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 Kapitel 6 - Der Große See

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Di Sep 28, 2010 8:28 am

Erbarmungslos und mit ermüdender Kontinuierlichkeit blies der eiskalte Wind in das dichte, rotgraubraune Fell des jungen Rüden, der dem Rudel schweigend gefolgt war. Er war grade erst zum Rudel zurückgekehrt, zwar aufgenommen wie der alte, doch er spürte, dass sich alles verändert hatte, er hatte sich verändert und das Rudel war auch nicht das Alte geblieben, er musste quasi einen Neuanfang wagen. Tessyra schien ihm auf eine Weise zu verzeihen, die er nicht verstand. Er hätte es um einiges mehr verstanden, wenn sie ihn abgelehnt oder ihm einen Vorwurf gemacht hätte, schließlich hatte er ihr Herz mit brutaler Präsizion zerfetzt und trotzdem liebte sie ihn noch immer. Sie liebte ihn vielleicht nicht mehr wie in ihren ersten gemeinsamen Stunden, doch der Rüde beschloss, sich künftig um seine Liebe zu bemühen, damit sie zurück zu einer Beziehung kamen, die auf festen Stützen stand.

Tujaro spürte den Schnee, der durch das dünne Fell an den Pfoten drang und zwischen seinen Zehen schmolz, für eine unangenehme Kälte sorgte. Der Winter hatte an dem Rüden gezehrt, und sein Magen knurrte ungeduldig. Viel zu lange hatte er keine vernünftige Nahrung mehr zu sich genommen, da jagte ihm der blutige Duft, der nun in der Luft lag, einen aufgeregten Schauer den Rücken entlang. Seine Ohren stellten sich auf und er fixierte die Richtung, in die Zanba gelaufen war. Dort musste es etwas geben.
Wie automatisch spürte er, dass seine Beine ihn schneller durch die Spur trugen, die die Leitwölfe schon in den Schnee gelaufen hatten. Seine Schritte wurden länger und energischer, je intensiver der Geruch ihm entgegen wehte. Die schwarze, kalte Nase bebte vor Aufregung und er sah Jakara in die Höhle verschwinden, bevor er den blutigen Kadaver im Schnee entdeckte. Um den gefrorenen Körper herum war der ehemals weiße Schnee vom Blut zinnoberrot gefärbt. Er spürte, wie allein der Geschmack des Blutes, der über seine Zunge rollte, als er die Zähne in das kalte Fleisch schlug, in ihm eine Art der Befriedigung auslöste. Er musste sich anstrengen, um Stücke aus dem gefrorenen Fleisch zu reißen, und darum sammelte er gierig auch die Fetzen auf, die ihm aus dem Maul fielen. Er wollte nichts verschwenden und den anderen, ebenfalls hungrigen Wölfen mehr übrig lassen können.
Dieses erste, kleine Mahl stärkte ihn schon merklich, vielleicht war es irgendwo auch eine Sache des Kopfes, dass er schlicht derart glücklich war, Fleisch zwischen die Zähne bekommen zu haben, dass er fest davon überzeugt war, satt zu sein. Dass er in Wahrheit nur eine sehr kleine Menge gefressen hatte, störte ihn nicht. Er war satt.

Vor dem Eingang der Höhle blieb er kurz stehen und sah sich um, hoffte, Tessyra würde in seiner unmittelbaren Nähe sein, doch er hatte sie aus den Augen verloren, und so beschloss er, sich einfach den Leittieren anzuschließen, jetzt, wo er erst so kurz zurück war, wollte er nicht noch unangenehm auffallen.
Die plötzliche Dunkelheit, die ihn umgab, überrumpelte den Rüden im ersten Moment, doch die Augen des Jägers stellten sich schnell um, und bald erkannte er schemenhaft, wo er sich lang bewegte, als er sich duckte und durch den kalten Gang bewegte. Hier war es spürbar wärmer als draußen, die dicke Schicht aus Erde und Steinen isolierte ihren hohlen Innenraum und auch der kalte Wind, der besonders die gefühlte Temperatur um einiges senkte, blieb draußen.
Der Geruch der anderen Wölfe wurde stärker und er spürte ein Gefühl der Vertrautheit in sich aufkommen, das er schon lange nicht mehr vernommen hatte. Als er sich ohne ein Wort des Abschieds in die Einsamkeit zurückgezogen hatte, hatte er niemanden gehabt, dem er Vertrauen schenken oder von dem er Vertrauen bekommen könnte. Er hatte niemanden gehabt, an den er seinen Körper drücken konnte, wenn er das Bedürfnis von Nähe verspürte, und er hatte längst eingesehen, dass er kein Wolf der Einsamkeit war. Dass er schlichtweg nicht dafür gemacht war, ein Einzelkämpfer zu sein. Und er hatte gelernt, wie viel Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe bedeutete.

Er legte seinen erschöpften Körper in der Nähe der anderen Wölfe ab und platzierte den Kopf auf den Vorderpfoten. Er beobachtete die anderen Wölfe, die altvertrauten, die er schon kannte, seit er das erste Mal zu dem Rudel gestoßen war, und die neuen, die ihm noch fremd waren, zu denen er noch nicht viel Kontakt gehabt hatte. Er sah den schwarzen Rüden, der Givaan geheißen wurde, die Höhle betreten, doch er kümmerte sich nicht weiter um ihn. Nach und nach spürte er, wie sich das schwarze, warme Tuch des Schlafes um seinen Körper legte und ihm das Gefühl der Sicherheit gab, ihn mit flüsternden Stimmen in das Reich der Träume lockte.


[folgt dem Rudel zur Höhle / frisst von dem Kadaver / betritt die Höhle / legt sich hin / beobachet die anderen / schläft ein]

((edit: danke kara, das wusste ich nicht))
Danke für das Ändern und Danke für das Sagen, Jakara. gez. Givaan.


Zuletzt von Tujaro am Do Sep 30, 2010 1:15 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Sa Okt 02, 2010 1:23 pm

Langsam nur kämpfte der schwarze Rüde sich mit gesenktem Kopf durch das Schneetreiben. Folgte als letzter dem Rudel und hing einfach seinen Gedanken nach. Bemerkte kaum etwas. Weder wie die anderen vor ihm liefen, noch die Worte die wie in weitere Ferne zu ihm hallten und ihn doch nicht erreichten.
Blizzards blaue Augen richteten sich auf die Schneemasse, welche kein Ende zu besitzen schien. Sein Körper schien mit der Dunkelheit der Nacht zu verschmelzen und eins mit dieser zu werden. Trotzdem konnte man ihn hören, wenn er eine Pfote vor die andere setzte und leicht in der weißen Masse absackte

Der junge Wolf schien vollkommen ruhig zu sein, während er sich immer weiter voran kämpfte. Doch in ihm herrschte Wut, missmut und der Wunsch zur Ruhe zu kommen. Er musste sich zudem eingestehen, das an einem Tag viel geschehen war. Aber Wölfe kamen und gingen, wie die Zeit und es gäbe keine Macht, die dies verhindern konnte. Das Leben konnte man nicht kontrollieren, man konnte es nur verändern. Der dunkle Wolf hielt einen Moment in seinen Schritten inne, spürte wie der Schnee sich an sein Fell verfing und es tränkte. Wie es sein Fell kühl und schwer werden lies mit der Feuchte. Aber es kümmerte ihn nicht. Seine himmelsblauen Augen wanderten über die anderen Mitglieder des Rudels. Jeder war von der Erschöpfung gezeichnet, die eisern ihre Hände nach jeden von ihnen ausstreckte. Erbahrmungslos, wie eiserne Fesseln, sich genau so wie der Wind um sie legte und nicht her geben wollte.

Mit einem leisen Seufzen, setzte der Rüde seinen Weg wieder fort. Hinein ins ungewisse, die vor ihm lag. Früher hatte er sich nie Gedanken um den nächsten Tag gemacht. Schließlich waren da immer Zanba und sein Vater Givaan gewesen. Jetzt, nun da er sein drittes Lebensjahr erreichte, sah er viele Dinge anders. Trotzdem hatte sich an seinen Charakterzügen kaum etwas geändert. Nur das ungewohnte Gefühl seinen eingenen Vater nicht mehr zu kennen und ihn hassen zu lernen, machte sich in ihm breit.

War der schwarze Wolf an der Spitze des Rudels überhaupt noch sein Vater? War dieser Rüde, der sein Vater sein sollte, wirklich dieser grauenhafte Mörder der erbahrmungslos und ohne zu zucken andere verletzte und gar tötete? Zweifel, die Blizzard zuvor nie wirklich gekannt hatte. Warum auch? Ihm wären diese Fragen auch nie in den Sinn gekommen, hätte er nicht mit eigenen Augen gesehen wozu Givaan in der Lage war. Trotzdem stand für den jungen Wolf fest, das er nicht vollkommen so wie sein Vater werden wollte. In einigen Bereichen schon, dann aber von dem schwarzen Rüden den er noch aus seiner Welpenzeit kannte.

Erst jetzt bemerkte Blizzard, das Zanba grub und ein totes Tier hervor brachte. Einen Dachs, dem die Kälte zu sehr zugesetzt hatte. Blizzard sah das Tier an, verspürte jedoch keinen Hunger. Schlagartig war er fort, wobei sein Magen sich noch vor einigen Augenblicken zusammen gezogen hatte vor Leere. Der schwarze Rüde sah seiner Mutter nach, die in einer Höhle verschwand. Er wartete ab, wollte nicht sofort ins innere hinein. Seine himmelsblauen Augen wanderten zurück in die Ebene. Er liebte den Schnee und die Kälte, aber heute vermochte sie ihn nicht wie sonst zu verlocken. Damit schritt er in die Höhle hinein und reckte mit einem Gähnen seine Glider, bevor er sich in der Nähe der anderen nieder legte.
Noch war der Boden kalt vom Unwetter draußen, aber so länger er einfach nur da lag, so wärmer wurde auch der Platz auf dem er sich befand.

Er vernahm noch wie Givaan die anderen, fast schon wie ein Hütehund die Schafe, ins innere trieb mit einem dunklen Knurren und indem er nach ihnen schnappte. Schweigend beobachtete er seinen Vater, der ihm in wenigen Stunden zu einem fremden Wolf geworden war. Zudem hatte er von Zanba auch keine Antwort auf seine Frage erhalten. Eine Frage, die ihm wichtig erschien. Hatte seine Mutter überhaupt seine fragenden Worte gehört gehabt nach dem Kampf?

Ohne weiter einen Gedanken den nächsten Jagen zu lassen, schloss Blizzard seine hellen Augen und wenig späetr hob und senkte sich in einem gleichmäßigen Rhytmus sein Brustkorb. Letzendlich glitt er in einen dösenden Schlaf hinein. Seine Ohren aufmerksam aufgerichtet und den schwarzen Kopf auf seine langen Vorderläufe gelegt.


[folgt/ in Gedanken/ bemerkt das Zanba grabt/ frisst nicht vom Dachs/ bleibt kurz draußen bevor er rein geht/ legt sich hin/ bemerkt wie Givaan mit den Nachzüglern kommt/ beobachtet Givaan/ döst]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Okt 11, 2010 6:27 am

    Obgleich alles friedlich schien, der Großteil des Rudels ruhte in friedlichem Schlummer, wusste der schwarze Hüne dennoch, dass etwas nicht stimmig war. Doch vermochte er nicht zu fassen, was nicht stimmte. Immer wieder, wenn er seine Sinne ausstreckte und glaubte, kurz vor dem Quell zu sein und es fassen zu können wie ein entlaufenes Beutetier, entglitt es ihm wieder. Schuld daran war einzig jener düstere Teil in ihm, der immer wieder hart gegen ihn arbeitete. Und das mit großem Erfolg, wie es schien. Givaan verlor langsam aber sicher die Kontrolle über seinen eigenen Körper.
    Geistesabwesend fuhr seine raue Zunge über die schwarze Pfote, welche noch von einzelnen Blutgerinnseln getränkt war. Hingebungsvoll ignorierte der Schwarze sowohl das herunterrinnende Blut wie auch den beißenden Schmerz, hatte der teils verschmutzte Schnee doch den darunter lauernden Dreck verborgen. Dieser hatte sich mit großer Hingabe an seiner durchbohrten Pfote gütlich getan und Givaan spürte, wie jeder Schritt mehr und mehr schmerzte. Aus diesem Grunde säuberte er besagte Pfote bereits zum ... wiederholten Male, ohne genau zu bemerken, dass es die einzige Bewegung war, die er die gesamte Zeit in dieser Höhle gemacht hatte.
    Leise grollte er, als er sein Gewicht verlagerte und dabei einige der umliegenden Wölfe anrempelte. Es war viel zu eng in dieser Höhle und der Komfort, den das Rudel sonst gewöhnt war, fehlte gänzlich. Sollte er also nicht dankbar dafür sein, dass sie wenigstens eine trockene, unbewohnte Höhle gefunden hatten?! Nun, eben dies war der Knackpunkt und der Daemon feixte lautlos. Givaan spürte es.

    .o( Diese Höhle ist nicht unbewohnt, nicht wahr, Daemon?! )o.
    Ich bin ebenso ... unwissend wie auch du, kleiner Milchzahn.


    Grr. Langsam wurde dieser zweite Teil wirklich nervenaufreibend und galt ausgeschaltet. Doch wie so oft war auch dieser zweite Teil stets präsent und ließ ihn schmerzhaft spüren, dass jeder Wiederstand inzwischen zwecklos wäre. Mehr oder weniger, denn eine Lösung gab es stets. Er hatte sie einst angesteuert, wollte sie wählen, um ein Leben ohne Zanba nicht leben zu müssen. Damals waren seine Beweggründe andere gewesen, doch der Hintergrund war wohl ähnlich. Er wollte nicht ohne jene Fähe leben - während dieser klaren Einsicht knurrte und geiferte der Daemon wie wild in seinem Käfig - und er wollte ihr und dem Rudel im Grunde nichts antun. Nur war es seit jeher ein Teil seiner Persönlichkeit, nach Tod und Verderben zu geifern, dass es nicht weiter verwunderlich war, nun mit zwei Persönlichkeiten gesegnet zu sein.
    Der schwarze Wolf schüttelte seinen Kopf, an Schlafen war ohnehin nicht mehr zu denken und dieses Eingesperrt Sein brachte ihn auch schier in den Wahnsinn. Dann begnügte er sich lieber mit vier mürrischen Wölfen und einem Daemon, dessen finstere Gedanken Givaan sich selbst immer mehr entfernten. In einer etwas eingeengten Bewegung erhob er sich, den Kopf gesenkt, um nicht gegen die tief hängende Decke zu stoßen. Manchmal war Größe eben doch nachteilig. Sein Blick, glühend und angespannt wie schon lange nicht mehr, glitt über die Wölfe, welche erschöpft und abgemagert aussahen. Ausgehungert. Sein Blick traf den seines Sohnes und wenig später wies er diesem mit einer Geste, dass es soweit war. Gleich darauf glitt sein Blick weiter, traf Lunasoleil, Lubaya, Isabis, Tujaro und noch einige andere. Der schwarzbraune Rüde namens Dasan schien auch verschwunden zu sein. Besser so, Givaan hatte wenig Sympathie für dieses Fellbündel verspürt. Somit galt es ein Maul weniger zu füllen. Noch dazu, wo Givaan diesem Fellbeutel gegenüber wenig spendabel gewesen wäre.

    »Raayu. Lubaya. Lunasoleil. Blizzard. Isabis. Ihr kommt mit. Sofort.«

    Seine raue Stimme klang sonderbar hohl, doch sie war verständlich und laut genug, dass die Angesprochenen ihn wohl verstehen würden. Kurz taxierte er nochmals seinen Nachwuchs, unverkennbar tanzte die Abscheu in den hellen Augen und der Daemon regte sich. Flüsterte ihm leise, verführende Worte ein und doch ... bislang hatte er nicht vollkommen die Kontrolle erhascht und auch wenn es gefährlich werden würde, mit diesen fünf Wölfen aufzubrechen, so musste er es dennoch tun. Immerhin wollte er sich seinen Platz an der Spitze des Rudels wieder zurückerobern. Dafür müsste er jedoch seinen Stolz zurückstecken. In erster Linie wohl jedoch eher ...

    ... wage es dir ja nicht, du Wurm! Du KANNST mich nicht vernichten, hörst du?! Du würdest wie eine leblose Hülle ohne Seele auf der Erde wandeln und nur noch schlimmere Dinge anrichten. Willst du das wirklich? Mit mir könntest du dich kontrollieren.

    Mit einem kraftvollen Sprung nach vorn drängte er die Wölfe beiseite, bahnte sich rücksichtslos seinen Weg und holte mehrmals tief Luft, als sie schneidende Winterluft seine Lungen erreichte. Einige Schritte hinter ihm schob sich ein langbeiniger, grauer Körper aus der Höhle und sein gelber Blick traf den grauen Isabis´. Die Fähe neigte unterwürfig ihren Kopf, doch etwas an ihr wirkte nicht echt. Sie schien nicht das zu sein, für was sie sich ausgab. Und diesen Jagdausflug würde er nutzen, um endlich hinter ihre Maskerade zu blicken. Er wartete, bis alle angesprochenen Wölfe sich endlich aus dem Gewirr von Wölfen in der Höhle gedrängelt hatten und zu ihm und Isabis vorgestoßen waren. Als er sich aller Aufmerksamkeit bewusst wurde, sprach er und beobachtete wie die Wölfe rasch von einer dünnen Schneeschicht bedeckt wurden. Diese Jagd würde der Auftakt für den Winter sein, ohne Frage, doch sie würde auch die anstrengende und anspruchsvollste sein. Das Wild verbarg sich gut, viele waren weiter gezogen und es bestand eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Wölfe einige Kilometer wandern mussten, ehe sie endlich auf Beute stießen. Eventuell fanden sie auch einen bereits angeschossenen Bären oder besser noch, einen Elch. Das Risiko war groß, doch eben warum ging es ihm.

    »Euch ist bewusst, dass dies kein normaler Jagdausflug wird. Zum einen, weil der Winter hart und unbarmherzig ist und die Beute nicht vor unserer Nase herumspringt, zum anderen, weil ihr heute beweisen müsst, dass ihr es wert seid, ein Kind des Mondes zu sein. Lasst euch eines gesagt sein ...«

    Sein gelber Blick wanderte über Raayu zu Blizzard weiter zu Lubaya und Isabis und am Ende bis hin zu Lunasoleil. Er sagte aus, was er erwartete: schier unmögliche Dinge, jeder der Wölfe würde bis an seine Grenzen stoßen und darüber hinaus. Insgeheim forderte der finstere Teil seiner selbst natürlich weitaus andere Dinge, doch Givaan lag mehr daran, seinen Rang wieder zurück zu erkämpfen. In Moment jedenfalls.

    »... es mag leicht sein, sich dem Rudel anzuschließen. Doch das bedeutet nicht, dass jener Wolf auch tatsächlich ein Kind des Mondes ist. Denn nicht jeder Wolf, der zu uns kam, hielt unseren Anforderungen Stand.«

    Dann wandt er sich ab, den Kopf auf Schulterhöhe gesenkt und die Ohren gegen den Wind abgeschirmt. Der Schneesturm tobte noch immer und ließ das Vorankommen erschwert von Statten gehen, doch sofern jeder Wolf mit seinen Kräften Haus hielt und sich den Spuren des Vorgängers anschloss, zweifelte der Schwarze keine Sekunde daran. Dass es trotzdem einzelne geben würde, die diesem Sturm nicht stand hielten, würde er wohl irgendwann erfahren.
    Witternd streckte er die Nase in den Wind, konzentrierte sich und filterte die Düfte des Waldes. Nichts wies darauf hin, dass die Jagdgemeinschaft Erfolg haben würde, doch irgendwie trieb ihn die Erinnerung an die abgemagerte Zanba dazu, weiter zu suchen. Und mit unfreiwilliger Hilfe des Daemons und seiner Sinne würde er eventuell auch bald Beute finden. Oder einer der anderen Wölfe. Givaan wanderte stur weiter, die Nase immer wieder witternd in den schneidend kalten Wind haltend. Bisher waren die Erfolge eher niederschmetternd. Dementsprechend gelaunt waren Givaan und Daemon.



[In der Höhle xx Ruft Raayu, Blizzard, Lubaya, Lunasoleil & Isabis zur Jagd xx Vor der Höhle xx Spricht xx Wandert los]

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
(c) Raven

x male x 5 years x leader of the pack x black devil x
True Love Comes But Once - Just With You
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Zuletzt von Givaan am Di Dez 21, 2010 10:05 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Okt 11, 2010 12:37 pm

Der junge schwarze Wolf öffnete seine hellen Augen wieder. Sogleich fiel sein Blick auf seinen Erzeuger, seinen Vater... auf Givaan. Lautlos erhob Blizzard sich von seinem Platz und sprang geschickt nach draußen um sich dort seine Glieder zu strecken. Der kühle Wind schlug ihm entgegen und eine feine Schneeschicht bildete sich schon über seinem Fell. Trotzdem hatte der Rüde seinen Kopf stolz erhoben und lauschte den Worten des Wolfes vor sich. Die Jagd würde also beginnen. Eine Jagd, die er nach den Worten von Zanba leiten sollte. Es machte ihn innerlich leicht nervös, äußerlich jedoch blieb er ruhig.

oO(Wird es mir gelingen, die Jagd wirklich erfolgreich zu führen, in diesem Treiben der Schneekristalle? Werde ich den Erwartungen meiner Mutter gerecht werden? Treibt sich überhaupt Beute hier herum?)Oo

Der junge Wolf schüttelte lautlos schnaubend seinen Kopf.

oO(Was mache ich mit für eine Kopf? Zu viele Gedanken.... Ich sollte mich lieber konzentrieren und mir keine Sorgen machen!)Oo

Lautlos seufzte Blizzard auf, setzte sich in Bewegung und legte seine dunklen Ohren dicht an den Kopf heran. Eine Pfote vor die andere setzte er ins weiße scheinbar endlose Meer hinein um voran zu kommen. Direkt hinter Givaan lief er. Die Muskeln leicht angespannt um zu laufen und den Blick seiner himmelsblauen Augen nach vorne gerichtet.


[steht auf/ denkt/ folgt]


Zuletzt von Blizzard am Mo Okt 18, 2010 3:27 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Yldur

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Okt 18, 2010 2:15 pm

Obwohl die Nacht bereits angebrochen war, hatte der Schneesturm sich noch immer nicht gelegt. Im Gegenteil. Wie von der Tarantel gestochen fegten die weißen Flocken durch den Wald. Ihr Tanz hatte jegliches Gefühl für Rhythmus verloren, der ihnen zuvor etwas Sanftes eingehaucht hatte. Grotesk und Wild war der Sturm nun, hatte seine eigene Laune, ja nutzte es aus, dass sich jeder vor ihm verkroch, dass ihn jeder fürchtete, ihn und die eisige Kälte, die seine stärkste Waffe war. Yldur genoss amüsiert das Naturschauspiel, das sich vor ihm abtat. Anders als andere Bären konnte er nun nicht ruhen, obwohl die Kälte und die rare Beute doch an seinen Kräften zerrte. Aber das störte ihn nicht, in gewisser Weise genoss er es auch, ein Unikat zu sein, besonders. Und wahrhaftig – das war er! Ein grollendes, selbstverliebtes Lachen schallte leise von den Wänden seiner Höhle wieder, die vor langer Zeit von Wasser in den Felsen geschlagen wurde, und die beträchtlichen Schultern hoben und senkten sich. Mit gähnenden Knochen erhob er sich, schüttelte den massigen Körper und trat hinaus in den Sturm, der ihm augenblicklich die Sicht nahm und in sein bepelztes Gesicht schlug. Oh ja, dieser Winter war hart, sehr hart, aber nicht zu hart. Nicht für ihn. Aber sicherlich für diese mickrigen Wölfe, die sich mittlerweile in seinem Wald niedergelassen hatte. Er glaubte, ihre blutigen Pfoten und ihr großes Leid bis hier riechen zu können und atmete den süßen Duft ein, der ein erregtes Kribbeln durch seinen bebenden Körper jagte. Geifer tropfte von seinen kräftigen Kiefern und grub größere und kleinere Kerben in den Schnee.

Das schlechte Wetter würde den von sich selbst überzeugten Kötern eine Menge Kraft rauben. Außerdem hatte sich jegliches Beutetier verkrochen, um das eigene Leben zu hüten. Der Hunger würde ihnen also ebenso zusetzen. Es würde ein Kinderspiel werden, sie zu töten und Yldur fand diese Erkenntnis beinahe schade. Gerne hätte er zugesehen, wie die Hoffnung aus ihren aufgerissenen Gliedern weicht und ihre Blicke erstarren, während ihr Wimmern seinen Blutdurst ins Unermessliche treibt. Aber leider würden sie nur noch Häufchen von Elend sein, wenn er sie antreffen würde. Der Tod wäre für sie eine Erlösung, so schätzte er es ein. Und genau aus diesem Grund würde er versuchen, ihn so qualvoll wie möglich zu gestalten. Oh ja, es bereitete ihn mit Freude, andere Leiden zu sehen, zu wissen, das er die Macht über sie hatte. Schließlich war dieses sein Land, Tarathmar war sein Revier. Und das sollten sie spüren, das sollte jeder Tropfen Blut, den sie auf der makellosen Schneedecke zurücklassen würden bezeugen. Ein abartiges Grinsen stahl sich auf die feuchten Lefzen und der Bär zog sich schwerfällig in seine Höhle zurück, in der ihn augenblicklich eine angenehme Wärme einlullte. Er gähnte, wobei er zwei Reihen messerscharfer Zähne entblößte. Der Bär wusste, dass er den Wölfen keine Gelegenheit zur Erholung geben durfte und trotzdem wollte er nicht als Feigling darstehen. Vielleicht würde das ganze amüsanter werden, wenn sie wieder ein wenig Kraft zurück gewonnen hatten. Und so verschob er den Angriff. Doch eine leise Sirene in ihm warnte ihm, er solle die Augen offen halten. Denn anscheinend war er nicht der Einzige, der bemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte.


[ruht sich aus / in seiner Höhle]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mi Okt 27, 2010 1:22 pm


I   m u s t   g o,
b e f o r e   I   b i t e.

Lubaya war nicht in die Höhle gekommen, doch es hatte sich auch niemand für sie wirklich interessiert. Sie ist hinter dem Gebüsch geblieben. Versteckt, und sicher - na ja, mehr oder weniger. Und dennoch war sie gefolgt bis zur Höhle. Das man sie gerufen hatte, hatte sie kein bisschen gewundert. Ein Rudelratmitglied sollte schließlich wissen, wer im Rudel ist. Doch das man sie zur Jagd gerufen hatte, wunderte sie. Rief man sie wirklich zur Jagd oder schickte man sie Kräuter sammeln? Sie wollte nicht wieder durch den Schnee balancieren. Nicht wieder die wunderschönen Kristalle beobachten, wie sie im Schein des Mondes glitzerten und sie währenddessen durch diese tapsen und auf ihr Fell achten musste. Schließlich sollte ihr Fell immer das sauberste sein. Doch die Kräuter hatten ihr Interesse geweckt. Mehr oder weniger zumindest. Sie hätte nicht erwartet, dass sie Heilerin werden würde und von nun an immer für die Gesundheit des Rudels sorgen musste. Eher das Jakara ihr etwas über die Pflanzen erzählen würde und dann war es gut. Sie könnte dann mal helfen, wenn man eine Helfende Pfote benötigte, schließlich tat sie das immer gern. Mehr aber auch nicht. Und nun ... nun war sie immer nur am Kräuter sammeln und konnte gar nicht mehr die sein, die sie eigentlich war. Es blieb keine Zeit für einen Plan, dieses Rudel an sich zu reißen.

Kurz dachte sie darüber nach, ob sie die Jagd verschlafen und einfach währenddessen einen Plan schmieden oder mit auf die Jagd gehen sollte. Eigentlich spielte es keine Rolle. Man kannte sie hier noch kaum und würde sie wohl vermutlich nicht so schnell kennen lernen. Jakara kannte sie ein bisschen, doch ansonsten? Vielleicht hat der eine oder andere mal ein ein Wort mit Aya gewechselt, nur ist das nicht genug. Wäre es so überhaupt möglich an die Führung zu kommen? Womöglich nicht.

Sie zögerte. Drehte sich um. Und ging. Sie lief in die andere Richtung, weg von allen. Was sollte sie hier machen? Hier würde sie nie sie selbst sein. Sie würde sich ein anderes Rudel suchen, würde dort ihren eigentlichen Charakter ausleben. Würde die sein, die sie früher war. Sie würde wieder Lubaya sein.


T h i s   i s n ' t   m y   w a y.
T h i s   i s n ' t   m y   F a m i l y.
B e c a u s e   t h e   d a r k n e s s   i s   m y   h o m e
a n d   t h e   p a i n   m y   b r o t h e r,
t h e   s h a d o w   m y   t w i n.


[Allein | denk nach - geht]

      LUBAYA WURDE AUS DEM PLAY GENOMMEN      
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Nov 15, 2010 1:28 am

    Frechheit. Es war eine bodenlose Unverschämtheit! Es war einfach ... unmöglich! Zorn flackerte in den bis eben noch sanftmütig drein schauenden Augen auf, langsam zogen sich die Lefzen der Grauen zurück und entblößten das von Natur aus breitschädelige, kräftige Gebiss der Wölfin. Ihr hasserfüllter Blick in den Farben eines mordlustigen Dolches folgte einzig einem Wolf, obgleich ab und an der Blick abglitt und sich einem Zweiten zuwandt. Sie würden es büßen und zwar alle beide, dafür würde die schöne Graue sorgen. Wenn es auch das letzte wäre, was sie tat!
    Niemand, wirklich niemand, weder im Diesseits noch im Jenseits würde die schönste aller Fähen ignorieren, wenn diese sich wortwörtlich den Allerwertesten aufriss und dann nicht einmal für voll genommen wurde. Wurde es eventuell Zeit für das ... wahre ... Gesicht Isabis´?

    Der Gedanke war erschreckend, rief jedoch eine gewisse, bittere Zufriedenheit in ihr hervor und ließ sie mi ungewöhnlich kraftvollen Schritten durch den Schnee pflügen, stets darauf achtend, dass man sie nicht doch noch in ihrer Illusion enttarnte. Die Aufdeckung der wahren Isabis müsste wohl noch einige Zeit lang warten, doch die Graue hatte ein gewisses Talent, die Zeit auch mit anderen, erquicklichen Dingen zu verbringen. Der schiefergraue, sinnbildliche Teufelsblick wurde eine Spur hinterhältiger, dann erinnerte sich die Fähe wieder und senkte rasch den Kopf, verbarg den wilden Ausdruck ihrer Augen. Bemühte sich, ihr gesträubtes Fell wieder zu glätten und hielt aus eben jenem Grund inne. Setzte sich nieder, drehte den Kopf und fuhr mit ihrer rauen Zunge über das hübsche, gut gepflegte Fell, obgleich der Schein trog und Isabis ausgesprochen selten Fellpflege beging. Mehr, als das, was von Nöten war, tat sie nie, denn dafür war sie sich doch schon ein wenig zu fein.
    In einer üblich eleganten Bewegung erhob sie sich wieder, schüttelte sich vorsichtig den gröbsten Schnee aus dem Fell und folgte in gemessenen Schritten dem Rudel, welches vor ihr lief. Allerdings wohl nicht mehr für eine lange Zeit, denn es bildete sich der Schemen eines hünenhaften Schwarzen ab, der auf sie zuhielt. Als eine der Letzen - Isabis sah sich um und bemerkte mit spöttischem Kräuseln der Lefzen, dass sie die Letzte selbst war - schien die Nebelschönheit keine Geduld mehr hervorzurufen. Ein Gedanke, der durchaus interessant werden könnte, wenn sie ihn nur taktisch richtig ausspielte. Doch noch während sie sich eben jene Szenerie ausmalte und vorstellte, hatte er schwarze Rüde sich bereits neben sie gebracht und zwang sie regelrecht mit gut platzierten Bissen dazu, sich ein wenig schneller zu bewegen. Der Schneesturm, welcher anhielt und stärker zu werden schien, zehrte an den Kräften der Wölfe und auch die Graue spürte dies bereits, weshalb das Vorankommen im Schnee noch um einiges schwieriger wurde, wenn auch nicht gänzlich unmöglich.
    Als die spitzen Zähne des Schwarzen sich erneut in ihre Haut bohren, jaulte die Schöne empört und schmerzlich auf, funkelte den Schwarzen selbstvergessend zornig an und bemerkte das unruhige Flackern in den gelben Augen. Allem Anschein nach hatte nicht nur sie etwas zu verbergen und das triumphale Lächeln eines Siegers, der bereits um die Niederlage seines Gegners wusste, schlich sich heimtückisch auf ihre Lefzen. Offenbarte sie zu Teilen und ließ ihr unvorsichtiges Handeln bald schon Konsequenzen ziehen. Der gelbe Blick des Rudelführers - ehemaliger, korrigierte Isabis und genoss diesen Klang - verengte sich und wurde für Sekunden dunkler, als habe er hinter ihre zahlreichen Masken und Illusionen gesehen, erkannt, was sich dort hinter verbarg und seine Schlüsse gezogen. Er hatte sie entlarvt, war selbst gewarnt. Die Graue konnte sich denken, dass er sein Mögliches tun würde, Leitwolf hin oder her, um diese beigefarbene Fähe an der Spitze des Rudels zu schützen.

    .o( Und ich werde mein Möglichstes tun, um dies zu verhindern. Ich werde es zu verhindern wissen! )o.

    Mit einem letzten Blick auf ihn und seinen vernarbten, kampferprobten Körper schnaubte sie leise und verachtend aus, dann setzte sie sich in Bewegung und hielt auf jene kleine Höhle zu, welche zuvor angesteuert wurde und nun von beinahe einem Dutzend Wölfe behaust wurde. Der feine Nasenrücken kräuselte sich und die Nebelschönheit hielt vor der Höhle inne, starrte angewidert auf das Erdreich, welches aufgewühlt war, sah den hab zerrissenen Dachs, der bereits wieder erfroren war und starrte erneut auf den Höhleneingang.

    »Ich werde ganz gewiss keinem dermaßen unhöflichem Rudel folgen. Noch dazu in solch enge Gewölbe. Das ist blanker Selbstmord und die Luft da ist gewiss ebenfalls schon sehr knapp.«

    zischte Isabis vollkommen unpassend zu ihrer Maskerade, als der Schwarze in Hörweite war. Dieser hatte wohl kaum mehr als ein herrisches Knurren übrig und biss ihr erneut in die Flanke, sodass die schöne Graue aufjaulend nach vorn sprang, sich den Kopf anstieß und wenig später grob in die Höhle geschoben wurde. Eine FRECHHEIT war das! Vollkommen außer sich vor Wut knurre die Fähe, die Lefzen angespannt und der Blick zornig. Wenig einfühlsam trat sie nach den Wölfen in ihrer unmittelbaren Umgebung, um sich ein wenig mehr Platz zu verschaffen und erinnerte sich zu spät an ihr Vorhaben.

    .o( Ach, vergiss dieses dämliche Vorhaben, Yllin. Immerhin steckst du mit knapp elf Wölfen hier unten fest, kannst dich weder vor noch zurück bewegen und bist schon weiter im Rudel, als du es anfangs haben wolltest. Also hör auf, dich zu besch... Was?! )o.

    Ihr Kopf fuhr auf, den sie zuvor ein wenig auf dem kühleren Boden abgelegt und ausgeruht hatte. Obgleich sie noch nicht allzu lange in dieser Höhle lag, war ihr doch bereits wohlig warm, ihrem Geschmack nach zu warm. Die umliegenden Wölfe schienen dies jedoch für ihr Nickerchen zu genießen. Besser so, fand die Graue und verzog ihr Gesicht zu einer unschönen Fratze. Die Worte des Schwarzen, der sie keine drei Minuten zuvor dermaßen prüde in diese Höhle gezwängt hatte, waren unmissverständlich, doch der Sicherheit halber setzte die Nebelschönheit sogleich ihr begeistertes Gesicht auf und fragte beinahe in Puppenmanie, als spräche sie zu sich selbst

    »Womit ich das wohl verdient habe?! Oh, was wohl jetzt geschehen mag?«

    Dann erhob sie sich, nicht ohne - ganz versehentlich natürlich - noch einzelne Wölfe zu treten, während sie sich mühsam aus der Höhle zwängte. Dann sog sie begierig die frische, jedoch schmerzhaft kalte Luft in ihre Lungen und genoss den folgenden Schmerz des eisigen Windes in ihre Lungen. Wenig später erhob erneut der Schwarze seine Stimme und mit misstrauischer Miene beäugte sie ihn verhohlen. Doch einzig der Tatsache nach, dass er ihr keinerlei größere Bedeutung zuwarf, beruhigte sie wieder und somit setzte sie ihre Scharade fort. Voller Begeisterung stieß sie einen beinahe bellenden Laut aus, sprang nach vorn und wedelte begeistert mit ihrer hübschen, mehrfarbigen Rute. Dann begann die Wanderung, das wohl langwierigste einer Jagd, und Isabis setzte sich sogleich hinter den zweiten, schwarzen Wolf im Bunde. Dem Anschein nach war er noch jünger als die restlichen Rüden, unverbrauchter, jedoch auch unerfahrener. Hatte sie nicht etwas aufgeschnappt, dass er diese Jagd leiten sollte?! Mit abschätzendem Blick musterte sie den Wolf vor sich, maß seine Größe, sein Gewicht, kurzum, alles, was er besitzen konnte. Ob die Schöne zufrieden war? Niemand wusste dies und ebenso wie vieles verbarg sie auch dies wie ein Geheimnis, während sie lautlos wie eine wunderschöne Feder den Spuren der zwei schwarzen Vorgänger folgte. Mit ganz eigenen Plänen, wie es schien.


[Hinter dem Rudel x Allein x Von GIvaan getrieben x Höhle x Vor Höhle x Aufbruch]
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Lunasoleil

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Nov 15, 2010 11:26 am

Lunasoleil wanderte schweigend hinter dem Rudel her. Erbarmungslos und einer schier nicht enden wollenden Kraft blies ihr der Wind ins Gesicht, sodass sie ihren Kopf noch weiter dem Boden entgegen drückte, jedoch nur so weit, dass sie noch in paar Wölfe vor sich erkennen konnte. Tujaro, der Neue - oder besser gesagt alte - im Rudel ging neben ihr. Auch ihm schien der Wind sehr zuzusetzen, zumal sein Magen ununterbrochen knurrte. Er schien in Gedanken versunken zu sein. Kurz blieb er vor der Höhle stehen, sah sich um. Es schien, als würde der rotgraubraune Wolf jemanden suchen, heftete sich dann jedoch an die Leitwölfe.
Luna blieb auch vor der Höhle stehen, um noch einmal den eisigen Wind und den Schnee unter ihren Pfoten zu spüren. Fröstelnd betrat sie die Höhle und musste sich erst einmal an die Dunkelheit gewöhnen, die sie so plötzlich überrumpelte. Langsam und vorsichtig schlängelte sich die weiße Wölfin zwischen den anderen Rudelmitgliedern hindurch. Irgendwann hatte sie einen Platz gefunden, an dem sie sich niederließ und ihren Kopf auf den Vorderpfoten bettete. Ihre Augen schlossen sich und die Wärme, welche sich langsam kriechend in der Höhle ausbreitete, wärmte ihren warmen Pelz, ihre triefende Nase und ihre eisigen Pfoten. Genüsslich kuschelte sie sich an ihren eigenen Körper. Rollte sich zusammen und döste vor sich hin, um wieder zu Kräften zu kommen.

Nach einer Weile ertönte Givaans Stimme, welcher Raayu, Blizzard, Isabis, Lubaya und sie selbst zu sich rief. Ihr Kopf fuhr ruckartig auf und ihr Körper sprang unwillkürlich auf die Pfoten. Mit gezielten Schritten tappte die Wölfin durch die Höhle zum Eingang, um ein Stück hinter Isabis und Raayu sich auf ihre Hinterläufe niederzulassen und den Worten des schwarzen Rüden zu lauschen. Dieser verkündete, dass es keine normale Jagr werden würde. Es würde auch unser Geschick und all unsere Kräfte beanspruchen, was sie jetzt vor hatten.
Als der schwarze Rüde sich abwandte, machte sie es ihm gleich, senkte ihren Kopf auf Schulterhöhe und legte ihre Ohren an. Der Wind wehte ihr stark entgegen, als sich die kleine Gruppe in Bewegung setzte. Ihre Schnauze richtete sie dem Wind entgegen, um gegebenfalls Beute zu erschnuppern. Wenn sich hier überhaupt eine befinden wollte. Aber man konnte nie wissen. Luna wusste selbst, dass in solchen wintern man auf Beute stoßen konnte. Und wenn sie eher klein war. Mit kräftigen Schritten holte sie zu Givaan auf und ging ein Stück hinter ihm nach, ihre Sinne wachsam und lauernd.


[ geht neben Tujaro xx bleibt kurz vor der Höhle stehen xx geht rein xx legt sich nieder xx döst xx wacht auf, als Givaan spricht xx geht zu ihm xx vor der Höhle xx lauscht xx Aufbruch ]
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Jakara

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Di Nov 16, 2010 9:13 am

>>Willst du das wirklich-jagen für andere, kämpfen für andere, leben für andere, sterben für andere?<<
>>Bitte Black, fang nicht wieder damit an! Begleite mich! Wir müssen zusammen sein! Wir sind doch Geschwister!<<
>>Und Mutter? WIllst du sie tatsächlich verlassen?<<
>>Nein. Doch. Vielleicht. Ist es nicht Zeit für ein neues Leben, Black? Ohne Mutter?


Kara fuhr hoch und stieß mit dem Kopf gegen die niedrige Decke der Höhle. Kleine Erdklumpen fielen hinab und der Fähe brummte der Kopf. Nie würde sie es vergessen können, das Gespräch mit ihrem Bruder. Als sie zurückkehrten zu ihrer Höhle, war Mutter verschwunden. Tot. Nächtelang hatten Jakara Alpträume verfolgt. Black hatte sie verlassen. Sie hatte Black verlassen.
All diese Gedanken verstand natürlich nur Kara selbst, und so sollte es auch bleiben. Dies war ein Kapitel ihrer Vergangenheit, und sie wollte es in eine finstere Ecke sperren. Nie wieder herrausholen, nie wieder daran denken. An Blacks geknurrte Worte, als er ihr Vorwürfe gemacht hatte.
Doch sie hatte wahrgemacht, was sie damals gesagt hatte: Sie war in ein Rudel gegangen, lebte und kämpfte für die Children of the Moon. Wäre sie nicht Heilerin geworden, würde sie für das Rudel jagen. Und es fühlte sich gut an, hier zu leben!

Jakara schüttelte den brummenden Kopf, um ihre Vergangenheit und all diese Gedanken zu verdrängen und endlich wieder einen klaren Kopf zu haben.
Sie war in einer Höhle.
Bei Zanba und dem Rest des Rudels.
Moment- ein paar Wölfe fehlten. Sie hörte Givaans Stimme, wie sie einige Wölfe zur Jagd rief. Lubaya... war auch dabei. Kara nickte beruhigt. Gut. Dann war die weiße Fähe also draußen bei Giv.
Die Dunkelgraue gähnte und streckte sich, so gut das auf dem beengten Raum möglich war. Wach lag sie nun da, etwas gelangweilt, in der Hoffnung bald irgendeine Aufgabe zu bekommen.

[in der Höhle-Traum von ihrer Vergangenheit-wacht auf-denkt-hört Givaan-gelangweilt]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Di Dez 21, 2010 10:32 am

Bin dann mal weg. In Italien. Mit Pyramiden, und so.

    Die Pfoten der schlanken, braunen Fähe traten rythmisch auf den Boden, dennoch fehlte die Elleganz in dem etwas plumpen Gang Tessyra's. Sie hatte ein Ohr nach hinten geklappt, das andere nach vorne um die - möglicherweise wichtigen - Worte ihrer Alphas zu hören. Wenn Givaan überhaupt noch Alpha war. Hatte er sich nicht selbst runter gestuft? Tess kräuselte abstößig die Lefzen. Sie fand es doch ziemlich dämlich von Giv, sich selbst zu einem Delta zu machen. Zumal es ihm überhaupt nichts brachte, er würde trotzdem alle herumkommentieren und seinen bösen Blick aufsetzen. Er würde trotzdem die anderen mit seinem gefürchteten Knurren erniedrigen und er würde trotzdem noch Zanba lieben. Tess wusste nicht, was sie nun von ihren Alphas halten sollte. Es verwirrte sie sehr, wie die beiden sich verändert hatten. Von dem Givaan, den sie damals noch sehr schätzte, war nichts mehr übrig. Alles verschwunden hinter einer Maske von Boshaftigkeit. Und Zanba? Die Hellbraune schien vollauf beschäftigt damit zu sein, ihr geliebtes Rudel am Leben zu erhalten, auch wenn sie selbst vollkommen mit den Kräften am Ende war. Tess kräuselte nochmals die Lefzen und ihr fiel auf, dass sie immer langsamer ging. Na dann. Es kam immer öfter vor, dass Tess, trotz ihres hohen Ranges, immer als letztes ging. Nicht etwa, weil sie sich wie eine Ausgestoßene fühlte, sondern einfach, weil sie sich nicht in das jetzige Rudelleben hinein integrieren konnte. Es störte sie sehr, dass der eine mal ging, der andere mal kam. Sie wusste nichteinmal die Namen der Neuen. Eine Weiße war wohl auch gegangen. Wie hieß sie noch mal? Luraya? Ja, vielleicht. Jedenfalls war sie weg und dann kamen wieder welche dazu. Zunehmends fragte sich die Fähe, wo wohl ihre beste Freundin war. Magai. Verschollen? Tot? Abgewandert? Oder Raayu. Von dem hatte sie auch nichts mehr gehört. Zuletzt war da noch Jakara, die Heilerfähe. Auch mit der redete Tess kaum noch. Ihr fiel auf, dass sie hier eigentlich niemanden hatte, außer natürlich Tujaro, der irgendwo weiter vorne war. Natürlich war sie froh, sehr froh, ihren Rüden wieder zu haben. Aber hinter dem fehlenden Auge und dem zerfetzten Ohr, war dass noch immer der Rüde, den sie vor einiger Zeit angehimmelt hatte wie ein kleiner Jungwolf? Tess seufzte schwer, ihr Gang wurde fast schon gemütlich. Die Tiefbraunen Augen der Fähe richteten sich auf den Weg vor ihr. Eigentlich folgte sie blind gegenüber allem dem Geruch ihres Rudels, dass irgendwo vorne lief. Zusammen. Ein merkwürdiges Gefühl durchschlich sie. Wut? Nein, keine Wut. Es war Eifersucht.

    Warum war sie eifersüchtig? Gute, aber berechtigte Frage. Vielleicht, weil jeder hier Freunde hatte, glücklich und froh war. Und weil alle eine Gemeinschafft waren. Sie hielten zusammen, beschützten sich. Waren wie Brüder und Schwestern, die sich gegenseitig Zuneigung schenkten. Tess schloss ein wenig die Augen, als Kummer diese überschatteten wie eine dunkle Welle. Nein. Sie wollte nicht mehr traurig sein, durfte es nicht. Dennoch, was sollte sie gegen ihre Trauer tun? Was konnte sie tun? Vollkommen beschäftgt mit ihren Gedanken bemerkte die Fähe gar nicht, wie sie noch langsamer lief, als zuvor. Sie blieb stehen, hob den Kopf. Sie hatte das Rudel nun völlig aus den Augen verloren. Vielleicht sollte sie einfach umdrehen, die Beine in die Pfoten nehmen und rennen. Aber das war nicht richtig und das wusste sie auch. Es gehörte sich einfach nicht. Sollte sie überhaupt gehen? Ah, da war sie. Die Frage der Frage. Tessyra setzte sich auf die Hinterläufe, blickte gen Himmel. Dies war ihr Rudel. Okay, es gehörte ihr nicht, dennoch war sie ein teil davon. Das erste Mitglied. Schon einmal hatte sie gehen wollen, weil sie es ohne Tujaro nicht mehr ausgehalten hatte. Aber jetzt war Jaro wieder da und noch immer spürte sie dne Drang, zu gehen. Hieß es nicht, man sollte Drängen nachgeben? Sie schluckte etwas, spürte schlechtes Gewissen auf sich lagern. Sie gehörte zum Rudelrat. Dennoch hatte sie bisher nichts herzergreifendes geleistet. Und wenn sie jetzt noch nichtmal die Wölfe kannte ... wieso sollte sie dann bleiben? Sie schloss kurz die Augen und als sie sie wieder öffnete, brannte darin wilde Entschlossenheit.

    "Okay. Ich gehe einfach zu Zanba hin und sage ihr, dass ich erstmal eine Auszeit brauche. Und sie soll nicht sauer sein, und einfach weiterleben. Und wenn ich vielleicht ... eines Tages ... zurückkomme, werde ich das Rudel schon finden. Genau, so mache ich das."

    murmelte sie vor sich hin. Es hatte auch etwas gutes, alleine zu sein. So konnte sie wenigstens ungestört laut denken, ohne auf die verwirrten Blick der anderen zu treffen, die sie dann wohl für verrückt hielten. Tess sprang auf, lief der Spur des Rudels nach und nach einer weile saß sie die ersten Ruten der Rudelmitglieder. Sie blieb stehen, sammelte sich und versuchte ihre Nervosität zu unterdrücken. Sie würde es schon schaffen, ihrer sowieso schon zerstören Alphera unter die Augen zu treten. Zwischen den Bäumen hervortretend beobachtete sie mit ausdrucksloser Miene, wie die Wölfe nacheinander in einer Höhle verschwanden. Schließlich waren nurnoch sie und Givaan übrig. Neben dem schwarzen, imposanten Alphawolf wirkte Tess eher kleiner als sie ohnehin schon war. Ohne es zu wollen, wnaderte ihr Blick und Givaans eiskalte Mimik; sie versuchte verzeeifelt die Züge des alten Givaans zu entdecken. Aber da waren keine. Nochmals holte sie tief Luft, ehe sie in die Höhle ging, wo die stickige Luft ihr entgegen schlug. Der Gang, durch den sie regelrecht kroch, war eng und der Sand der Decke scheuerte ihr am Rücken. Schließlich fand sie sich in einer relativ kleinen Erdhöhle wieder, wo sie Zanba erschöpft liegen sah. erneut kamen ihr Zweifel auf. Nein, sie musste ganz ruhig bleiben. Also trat sie auf ihre Alphera zu, dennoch konnte sie ihr nicht in die Augen blicken.

    "Zanba?",

    hörte sie sich sagen, aber ihre Stimme klang merkwürdig quitschig. Schnell sprach sie weiter.

    "Zanba. Ich ... ich ... oh, es tut mir so leid! Ich werde erstmal ... gehen. Bitte sei jetzt nicht wütend auf mich, aber ... aber, ich brauche einfach eine Auszeit. Ich kenne die Mitglieder einfach kaum ... ich weiß nicht mehr, was ich tue, wer ich bin."

    So schnell waren die Gründe draußen. Eigentlich hatte Tess gar nicht so viel sagen wollen, aber ihre Gedanken spielten da offenbar nicht ganz mit. Verzweifelt hob sie dne Blick und starrte direkt in Zanbas Augen. Vollkommen nervös und vielleicht auch ängstlich wartete sie mit trippelenden Pfoten auf eine Antwort. Aber ... konnte sie überhaupt so lange warten?

    "Es tut mir leid. Ich weiß, ich war kein gutes Mitglied des Rudelrates, und dafür gibt es einfach auch keine Ausrede. Ich werde gehen, aber ich komme auch zurück. Ich kann das alles, mein halbes Leben hier, nicht einfach ablegen und selbst wenn ich es nichtwollte, würde ich zurückkommen. Alleine dadurch, dass Tujaro und Jakara und du und Givaan hier sind. Ich werde das alles niemals vergessen, das glaube mir. Ich bin hier ... aufgewachsen. Du und Givaan, ihr wart wie Eltern für mich. Aber ich bin kein Jungwolf mehr. Ich muss jetzt stark sein und will erstmal meien eigenen Wege gehen. Und ... wenn ihr mich dann noch wollt, komme ich wieder, mit neuer Kraft, neuem Mut, um dieses Rudel zu schützen.",

    diesmal klang ihre Stimme um einiges ruhiger. Sie wusste nun, was sie sprach und sie wusste auch, dass ihr Versprechen, wieder zu kommen, sehr groß war. Sie schlug die Augen nieder, presste noch einmal ihren Fang gegen den von Zanba, ehe sie sich von ihrer Sandfarbenen Alpha abwandte und zu Tujaro ging. Sie hoffte, dass er ihre Worte mitgehört hatte und er sie nicht aufhielt. Nocheinmal wollte sie ihre Gründe nicht erklären. Aber er schlief. Mit eienm liebevollen Lächeln drückte sie kurz ihren Kopf in seine Halsbeuge, strich behutsam über das zerissene Ohr und leckte ihrem Geliebten über den narbigen Fang, ehe sie sich nochmals umwandte, ihren Blick auf Jakara schwenkte. Sie stubste ihre graue Freundin einmal an.

    "Ich werde dich vermissen, Jakara. Wenn du Magai siehst, sag ihr, dass ich auch sie nicht vergessen werde und wenn Tujaro aufwacht ... "

    Was dann? Tess überlegte kurz, aber ihr fiel nichts passendes ein. Sie stubste Kara nochmals an, ehe sie sich wieder aus der Höhle schlängelte. Gerade sah sie, wie Givaan mit einigen Wölfen anscheinend jagen wollte. Sein eiserner Wille, gegen den Schneesturm voranzukommen, ließ Tess kurz den Kopf schütteln. Eigentlich wollte sie sofort los. Aber Givaan ... er war doch auch wichtig oder? Auch, wenn er jetzt so anders war, so kalt und abweisend, er war dennoch - tief, sehr, sehr sehr tief in ihrem herzen - ihr Freund. sie schnaubet etwas lustlos, ehe sie hinter dem riesigen Wolf herhectete und dabei aussah wie ein übergroßes Kaninchen. Kaum ahtte sie ihn eingeholt, stellte sie sich vor ihm hin. Von seiner 'Ich-rupf-dir-gleich-die-kehle-raus' Gehabe hatte sie sich noch nie beeindrucken lassen. Dafür kannte sie Givaan zu lange. Tessyra richtete sich etwas auf und blickte in die kalten Augen von Givaan.

    "Die Zeit ist nah, ich werde gehen. Ich weiß nicht, ob du mich noch kennst, ob ich dich noch kenne, aber du gehörst zum Ruderat, genau wie ich ... gehört habe. Also muss ich mich auch von dir verabschieden, obwohl du es vermutlich kaum würdigen wirst. Aber das ist mir egal, Givaan und weißt du auch warum? Wiel ich mich trotzdem von dir verabschiedet hätte, auch wenn du mir nicht zuhörst. Wir kennen uns seid einem Jahr, aber das wird sich nun ändern. Ich weiß nicht, was aus dir geworden ist, aber ... tu nichts schlimmes. Ich werde irgendwann wiederkommen und dann möchte ich ein heiles Rudel wiederfinden. Machs gut."

    Anfangs hatte die kleine Fähe doch tatsächlich sehr beleidigt gegklungen, weil sie vermutete, dass Giv ihre Worte nut mit einem abfälligen knurren würdigen würde. Trotzdem. Es war ihr wichtig gewesen. Sie blickte ihn mit scharfen Blick an, der bei ihr kaum drohend rüberkam, dennoch ernst. Sie stubste ihn ganz leicht an, zog sich dann jedoch zurück. Mit einem kleinen Nicken stürzte die Fähe davon, gegen den Schneesturm. Sie spürte, wie die Flocken ihren mageren Körper umwirbelten, aber kaum hatte sie den Schutz der bäume erreicht, ließen dort die dicken Flocken etwas nach. Die Entschlossenheit in ihrem Blick war ebenso brennend wie der eiskalte Schnee unter ihren weichen, dennoch sehr zerschundenen Ballen.


Now I will tell you what I've done for you
50 thousand tears I've cried
screaming deceiving and bleeding for you
and you still won't hear me
don't want your hand this time I'll save myself
maybe I'll wake up for once
not tormented daily defeated by you
just when I thought I'd reach the bottom
I die again


[Geht sehr weit hinten, fällt zurück, denkt, trofft Entscheidung | Holt Rudel ein, bei zan, redet mit ihr, bei Jaro, bei kara und redet mit ihr | Draußen, läuft Givaan hinterher, verabschiedet sich | Läuft, im Wald - Aus dem RPG genommen]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mi Dez 22, 2010 8:57 am

Der anhaltende Schneesturm trieb die Wölfe immer wieder zurück, trieb die Gedanken und Wünsche des schwarzen Leitwolfes immer tiefer in den finsteren Abgrund des Unterbewusstseins hinein und ließ ihn bald nichts weiter als die schneeweiße Landschaft anstarren. Stumpfsinnig, wie er befand, doch allzu viel unternahm er nicht, um diesen Zustand zu ändern. Er hörte durch das Tosen des schneidend kalten Windes die Schritte der ihm folgenden Wölfe, nahm ebenso ihre Witterung auf und kämpfte gegen etwas tief in seinem Innersten an, was unlängst gewonnen zu haben schien. Wenn nicht den Kampf, dann jedoch einen Großteil an Macht über den nachtschwarzen Rüden. Givaan. Immer wieder kehrte er zurück, nahm einen geringfügigen Teil der schwarzen Seele mit sich und ließ ihn immer weniger werden, bis kaum mehr der Hauch einer Ahnung vorhanden sein würde. Das Warten zerrte an den Nerven und der Geduld des Daemons, doch ebenso wie auch Givaan einst auf den Untergang seiner Geschwister gewartet hatte - diesen nahezu erwartet hatte - so konnte auch der Daemon, ureigener Teil Givaans, stillschweigend warten. Seinen Sieg langsam und schmerzhaft auskosten, als wolle er dem schwarzen Rüden nochmals Schmerzen zufügen, ihn leiden lassen, so wie dieser es mit ihm getan hatte, als er diesen finsteren Teil seiner Seele einsperrte und wegsperrte. Fort von der Realität, fort von der Erinnerung. Fort von sich.

Mit ausgreifenden Sprüngen zog der Rüde eine Spur im Schnee, fort von dieser Welt, wie es schien und kaum mehr Bestandteil von ihr. Immer weiter schien er sich zu entfernen, die wahre Realität hinter sich zu lassen und aufzusteigen in eine Sphäre, die ihm alles nehmen würde, was er noch an Wolfigkeit besaß. An wölfischen Gesten. An Gefühlen und dergleichen Dingen, die er bisher nie geschätzt hatte, stets verachtet, stets als Schwäche angesehen hatte. Ausgelacht, verhöhnt, ja, selbst getötet hatte er diese Kreaturen, die zuließen, sich von ihrem Herzen leiten zu lassen. Doch nun leitete ihn sein Verstand und dies schien beinahe fatalere Folgen für ihn zu haben, als die Beherrschung des Herzens über den Körper. Mit noch immer gesenktem Kopf und einem langsam aufbrandendem Gefühl, welches dem schwarzen Gift der Wut glich und sich hinter seiner Brust langsam aufzubauen schien, übersprang er eine eingeschneite Mulde, welche, nicht bemerkt, gewiss schwerwiegende Folgen mit sich bringen konnte. Der Daemon in ihm ließ eine Vision, einer geliebten Illusion gleich, aufschweben und ergötzte sich daran, ebenso wie Givaan versuchte, jene Bilder zu verdrängen und sich nicht daran zu erfreuen. Nicht danach zu lechzen, dass ebendies geschah. Er spürte mit klarer Deutlichkeit den Herzschlag und den Lauf der vier Wölfe hinter sich, verzehrte sich mehr und mehr danach, dem Schicksal zu befehlen, die vier Wölfe in die kleine Mulde fallen zu lassen, welche ihnen Bein und Genick zu brechen vermochte. Er wollte sich an ihren Schmerzen erheitern, an ihren Qualen erfreuen und an ihrem langsam sickerndem Blut ergötzen. Er wollte sich endlich wieder lebendig fühlen, denn ein Teil in ihm lechzte noch immer nach jenem roten Lebenssaft, ohne welchen er kaum mehr eine ausgebrannte Hülle zu sein vermochte.

Ein geisterhaftes Lachen, einzig für ihn bestimmt, drang durch seinen Kopf und mit wild funkelnden Augen riss der Rüde seinen Kopf empor, die Zähne gefletscht und die Muskeln angespannt. In einer rasanten wie plötzlichen Bewegung schnellte er herum, warf seinen Körper in die Richtung, aus welcher er soeben erschienen war und baute sich, einem schwarzen Rachegott gleich, vor den vier Wölfen auf, welche ihm auf den Fuß folgten. Direkt hinter ihm lief sein Sohn, Blizzard, und diesen starrten die gelben, sonderbar verrückt wirkenden Augen als Ersten an. Gleich darauf erschien die schneeweiße Fähe, er meinte sich an den Namen Lunasoleil zu erinnern, welche scheinbar die Graue vertrieben hatte, welche nun das Schlusslicht hinter Raayu bildete. Sein unruhiger Blick - der Blick eines geistig verrückten Wolfes - glitt über die vier Leiber, welche rasch mit Schnee eingedeckt waren. Doch die gelben Augen suchten eine Fährte, doch nur noch vage in der Luft hing und bereits vom nächsten Windstoß hinfortgetragen wurden. Sie verlor sich im Sturm und Givaan geiferte voller Zorn. Nein, viel mehr war es Daemon, welcher in ihm geiferte und wütete, die Versuchung, dies spürte selbst der schwarze Koloss, war enorm, ihn erneut Wunden zuzufügen. Aus Zorn, eine potenzielle Beute frühzeitig aus dem Blick verloren zu haben. Als er nun die Stimme erhob, beherrschte mehr Daemon diese als tatsächlich Givaan. Sie klang rau, als habe man sie jahrzehntelang nicht mehr genutzt und ein erstaunlich hohes Alter schien darin mitzuwirken.

»Wo ist die Weiße?! Lubaya.«

bellte der Daemon mit kehliger, heiserer Stimme und sein wahnsinniger Blick traf die zweite weiße Fähe im Bunde, Lunasoleil. Doch ihr Körper war ein anderer, ihre Statur und ihr Augenlicht ebenso wie auch ihr Wesen und ihr Duft. Das Interesse beider Wesen - Wolf wie Daemon - erlosch rasch und zornig streckte der Schwarze seine Nase in den Wind, wohl wissend, dass diese Spur verloren war. Doch er erwartete keine Antwort und war im begriff, sich erneut herumzuwerfen und weiter vorzupreschen, den Zeitverlust durch härteres Laufen aufzuholen, doch da stieg ihm ein gänzlich anderer - unerwarteter! - Geruch in die Nase. Ein Geruch, der Givaan die Möglichkeit gab, wieder die kühle Kontrolle über sich und seinen Verstand zu erlangen. Es war ein zermürbender Kampf und eines Tages müsste einer von beiden kapitulieren. Einer von beiden würde eines Tages zusammenbrechen und bisher zeichnete sich ein klarer Gewinner heraus. Und dies war überraschenderweise nicht mehr Givaan.

(Und ich werde dich niederringen, Verräter!)

zischte Daemon ihm zornig ins Ohr, ehe er sich einer zufriedenen Schlange gleich zurückzog und sich zusammenrollte, auf ein vielfaches seiner eigentlichen Größe reduzierte und dort verweilte. In einem dunklen, kalten Winkel seines Bewusstseins, aus welchem Givaan ihn nicht so rasch vertreiben würde können. Dann richtete sich der mäßig gezügelte Blick des Schwarzen auf jene Fähe, welche sich anfangs schemenhaft vor dem Schneesturm abzeichnete und stetig klarer wurde, je dichter sie der kleinen Jagdgruppe kam. Nun, da der Schwarze wieder vollkommen bei Bewusstsein zu sein schien, wusste er den anfangs unbekannten Duft einzuordnen und seine ohnehin noch sachte funkelnden Augen schienen eine Spur härter zu werden. Eine solche Situation, wie die eben, verlangte weder nach weiteren Opfern, noch nach weiteren Zeugen und Givaan selbst richtete sich zu gesamter Größe auf, sah über die Köpfe der vier Wölfe hinweg und erwartete Tessyra. Seine Ohren zuckten und die Lefzen verzogen sich, als sie ihr Wort an ihn richtete. Etwas, was entfernt an Überraschung grenzen konnte, zeichnete sich auf seinem Gesicht ab und der Blick des Schwarzen wurde zunehmend finsterer, je länger er ihr lauschte. Als sie dann zu ihm sprach und nahezu befahl, er solle nichts Dummes oder gar Furchtbares anstellen, fletschte er zornig die Zähne und schnellte nach vorn, die zornig zusammengepressten Kiefer gefährlich dicht an der Kehle der Wölfin. Der Daemon begann sich erfreut zu regen - inzwischen rief bereits die leiseste Blutspur diese Kreatur hervor und dies war beinahe zermürbender als der Kampf gegen ihn - verharrte jedoch mit einem Mal still, als er sich der Wut bewusst wurde, welche sich ansammelte. Eine Wut, die nicht die seine war. War sein Werk womöglich bereits kurz vor der Vollendung? Würde er das treueste Mitglied schlichtweg töten, um sie an dieses Rudel zu ketten? Mit freudig glänzenden Augen, wie es schien, lauschte der Daemon nach dem Herzschlag der Wut in Givaan und klatschte vor Begeisterung in die Klauen.

Dann stupste die Fähe ihn an, warf ihn einen verrutschten, drohenden Blick zu und wandt sich um. Als der Schwarze nach vorn schnellte, ihr nachsetzen und sie in Stücke reißen wollte, war es lediglich der restliche Teil seines Verstandes - seines eigenen Verstandes - der ihn davon abhielt. Er ließ sich nichts befehlen, was wohl einer der Gründe war, weshalb er Leitwolf sein wollte und musste und aus diesem Grunde wäre eine blutige Reaktion seinerseits keineswegs unvorbereitet gewesen. Dennoch, etwas hielt ihn zurück. Eine Erinnerung? Der Hauch einer Ahnung? Oder war es schlichtweg die Hand der Götter, welche ihren zügellosen Sohn zu zügeln vermochten? Givaan wusste es nicht, einzig, dass er lange Zeit schweigend, angefüllt mit klarem, schwarzen Zorn, in die wild tanzenden Schneeflocken starrte und dass, als er sich herumdrehte, eine weitere Spur im Winde verloren war. Doch es war nicht mehr länger die Tessyra´s. Es war die Spur einer neueren Fähe, einer grauen Schönen. Die Spur Isabis'.
Urplötzlich riss der Wolf seinen Kopf empor, das dunkle Heulen drang durch den Sturm wie der schneidende Wind und trug gewiss bis an die Ohren jener Fähe, die ihm soeben gegenübergestanden hatte. Die in ihm wohl anfangs einen Freund, am Ende einen Verräter gesehen hatte. Wer aus dem Heulen sprach, war nicht ganz sicher, doch eines war es: Jener Unterton, welcher die Trauer um ihr Verschwinden verriet, war nicht länger in Besitz des Daemons.


»Niemals lasse ich mir etwas befehlen, Weib! Kehre zurück und du wirst lernen, Respekt zu haben!«

Dann verebbte sein Heulen und ein grimmiger Blick traf die nun mehr drei Wölfe, welche ihm folgten. Die Aussicht auf Erfolg wurde verschwindend gering und als Givaan die dumpfe Abscheu im Blick seines Sohnes bemerkte, bleckte er diesem seine Zähne entgegen. Doch Blizzard wirkte davon recht unbeeindruckt, wenngleich er doch noch den Abstand zu seinem Vater wahrte, hatte er diesen anfangs beinahe überrannt, als er so abrupt und plötzlich herumgeschossen war und stehen blieb. Nun knurrte Givaan lediglich seinen Befehl, weiterzuziehen und darin schwang wohl auch die Aufforderung mit, nach Beute Ausschau zu halten. Mit erneut gesenktem Kopf und angelegten Ohren drehte sich der Schwarze herum und suchte sich einen Weg für sich und die Jagdgruppe. Die drei Wölfe, die ihren Weg kreuzten, jedoch auch wieder verlassen, waren nun Vergangenheit und der schwarze Wolf hatte keinerlei Ansinnen, dies anzusprechen. Mit von Zorn getriebenen Sprüngen setzte er voran, hörte den Atem seines Sohnes ein wenig hinter sich und wusste, dass er erpicht darauf sein würde, diese Jagd zu führen.

Wenn ich es denn zulasse, dass es zu einer gemeinsamen Jagd wird. Und nicht zu einer Hatz.

knurrte Daemon, verstummte dann jedoch wieder und verschwand. Zurück blieb eine leere, kalte Hülle, welche den Namen Givaan trug und nun durch die ansteigenden Schneemassen pflügte. Der Blick war kalt und starr nach vorn gerichtet, doch wer genauer hinsah, bemerkte das Aufblitzen zweier schwarzer Augen, welche teuflisch lachten. Daemon gewann an Macht.

[Jagdgruppe xx Bemerkt Lubaya´s Verschwinden xx Daemon + Givaan xx Tessyra xx Heult xx Wandert weiter]

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
(c) Raven

x male x 5 years x leader of the pack x black devil x
True Love Comes But Once - Just With You
Zanba
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Do Dez 23, 2010 7:58 am

Jakara sah auf, als Tess eintrat. Der dunkelgrauen Fähe war gar nicht aufgefallen, dass außer dem Jagdkomitee Givaans noch andere Wölfe draußen waren. Aber jetzt, als Tessyra hineinkam, wusste sie sofort, dass irgendwas nicht stimmte. Unauffällig wandte Kara sich ein wenig von Zanba und Tess ab, als letztere mit der Leitwöfin sprach. Sie wollte die beiden nicht stören bei ihrem Gespräch. Doch sie hörte sie trotzdem, die Worte Tessyras. Jakara senkte den Kopf und legte ihn auf die Pfoten. Hatte sie richtig verstanden? Wollte Tess das Rudel verlassen?

So viele meiner Freunde gehen... so viele von denen, die ich kennenlernte, als ich selbst dem Rudel beitrat... Warum, Mond, den ich nicht sehen kann durch diese Höhle und den Schneesturm, der draußen tobt, warum lässt du zu, das deine Kinder dich verlassen?

dachte Jakara traurig. Und was würde aus Jaro werden? Sie hatte den Rüden vom ersten Augenblick an gemocht. Doch dann war er gegangen. Und als ein Anderer wiedergekehrt. Aber Tujaro schlief, und Tess kam zu ihr, Jakara. Die Dunkelgraue hörte die Worte der Freundin an, mit starrem Blick zur Höhlenwand. Sie erwiederte mit leichter Ungläubigkeit das Anstupsen, bevor Tess aus der Höhle eilte. Ein offener Satz hing in der Luft...
"...und wenn Tujaro aufwacht..."
Ja, was dann? Kara musste die richtigen Worte finden, für etwas, für dass es keine Worte gab. Doch die Fähe wusste, sobald der Rüde aufwachte, würden schon Worte kommen. Von ganz allein.

Plötzlich war die Enge für Jakara zu viel, schien sie erdrücken zu wollen. Langsam erhob sich die Dunkelgraue von ihrem engen Platz. Sie legte die Kräuter alle schön säuberlich und geordnet hin und betrachtete dann ihr Werk. Winona hatte sie echt verändert! Wo Kara doch früher nichts über Heilerei und diesen ganzen "Schnickschnack" gewusst hatte, und auch nicht hatte wissen wollen. Sie hatte es auch noch nie nötig gehabt, sich jemals groß behandeln und versorgen zu lassen. Und jetzt war sie eine Heilerin. Liebte ihre neue Tätigkeit. Ja, Kara hatte sich verändert. Die Children of the Moon hatten sich ebenfalls verändert.
Jakara wandte sich zu Zanba um.

"Ich muss raus hier. Für eine Weile. Frische Luft schnappen, vielleicht ein paar Kräuter sammeln... ich bleibe in der Nähe!"

sagte sie zu der Alphera. Sie wusste, dass Zan ihr genug vertrauen würde, und deshalb wartete die Dunkelgraue auch auf keine Antwort der Braunen, sondern lief gleich los. Die beißende Kälte, die draußen auf Jakara wartete, war diesmal einfach nur schön. Kara atmete tief durch. Aber sie würde nicht auf Kräutersuche gehen. Für eine kurze Zeit musste sie die Kara, die aus ihr geworden war, seit sie den Mondkindern begetreten war, abstellen. Sie dachte an Black, ihren geliebten Bruder, der aus ihren Gedanken verschwunden war. Dachte dann an Chazaar... der Gedanke an ihn ließ Jakaras Herz aufflammen und sie jaulte auf.
Noch einmal atmete die Fähe tief durch. Der Schmerz in ihrem Herzen verschwand, ebenso die Gedanken an die beiden Rüden, die sie geliebt hatte, auf zwei verschiedene Weisen.

Kara spannte ihre Muskeln an und fühlte sich unglaublich stark. Dann rannte sie los. Immer wieder sank sie tief in den Schnee ein, befreite sich geduldig und lief weiter. Sie hielt ihr Wort und blieb in der Nähe der Höhle- sie drehte einfach immer wieder Runden im dichten Schneegestöber. Ihr Atem gefror in der Luft und Jakara hetzte ihm nach. Sie keuchte immer lauter und ihre Beine wurden schwerer. Irgendwann fiel sie zu Boden und wälzte sich einfach weiter durch den Schnee. Dann lag sie nur da, mit geschlossenen Augen und überglücklich. Als Kara wieder aufstand, war ihr dunkelgrauer Pelz größtenteils weiß und ihre Pfoten nass vom vielen Schnee. Aber darüber konnte die Fähe nur lächeln. Zum ersten Mal seit langer Zeit hätte sie die Welt umarmen können vor lauter Glück. Und sie wollte noch ein wenig draußen bleiben. Deshalb setzte sie sich neben den Höhleneingang, wachte über ihr Rudel und ihre Freunde, unbeweglich, einer steinernen Statute gleich, und hielt sich mit alten Erinnerungen warm. Denn egal, woran Kara dachte, es rief ein wohliges Kribbeln in ihrem Inneren hervor.


[in der Höhle: sieht Tess-hört sie mit Zan sprechen-traurig-verabschiedet sich stumm-eingeengt-denkt zurück-spricht zu Zan | draußen bei der Höhle: denkt-rennt-glücklich-"wacht" vor der Höhle]


Zuletzt von Jakara am Mo Jan 17, 2011 8:57 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   So Jan 16, 2011 10:39 am

Jede Faser seines Körpers lechzte nach Blut. Seine Ohren sehnten sich nach den qualvollen Schreien des Verlierers, nach seinem Wimmern und Flehen. Seine Kiefer wollten Knochen zum Bersten bringen und seine Pranken tiefe Wunden schlagen. Ja, er war ein Killer. Ja, er war jene dunkle Macht, die andere von dem Wald, Tarathmar, von seinem Reich fern hielt. Er wollte diese dunkle Macht sein, liebte den Dämon, der von ihm Besitz ergriffen hatten. Der Tod war sein Vater und die Gier seine Mutter. Und, so gedulduig er auch sein konnte, er konnte nicht mehr warten, hatte es satt, den Moment des Siegs heraus zu zögern. Er wollte endlich zuschlagen und diese niederen Kreaturen, die sich für etwas besseres hielten, vernichten. Wie sie es gewagt hatten, seine Jagdgründe zu betreten, so hatten sie sich für den Untergang entschieden. Und den würde er ihnen sicher nicht vorenthalten. Im Gegenteil, er würde derjenige sein, der ihn herbeiführen sollte. Ein zufriedenes Brummen breitete sich in seiner Brust aus und zauberte ihm ein Lächeln auf die Lippen, das von der Befriedigung erzählte, die er verspüren würde, wenn er sein abartiges Vorhaben zu ende gebracht hatte.

Und so verließ Yldur seine Höhle, hob langsam eine Pranke vor die andere, Schritt für Schritt fand er seinen Weg durch den Sturm, der ihm den Duft der Wölfe entgegen blies und ihn verrückt gemacht hätte vor Verlockung, wäre er es nicht schon längst gewesen. Der blanke Wahnsinn stand in seinen Augen, gemischt mit den finsteren Sehnsüchten, die in ihm brodelten, ihn gar zum Beben brachten. Die Kälte prallte an diesem Wesen ab, das ohnehin schon durch und durch aus bitterkaltem Eis und unerschütterlichem Stahl bestand, verpackt in den schweren Schichten von lange trainierter Muskelmasse und undurchdringbarer Haut. Ja, er war ein Monster. Geschaffen um zu töten. Und er liebte seine Bestimmung. Aber wie er so da lang schritt merkte er, wie viele Jahre er schon in diesem Wald verbracht hatte, wie viele Winter er überlebt, wie viele Seelen er ein für alle mal in die Hölle geschickt hatte und er machte sich Gedanken, welches Ungetüm nach ihm über dieses Reich herrschen würde, wie er es einst tat. Ihm war klar, dass es nie einen Krieger geben würde, wie er einer gewesen ist. Und so schwor er sich, selbst nach seinem Gehen noch über Tarathmar zu wachen, als Geist, als Dämon, als eben das, was er dann sein würde. Jeder, der es wagte, dieses Gebiet zu betreten, dem würde er den Wahnsinn ins Hirn pflanzen, so wie man es einst mit ihm getan hatte.

Immer näher kam er der kleinen Gruppe von Wölfen. Er nahm den starken Duft des Alphatieres wahr, die schwächeren der Wölfe, die ihm folgten und schließlich die von denen, die viele Längen zurück geblieben und die Orientierung verloren hatte. So weckte eine graue Wölfin seine Aufmerksamkeit, die abgeschieden wirkte, als sei sie in ihrer eigenen Welt. Ihr Stolz erregte ihn nur noch mehr und ihre Haltung, die ihre glaubte Sicherheit verriet. Das alles wirkte anziehend auf ihn, trieb seinem Durst nach Blut ins unermessliche. Er wollte diese Fähe tot sehen. Sie schien nicht gerade so, als hänge ihr viel an dem Rudel, oder anders herum, aber das war es, was er gesucht hatte. Eine Warnung, eine Drohung, der Startschuss des Spiels, dass er mit ihnen spielen wollte. Denn das alles war ein Spiel, es war sein Spiel, es waren seine Regeln, die sie zu befolgen hatten. Und er wusste ganz genau, welche Strategie er anwenden würde, denn er kannte den Geruch des Leitwolfes, nicht etwas, weil er diesem Untier schon einmal begegnet war, sondern weil etwas in ihm lag, dass ihn an sich selbst erinnerte. Und das gefiel dem Bären unwahrscheinlich gut.

Langsam pirschte er sich an die Wölfin an, aus dem Hinterhalt, während der Wind in seine Richtung blies und es ihr unmöglich machte, ihn zu wittern. Währen sie ums Überleben kämpfte, bemerkte er ihren starken Willen, zu überleben, bemerkte ihr Geschick im Kampf und die seiner Meinung nach mindere Intelligenz des Tieres. Aber sie war geschwächt, wie die anderen und so dauerte es nicht lange, da hatte er ihren Brustkorb samt Herz und Lungen zermalmt. Aber das genügte ihm nicht. Zwar war der leblose Körper übel verrenkt, doch wollte er etwas gravierenderes, ein Schaubild, dass den Alpha dazu trieb, ihn aufzusuchen. Und zwar ganz alleine, getrieben von dem Dämon, der in ihm hauste. Als er sein Werk beendet hatte, konnte man kaum noch erkennen, was dieser Haufen Fleisch und Gedärme einmal gewesen ist. Alles daran fütterte das Monster, das er war und sollte auch den füttern, den er im Visier hatte. Mit einer tiefen Befriedeigung und einem Gefühl von blutigem Glück kehrte er in seine Höhle zurück, wo er sich auf seinen nächsten Zug vorbereitete.


[tötet Isabis - zum Schluss wieder in seiner Höhle]
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Blizzard

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mi Jan 26, 2011 6:24 am

Den Kopf gesenkt hatte Blizzard das Gefühl das seine dunkle Nase sich schon durch den Schnee schieben musste. Der Sturm fegte einfach über die Ebenen hinweg und es kam dem jungen Wolf so vor, als wollte der Winter sie erdrücken. Sich ihnen entledigen wie ein Wolf einen Floh loswerden wollte. Seine Lefzen verzogen sich bei diesem Vergleich missbilligend. Seine Ohren ruhten dicht an dem dunklen Kopf um zu verhindern das der Schnne auch in die empfindsamen Gehörgänge drang. Eine Pfote nach der anderen zog sich durch das kalte erbahrmungslose weiß hindurch. Verfing sich im Fell und blieb glänzend zurück. So kam es dazu das er die Last auf seinem Körper spürte. Zuerst war es noch getaut doch nun blieb es eisern auf ihm. Diese weißen Schneeflocken, die sich immer mehr verteilten. Kurz verharrte der schwarze Wolf und schüttelte seinen Körper. Lies den Schnee von seinem Körper hinunter tanzen. Aber es brachte ihm nichts. Kaum das sich Blizzard wieder in Bewegung setzte, fielen erneut die weißen Kristalle auf ihn nieder und legten sich wie eine Decke auf ihn. Lautlos seufzte der junge Wolf auf und blickte den weißen nebelartigen Wolken hinterher die er ausatmete. Dann sah er aber wieder nach vorne. Bemerkte eine schnelle Regung und blieb abruppt stehen. Die gelben Augen seines Vaters starrten ihn an. Nein... war dies wirklich sein Vater? Zur Zeit gab es viele Momente an denen er zweifelte und die Dinge nicht verstand. Es wurde ihm eine Seite von dem schwarzen Hünen offenbahrt die er nicht kannte und zu der ihm seine Mutter nichts sagen wollte. Eine Seite der es nach Blut dürstete und nach dem Tod. Einen Dämon gleich war diese Begierde danach. Er hatte es mit eigenen Augen sehen müssen wie er regelrecht gewütet hatte in einem Kampf. Nur schwach zuckten die Ohren des Wolfes, welcher der Sohn der beiden Leitwölfe war, als die Stimme vor ihm erklang. Zumindestens der Leitwölfe war, da Givaan nun zum Rudelrat gehörte. Eine hohe, aber doch andere Stellung als zuvor. Das Leben und die Zeit wandelten sich und sie alle mit ihm.

Blizzard wandte seinen Kopf nach hinten. Blickte ausdruckslos mit seinen himmelsblauen Augen über die anderen Wolfskörper hinweg. Sie alle waren mit Schnne bedeckt und es schien als würde ihnen noch immer die Kraft fehlen. Wenn sie erfolglos von der Jagd zurück kommen würden, wäre es zu bezweiflen das sie den Winter überleben würden. Ein Winter der sich eisern um sie legte, wie eine Schlange ihre Beute umwickelte und sie nicht mehr entkommen lies und entweder erwürgte oder ihre tödlichen Zähne in den Laib ihres Opfers grub. Doch es gab keine Spur von der weißen Fähe Lubaya. Doch sie war aus der Höhle hinaus gegangen. War sie dort geblieben oder hat sie den Weg verloren? Es gab nur jene zwei Dinge, aber die letztere schien dem Rüden unwahrscheinlich. Sie hätte ihre Stimme erheben können damit sie warteten oder aber wäre, da sie als letztes gelaufen war, den tiefen Spuren im weißen Meer gefolgt. Aber sie war nciht da. Als hätte der unaufhörliche weiße Schneesturm sie unter sich begraben.

oO( Ist sie ohne etwas zu sagen gegangen? Etwas anderes kann es eigentlich nicht sein... Was trieb sie, ihren eigenen Weg zu wählen?)Oo

Fragen, erneute Fragen auf die er als junger Wolf keine Antworten fand. Aber dabei stellte er fest das es fiele Fragen in dieser Welt gab die scheinbar keine Antworten besaßen. Fragen, wo ein Gedanker den nächsten Jagde und nie ein Ende dazu fand. Leicht schüttelte Blizzard seinen Kopf und wandte seinen schwarzen Kopf wieder nach vorne. Kühl blickten seine himmelblauen Augen seinen Erzeuger an, der sich sein Vater nannte und ihm in kurzer Zeit unbekannter geworden war als alles andere. Doch bevor ein Wort, eine abfällige Antwort, über seine eigenen Lefzen weichen konnte bemerkte er in dem flüchtigen Windstoß aus seinem Rücken einen Geruch der stärker wurde. Erneut wandte der junge Wolf seinen Kopf zurück und erblickte Tessyra. Sie hielt vor Givaan inne und richtete sich etwas auf um ihn in seine kalten Augen zu blicken. Doch sofort reagierte der schwarze Hüne, nachdem sein Blick mit jedem einzelnen Wort was durch die Luft glitt finsterer wurde. Er fletschte seine Zähne und schnellte auf die Fähe zu. Der schwarze junge Wolf konnte nicht einmal reagieren, so schnell ging alles von statten. Er befürchtete das sein Vater Tessyra töten würde, aber er hielt inne. Als würde er erstarren. Die Worte von der Wölfin erstarben und sie wandte sich ab. Dann sah er erneut wie der schwarze große Wolf zu einem Sprung ansetzte und doch hielt ihn etwas zurück. Stumm beobachtete Blizzard ihn wie er starr in die tanzenden Schneekristale starrte und sich nur dessen Fell leicht bewegte wie bei ihnen allen, denn der Wind zerrte an ihnen.

Schließlich zuckten seine Ohren erneut als er daas Heulen von Givaan hörte. Die himmelsblauen Augen blickten ihm voller Abscheu entgegen. Es war ein unbewusster Blick, aber langsam widerstrebte es ihm in diesem mordlüsternden Wolf seinen eigenen Vater zu sehen. Jener Wolf, wo er von klein auf angestrebt hatte in seine Pfotenstapfen zu treten. Langsam schwand dieser Wunsch, schien sich mit jedem weiteren Tag aufzulösen, zu verblassen um dann vielleicht vergessen zu werden. Deutlich vernahm er das Aufblitzen der weißen tödlichen Zähne, als die Lefzen sich von seinem Vater zurück zogen und diese Gebärde ihm galt. Doch es lies ihn kühl. Er regte sich nicht einmal. Trat nicht zurück oder zog seinen buschigen Schwanz ein. Nein, nichts davon tat er. Auch wenn er vor einigen Minuten ausgewichen war um nicht überrannt zu werden. Blizzard stand einfach ruhig da. Sein Körper aufrecht und den Kopf schon fast stolz erhoben. Die Rute hing im locker hinab. Nein, der Anblick dieser todbringenden Reißzähne und die drohende Haltung juckten ihn nicht einmal mehr und entlockten ihm auch keine unterwürfige oder beängstigte Haltung aus dem etwas abgemargerten, aber immer noch muskulösgebauten Körper, heraus.

Knurrend erklang der Befehl aus der schwarzen Kehle, bevor der Körper sich in Bewegung setzte. Einen flüchtigen Augenblick wartete Blizzard ab und spannte dann seine eigenen Muskeln an, die dann seinen Körper in Bewegung brachten. Mit ausholenden Sprüngen suchte er sich einen Weg durch die weiße Schneemasse hindurch, lief nicht weiter hinter Givaan her. Nein er war nur eine halbe Wolfslänge hinter ihm und hatte damit den schwarzen Rücken in seiner Nähe. Aber der junge Rüde achtete kaum darauf das er in einem leichten Abstand neben seinem Erzeuger und anfänglichen Lehrer durch das Schneegetosse sprang. Seine Aufmerksamkeit galt der dunklen Umgebung in der man kaum etwas sehen konnte. Ausschau haltend ob eine Beute ihren Weg kreuzte. Nebenbei zog er die Luft durch seine Nase hindurch um die Düfte wahr zu nehmen. All seine Gedanken drängte er in den Hintergrund und konzentrierte sich nun wieder vollkommen auf die Jagd. Er wollte seine Mutter nicht enttäuschen und mit Erfolg diese Jagd leiten. Egal was auf ihn zukommen möge, er würde die Zähne zusammen beißen und das irgendwie durchziehen. Denn er wollte es schaffen, auch um seinen eigenen Willen. Da konnte selbst sein Vater sich ihm in den Weg stellen, den er begann mehr als nur zu verabscheuen, er würde an Beute gelangen. Das nahm er sich eisern vor. So schien auch neue Kraft durch seine Adern zu pulsieren und ihn weiter voran zu treiben.

[geht I bleibt stehen und sieht sich nach Lubaya um I denkt I beobachtet Tessyra & Givaan I beobachtet stumm weiter Givaan mit Abscheu im Blick I folgt Givaan springend durch den Schnee I schöpft scheinbar neue Kraft durch seinen Entschluss]
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Raven

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Di Feb 01, 2011 10:01 am



    Geh zum Rudel. Geh zu Zanba. Geh zu Givaan. Geh, geh, geh ...

    Die Gedanken umkreisten Magai genauso wie die Schneeflocken um sie herum tanzten. Das Rudel war schon längst weg, sie waren in ein fremdes Gebiet vorgedrungen. Sie hatten sich nicht nach der Grauen erkundigt. Weshalb auch? Was hatte sie schon großartiges vollbracht? Sie hatte die ganze Zeit, während sie hier war, Schatten gejagt. Nichts weiter. Wie ein Welpe hatte sie sich aufgeführt, war geflohen, immer wieder davon gelaufen vor der Realität. Ihre Pfoten stoppten, sie hielt an. Fest biss sie die Zähne aufeinander, schloss krampfartig die schönen bernsteinfarbenen Augen und zischte. Ja. Sie zweifelte. An sich, an den Children of the Moon und an Raayu. Sie zweifelte. Sie überlegte, ob sie diesen Schritt tun sollte. Ob sie es wagen sollte in dieser kalten Jahreszeit allein aufzubrechen um sie zu suchen - ihre Familie.

    Ich muss es ihnen sagen. Ich muss es tun. Ich gehe. Ich gehe, ich gehe zu ihnen. Ich sage ihnen, das es ein Versehen war. Es war wirklich nicht meine Schuld! Ich bin nicht an seinem Tode Schuld, nein! Los, komm. Ich gehe. Ich kann nicht ...


    Sie zwang sich, nicht doch noch zurückzukehren und allen Lebewohl zu sagen. Doch sie wusste, dass es ihr schwer fallen würde, sich dann von allen zu trennen. Sie hatte ihren Entschluss gefasst. Sie würde es durchziehen, endlich mal in ihrem Leben Mut fassen. Vielleicht war es ihr Schicksal, erst einige Monde weg zu sein, um dann zu begreifen, dass man nur den Mut finden muss. Und ja, sie musst es tun, das stand außer Frage. Ein zittern lief ihr durch den ganzen Körper, jedes einzelne Haar stellte sich ihr auf, sie rümpfte die Nase, die Stirn bekam kleine Falten und die Augen schlossen sich. Jeder Teil ihres Körper war angespannt. Es war ein Zwang, ein Zwiespalt, mit dem sie kämpfen musste.

    Magai. Kriegerin. Sternenprinzessin. Kehrst du zurück zu deiner Familie, gestehst du deine Fehler, so kannst du deinen alten Platz einnehmen. Du kannst dein eigenes Rudel leiten. Du kannst einen richtigen Gefährten haben und Welpen bekommen. Du kannst deine Fehler wieder gut machen. Du musst dich nur trauen. Du schaffst das. Du schaffst das. Du schaffst das. Stell dir vor, Sternenprinzessin. Stell dir vor, was passieren wird. Aus Staub, aus deiner Vergangenheit, mit einem solch festen Fundament, wird alles wieder gut. Vertrau nur drauf, gehe den rechten Weg. Dann wird alles gut.

    So soll es sein,

    sagte sie zu sich selbst. Ein letzter tiefer Atemzug. Sie dachte noch einmal nach. Ihre innere Stimme hatte sie vollends überzeugt. Ja, sie würde es schaffen. Sie atmetet die Luft aus. Ihre Augen weiteten sich, sie trabte auf den Fels zu, der da vorne im Walde stand, stellte die Vorderläufe darauf ab und heulte.
    Sie heulte so laut, wie sie es noch nie in ihrem Leben getan hatte. Ihr ganzer Schmerz, das ganze Leid, alles, was sich in ihr angestaut hatte, wurde durch dieses letzte Lied aus Magai's Kopf befreit.

    Schwester Mond, komm, gesell dich zu mir.
    Ich und du, Sterne und Sonne dazu, dann sind wir schon vier.
    Wir wollen den Weg antreten,
    gemeinsam stark. Bei Hilfe werden wir zu Femijailuna beten,
    er wird uns helfen, dein einz'ger Sohn.
    Die Children of the Moon besteigen den Thron,
    sie werden dieses Land führen,
    ohne dabei dunkle Mächte zu schüren.

    Schwester Mond, begleite mich,
    tat ich das Richtige? Sich
    selbst zu finden, die anderen zu verlassen,
    ohne dabei in den Gedanken der Anderen zu verblassen.
    Kinder, lebt wohl. Seid tüchtig, erreicht was ihr wollt.
    und falls ihr mich doch vergessen sollt' ...
    Denkt an das Lied, was ich euch sang. Denn dies Lied sang ich nur euch, liebe Freunde,
    findet eure Ziele, lebet eure Träume!

    Sie heulte mit dem Winde, mit dem Mond, mit den Sternen. So, wie es sich für ein Kind des Mondes gehörte.

    Dieses Lied war für euch, meine lieben Freunde. Immer standet ihr an meiner Seite. ich war auf dem Durchzug, entschuldigt mich. Ihr war so toll zu mir. Nur das beste für euch ... am Horizont ... Magai.

    Mit kraftvollen Schritten und einer nie geübten Selbstkontrolle verlies Magai das Revier der Children of the Moon. Sie war traurig, sehr traurig, ihre Freunde hier im Stich zu lassen. Aber sie wusste, dass sie es verstehen würden und akzeptierten, dass sie diesen Schritt tun musste. Um mit sich selbst ins reine zu kommen, die dunklen Stunden hinter sich zu lassen. Sie rannte los. Die Zunge hing ihr aus dem Maul, das Fell wurde vom Wind mitgenommen.
    Ein neues Leben begann - für die graue Fähe mit der Angst vor dem Augenblick.




[Magai verließ das Rudel l Aus dem Rs gespielt]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo März 14, 2011 10:21 am

Spielleitung - Tujaro

Anfangs noch hatte er geglaubt, es würde wieder wie früher werden. Anfangs hatte ihn sein Optimismus getrieben, ihn Glauben machen, dass er sein altes Leben, wenn auch nicht ganz wie früher, beinahe komplett wieder aufnehmen konnte. Doch dem war nicht so. Ganz und gar nicht. Tujaro spürte, dass durch das Rudel mehr, als nur eine große Veränderung gegangen sein musste und es bedrückte ihn, dabei zusehen zu müssen, wie seine Gefährtin unter eben diesen Veränderungen litt. Denn das tat sie, er sah es an ihrem gebrochenen Blick, an ihrer bereits räudigen Erscheinung, wenngleich er sie selbst mit wild zerzaustem Fell lieben würde. Ewig.
Doch dann war sie fort.
Er hatte selig geschlafen, in der naiven Annahme, dass sie nun für immer an seiner Seite weilen würde und er mit ihr alt wurde. Doch kaum, dass er seine müden Augen geöffnet hatte und die Silhouette der Heilerin Jakara einfing, wusste er bereits, was geschehen sein musste. Er hatte es geahnt, hatte darum gebangt, dass sie nicht gehen würde, ohne ihn zu fragen, ob er mit ihr zog. Doch am Ende war sie fort gewesen, ohne ihn.
Die Heilerin Jakara hatte ihm alles erklärt, hatte von der tiefen Liebe Tessyra´s zu ihm gesprochen, welche deutlicher nicht hätte sein können. Wieso hatte sie ihn dann einfach verlassen? Er wäre ohne Frage mit ihr gezogen, hätte womöglich den Traum gehabt, ein Rudel mit ihr zu gründen und glücklich zu werden. Auch ihm stand ein wenig Frieden und Glück zu, fand er. Und das wollte er nun nicht aufgeben.

»Ich muss gehen, Zan. Du bist mir eine gute Freundin geworden, ebenso eine kluge Leitwölfin. Doch ich muss gehen, mein Schicksal ließ mich hier zurück.«

hatte er gesagt und sie hatte es verstanden. Mit einem kummervollen, doch freundlichen Nicken entließ die Leitwölfin ihn in seine Freiheit, in die Einsamkeit eines wandernden Rüden, welcher seiner einzigen Liebe nach wanderte, um für immer an ihrer Seite zu bleiben. Eines Tages, so versprach es sein Lied, welches er zum Abschluss sang, als er die Grenzen des Reviers passierte, eines Tages würden sie zurückkehren. Und dann würden sie sich viel zu erzählen haben. MIt einem zufriedenen Lächeln auf den Lefzen huschte der Rüde Tujaro aus dem Revier und schrieb seine eigene Geschichte.

[Tujaro rausgespielt]

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mi März 16, 2011 11:48 am

Jakara hockte noch immer vor der Höhle. Plötzlich schob sioch eine weitere Gestalt nach draußen. Die Fähe blickte sich um. Es war Tujaro. Sein Blick war von Besorgnis erfüllt, und Kara schloss kurz die Augen.

"Jaro..."

flüsterte sie. Er schien es zu wissen. Und er schien zu wissen, dass sein Platz nicht mehr hier war, hier, bei den Children of the Moon... Und doch wusste Jakara, dass Tujaro auf ewig ein Kind des Mondes sein würde, als sie ihm erzählte, dass Tessyra gegangen war. Sie erfüllte ihren Auftrag und wie sie es sich selbst vorrausgesagt hatte, fand sie die richtigen Worte.
Jaro kehrte in die Höhle zurück, die dem Rudel als Unterschlupf diente. Der Abschied von den anderen Wölfen? Als er wiederkehrte, verschwand er ohne ein weiteres Wort im Schneesturm, und Kara sah ihm nach. Plötzlich fröstelte sie. Sie schüttelte ihr inzwischen von zahlreichen Schneeflocken weißes Fell aus und begab sich zurück in die Höhle. Sie lächelte Zan kurz zu, dann legte sie sich wieder an ihren Platz, der Fleck, an dem sauber geordnet und sortiert Kräuterbündelchen lagen. Jakara schob sie vorsichtig zur Seite und legte sich hin.

[Abschied von Jaro-wieder in der Höhle]
(bah, ich weiß sehr kurz...)
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   So März 20, 2011 4:36 am

Ihre braunen Augen, die Bernsteinen gleichen warfen ihren Blick durch den Wald. Im Sommer war alles grün gewesen. Der Farn hatte im Dickicht geblüht und mit ihm tausende von Wildblumen und Gräsern. Sie hatte den Duft der nussige Erde genossen, die nun fahl und abgestanden roch. Ihre Augen fielen auf die starke Rinde, eines Baumes. Diese war abschürft von Rehen, die in dem Schnee, der sacht zu Boden gefallen war, nichts mehr zu fressen fanden. Naylei selber hatte es gelernt sich zu zügeln, mit dem nehmen von Beute. Sie hatte gelernt zu hungern und mit wenig Nahrung aus zu kommen. Sie hatte nie viel gegessen, da sie kaum etwas brauchte. Stärke hatte sie nur im geistigen Sinne. Ihre körperliche Kraft war gering und so brauchte sie nicht viel zu fressen.
Jedoch hatte sie in letzter Zeit mehr zu fressen gebraucht. Sie hatte mehr Nahrung zu sich nehmen müssen, weil sie gewandert war, eine lange Zeit, die noch nicht vorbei war. Wo ihr Ziel war, wusste sie nicht. Ob es überhaupt eines gab war ihr auch unbekannt. Aber sie ging ihren Weg weiter. Der Weg durch das weiße Land.

Eine Pfote vor die andere. Immer wieder stießen sie durch die weiche, weiße Decke aus glitzernden Schneekristallen. Ihre Rute pendelte leicht hin und her. Freude war nicht das was sie spürte. Wanderlust, das war nur vielleicht eine Empfindung, aber die Lust auf neue Pfade, Wege und Freunde war ein Gefühl, jedenfalls für Nay.
Ihre Augen streiften durch die Reihen der Bäume, die kahl und nackt um sie herum standen. Nirgends erkannte sie Leben zwischen den kalten Fronten des Winters. Kein Vogel oder Hase war auf dem weißen Grund oder in den kahlen Ästen der Bäume zu finden. Nirgends streifte ein Reh durch die wunder weiße Land, das nur aus Holz, Erde und den vereisten Kristallen zu bestehen schien.

Naylei erschreckte sich leicht, als sie einen Busch streifte und der darauf liegende Schnee zu Boden rieselte. Einige Flocken verfingen sich in ihrem dicken Pelz. Sie musste an Dornen denken, die sich einst in ihrem Fell verharkten und ihren Beschützer, Freund und Geliebten zum lachen brachten. Sie hatte sich so erschreckt, das sie gegen seine Brust gefallen war. Sie hatte ihr Herz beruhigen müssen um nach zu vollziehen weswegen er lachte.
Jetzt erinnerte sie dieses Ereignis an Freude.
Aber bevor sie stärker darauf einging roch sie etwas. Ihre schwarze Nase taste sich durch das Unterholz. Sie erkannte den Geruch von etwas Wildem. Von Moos und Rinde. Sie roch scharfe Erde und Gestrüpp. Wie eine Frühlingsmelodie, die in der Kälte erzitterte.
Sie erkannte den Duft von Wölfen.

Einige Meter weiter erkannte sie auch einen. Schwarz, wie Metall stand einer in ihrer Nähe. Wie schmilzendes Metall bewegten sich seine Muskeln unter dem schwarze Fell. Sie dachte an Raben. Schwarz, unheimlich und beweglich.
Angst kroch in ihr auf. Sie hatte schon immer Angst vor Rüden, die stärker waren als sie. Bei diesem schwarzen Schatten war es eindeutig der Fall. Es war ja nicht schwer, mehr Kraft in den Muskeln zu haben, als sie. Ihr Gerüst von Knochen, Muskeln und Hirnmasse war recht dürftig. Klein und mager. Die Fähe war schon immer aus einem weichen Holz geschnitzt.
Ihre Augen erfassten einen grauen Wolf. Er schien etwas älter zu sein, aber seine Kraft war erstaunlich. Naylei bewunderte sein Durchhaltevermögen, als er mit dem Schwarzen zusammen durch den Schnee jagte. Naylei blickte den beiden mit ihrem kleinen Rudel nach.

Aus irgendeinem Grund spürte sie die aufkommende Sehnsucht. Sie war schon zu lange nicht mehr unter Wölfen gewesen, auch wenn sie einige Zeit manche Einzelläufer getroffen hatte. Hier und da war ihr eine Fähe oder ein Rüde über den Weg gelaufen. Mit einigen hatte sie sich angefreundet. Andere hatte sie nicht gemocht und war gegangen.
Ihre Pfoten trugen das Leichtgewicht über die eisige Fläche. Ihre Kraft verließ sie schnell. Nun folgte sie nur noch dem Elan, dem Mut und dem Ruf nach Geborgenheit. Sie war schon oft einfach nur so einem Rudel gefolgt, hatte an den Stellen geschnüffelt, an denen sich die schweren Wolfskörper zusammen gerollt hatten. Sie hatte an den Resten der letzen Mahlzeig geleckt. Das kalte Blut lag schwer auf ihrer Zunge. Ihre Kehle war trocken, wie jetzt auch.
Heißer verbrauchte Atem entfuhr ihr beim Hecheln. Sie folgte dem fremden Rudel, der Gruppe Wölfe, bis sie nicht mehr konnte.
Naylei wollte wieder unter Wölfe kommen. Sie wollte Nähe !



[sieht Givaan & co ... folgt]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   So März 20, 2011 7:31 am


    Auf einem Felsen liegend, den schwarzen Kopf auf den Pranken und süffisant lächelnd betrachtete das Rabenherz die Szene. Die kleine Weiße da vorn hatte anscheinend im Sinn, die anderen Wölfe, das Rudel, zu bespitzeln oder dergleichen. Oder wollte sie sich anschließen? Zu beobachten, was Andere taten, war besser als ein Kinofilm, und da Rav eh nichts anderes zu tun hatte, machte er sich zur Aufgabe, die eigenartigen Verhaltensmuster der süßen Weißen zu verstehen. Sie schien echt ein wenig zerstreut, unsicher und ängstlich. Sie war klein, zierlich und nicht so stark gebaut wie ein Rüde.

    "C'est ... la vie, meine Liebe."

    Murmelte Raven vor sich hin und beschloss kurzerhand, von seinem Thron hinab zu steigen, um der Kleinen zu helfen. Er war schließlich hier der Ureinwohner, oder derjenige, der dieses Revier am längsten bewohnte. Dieses fremde Rudel, noch relativ jung anscheinend, mit diesem schwarzen Rüden an der Spitze, kam erst vor einiger Zeit in den Wald Tarathmar. So sprang er von dem Fels hinunter, stieß sich nach dem Aufprall seiner Pfoten auf der dichten Schneedecke sogleich ab und versuchte, mit der jungen Fähe mitzuhalten. Obschon er noch nicht besonders alt war, fühlte er sich wie ein Rentner, alt, versteift und knochig. Aber das merkte man zum Glück nur, wenn man in seiner Haut steckte, und nicht etwa, an seinem Charakter, an seiner Sprache oder sonstigen obeflächligen Ansätzen. Das Fell nocheinmal kurz schüttelnd hatte Raven es fast geschafft, die weiße Fähe einzuholen. Die kleinen Eiskristalle flogen aus seinem Fell heraus und rieselten sanft zu Boden, um dort in der Menge unterzugehen. Es waren nur noch wenige Wolfslängen bis zu der Kleinen, und um sie nicht zu erschrecken .... Moment! Raven hatte sogleich eine neckige Idee, der kleinen zu zeigen, dass er da war, Er beschleunigte sein Tempo und biss vorsichtig in die dichte, puschelige Rute. Als er los ließ, hatte er nichts als einen Büschel Haare im Fang, aber das war es wert. Er blieb stehen, wartete darauf was die Kleine sagen würde und legte sich schon einmal die Worte zu recht.
    Seine Leftzen verzogen sich zu einem leichten Grinsen, da er erwartete, dass sie ihn wieder wie ein junges Reh anstarren würde. Zumindest schien sie so, als würde sie so handeln ... Raven würde darauf wetten.

    Komm schon ... die Anderen kehren garantiert zu ihrer Höhle zurück, wenn du denen bei der Jagd dazwischen funkst, und den Monsiuer Killerpudel auf dem falschen Fuß erwischst, kannst du die ganze Aktion vergessen ...


{ rennt hinter Nay her | will mit ihr reden }
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Do März 24, 2011 7:29 am

Der Sturm hielt weiterhin an und auch wenn es zwischenzeitlich beinahe schien, als würde er vorerst den Weg des Rückzuges wählen, so wusste doch ein jeder Wolf in Tarathmar, dass dem nicht so sein würde. Viel mehr schien es, als würde jener Sturm beherrscht durch eine bislang ungesehene, jedoch durchaus bemerkte Kreatur. Eben jene Kreatur musste es gewesen sein, welche den Daemon in seinem eisernen Käfig an die Grenzen seines Verstandes trieb und somit Givaan den seinen raubte. Es war lediglich ein Geruch. Zart und schmeichelhaft für den gierig geifernden Fang des Daemons, welcher noch immer sein blutiges Ansinnen verfolgte. Und nun schien es, als beginne ein Spiel, welches lediglich einer gewinnen könnte: Der Herr des Waldes oder der Herr Givaans, Daemon.

    Nur ICH werde gewinnen! HÖRST du, du Schwächling?! ICH werde dich niederringen, wie ich es auch mit diesem Wolf hier tue! Und er wird mir dabei helfen, deinen Untergang herbei zu führen! Ganz allein WIR werden dich besiegen! Niemand wird jemals wieder behaupten, wir seien schwach. NIEMAND!


Das Brüllen des Daemons wurde beinahe durch den aufkommenden Sturm übertönt, welcher bereits wieder abzuflauen schien. Es war ein sonderbares Spiel, immer wieder tanzten die schneeweißen Eiskristalle vor der Nase des Schwarzen, als wollten diese ihn provozieren. Doch mehr als jene tanzenden Schneeflocken war es jener Geruch, welcher er intensiver wahrzunehmen schien, da der Daemon regelrecht danach lechzte, diesen Geruch selbst zu verursachen, zu verströmen, in dem Wissen, dass es nicht sein Blut war, welches floss.
Wahnsinn leuchtete in den gelb glühenden Augen auf, als er sich umwandte, Raayu, Blizzard und Lunasoleil ins Auge fasste. Der Betarüde schien keineswegs anwesend und der Gedanke, ihn aufgrund dieser Unachtsamkeit anzufallen, erschreckte Givaan wie es den Daemon amüsierte. Der verschleierte Blick des Schwarzen sprach eine deutliche Sprache und als dieser nun seinen schweren Kopf ein wenig anhob und tiefer in den Wald sehen wollte, sprang der schwarze Hüne geradewegs auf ihn zu. Wenngleich er einst sein Freund war, so würde er sich dies inwzsichen kaum noch gefallen lassen, dessen war sich Givaan bewusst. Umso freudig erregter war er nun, als er ebenfalls große Rüde unter seinen schweren Pfoten lag und ihn stumm ansah. Es schien, als flehe er regelrecht um einen Grund, wieder Blut vergießen zu können, sei es lediglich mit dem Resultat, dass er verbannt oder getötet wurde. Doch der Daemon hatte keinerlei Nachsehen mit ihm, unnachgiebig biss der Raayu in den pelzigen Hals und zerrte ruckhaft daran. Zornig fuhr Givaan auf, starrte schwer atmend seinen Freund entgegen, in dessen Augen bereits die Anklage sichtbar wurde. Mit rauer, kratziger Stimme befahl er

»Verschwinde, Raayu. Kehrte erst wieder zu uns zurück, wenn du deines Platzes restlos sicher bist.«

Der gelb glühende Blick bohrte sich in den ebenfalls glühenden Blick. Es schien, als sei der Rüde endlich aus seiner Trance erwacht. Mühelos befreite er sich aus der unnachgiebigen Pfote Givaans, sah ihm ernst in die Augen und schwieg. Kurz flog der Blick des Betarüden auf Blizzard, weiter auf Lunasoleil, welche ihn wachsam beobachtete. Dann kehrte sein Blick auf seinen Freund und Leitwolf zurück und er nickte knapp. Dann wandte er sich ab und tauchte in die weißen Schneemassen des Waldes Tarathmar ein. Wenige Sekunden später hatte die Dunkelheit des Waldes ihn bereits verschluckt und einzig die vage Erinnerung an seinen Duft blieb zurück.

Mit eiskaltem Blick wandte er sich nun den zwei verbleibenden Wölfen entgegen. Noch immer rebellierte der Daemon wild geifernd gegen die Stäbe seines Käfigs, doch spürte Givaan auch, dass eben jener Käfig dabei war, zu zerbersten. Mit ruhiger, verschlossener Miene stand er, einer monumentalen Statue gleich, im Schnee. Der schwarze Pelz, welcher durch den Schnee noch dunkler schien, wurde wild vom Wind zerzaust. Dann erhob er seine Stimme, rau und befehlend, keinen Widerspruch duldend.

»Die Jagd ist verschoben. Wir sind zu wenige. Kehrt zum Rudel zurück und erstattet Bericht.«

Es war ein strikter Befehl und um diesem Nachdruck zu verleihen schnappte er nach den Läufen der beiden Wölfe. Die weiße Wölfin sah ihm nochmals ernst und kummervoll in die Augen, ehe sie sich umwandte und erstaunlich rasch mit den Schneemassen verschmolz. Ein letztes Mal hob Givaan den Blick, ehe die Käfigstäbe laut zerbarsten und das Untier des Daemons nun endlich frei war. Der wahnsinnige Blick landete mit erschreckender Genauigkeit auf Blizzard, welcher wenig später angefallen und verbissen wurde.

    Das ist MEINE Beute! Ganz allein meine Beute! Wenn du mir folgst, mache ich DICH zu meiner Beute und du weißt, dass ich das kann!


brüllte der Daemon ungehört, ehe er erneut nach Blizzard´s Pfote schnappte. Die ersten Blutgerinnsel hatten sich gebildet und drohend stieß Daemon ihn in die Richtung, in welche Lunasoleil verschwunden war. Dann verschwand auch er im Schneegestöber, der provokativen Spur des Waldherren folgend. Niemand würde ihm seinen Rang streitig machen und nun, da er in Vollbesitz des Körpers Givaan´s war, würde seiner blutigen Herrschaft nichts mehr im Wege stehen. Mit wilden Sprüngen hetzte er der Blutspur nach, spürte den eigenen Wahnsinn mit der ansteigenden Geruchsintensität ebenso ansteigen. Dann endlich erschien, ihn bereits erwartend, der selbsternannte Herr des Waldes vor ihn. Ein heimtückisches Lächeln umspielte die Lefzen beider Wesen. Dann drang das wilde Brüllen, Bellen, Jaulen, Fiepen und zornerfüllte Heulen in wilder Intensivität durch den Wald. Der Kampf hatte gewonnen und Givaan wäre zu schwach. Daemon spürte es. Voller ZOrn warf er sich auf die blutbesudelten Klauen des Untiers.

    NIEMAND wird mich je besiegen! NIEMAND!



[Auf der Jagd x Gibt Befehle x Greift Blizzard an x Folgt der Duftspur x Daemon x Kampfbeginn gegen Yldur]
[Raayu aus dem Play genommen x Lunasolei zum Rudel gespielt]

_______________

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Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Sa März 26, 2011 10:40 am

Na komm. Komm. Tanz mit mir. Na komm.
Tanz mit mir.
Na komm. Komm.
Jetzt tanz doch mit mir.


Die junge Fähe rannte schnell und sprang dazwischen lange, große Sprünge. Sie hielt die schwarzen Schatten der Wölfe, die wild durch den Schnee stoben. Sie fühlte sich kurz dazu gehörig, seltsam glich und beschleunigte, spürte dann etwas an ihrer Rute und gab ein Winseln von sich. Alles schöne wurde zerstört, verdammter Sarkasmus.
Sie spürte, wie ein Bausch ihrer Haare abgerissen wurde und zugleich eine ihrer Pfoten wegrutschte und zu tief im Schnee stecken blieb. Sie spürte die eisige Kälte in ihrem Pelz und blieb dann in den weißen Eiskristallen liegen. Sie hörte, wie die Wölfe weiter rannten. Ohne sie.
Naylie fühlte sich entmutigt und richtete sich auf. Ihr Gelenk pochte leicht, das verging in einem Tag, dachte sie und fuhr mit ihrer Zunge immer wieder über die leicht schmerzende Stelle. >Schmerz vergeh, Schmerz vergeh. Schmerz vergeh. Verdammter Schmerz.< sie winselte und ließ sich nieder im Schnee, schreckte jedoch wieder hoch als sie die schwarze Gestalt einige Meter von sich entfernt sah.

Ihre Augen blickten zu dem Rüden, welcher mit einem weißen Büschel ihrer Rute einfach da stand im glitzernden Schnee, einfach nur da stand und sie mit einem verdammt verräterischen Grinsen anstarrte. Sie hätte toben können, erstarrte jedoch in ihrer Haltung und ließ sich dann nieder. Ganz langsam. Ihr Blick lag jedoch weiter auf seinem Blick. Naylei unterwarf sich ihm so einfach. Auch wenn er nichts getan hatte und etwas alt aussah unterwarf sie sich ihm.
Sie sah zu ihm und schenkte ihm dann ein Lächeln, bevor sie ihren Fang in den Schnee drückte und wieder winselte. Ihr Bein pochte. Der Schmerz hatte einen Herzschlag, wie es schien. Sie hätte jaulen können, aber sie tat es nicht, sondern ließ ihre Zunge von der schmerzenden Stelle. Sie sah ihn nur an.

Nachdenklich dachte sie darüber nach, was er nun tun würde. Würde er lachen, vielleicht. Oder würde er knurren, weil er wusste, das sie zerbrechlich war, das hatten auch schon viele getan, leider. Sie erinnerte sich daran. Die Bisse in ihrem Nackenfell, als sie auf eine Gruppe von männlichen Wölfen gestoßen waren. Viele hatten sie gebissen und einfach zurück gelassen.
Damals wurde sie geschützt. Heute hatte sie keinen Beschützer mehr.
Es war fast so, als wäre die Welt leer geworden von den Wölfen, deren Instinkte sie immer geweckt hatte. Es gab kaum mehr einen Wolf, der sie beschützen wollte oder dessen Instinkt sie dazu wecken könnte, leider.
Aber er schien nicht so. Vielleicht war er ja anders.

Na komm, komm. Tanz mit mir. Na komm.



[bei Raven]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Sa März 26, 2011 5:20 pm

Noch immer sprang der junge Wolf neben Givaan durch die weiße kühle Masse. Doch von einem Herzschlag zum nächsten schien sich die Situation zu verändern. Mit einen Mal sprang sein Vater herum. Die gelben wahnwitzigen Augen blickten ihn entgegen. Ruckartig blieb der schwarze Rüde stehen. Die weißen Flocken tanzten um ihn herum auf, verfingen sich im dichten Fell. Noch ehe er sich regen konnte, sprang der schwarze Hühne auf den Betawolf zu. Riss diesen zu Boden. Verwundete ihn, als wäre er eine Beute, ein Feind der getötet werden musste. Ein Schauer wanderte über den Rücken von Blizzard hinweg.
War dies wirklich noch sein Vater? Jener Wolf, in dessen Fußstapfen er treten wollte?

Der junge Wolf schüttelte seinen Kopf, als Givaan auf einmal nach Lunasoleil schnappte. Der schwere Geruch, der etwas metallisches an sich hatte, stieg in seine empfindsame Nase hinauf. Verbreitete sich dort und reizte seine Sinne. Ein Blick auf die weiße Fähe und seinen Vater reichten aus, um zu wissen das er sie verwundet hatte. Sie wendete sich ab und verschwand in der dichten treibenden Masse des Schneesturms. Kaum das sie außer seiner Sichtweite verschwunden war, sahen seine himmelsblauen Augen sein Gegenüber an. Wahnsinn schrie ihm aus den gelben Augen entgegen. Wahnsinn, welchen er vor wenigen Tagen das erste Mal gesehen hatte. Die weißen Zähne schnappten nach ihm, während Blizzard zurück sprang. Jedoch nicht schnell genug. Eine feine Wunde war entstanden und Blut perlte sich über das dunkle Fell an seinem Lauf entlang nach unten in die weiße Masse hinein. Es wirkte unnatürlich und nicht mal real. Doch der Geruch sagte mehr. Dann spürte der junge Wolf, wie er gestoßen wurde. Noch einmal machte er einen Satz zurück.

Gefühlskalt blickte der Rüde den Wolf vor sich an, welcher sein Vater sein sollte. Am liebsten wäre er in diesem Augenblick auf ihn gesprungen und hätte versucht seine Zähne in das Fell, zur Haut zu bohren. Doch dafür war er zu schwach. Sein Körper war ausgehungert, verlangte nach Nahrung. Mit einem undefinierbarem Blick sah Blizzard noch einmal den großen Wolf vor sich an, wandte sich dann um und setzte Lunasoleil nach.
In seinem Kopf dagegen kam etwas völlig anderes zum rollen. Die blauen Augen, die dem klarem Himmel am Tag so sehr glichen, loderten dunkel vor Wut, Abneigung und Hass. Ja, er entwickelte einen immer tiefgründigeren Hass gegen seinen eigenen Vater. Jener Wolf der ihn und seine gegangenen Bruder Lucky und Njima mit Zanba gezeugt hatte. Givaan, zu dem er seit seiner Geburt aufgeblickt hatte... in dessen Fußstapfen er treten wollte. Diese ganzen Dinge schinen einer wahnwitzigen Fantasie zu entspringen. Das was er einst wollte, wendete sich. Wie ein Gegenstand mit zwei verschiedenen Seiten. Man betrachtete ewig die eine und bekommt dann etwas anderes zu sehen, weil man den Gegenstand gewendet hatte. Eine einzige Sache und doch zwei verschiedene.

Ein leises Grollen verlies die schwarze Kehle. Ihm war egal was seine Mutter davon halten würde, aber sie würde daran nichts ändern können. Er entwickelte regelrecht eine Abneigung gegen seinen Vater. Begann ihn mehr als nur einfach zu hassen. Er begann sogar das Blut was ihn mit Givaan verband, zu verabscheuen. Wenn es ihm möglich gewesen wäre, vielleicht würde er dann diese Tatsache ändern. Verändern das dieses Blut des schwarzen Hühnen durch seine Adern floss. Aus dem Wurf seiner Eltern war er der größte und stärkste gewesen. Und er hatte alles darum gegeben um Givaan einen Grund zu geben auf ihn Stolz zu sein und um ihn zu folgen. Aber nun wendete er sich freiwillig von diesem Weg ab. Verlies diesen Pfad, in denen die Spuren ruhten denen er bis vor kurzem noch gefolgt war. Er wendete sich ab, blickte nicht zurück und folgte einer eisernen Entschlossenheit.

Die dunklen Ohren zuckten einen Moment nach vorne, bevor sie sich wieder dicht an den schwarzen Kopf schmiegten. Etwas weiter entfernt konnte er einen Schatten im Schneetreiben sehen. Für einen ungreifbaren Augenblick loderte der Hass in ihm auf, als er schwarzes Fell erkennen konnte. Doch dann besann sich Blizzard wieder. Egal wer dies war, es konnte nicht sein Vater sein. Die Sprünge des jungen Rüden wurden kleiner, bis er in einen leichten Trab fiel und dann ging. Sein linker Lauf pochte leicht. Noch immer ran sein Blut in einer feinen Spur über das nachtschwarze Fell, welches seinen Körper bedeckte. Er spürte deutlich das warme Blut, das die Wunde verlies, welcher er mit seinem Lauf keine Chance gegeben hatte zu stoppen. Zu verworren waren seine Gedanken gewesen um dabei an eine kleine Wunde zu denken. Doch nun, wo er stehen blieb spürte er es mit aller Deutlichkeit. Nichts was ihn behindern würde, aber es war zu vernehmen. Die himmelsblauen Augen sahen die dunkle Gestalt des Wolfes vor sich an. Doch dann zuckten seine Ohren erneut. Im Schnee kauerte noch eine weitere Gestalt. So weiß wie die kühle Masse die den Boden bedeckte. Diese war ihm im ersten Augenblick nicht einmal aufgefallen. Der Wind stand zudem nicht gerade zu seinem Gunste.

Sollte er nicht einfach weiter laufen, um Lunasoleil ein zu holen und seiner Mutter den Bericht zu erstatten? Ihr zu sagen was passiert war? Oder wenn, ihr nur sagen das die Jagd von Givaan abgeblasen wurde, weil sie zu wenige waren? Trotzdem regte sich der Rüde nicht von seiner Stelle und beobachtete schweigend die beiden Wölfe. Der Wind drehte sich nur einen Moment, aber er genügt um den Geruch der beiden zu ihm herüber zu tragen. Blizzard zog beide Gerüche tief ein und blinzelte dann kurz überrascht. Hatte er den einen Duft nicht schon einmal an diesem Tag vernommen gehabt? Nur äußerst kurz, aber irgendwo war er schon einmal gewesen.

"Wer seit ihr?"

Wanderte es über die schwarzen Lefzen hinweg, noch bevor sich der junge Wolf darüber vollkommen im klaren war. So oft hatte er schon von seinen Eltern oder einem anderem Mitglied im Rudel diese Frage gehört, wenn jemand zu ihnen gestoßen war. Doch nun was es umgekehrt. Er war auf die beiden gestoßen. War es dann nicht nur gerecht, wenn er zuerst seinen eigenen Namen nannte? Aber etwas sträubte sich dagegen. Vielleicht der Misstrauen in ihm gegenüber einigen Unbekannten. Oder weil er begann sein Blut zu hassen? Seinen Vater zu verleugnen? Fragen, die keine Antworten zu besitzen schienen. Zumindestens keine die zum Greifen nah gewesen wäre.


[bei Givaan I wendet sich ab I denkt I stößt auf Raven und Naylei I spricht]


Zuletzt von Blizzard am Mo März 28, 2011 10:07 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Apr 18, 2011 7:27 am

Der Schnee tanzte vor seinen Augen und doch hatte er keinen Blick dafür. Dieser Wald gehörte einzig ihm und er würde ihn verteidigen, bis diese niederen Kreaturen endlich einsahen, wer ihr wahrer Meister war. Den massigen Körper aus der Höhle bringend, sahen sich die gefährlich glitzernden Augen um, ehe sich der Bär zur vollen Größe erhob und die pechschwarze Nase in den Schneesturm hielt. Er wusste, das sich der Dämon, von welchem der Wolf befallen war, nicht länger zurückhalten konnte, denn es ging um die Herrschaft, um die Dominanz und den Machtanspruch. Am Ende gäbe es lediglich einen Gewinner und der braune Muskelprotz wusste, dass er obsiegen würde.
Mit einem tiefen Brüllen eröffnete er das Spiel, ließ sich wider auf die großen Tatzen fallen und erwartete den Wolf. Er würde gewiss allein kommen, denn anders würde Yldur es selbst nicht halten. In gewissem Sinne waren sie sich beide äußerst ähnlich und eben dort lag die Konkurrenzfähigkeit. Andere Wölfe waren entweder nicht ebenbürtig auf ihrem geistigen Niveau oder aber nicht stark genug, um den inneren Dämonen Einhalt zu gebieten, wenn sie sich diesen hingaben. Dieser Wolf hatte es versucht und würde nun seinen Tod finden.

Bald schon zeichnete sich die Silhouette des schwarzen Hünen im Schneegestöber ab, wie erwartet, war er allein. Der Zorn war nur bedeutend gering in den Augen des Wolfes vertreten und der Br glaubte nicht, dass, wenn dem so wäre, der Zorn der des Wolfes wäre. Doch erkannte Yldur etwas in den gelben Augen, was ihm sehr bekannt vorkam, hatte er es doch revolutioniert. Wahnsinn.
Als Auftakt erhob sich der Bär, brüllte dem todessüchtigen Wolf entgegen und ließ sich wieder auf alle vier Pranken fallen. Dann griff der Rüde ihn an, ganz gleich, dass er bedeutend kleiner und leichter war, selbst wenn er unter seinesgleichen als groß verrufen sein mochte. Mit nur einem Prankenhieb schleuderte er den Wolf kurzerhand gegen einen Baum, an welchem er kurz benommen liegen bleib. Beinahe enttäuscht knurrte Yldur, ehe er verzückt bemerkte, dass der Rüde sich wieder erhob. Schnee rieselte vom Baum hinab, deutlich erkannte Yldur den Abdruck des Wolfskörpers im Schnee unter dem Baum. Abfällig betrachtete er den Rüden, welcher nicht nachgeben wollte und erneut einen Angriff begann.
Entweder waren diese Kreaturen tatsächlich so dumm, wie der Bär glaubte oder aber der Dämon hatte ihnen bereits die Sinne vernebelt. Es war beinahe schon langweilig, immer wieder nur die Tatze anzuheben und somit den Wolf niederzustrecken, ehe dieser sich wieder erhob und erneut auf ihn losging. Fehlte ihm der Intellekt? Der gesunde Verstand? Oder war er so besessen von dem Gedanken an die Herrschaft, dass es ihm am Ende egal war? Er grollte dunkel, als der Wolf seine Taktik plötzlich änderte und mit wildem Gebell seinen Nacken packte. Dummkopf! Wo hatte er das Kämpfen erlernt?
Ohne weitere Komplikationen schüttelte der Bär den Wolf ab, welcher jedoch damit gerechnet zu haben schien und seinerseits dieses Kopfschütteln für seine Zwecke nutze. Erstaunt bemerkte, wie der wendige Körper des Wolfes unter ihm abtauchte und sich die kleinen Zähne plötzlich in seine Kehlenpartie bohrten. Doch die stählernen Muskeln und das gute Fettpolster ließen ihn nahezu unverwundbar werden. Nun startete Yldur seinerseits einen Angriff, riss mit seinen langen Klauen einen Teil des Wolfskörpers auf und schnappte zornig nach diesem. Er spürte bereits seinen rasenden Wahnsinn, welcher ihn mehr und mehr befiel.

"Schluss mit lustig, Wolf. Das Spiel ist beendet. Jetzt beginnt der Ernst."

knurrte er plötzlich kehlig, ehe er den Wolf, welcher um seine linke Seite herum jagte, mit der Klaue folgte. Das wilde Jaulen, als der Wolf erneut getroffen wurde, vermengte sich mit dem zornigen Aufbrüllen Yldurs, als der Wolf in den empfindlicheren Teil seiner Hintertatze biss. Der Geruch von Blut war bald allgegenwärtig. Zorn flammte in den gelben Bärenaugen auf, dann erhob er sich auf seine gesamte Größe und brüllte markerschütternd. Der Wolf blutete bereits aus zwei nicht zu verachtenden Wunden, wohingegen Yldur selbst lediglich ein kleines Zwicken einstecken musste. Ohne weitere Umschweife attackierte er den Leichtsinnigen und Dummen mit der Gewalt einer Dampflock. Dieser Wolf würde hier und jetzt sterben! Yldur würde dafür sorgen!


[Im Kampf mit Givaan x Verletzt diesen x Wird "Verletzt"]

All jene, die einen Grund zum Posten suchten, haben hier nun einen. Keine Scheu, der Plot ist geplant.
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Bastet

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Mo Jun 13, 2011 3:39 am

Sanft rieselten die Schneeflocken auf die Erde nieder, als seien sie lediglich gesandte Boten, welche die Schönheit der Welt schaffen sollten. In jener unantastbaren Schönheit dieser wilden Natur wanderte ein einsamer, abgemagerter Wolf, den Kopf tief gesenkt, den Fang leicht geöffnet und schwer atmend. Die langen, knöchernen Beine trugen ihn über die Schneemassen, wurden von Schneewehen ergriffen und regelrecht wieder fortgedrückt, als wolle eine höhere Macht sein Weiterwandern verzögern oder gar aufhalten. Keuchend hielt Bastet inne, hob den schmalen Kopf und witterte prüfend, die schmale Nase in den beißenden Wind gehalten. Ihm war, als würde er den Geruch mehrerer Wölfe ausmachen, doch dies waren keineswegs jene Wölfe, die er suchte. Leise wimmerte er, setzte sich auf die Hinterläufe und jaulte qualvoll gen Himmel.

Das Heulen des Grauen scholl durch den Wald, angefüllt durch Schmerz und Qual. Wer es hörte, mochte meinen, er sei soeben Jägern in die Hände gelaufen oder aber ihm würde das Fell über die Ohren gezogen. Immer intensiver wurde sein Heulen, bis es kaum mehr erträglich schien und abrupt abbrach. Bastet hielt den Kopf erneut gesenkt, noch immer leise winselnd und begann am gesamten Körper zu zittern.

Womit habe ich das nur verdient?! Weshalb nur sind wir geflohen?! Ich habe solche Angst und Zharca ist nicht bei mir. Wie nur soll ich hier überleben, wenn sie nicht bei mir ist und ... Ich bin dem Tod geweiht.

Ein leises Winseln löste sich aus seiner Kehle, doch ehe Bastet zu einem weiteren Trauergeheul anheben konnte, trug der Wind ihm erneut den Geruch eines Wolfes zu ihm. Sein Herz begann augenblicklich schneller zu schlagen, doch vernahm er auch unter dem markanten Geruch mehrerer Wölfe auch den metallisch riechenden des Blutes. Er zögerte. Was mochte dort vorgefallen sein? Würde er womöglich auch sterben, weil er sich ihnen näherte, während sie ihren Rangkampf ausfochten? Oder aber war dies ein Rudel, welches barbarische Angewohnheiten hatte und zu jedem Frühjahr einen Welpen opferte? Bastet erschauderte, kniff den Schwanz ein und duckte sich tief in das beißende Kalt des Schnees.
Inzwischen war der Schnee um ihn herum stark aufgewühlt, man mochte meinen, hier habe ein kleiner Kampf stattgefunden, welcher schnell entschieden war. Die bernsteinfarbenen Augen des Rüden weiteten sich angstvoll, als das wilde Bellen und Knurren an seine Ohren drang. Er zitterte heftiger und war im Begriff, sich umzudrehen und davonzulaufen, fernab von jeglichen Kämpfen. Doch etwas hielt ihn im letzten Augenblick zurück. War es die Gewissheit, dass er von nun an allein war? Oder aber dass Zharca enttäuscht gewesen wäre? Womöglich auch der Fakt, dass er insgeheim hoffte, sein Leben auf ruhmreiche Art beendet zu haben.

Mit unsicheren Schritten strebte der graue Rüde voran, stets dem stärker werdenden Geruch nach. Bald schon erklangen die zornigen Kaskaden lauten Brüllens, die sich über ihn ergossen wie das schwarze Wasser eines Wasserfalls. Mühsam zwang sich der Wolfsrüde dazu, weiter zu laufen, wenn er auch immer verzagter wurde. Dicht duckte er sich auf den Boden, kroch scheu weiter und spürte sein Herz immer wilder gegen seinen schmalen Brustkorb klopfen. Dann endlich erreichte er die aufgewühlte Lichtung und erstarrte augenblicklich. Er roch das Blut, er sah, wie es viele Stellen des Schnees färbte und er sah die beiden Kämpfenden. Allein der Wolf hätte ihn bereits in die Flucht geschlagen, doch als er des riesenhaften Bärenkörpers ansichtig wurde, der sich soeben wieder auf die vier Pranken fallen ließ, wich er leise winselnd zurück. Ruckhaft starrten ihn zwei Paar gelb glühender Augen, in denen der Wahnsinn stand, an. Entsetzt sprang Bastet auf und stürmte davon.
Seine Läufe waren lang udn doch trugen sie ihn nur unzuverlässig. Immer wieder stolperte er, immer wieder stürzte er zu Boden und fiepte entsetzt auf, aus Angst, die beiden Kämpfer würden ihm folgen. Gewiss, er hatte gehofft, den Tod zu finden, doch dies war für ihn deutlich zu viel. Sie würden ihn nicht töten, sie würden ihn schlichtweg zerstören. Bastet jaulte vernehmlich auf, senkte den Kopf und stürmte voran.
Dann stieß er gegen einen Körper und sein Herz setzte für eine Sekunde aus. Ruckhaft riss er den Kopf empor, starrte drei Wölfen entgegen und stieß erneut ein angstvolles Fiepen aus, welches viel zu schrill klang. Doch er sah Hoffnung in den beiden schwarzen Rüden und der weißen Fähe. Womöglich konnte er dem Wolf nicht helfen, ganz davon abgesehen, dass er gewiss innerhalb kürzester Zeit den Boden mit seinem Blut zeichnen würde, doch diese Wölfe konnten es!

»Hilfe! Dort ... Bär ... Wolf ... Kampf! ... Hilfe!«

brachte er wirr heraus, sah aus weit aufgerissenen Augen zu dem Wolf, den er versehentlich umgerannt hatte und flehte erneut.

»Ihr müsst helfen!« rief er beinahe hysterisch, wies auf seine deutlich sichtbare Spur und drückte sich angstvoll gegen den Boden, den Blick in jene Richtung gewandt. Ein weiteres Winseln entrang sich seiner Kehle und er hoffte, die drei Wölfe kannten den einzelnen Schwarzen. Obwohl Bastet ihn nicht kannte, musste ihm doch geholfen werden. Oder?




[Im Wald x Heult x Sieht Yldur & Givaan x Flieht x Trifft auf Raven, Blizzard & Naylei]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   Do Jun 30, 2011 2:08 am

Spielleitung - Naylei


Noch immer ruhte der Blick der jungen Fähe auf dem schwarzen Rüden, welcher bisher keinerlei Anstalten gemacht hatte, um sie zu vertreiben. Sie deutete dies als ein gutes Zeichen und erhob sich langsam. Der Schmerz ihrer Pfote ließ ein wenig nach, doch sie wollte kein Risiko eingehen und hielt sie ein wenig in die Höhe. Der Schnee erschwerte ihr ohnehin ein problemloses Vorankommen, lag er inzwischen bereits gut zwanzig Zentimeter hoch, wenn nicht noch höher. Naylei seufzte lautlos.

Mit einem Mal tauchte ein weiterer Wolfsrüde auf, jünger als der Erstere, aber nicht minder imposant. Die junge Fähe legte anfangs neugierig den Kopf schief, witterte nach seinem Duft und stellte erfreut fest, dass er jenen Duft an sich trug, welchem sie gefolgt war. Bis der schwarze Rüde sie zum Halten zwang. Noch immer wehte ein Büschel ihres Schwanzhaares in seinem Fang, doch vorerst verschob sie den Ärger darüber. Sie wollte dem schwarzen Wolf soeben ihren Namen nennen und spielte mit dem Gedanken, sich ihm ebenfalls zu unterwerfen, als ein weiterer Rüde zu ihnen stieß. Er bildete einen beinahe schon abstrakten Kontrast zu den beiden anderen Rüden.
Mager und langbeinig, sprossen die Knochen aus seinem grauweißen Fell hervor wie Nägel und auch die gesamte Haltung wirkte bei Weitem mehr verängstigt, als tatsächlich entschlossen oder gar selbstsicher. Es schien, als fürchtete er noch mehr als die junge Wölfin einen gewaltsamen Übergriff der beiden Rüden. Angesichts dieses krassen Kontrastes stahl sich ein Lächeln auf die Züge der Weißen, ehe sie den Sinn hinter seinen Worten begriff. Ein Wolf, verstrickt in einen Kampf mit einem Bären?

Ein kurzer Blick galt dem schwächlich aussehendem Rüden, ehe sie den Kopf majestätisch anhob, den Schnee aus ihrem Pelz vertrieb und die beiden Rüden unentschlossen ansah. Himmel, es waren Rüden! Sie wären zu dritt - ein Blick auf den Grauen und Naylei zählte drei einhalb Rüden, wobei er wohl keine allzu große Hilfe sein würde - und würden die Hilfe des Rudels gewiss bald erhalten. Es kam auf eine fremde Fähe auch nicht mehr an und somit stand ihr Entschluss bereits innerhalb von Sekunden fest.

Ohne ein weiteres Wort verschwand die Fähe wieder, folgte einem bisher unerforschtem Weg auf die Grenzverläufe des Reviers zu. Ihre Lust am Wandern war beinahe ebenso groß wie die Lust auf Einsamkeit, verzehrte sie sich nach Gesellschaft. Doch hatte sie gehofft, ein wenig Ruhe möge in ihr Leben einkehren, hatte sie ihrem Geschmack nach bereits zu viel Aufregung gehabt. Kopfschüttelnd verschwand ihre Silhouette im seichten Schneefall, ohne auch noch einmal den Weg eines anderen Wolfes dieses Reviers zu kreuzen.


[Naylei aus dem Play gespielt]

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Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Der Große See   

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Kapitel 6 - Der Große See

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