarzen Rüden, der anfänglich gezögert und am Ende doch eingegriffen hatte, obgleich dies nicht seine Familie war. Sah die junge Wölfin, welche nach dem Rudel der Mondkinder gefragt hatte und noch immer nicht geflohen war ob der Gewalt, der sie hier ansichtig wurde. Doch ganz gleich, wie groß der Wunsch nach neuer Stärke im Rudel war, wie sehr sein Hunger ihn biss, so mochte er diesen kostbaren Augenblick mit Zanba nicht eher beenden, als es notwendig war. Somit schlossen sich die Augen des Schwarzen und dieser ließ sich in der Wärme von Zanbas sanftem Geruch einhüllen. Trost. Zuneigung. Liebe. Familie.


[In Gedanken ;; Zweifelt ;; Bemerkt Zanba ;; Antwortet]

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Di Aug 09, 2011 7:30 am

Jakara war einer Statue gleich, vollkommen ruhig. Sie hörte das Röcheln des Bären ein letztes Mal, sah sein letztes Aufbegehren und roch den Geruch von Tod, der sich noch zögerhaft, bald aber bestimmt ausbreitete. Die dunkelgraue Fähe schloss die Augen. Das Bild ihrer Mutter lächelte sie an, und Kara schloss ein für alle Mal mit ihrer Vergangenheit ab. Da war die Sache mit Chazaar und Givaan, als sie letzteren für ihren Bruder Black gehalten hatte. Das hatte sie überwunden. Dann der Tod Chazaars, ihres Geliebten, für den sie ihr eigenes Leben gegeben hätte. Auch damt hatte sie abgeschlossen. Was ihr als letztes gefehlt hatte, war eben jene Rache für ihre Mutter. Der Herr des Waldes war tot, Jakara selbst hatte ihm die Kehle durchgegessen. Sie spürte den Klumpen Fleisch warm in ihrem Magen liegen und konnte sich eines befriedigten Lächelns nicht erwehren.
Und das, obwohl ihre Tat schändlich war. Jawohl, schändlich und falsch, denn eine Heilerin tötet nicht. Sie heilt. Und langsam kehrte Jakara wieder in die Gegenwart zurück. Sie blinzelte und sah sich um. Da war Aina, die fragte, ob dies die Children of the Moon wären. Die Dunkelgraue sah zu Givaan, der ihr bereits die Antwort gab.

.o(Das ist nicht wahr, Givaan! Sie sind noch immer stolz!)o.

dachte sie für sich, während ihre dunkelblauen Augen den Hünen musterten. Es war nicht mehr der selbe Givaan. Irgendetwas hatte ihn verändert. Der Tod des Bären? Hatte er sich einen anderen Ausgang gewünscht? Oder war es einfach so, dass er ihn nicht getötet hatte. Nicht der Dämon, sondern diese kleine, schwache Fähe Jakara. Die zudem noch Heilerin war.

Jakara schüttelte den Kopf, vertrieb diese Gedanken, als sie Zanba kommen sah. Die Sorge stand der Alphafähe ins Gesicht geschrieben, aber dann stellte sie fest, dass die Wölfe gesiegt hatten. Kein Wort durchbrach das Schweigen, und auch Jakaras ganze Aufmerksamkeit lag bei dem Leitpaar, bei Zanba und Givaan. Und die braune Wölfin wollte den Rüden wieder zum Alpha machen. Und er... er antwortete mit einer Stimme, einer Gewissheit... wie Kara sie schlicht und einfach noch nie bei diesem Rüden gesehen hatte. Es schien, als wäre aus Givaan ein anderer Wolf geworden, als hätte etwas seine harte Schale durchbrochen. Und das konnte niemand anderer als Zanba geschafft haben.

Jakara lächelte und fühlte sich geborgener denn je. Nur ihre Mutter, Black und Chazaar hatten ihr dieses Gefühl geben können. Und nun spürte sie es, inmitten der Children of the Moon, in seiner reinsten und schönsten Form. Langsam stand sie auf, denn nun war es Zeit für ihr Geschick.

"Ist jemand verletzt?"

fragte sie und blickte um sich. Sie selbst hatte auch etwas abbekommen, aber dafür war später Zeit. An erster Stelle kam das Rudel, welches sie mehr als alles auf der Welt liebte.


[Kampfplatz - beobachtet Todeskampf des Bären - in Gedanken - beobachtet Givaan & Zanba - glücklich, zufrieden - spricht]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Sa Aug 13, 2011 8:53 am

Es war erstaunlich was alles noch passieren konnte nach diesem Kampf, der für den großen Schwarzen beinahe tödlich ausgegangen war. Erst kam eine weitere Fähe aus dem Gebüsch gerannt und verlangte nach einem Givaan als Alpha. Dann versprach der große Schwarze, dass er seinem Rudel bis in den Tod treu sein würde, woraus sich schließen lies, dass er Givaan war. Schon war alles vorbei und kurz breitete sich Stille aus, doch dann fragte die graue Fähe, die dem Bären die Kehle durch gebissen hat, ob jemand verletzt war.
Aina wollte schon fast eine spöttische Bemerkung machen, da es offensichtlich war, dass Givaan mehr als nur verletzt war, doch sie verkniff es sich. Stattdessen schaute sie langsam in die Runde. Es schien ein Großteil des Rudels versammelt und hoffentlich konnten sie so bald vom Kampfplatz verschwinden. Es war nicht besonders schön inmitten von Blutpfützen und einem toten Bären zu stehen.

Allerdings wusste Aina nicht, ob sie überhaupt mitgenommen wurde. Würden die Children of the Moon sie aufnehmen? Oder würden sie sie einfach abweisen? Es wäre zwar ein bisschen gemein, sie einfach abzuweisen, doch dies war nun mal die Entscheidung der Leitwölfe.
Sie wartete die Antwort der anderen Wölfe nicht ab, da sie diese Fragen so sehr drängten.

„Darf ich eurem Rudel beitreten?“


,fragte sie, den Schwanz nach unten hängend und auch den Kopf ein wenig unterwürfig gehalten. Sie hatte fast Angst vor der Antwort, da sie auch nicht zu ihren Gunsten ausfallen könnte und dies wäre wahrscheinlich eine Todesurteil gewesen.
Nicht, weil sie zu schwächlich und hungrig war, um weiter zu leben, sondern, weil sie dann einfach nicht mehr Leben wollte. Dann gab es nichts mehr wofür es sich lohnte weiter am Leben zu bleiben.


[auf dem Kampfplatz | denkt - spricht - wartet auf Antwort]
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