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 Selbstgeschriebene Bücher

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Zanba

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BeitragThema: Selbstgeschriebene Bücher   Do Mai 14, 2009 11:36 am

Hier könnt ihr selbstgeschrieben Bücher ganz reinstellen.
Bitte wählt euch dafür eine bestimmte Frabe aus, falls mehrere hier ihre Bücher reinstellen.
Schickt dann in euerer Farbe entweder alles oder immer in kapitel abschnitten ab ^^


Zuletzt von Zanba am Fr Okt 30, 2009 8:28 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Fr Mai 22, 2009 5:16 am

Ky,ich fang ma an...das Buch ist nochnicht fertig,aber ich schreibe dann immer weiter!

Green forest-Im Herz des Waldes "Mond und Sonne"

Prolog: Seid generationen leben die zwei Wildpferdherden im Herz des Waldes.Sie bekämpfen sich un leben unter der führung ihrer Leiter.


--------------------------------------------------------------------------------------------

Die Wildpferdherden:

Sonnenherde:

Leiter:
Schimmer(hübsche,schlanke graue Stute)

Heiler:
Sonnenwirbel

tragende:
Frost(weiß-graue Stute)
Shira(schwarze Sute)

Kämpfer/innen:
Schatten(schwarzer Hengst)
Salomon(brauner Hengst mit schwarzer Mähne)
Sonnenlicht(hellbraune Stute)
Sonnentänzer(schwarz-braun gscheckter Hengst)

Jünglinge/Fohlen:
Sandsturm(sandfarbene Sute)
Schneesturm(weißer Hengst mit schwarzen abzeichen)


Mondherde:

Leiter:
Silberstrah(grauer Hengst mit schwarzer Mähne)

Heiler:
Mondlicht(reine,schneeweiße Stute)

tragende:
Wirbel(hellbraune Stute)

Kämpfer/innen:
Stern(schwarze Stute)
Elfentänzer(grauer Hengst)
Schattentänzer(schwarz-brauner Hengst)

Jünglinge/Fohlen:
Sternenlicht(gelb-braunes Fohlen)
--------------------------------------------------------------------------------------------
Kapitel 1:
Die mit Blumen geschmückte Wiese lag still zwischen den hohen Bäumen,die sie umgaben.
Denoch bebte die Erde.Weiter weg,auf einer weiteren Wiese,kämpften Pferde."Gib auf,Schimmer!Du hast kene Chance!" schrie ein großer grauer Hengst.Seine schwarze Mähne war mit Blut befleckt."Niemals!Diese Wiese war schon immer im Besitz der Sonnenherde!Die Mondherde wird sie niemals bekommen!" rief Schimmer.
Plötzlich war ein ohrenbetäubendes wiehen zuhören,als eine ellbraune Stute zu Boden fiel und der,mit de sie gekämpf hatte,auf sie zukam.Sofort ließ Schimmer den grauen Hengst stehen und verteidigte die am boden liegende Stute mit tritten.Sie holte einmal kräftg aus und trat dem Angreifer mitten ins Gesicht."Rückzug!!" reif Schimmer und alle Pferde ihrer Herde liefen mit ihr durch den Wald."Sonnenlicht,soblt du im Lager bist,sichst du Sonnenwirbel auf!"sagte Schimmer zu der Stute,die eben noch am Boden lag.Sonnenlicht nickteleicht.Ihre Flanke schmerzte und sie hatte große mühe,mi der gallopiernden Herde mitzuhalten.
Ein brauner Hengst holte auf und sagte zu Schimmer:"Gehört die Wiese nun der Mondherde?" "Ja,Salomon." sagte seine Anführerin mit ruhiger Stimme."Aber wir werden sie uns zurückholen."

Kapitel 2:
Schimmer standt vor einem großen Stein,der mitten auf der Wiese stand wo ihre Herde lebte.Eine palomino-farben Stute kam angetrottet und stellte sich neben ihre Leiterin.
"Wie geht es Sonnenlicht?" fragte Schimmer ohne aufzublicken."Ihre Knochen an er Flank sind stark geprellt."antwortete die palomino farbene Stute und schüttelte ihre weiße Mähne."Sie wird erstmal nicht mehr kämpfen können." Schimmer senkte den Kopf un schnaubte in das üppige Gras."Sonst alle?" fragte sie leise."Sonnentänzer hat etwas ma Bein,aber es sieht nicht schlimm aus."antwortete die Heilerin."Danke Sonnenwirbel!Ohne dich hätten wr keine Kämpfer mehr." sagte Schimmer und stubste der Stute liebevoll in den Hals.
Sonnenwirbel neigte den Kopf und trabte davon.Schimmer seufzte."Wir brauchen mehr Kämpfer.."murmelte sie.Eine weiße graue Stute kam auf sie zu."Hallo Frost!" sagte Schimmer zu ihr."Hallo Schimmer." Frost neigte respektvoll den Kopf vor ihrer Anführerin."Shira wird bals fohlen.Vermutlich in zehn Sonnen." sagte Frost."Ich danke dir für die Neuigkeit!Grost,Sandsturm und Schneesturm werden ausgebildet!"


Zuletzt von Tessyra am Fr Mai 22, 2009 5:32 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Zanba

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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Fr Mai 22, 2009 5:22 am

Wolfsherz-der Wolf in mir

Prolog

Ich trottete über den feuchten Waldboden, der mit Moos überdeckt war. Ein kalter Wind zischte um die Bäume. Jedes Mal, wenn ich meine Pfote absetzte platschte es darunter. „Blöder Regen!“, beschwerte ich mich. Der Geruch lag noch immer in de Luft. Sie waren hier gewesen. „Und blöde Jungs!“, beschwerte ich mich noch mal.
„Hey, bleib stehen!“, heulte Alex. Er lief mir nach. Keuchend blieb er neben mir stehen. „Hey… Abby!“ Alex schüttelte sein sandfarbenes, nasses Fell.
„Ich hab dich gesucht, Abby! Wo warst du?“, kläffte er. Ich verdrehte meine Augen.
„Ich hab sie gerochen. Sie waren schon wieder hier und da bin ich dem Geruch gefolgt. Ich bin kein kleines Baby, Alex!“ Ich setzte meinen massigen Körper wieder in Bewegung und Alex folgte mir. Typisch große Brüder!
„Ich glaub nicht, dass wir sie noch erwischen! Außerdem regnet es in Strömen, lass uns nach Hause gehen!“, jammerte Alex. Aber irgendwie hatte er schon recht. Es war eiskalt, mein hellbraunes Fell klebte an meiner Haut und ihr Geruch war nur noch sehr schwach und vom Regen verwischt.
Ich seufzte, rannte ihm aber nach, als er umkehrte. Wir rannten durch den endlosen Regen und unter unseren Pfoten platschten kleine Pfützchen. Es dämmerte schon und bald würde der Morgen kommen. Die Jäger hatten Glück, dass heute Nacht kein Vollmond war, sonst wären sie jetzt nur noch Fleischstückchen zwischen meinen Zähnen.
Wir verschwanden in eine dunkle Höhle, in der wir unsere eigenen Hände nicht sehen konnten, und verwandelten uns zurück. Ich zuckte zusammen, als der Blitz durch meine Adern schoss. Er ließ die Hülle des Wolfes schmelzen und die menschliche Seite von mir kam zum Vorschein. Man darf anderen Wölfen nicht beim verwandeln zusehen, wieso, wusste ich noch nie genau. Alex hat es mir oft erzählt, als ich noch kleiner war. Er war viel schneller im Verwandeln, als ich. Aber ich war ja auch noch nicht sehr lange eins mit dem Wolf, sondern erst seit ich zehn war. Damals war es noch ein ziemlicher Schock für mich, aber mein Bruder, Alex, hatte mir alles erklärt, was ich wissen musste, zum Beispiel, dass ich bei Vollmond niemals in die nähe von Menschen gehen sollte, da der Mond noch immer der Herrscher von uns ist und bei Vollmond entfacht er seine volle Kraft. Er gibt uns sozusagen Befehle, denen wir gehorchen sollen und Befehl Nummer eins ist, alle Menschen oder ähnliches zu töten, damit irgendwann unsere Rasse die Welt beherrscht. Dann kommt der wilde und tödliche Wolf in uns zum Vorschein und es ist schwer, sich unter Kontrolle zu halten.
Alex konnte dass schon sehr gut, da er schon viel Übung hatte, aber ich riss dann und wann wieder ein Reh, ein Wildschwein oder ähnliches.
Ins Rudel hatten die Wölfe uns damals nicht aufgenommen. Zumindest mich nicht, da ich ein Mädchen bin, Alex hätten sie genommen aber nach dem Tod unserer Eltern wollte er mich nicht alleine lassen.
In Menschengestalt liefen wir die letzten Meter zu unserem Haus auf dem Land. Es lag nicht sehr weit vom Wald entfernt, dafür aber umso weiter von der Stadt und von der Zivilisation, was öfters ziemlich nervig war. Alex meinte immer, es wäre sicherer hier, doch die Bauern, die sich in der Gegend angesiedelt haben, beschwerten sich öfters beim Förster über die Wölfe, die im Wald leben und ihr Vieh rissen. Der Förster hatte bei der vorletzten Beschwerde eine Jägertruppe gerufen, die sich um das Wolfsproblem kümmern sollten und dann ziellos durch die Wälder streiften. Aber da das andere Rudel schon vor einiger Zeit wegen zu vielen Auseinandersetzungen und anderen Umständen umgezogen war und sie uns nicht erwischen konnten, wurden die Jäger immer genervter und der Förster immer näher daran, sie zu feuern.
Alex schloss die alte Hütte auf und schaltete das Licht an. „Musst du noch Hausaufgaben machen?“, fragte er mich. Ich schaute auf meine Uhr. Es war halb acht.
„Ja, aber nicht mehr viel!“
„Beeil dich, du musst heute früher schlafen, immerhin warst du das ganze Wochenende über auf Achse!“
Ich verschwand die kleine Treppe hoch in mein Zimmer. Ich sollte mal wieder aufräumen, dachte ich mir, als ich bemerkte, wie schwer es war einen Weg durch das ganze Zeug auf dem Boden zu finden. Kleider, CDs, Bücher, Schulsachen und noch mehr Kleinkram lagen auf dem Boden herum.
Mein Ranzen war ziemlich unordentlich. Zerknüllte Blätter, Tempos, Stifte… alles hatte sich in meinem Ranzen zerstreut und ich wühlte zwei Minuten lang, bis ich endlich mein Deutschbuch, mein Deutschheft, mein Mathebuch und mein Matheheft gefunden hatte. Dazu noch mein Füller, mein Tintenkiller und mein Geodreieck. Ich setzte mich an den vollgemüllten, schwarzen Schreibtisch, der unter dem großen, hellen Fenster stand und begann mit deutsch. „Nummer eins: schreibe eine Inhaltsangabe des Textes!“, las ich laut, zückte meinen Füller und begann zu schreiben: In der Kalendergeschichte…

Mein Wecker klingelte laut und schrill und genervt zog ich das rot-weiße Kopfkissen über meinen Kopf. Plötzlich schallte der Wecker noch lauter. Ich schlug mit der Faust gegen ihn, sodass er von meiner schwarz-weißen Kommode fiel und endlich Ruhe gab. Doch da fing Wecker 2 an zu klingeln. Noch schriller und noch lauter als Wecker 1 und ich beschloss endlich aufzustehen, da Wecker 3 Wecker 1 und 2 sofort zur Hilfe kommen würde, würde ich Gewalttätig werden. Und ein Massenweckermassaka war auch nicht so passend am Morgen, da es ja noch Wecker 4 gab, Alex.


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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Fr Mai 22, 2009 5:23 am

Wie immer fuhr er mich den weiten Weg zur Schule. Verträumt schaute ich durch die dunkel getönten Fenster des Peugeots. Wir fuhren über die Landstraße auf die Autobahn auf und dann in Richtung Schule. Meine Augen waren schwer und ich war kurz davor wieder einzuschlafen, hypnotisiert von der Landschaft, die sich um die Autobahn herum befand.
Nach einer halben Stunde hielt Alex auf dem Schulparkplatz. Es war 7.50 Uhr. „Ich hab’ heute nur fünf Stunden, also komm so um zwölf Uhr vierzig hierher, OK?“, sagte ich zu ihm, als ich ausstieg.
„OK, viel Spaß in der Schule, Abby!“ Ich schlug die Autotür zu und schwang meinen Ranzen über die Schulter. Ach ja, seufzte ich in Gedanken, die Schule.

Die ersten beiden Stunden waren vorbei und es klingelte zur Pause. Schnell packte ich meine Sachen ein. Alle Kinder stürmten aus dem Klassensaal. Gerade noch so hatte ich die Bio-Stunde ohne einzuschlafen überstanden.
„Abby, kommst du mal bitte her?“, rief Mrs. Morrison. Ich zögerte, näherte mich dann aber ihrem Pult. Mal wieder hatte die Alte zu viel von ihrem Rosen-Parfüm aufgetragen, weshalb es in ihrer Nähe fürchterlich nach Rosenwasser vermischt mit Pfefferminze stank.
Sie zog ihre Lesebrille aus ihrer Tasche und legte sie in das dazugehörige Etui. Sie holte tief Luft, lehnte sich in ihrem Lehrersessel zurück und schaute dann zu mir.
Es war schwer mit einem Lehrer Augenkontakt
zu halten, sagten die Meisten, aber für mich war es eine Leichtigkeit Mrs. Morrison direkt in die schmalen, braun-grünen Augen zu blicken. Sie verlor und senkte den Blick.
„Abby, mir ist aufgefallen, dass du in letzter Zeit sehr verträumt bist. Du passt nicht richtig auf und schläfst immer fast ein. Gehst du zu spät ins Bett oder was ist los? Abby, du siehst wirklich überfordert aus.“
„Sie müssen sich keine Sorgen machen, Misses Morrison. Mir fehlt nichts.“ Ich wollte mich umdrehen und gehen, aber sie fing schon wieder an zu reden. Kostbare Pausenzeit ging verloren, wusste sie das denn nicht?
„Ich glaube, ich muss mal mit deinem Bruder sprechen, wenn du mir nicht sagen willst, was los ist.“
Auch das noch! Ich seufzte und wandte mich ihr wieder zu. „Das brauchen Sie wirklich nicht! Wissen Sie, mein… Hamster Bobby ist vor ein paar Tagen verstorben und das nimmt mich immer noch etwas mit. Ich muss immer an ihn denken, er war mein bester Freund, wissen Sie.“ Ich versuchte traurig und mitgenommen zu klingen, damit sie mir die Lüge abkaufte.
„Oh, das tut mir leid. Versuch aber bitte trotzdem etwas mehr zu schlafen, OK, Liebes?“ Ich nickte und verließ hastig den Klassenraum, bevor sie noch mehr sagen konnte.

Draußen traf ich Sam vor den Tischtennisplatten. „Wo warst du? Ich hab´ auf dich gewartet!“, beschwerte sie sich. Ich verdrehte die Augen. „Misses Morrison.“ Wir seufzten gleichzeitig.
„Hey, hast du heute vielleicht Zeit? Wir könnten uns beim Eiscafé treffen, wenn du Lust hast.“, schlug sie vor.
Na ja… Ich musste noch für Französisch lernen. Und das blödeste war: Nächste Nacht würde Vollmond werden. Ich spürte es jetzt schon. Meine Sinne schärften sich automatisch und der Wolf in mir wurde stärker. Eine Vorwarnung für Vollmond.
„Nein, ich muss heute mein Zimmer aufräumen und noch für Französisch lernen. Ach ja, ich wollte eigentlich auch meinen Onkel besuchen.“ Und das war nicht gelogen. Ich musste ihn mal wieder besuchen. Er hatte eine Farm für Wölfe, die sich verlaufen hatte. Aber für richtige Wölfe eben. Nicht so wie Alex und ich. Mein Onkel war auch einer von uns, gehörte aber zu dem Stadt-Rudel. Er hatte letztens angerufen und von einem Neuen berichtet. Ein Timberwolf, hatte er gesagt. Schwarzes Fell und eine gebrochene Pfote. Er hatte auch gesagt, dass der Wolf noch sehr jung ist. Armer Kleiner, dachte ich mir.
Wir tratschten noch über die üblichen Themen. Das es doof ist, dass ich nie Zeit habe, Jungs, Hausaufgaben und wie nervig Lehrer doch sind, bis es zur nächsten Stunde klingelte.

Nach der Schule holte Alex mich wieder ab. „Und, wie war’s?“, fragte er mich, als ich einstieg.
„Na ja, wie immer. Misses Morrison meint, ich würde zu wenig schlafen und nicht gut mitarbeiten, in letzter Zeit. Ich hab gesagt, dass liegt daran, dass mein Hamster Bobby gestorben ist. Und wie war dein Tag?“
„Eigentlich auch wie immer. Bin ein bisschen durch die Wälder gestreift, hab’ die Jäger schon wieder auf eine falsche Fährte geführt. Sonst nichts.“
Bis wir zu Hause waren sagte keiner mehr etwas. Ich schaute wieder heraus aus dem Fenster. Wir verließen die Stadt und fuhren auf die Autobahn auf. Links und Rechts waren Felder. Langsam wurden aus den Feldern lichte Wäldchen. Umso weiter wir fuhren umso dichter wurden die Wälder, bis wir schließlich zu unserer Ausfahrt kamen, wo wir noch die Landstraße entlangfahren mussten.

Zu Hause wollte ich erstmal etwas essen. Ich schaute in den Kühlschrank und nahm ein Fertiggericht für die Mikrowelle heraus. Fünf Minuten stellte ich ein und holte schon mal einen Teller und Besteck aus der Schublade und stellte alles auf den runden Granittisch, der in der Küche stand.
Ich zuckte zusammen, als das Telefon klingelte. „Abby, kannst du kurz rangehen?“, rief Alex von oben. Ich seufzte und hob den Hörer ab.
„Hallo?“
„Hey, Abby, hier ist Onkel Duke!“
„Hey, Onkel Due, na wie geht’s dir so?“
„Ach, mir geht’s ganz gut, danke der Nachfrage! Ich wollte noch mal fragen, ob du heute vorbeikommst? Wir bräuchten noch einen Namen für den Neuen, vielleicht fällt dir ja einer ein? Ich könnte dich so in einer halben Stunde abholen kommen!“
„Ja, das wäre toll! Alex will vielleicht ja auch mitkommen. Ich frag ihn mal. Treffen wir uns beim Zwergenbaum?“
„Das ist doch der, mit dem komischen Loch, oder? Ich kann auch zur Immergrün-Lichtung kommen, wenn’s dir lieber ist.“
„OK, das wäre gut! Dann bis nachher!“
„Bis nachher!“
Ich legte den Hörer auf. Die Mikrowelle piepste schon genervt. „Ist ja gut!“, murmelte ich und öffnete sie. Es kam mir ein verbrannter Geruch entgegen und ich rümpfte die Nase. Kam wohl von den ganzen Resten, die schwarz und verkohlt in dem alten Teil lagen. Ich nahm schnell die heißen Tortellinis heraus und packte sie auf den Teller, den auf den Tisch gestellt hatte.

Ich setzte mich auf meine langen Hinterläufe. „Also lange warte ich nicht mehr hier!“, meckerte Alex und schüttelte sein sandfarbenes Fell. „Gleich kommt er bestimmt!“, beruhigte ich ihn und meine Vorderpfoten rutschten nach vorne, so dass ich auf meinem Bauch lag. Plötzlich sprang ein dunkelbrauner Wolf aus dem Gebüsch, dessen Fell anfing grau zu werden. ’Tschuldige für die Verspätung, hatte noch was zu tun!
Ich schüttelte meinen Kopf, als Onkel Dukes Stimme in meinem Kopf erklang. Er sprach wie viele alte Wölfe telepathisch. Daran musste ich mich erst wieder ein wenig gewöhnen.
Gut, dass du endlich kommst, Alex war schon ganz hibbelig! Ich schaute neckend zu ihm rüber. „Stimmt nicht!“, kläffte er. Ich kicherte. „Na los, dann lass uns gehen!“, schlug Onkel Due vor. Er preschte los, durch die hohen Bäume hindurch, und wir folgten ihm. Erst Alex, dann ich.
So durch den Wald zu laufen tat echt gut. Der Wind zischte an mir vorbei und die Bäume verschmolzen alle zu einem. Ich kniff meine Augen zusammen, weil sie vom Wind manchmal tränten und beschleunigte mein Tempo. Nach einiger Zeit kamen wir zu einem langen Fluss. Ich spannte meine Muskeln an, verlagerte das Gewicht auf die Oberschenkel und stieß mich mit den Hinterläufen vom Boden ab. Gerade noch so landete ich auf der anderen Seite des Flusses, da ich keine so gute Springerin war. Meine Krallen bohrten sich für kurze Zeit in den feuchten Waldboden, damit ich nicht nach hinten abrutschte, und dann sprintete ich weiter Alex nach.
Es war nicht mehr weit, der Geruch von Echt-Wölfen stieg mir in die Nase. Wir müssten uns hier verwandeln!, hörte ich Onkel Due’s Stimme in meinem Kopf sagen. Und wo?, fragte ich ihn. Dort drüben, dass ist meine Höhle! Er verschwand in dem dunklen Eingang. Wir liefen ihm nach. Wieder durchzuckte der kalte Blitz meine Adern und streifte die Wolfshülle von meinen Menschenkleidern und meiner Haut ab, wie ein Kleid, dessen Verschluss man öffnete.

Ich hockte mich vor den Zwinger des Kleinen. „Warum darf er denn nicht zu den anderen?“, fragte ich meinen Onkel. Er kam gerade um die Ecke. „Na ja, er gehört nicht zu ihrem Rudel. Henry und Joe machen gerade den neuen Freilauf für ihn fertig.“ Er holte etwas, dass auf einem Regal stand und verschwand wieder.
Der junge Wolfswelpe kauerte in einer Ecke des Zwingers und wimmerte leise. Sein Fell wurde schon von Onkel Due gewaschen und jetzt glänzte es, wenn er kurz ins Sonnenlicht trat. Es war silbergrau mit schwärzlichen Striemen. Er hatte eine weiße Pfote und ein weißes Ohr. „Silver. Der Name ist schön für einen kleinen Knirps wie dich!“ Ich lächelte ihm zu und er blickte mir kurz in die Augen und dann weder runter. Ein Zeichen dafür, dass er mich für ein höheres Rudelmitglied hielt. Für Wölfe waren Menschenohren immer angelegt, was bei ihnen nichts sehr gutes bedeutete.
„Ist ja gut, Silver, ich tue dir nichts!“, ich ging zu dem Regal, in dem Futter stand und nahm ein Stück Hähnchen heraus. Silver hob seine graue Nase und schnupperte in der Luft. Langsam und vorsichtig tapste er aufs Gitter zu. Immer wieder hob er den Kopf und senkte ihn dann wieder. Ich hielt ihm das Hähnchen ein Stückchen durch die Gitterstäbe.
Silver schnappte das Hähnchenfleisch, das ich in der Hand hielt und tapste zurück in seine Ecke, wo er es schmatzend verschlang.
Mein Onkel kam wieder um die Ecke und lächelte, als er sah, wie ich vor dem Zwinger hockte und hoffte, der kleine Silver würde ans Gatter kommen. „Und, wie hast du ihn genannt?“, fragte Onkel Due. „Silver, weil sein Fell im Licht so schön silbern glänzt.“, antwortete ich. „Also der Freilauf ist jetzt fertig, ich müsste Silver jetzt rausholen, dazu muss er leider einen Maulkorb angelegt bekommen, aber du kannst ihn dann streicheln!“, versprach Onkel Due.
Er holte den jungen Silver an einer Leine aus dem Zwinger. Ich bückte mich zu ihm runter und er zog den Schwanz ein. Vorsichtig strich ich über sein Fell. „Ist ja gut, Silver!“, sagte ich beruhigend, während meine Finger immer wieder über sein kuscheligen Rücken glitten. Silver’s Fell fühlte sich wirklich weich an, wahrscheinlich, weil Onkel Due ihn schon abgeduscht hatte, damit er keine Flöhe bringt.
Er zog ihn an der Leine weiter zum Freigehege. Gerade als Onkel Due weg war, kam Alex zu mir. „Na los, komm Abby, wir müssen wieder los!“, rief er. „Jetzt schon? Wir sind doch erst kurz hier!“ Alex grinste. „Na ja, ich hab noch was zu erledigen! So bald es geht kommen wir wieder hier her, OK?“ Er ging schon in die Richtung des Waldes.
„Na gut...“, seufzte ich und folgte ihm.
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Fr Mai 22, 2009 5:26 am

Ich lief ihm nach durch den Wald. Der Rückweg dauerte irgendwie länger als der Hinweg. Ich verschnellerte mein Tempo um direkt neben Alex laufen zu können. „Warum wolltest du so früh gehen?“, fragte ich ihn. Er schaute kurz runter und dann wieder hoch, so dass er sich ducken konnte, kurz bevor ein Ast in sein Gesicht peitschte. Er seufzte und schaute dann kurz zu mir.
„Also, das ist kompliziert.“
„Du hast mit Henry und Joe geredet, stimmt ’s?“
„Ja.“, er seufzte noch mal.
„Was habt ihr geredet?“
„Na ja, sie sagen es ist nicht richtig, dass wir so ganz ohne ein anderes Rudel leben und dass ich mich dem Rudel verweigere.“
„Was hast du dann gesagt?“
„Ich hab gesagt, dass ich dich nicht alleine lassen kann, Schwesterchen.“
Das traf mich hart. Ich war immer noch schuldig dafür, dass Alex ausgeschlossen wurde. Er hatte keine Freunde, kein gar nichts. Nur mich. Ob er damit glücklich war? Seinem Blick nach folgerte ich, dass er liebend gerne dem Rudel beitreten würde. Oh, Mann. Als Schuldige fühlt man sich wirklich mies. Ich fühlte mich, als wäre ich schuld daran, dass er kein richtiges Leben führen konnte. So genaue Gedanken hatte ich mir noch nie darüber gemacht. Aber irgendwie war es auch schön, zu wissen, dass ich wichtiger war als das Rudel unserer Stadt.

Am nächsten Nachmittag war Alex nicht da, als ich nach Hause kam, also lief ich in den Wald und suchte dort nach ihm. Er hatte eine genaue Geruchsspur hinterlassen, aber es hatte wieder geregnet und es war schwer, ihn aufzuspüren.
Ich hob mal wieder die Nase und roch in der Luft. Links, entschied ich und lief weiter. Alex war ziemlich weit gelaufen. Hoffentlich waren keine Jäger im Wald gewesen, vor denen er fliehen musste.
Plötzlich blieb ich ruckartig stehen. Dieser Geruch. Ein Gemisch aus verschiedenen Gerüchen. Ein tiefes Knurren kam tief aus meiner Kehle. Das Wolfsherz in mir schlug stärker als sonst. Eine typische Vorwarnung für Vollmond.
Ich roch noch einmal stärker. Viele aus dem Rudel waren hier gewesen. Und Alex. Ich roch Henry, Gordon, Taylor, Jared und Connor. Das war zwar nicht einmal die hälfte des Rudels, aber es waren immerhin fünf, mit Alex waren es sechs verschiedene Wolfsgerüche.
Das Duft-Gemisch führte in die Richtung des Rudelreviers. Was wollte Alex nur von denen? Zum Glück hält Onkel Due sich aus solchen Sachen raus. Kurz vor der Grenze blieb ich stehen und schnüffelte in der Luft. Die Grenzen-Wache war schon weiter und ich konnte die Grenze überqueren. Der breite Fluss Ojaki. Ich nahm Anlauf und machte einen hohen Satz darüber.
Auf der anderen Seite folgte ich Alex’ Geruch und denen der anderen Wölfe. Es war ein weiter Weg, bis ich die sechs endlich auf einer Lichtung fand. Vorsichtig setzte ich mich in einen Himbeerbusch. Die Dornen zerkratzten meine Haut und verwuselten mein hellbraunes Fell, aber Hauptsache war, dass ich die Wölfe auf der Lichtung belauschen konnte, ohne dass sie mich bemerkten.
„Kumpel, ohne ein Rudel bist du aufgeschmissen!“, sagte Connor.
„Aber wie sollte ich sie alleine lassen?“
„Wir machen das schon für dich. Sie kann doch irgendwo anders hin oder so!“
Alex seufzte. „Das geht nicht! Ich bin doch ihr großer Bruder. Ich würde nichts lieber wollen, als in eurem Rudel aufgenommen zu werden, aber ich darf sie nicht alleine lassen!“
„Na gut, Kumpel. Lass dir was einfallen!“
Abby zuckte zusammen. Ich würde nichts lieber wollen, als in eurem Rudel aufgenommen zu werden. Alex’ Worte hallten in meinem Kopf wieder. Er wollte also in das Rudel eintreten? Und ich stand ihm in Weg. Ich drehte mich um und lief, egal wohin, Hauptsache weg! Leider hörte ich nicht mehr, wie Alex zu den anderen sagte, dass er es niemals übers Herz bringen würde, mich alleine zu lassen und dass ich ihm viel wichtiger wäre als das blöde Rudel. Ich war zu weit weg. Und ich lief. Immer weiter, bis ich den Ojaki erreichte und darüber sprang, wobei ich fast ins Wasser viel und mich gerade noch so an einer Baumwurzel eines umgestürzten Baumes festhalten konnte.
Ich lief ziemlich weit, denn nach einiger Zeit wusste ich nicht mehr genau, wo ich war und ließ mich in das feuchte Gras fallen. Es war echt ein schreckliches Gefühl, wenn man seinem eigenen Bruder im Weg stand. Oder ihm gar sein Leben zerstörte. Nur wegen mir ist er nicht im Rudel. Ich war schuld, dass er nicht wie alle anderen Werwölfe abends mit seinem Rudel Party feiern konnte oder dass er immer zu Hause rumhocken musste, weil er niemanden hatte, mit dem er etwas unternehmen konnte. Er musste wegen mir oft alleine durch die Wälder streifen. Oh man. Ich fühlte mich echt mies.

Es war schon sehr dunkel und bald würde der Mond seine volle Kraft entfachen. Ich spürte, wie das Wolfsherz in mir blitzte wie verrückt. Immer mehr kalte Blitze schossen durch meine Adern, obwohl ich schon in Wolfsgestalt war. Meine Fangzähne schienen sich zu verlängern und meine Augen verfärbten sich rötlich. Ich roch jedes Stückchen Fleisch oder Blut um mich herum. Es war echt schwer, das zu ignorieren. Dieses heftige Pochen in meiner Brust. Immer und immer wieder ein neuer Blitz, der von meinem Wolfsherz ausging und durch meine Adern schoss. Mein Puls stieg auf hundertachzig an und mein Hunger wurde immer größer. Die Kraft in mir wurde immer mehr. Ich schüttelte heftig meinen Kopf, damit das endlich aufhörte, aber die Trauer und Wut auf mich selbst ließ das Wolfsherz noch schneller und heftiger schlagen als sonst. Ich heulte. Laut und Stark. Jeder Wolf in der Umgebung müsste es hören können.
Plötzlich stieg mir ein netter Geruch in die Nase. Ein verwundetes Reh. Leise pirschte ich mich an das Reh an, dessen Bein gebrochen war. Ich stieß mich vom Boden ab und fiel auf allen Vieren vor das Reh. Es erschrak. Ich schlich wieder zurück und sprang noch mal. Es konnte sich nicht mehr wehren, also machte ich den tödlichen Sprung an seine Kehle und biss in diese so fest rein, dass der Kopf des Rehs fast abfiel. Blut lief über meine Schnauze und der Geruch regte meine Jagdlust nur noch mehr an. „Surplus Killing“, nannten die Menschen es, wenn ein Wolf in Jagdlust verfiel, um seine Aggressionen auszulassen.
Ich lies das Reh auf den Blutgetränkten Boden fallen und biss ihm mit meinen übermäßig kräftigen Gebiss ins Fleisch. Meine langen Fangzähne gruben sich tief unter die Haut und ich riss ein großes Stück von dem Reh ab und schlang es herunter. Ich aß noch mehr bissen und empfand dann wieder Jagdlust und preschte weiter, bis ich den Geruch eines Kaninchens wahrnahm. Für eine Hetzjagd hätte ich jetzt mehr als genug Energie und ich begann sofort damit. Ich sprang auf das Kaninchen zu und es schlug natürlich sofort große Hacken. Ich folgte ihm mit kräftigen Sprüngen, bis ich das Kaninchen am Nacken packen und auf den Boden drücken konnte, bis sein Genick schließlich knackste. Frisches, kühles, gut riechendes Blut lief mir über die Nase, befriedigte aber die Jagdlust noch immer nicht und so lief ich weiter, auf der Suche nach frischer Beute und fand schon nach kurzer Suche ein neues Opfer. Bei dem Geruch seines Blutes zischten Blitze durch meine Adern und das Wolfsherz in mir hämmerte fast hörbar laut gegen meinen Brustkorb. Ein junger Bär, der in eine Bärenfalle getappt war und zu wenig Kraft hatte um sich zu befreien. Es rief wimmernd nach seiner Mutter.
Ich schaute rüber zu der Bärenfalle. Die spitzen Zähne der Falle hatten sich in das rohe Fleisch gebohrt und Fliegen hatten sich über die Wunde hergemacht. Getrocknetes Blut klebte an dem silbernen Metall. Die Falle erinnerte mich an mein Gebiss und mein menschliches Herz klopfte schwach hinter dem Wolfsherz, das mit ganzer Kraft immer neue Blitze in meine Adern pumpte.
Plötzlich wurde meine Jagdlust wieder unbeherrschbar stark und ich stieß meine Zähne in das Genick des jungen Bären. Wenigstens war er jetzt von seinen Schmerzen erlöst. Mit einem letzten gedämpften Schrei ließ er den Kopf sinken und ich aß ein kräftiges Stück Fleisch.
Auf einmal raschelte es im Gebüsch und ein sandfarbener riesiger Wolf trat hervor. Was tust du hier? Ich hab’ mir meine Pfoten Wundgesucht!, schrie die Stimme in meinem Kopf. Ein tiefes Knurren kam tief aus meinem Innern und mein Fell stellte sich auf. Ich drehte meine Ohrmuscheln nach vorne, hob meine Rute ein Stück und zog die Lefzen hoch, damit Alex meine spitzen Zähne sehen konnte. Er tat dasselbe, bloß hob er seinen Schwanz sehbar höher als ich, was zeigte, dass er mehr Mut hatte. Alex war schon ein mächtiger Wolf, weshalb das Rudel ihn auch so gern bei sich haben wollte. Er war sehr groß und muskulös und er konnte sich bei Vollmond sehr gut unter Kontrolle halten.
Abby! Beruhig dich! Es war nur leider nicht seine Stimme in meinem Kopf, sondern die eines Wolfes. Ein fremder Wolf, der mich bei der Jagd störte. Nein! Ich will mich nicht beruhigen! Du willst mich loswerden, ich weis das! Als Wolf klang meine Stimme tiefer als sonst und auch bedrohlicher.
Ich will dich doch nicht loswerden!
Doch, ich hab’s doch vorhin gehört, als du mit den anderen Wölfen gesprochen hast! Ich stehe dir nur im Weg!
Es war der blöde Vollmond, der mich unwahrscheinlich aggressiv machte. Ich spürte großen Hass in mir. Nur durch Vollmond kommt der wahre Werwolf in einem Werwolf zum Vorschein. Normalerweise sind wir wie andere Wölfe, nur ein wenig größer, wilder und muskulöser, aber sonst unterscheiden wir uns kein bisschen von ihnen. Außer bei Vollmond, da wird aus uns Wölfen eine Bestie.
Ich ha’ ihnen doch gesagt, dass ich nicht zu ihnen will!
Pah, warum sollte ich das glauben?
Warum soll ich dir das glauben du Idiot? Hm? Geh doch ruhig zu deinem Rudel, mit dem bist du sowieso glücklicher als mit deiner kleinen nervigen Schwester!
Ich war mir hundertprozentig sicher, dass sein Leben ohne mich tausendmal so schön sein würde. Das Wolfsherz pulsierte und blitzte und blitze und blitzte, so dass meine Adern so elektronisch waren wie fast noch nie. Woran genau das lag, wusste ich nicht. Ich wünsche dir noch ein erfülltes Leben!, sagte ich und verschwand im schützenden Dunkel des Waldes. Und als ich so dahin rannte fiel mir auf einmal meine menschliche Seite wieder ein, die mich davor beschützt hatte, meinen großen Bruder anzugreifen. Der Wolf in mir hätte ihn zerfetzt. Ich verschwand in eine Höhle, wollte diesen Wolfspelz nicht mehr tragen. Ich rief mein Menschenherz. Es sollte Blitze senden, aber es ging nicht. Jetzt komm schon, dachte ich. Aber nichts passierte. Noch nie hatte ich versucht, mich bei Vollmond zu verwandeln. Wahrscheinlich ließ es mein verstärktes Wolfsherz nicht mehr zu. Ich musste bis morgen warten. In der Höhle war ich vorm Vollmond geschützt, weshalb der Jagddurst nicht mehr so mächtig war und ich konnte mich ein wenig schlafen legen.
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Fr Mai 22, 2009 5:27 am

Am nächsten morgen wachte ich als Wolf auf, was noch nicht sooft getan hatte, und schaute aus der Höhle. Ich trottete an einen Fluss mit klarem Wasser -Wahrscheinlich ein Nebenfluss des Ojakis- und schaute mein Spiegelbild an. Meine Nase war blutverschmiert und in dem Fell in meinem Gesicht klebte getrocknetes Blut. Was genau gestern passiert war, wusste ich nicht mehr genau, aber ich wusste, dass ich eine Auseinandersetzung mit Alex hatte. Was hatte ich getan? So ist das nun mal bei Wölfen, die bei der Jagd gestört werden. Und immerhin bin ich ein Werwolf, der bei Vollmond bei der Jagd gestört wurde. Aber trotzdem hatte ich Alex bestimmt verletzt, obwohl er mich auch verletzt hatte, er war immer noch mein Bruder.
Ich streckte meinen Kopf in das Wasser des Flusses, damit das Blut aus meinem Fell heraus ging, und lief zurück in die Höhle. Es war Zeit, mich zurückzuverwandeln und mit Alex zu reden.
Das Wolfsherz pulsierte immer noch stark in meiner Brust und ich musste erst den Mensch in mir wiederfinden, damit das Menschenherz die Blitze endlich durch meine Adern schoss. Aber es war nicht mehr da. Nur ein klopfendes Herz in meiner Brust. Mein Wolfsherz. Wo war meine Menschengestalt hin? Ich konnte denken wie ein Mensch, fühlen wie ein Mensch und doch war das zweite Herz verschwunden. War ich tot? So etwas hatte es noch nie gegeben! Ein Werwolfmädchen, dessen menschliches Herz auf einmal verschwunden war! Das konnte nicht sein, da die Herzen zusammen gehören, sie sind zwei Hälften die zusammen eins werden, manchmal ist die eine Hälfte stärker, manchmal eben die Andere! Ich musste zu Alex.
So schnell wie mich meine Wolfsbeine tragen konnten rannte ich durch den Wald und versuchte, seiner Spur zu folgen. Doch plötzlich roch ich den ganz bestimmten Duft-Mix, den ich gestern schon gerochen hatte. Die sechs Wölfe hatten sich wieder getroffen und gingen einen gemeinsamen Weg! Also hatte Alex sich entschieden. Er ist dem Rudel beigetreten.
Tränen wären mir in die Augeb gestiegen, wäre ich ein Mensch gewesen und ich preschte los, weit weg von Alex’ Geruch, soweit es ging. Ich hob meine Nase. Ein fremder Geruch lag in der Luft. Nein, sehr viele fremde Gerüche lagen in der Luft. Ich schaute mich um. Ganz weit in der Ferne sah ich sie: das Rudel. Oder? Nein, es war nicht das Rudel, sondern ein anderes. Ein Rudel aus Echt-Wölfen.
Ich lief zu ihnen rüber. Vorne stolzierte das Alpha-Pärchen mit den Betawölfen, dann kamen Fähen und Welpen und ganz zum Schluss die Omegawölfe mit ihren vielen Bisswunden und Narben. Zwischendrin waren noch Gamma- und Deltawölfe. Rüden, Fähen, Welpen, Alt-Wölfe. Ein kleines, für mich aber doch großes Rudel.
Meine Chance, dachte ich und ordnete mich einfach unter den Fähen ein. Keiner von ihnen bemerkte mich, zum Glück! Sie reisten einfach weiter, immer dem Leitwolf folgend, der sie in ein größeres und sicheres Territorium führen sollte. Nach einiger Zeit bemerkte mich eine Wölfin. „Woher kommst du denn?“, fragte sie mich erschrocken und wollte es ihrem Anführer melden, aber ich hielt sie zurück. „Bitte, verrat niemandem, dass ich nicht hier rein gehöre! Mein einziges Rudelmitglied hat mich verstoßen und ich muss dringend hier weg! Bitte!“, flehte ich. Sie legte nur den Kopf schief. Natürlich verstand sie das nicht ganz. „Ich muss es trotzdem Adonis sagen!“ Sie lief los, durch die Wölfe hindurch und ich lief ihr nach. Immer mehr Wölfe schauten mich an. Die Fähe blieb keuchend neben ihrem Anführer stehen. „Adonis, eine Fremde! Sie sagt, sie wurde verstoßen!“, keuchte die Wölfin. Adonis, ihr Anführer schaute sich nach mir um. Seine Rute war hoch erhoben, ebenso wie sein Kopf. Seine breite Brust hatte er vorgeschoben. Er sah richtig stolz und anmutig aus. Sein schwarzes Fell glänzte in der Sonne, die den Regen vom Vortag trocknete.
Seine schwarzen dunklen Augen schauten direkt in meine braunen. Es war dieser drohende Blick eines jeden Alphas und automatisch senkte ich den Kopf. Ein paar Betatiere hatten einen Kreis um mich herum gebildet und knurrten wütend. Der Alpha Adonis schritt anmutig durch die Lücke, die sie für ihn gelassen hatten. „Gut, dass du es mir gesagt hast, Ekua!“, sagte er. Seine Stimme war tief und herrschend. Er ist bestimmt ein guter Alpha, dachte ich mir.
Ekua lächelte stolz. Adonis blickte mir wieder tief in die Augen. „Also, Fremde, woher kommst du und was willst du von uns?“, fragte er mich.
„Ich heiße Abby. Ich war eine Einzelgängerin mit meinem großen Bruder. Er entschied sich aber, mich alleine zu lassen und sich einem anderen Rudel anzuschließen. Jetzt suche ich ebenfalls ein neues Rudel.“
Er schaute mich verwirrt an. „Und deshalb mischt du dich einfach unter unsere Fähen?“
„Ja.“
„Abby… ein sehr außergewöhnlicher Name! Das klingt eher nach einem Schoßhündchen, nicht nach einem wilden Wolf. Also, Abby, leider kannst du dich nicht ohne anderes mir nichts dir nichts unserem Rudel anschließen!“ Die Alphera lugte hinter ihm hervor. „Aber Adonis! Sie wurde einfach hintergangen!“, beschwerte sie sich.
„Kaya, bitte.“
„Adonis! Sei doch mal höflich!“ Sie wandte sich mir zu. „Komm mit, ich muss mit dir reden!“
Ich folgte Kaya, ein bisschen weiter entfernt von dem Rudel. Sie setzte sich vor mich und seufzte. „Ach Abby! Es ist wahres Glück, dass du kommst! Sei dem letzten Winter ist die Zahl unserer Welpen rapide gesunken und es gibt wenige Wölfe, die sich einem so kleinem Rudel wie uns anschließen. Adonis sagt immer, wir wären genug, aber es stimmt nicht. Wir sind auf der Suche nach einem friedlichen Ort, weil wir aus unserem Revier vertrieben wurden, von einem anderen Rudel. Wir brauchen jeden Wolf, den wir bekommen können, denn umso mehr wir sind, umso größer ist die Chance auf ein neues Revier!“ Sie schaute mich so flehend an und legte den Kopf schief.
Ein leises jaulen kam aus ihrer Kehle. Kaum hörbar, aber ein deutlicher Hilfeschrei. „Also wenn ich keine drei Prüfungen oder so bestehen muss, dann schließe ich mich euch gerne an!“ Kaya war total überrascht und lief rasch mit mir zurück zum restlichen Rudel.
Gemurmel tat sich in der Menge auf. „Bitte seid alle ganz nett zu Abby. Sie gehört ab jetzt zu unserem Rudel!“, verkündete Kaya. Adonis ließ den Kopf kurz hängen, hob ihn dann aber wieder, weil er genau wusste, dass sein Rudel neue Mitglieder brauchte.
Das Rudel setzte sich wieder in Bewegung und ich durfte sogar neben der Alphera laufen, was eine große Ehre für mich war.
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Sa Mai 23, 2009 4:35 am

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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Mo Mai 25, 2009 9:17 am

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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Mo Jun 22, 2009 11:41 pm

Die Jäger und die Gejagte / Die Jägerin und die Gejagten
Prolog
Der Himmel war wolkenverhangen. Es war, wie die meisten Tage im Jahr, ziemlich kühl und düster. Aber das war hier, in Henkai, nicht ungewöhnlich. Sonnige Tage waren selten und es war generell eine sehr graue Stadt. Auf Außenstehende wirkte alles normal, doch es wusste keiner, was sich wirklich hinter den Stadtmauern befand. Nicht einmal die Bewohner wussten, was für ein Wesen sich unter ihnen befand. Das Mädchen, das noch vieles verändern würde. Nur wenige, einige Forscher, wussten von ihrer Existenz. Lange schon versuchten sie das Mädchen einzufangen, doch bisher war es ihnen nicht gelungen sie in ihre Hände zu bekommen. Zu stark und zu gefährlich war sie. Noch hatten die Jagenden keinen Plan, wie sie dieses Wesen fassen konnten. Doch eines Tages, da waren sie sich sicher, würden sie das Mädchen einsperren können. Ja, eines Tages würde es ihnen gelingen…
1. Kapitel
Dr. Katsuna hetzte so schnell wie möglich durch die weißen Gänge der großen Forschungseinrichtung, in der er arbeitete. In wenigen Minuten würde erneut eine Sitzung stattfinden, in der wieder Pläne gemacht und besprochen werden würden, wie sie das Wesen fassen konnten. Bislang hatten sie sich noch nicht auf einen Plan einigen können, da jeder ein großes Risiko darstellte oder weil er einen Schwachpunkt hatte und einfach nicht funktionieren konnte.
Auf die Minute genau trat Dr. Katsuna in den Besprechungsraum. “Da wir nun vollständig sind, können wir mit der Sitzung beginnen.” sagte Professor Dr. Bansi. “Die Punkte für heute sind es, über den erstellten Plan von Dr. Kohara zu beratschlagen bezüglich des Projekts ‘Diclonius’. Vielleicht wird heute endlich der Durchbruch kommen, damit wir sie endlich einfangen können.” Seufzend lehnte er sich in seinem Stuhl zurück und gab Dr. Kohara, einer jungen Frau, die ihre Haare als Dutt trug, das Wort. Dr. Kohara erhob sich. “Wie wir alle wissen, ist es ein sehr gefährliches Vorhaben den Diclonius einzufangen. Zudem darf es nicht an die Öffentlichkeit gelangen und ist absolut streng geheim. Die Bevölkerung würde Panik bekommen, bei dem Gedanken, dass so etwas wie Diclonii existieren.” begann sie ihren Vortrag. “Das wissen wir alles bereits. Wo bleibt ihr Lösungsvorschlag?” fragte Dr. Bansi leicht gereizt. “Dazu wollte ich gerade kommen, also unterbrechen sie mich bitte nicht.” erwiderte Dr. Kohara galant und fuhr fort. “Das Problem ist, dass wir nicht die geringste Ahnung haben, wie stark sie ist. Also müssen wir es herausfinden. Mein Plan ist es, jemanden zu ihr zu schicken, am besten eine ganze Horde von Scharfschützen, um sie auszuschalten, oder wenigstens herauszufinden, welche Geschosse sie abwehren kann. Etwas Anderes bleibt uns nicht übrig.” “Das ist der helle Wahnsinn! Und wie wollen Sie das anstellen ohne, dass die dort lebenden Menschen etwas davon erfahren?” fragte Dr. Katsuna harsch. Dr. Kohara sah ihn streng an, sie mochte es nicht wenn sie unterbrochen wurde, dann antwortete sie ihm. “Natürlich müssten wir den Diclonius erst zu einem abgelegenen Ort locken. Außerdem müssen wir ein Opfer bringen um sie in Gefangenschaft zu nehmen um die Menschen vor ihr zu beschützen. Wie wir bereits wissen, hatten vor ein paar Jahren einige Forscher ebenfalls etwas mit Diclonii zu tun. Doch seitdem sind sie nicht wieder aufgetaucht, bis vor einigen Monaten. Leider können wir die forschenden Kollegen nicht mehr dazu befragen, da sie entweder bereits tot sind oder sie unter falschem Namen irgendwo im Ausland leben. Das einzige, was uns blieb, waren ihre Forschungsergebnisse, aus denen vorhergeht, wie gefährlich ein Diclonius ist. Wir müssen sie so schnell wie möglich einfangen, um die Bevölkerung zu schützen und die Forschungsarbeit in Sachen Diclonius weiter zu vertiefen.” Dr. Kohara blickte in die Gesichter der anderen Forscher. “Also, wer ist dafür, dass wir eine Gruppe von Scharfschützen losschicken um den Diclonius einzufangen?”

Zwar war es noch früher Morgen, eine Uhrzeit bei der normalerweise die Straßen leergefegt waren, doch es war bereits ein Mädchen unterwegs. Unterwegs um ihr nächstes Opfer zu finden. Sie musste vorsichtig sein. Die ganze Stadt wusste, dass ein Serienmörder durch diesen Ort streifte. Mehr als 20 Menschen waren bereits umgekommen, jedes Mal jedoch auf andere Weise. Mal war nur der Kopf vom Körper abgetrennt, mal alle Gliedmaßen und manchmal war auch nur ein Loch in der Brust festzustellen. Es war ein Drang, der Drang zu töten. Zuvor hatte sie nie das Bedürfnis gehabt jemanden zu töten, doch seit sie den ersten Mord begangen hatte, war es eine Notwendigkeit in ihrem Leben geworden. Sie musste töten. Sie durchforschte mit ernstem Blick die Straße. Zu ihrem Leid war kein Mensch hier. “Dann werde ich wohl weitersuchen müssen.” murmelte sie leise. Sie lief weiter die Straße entlang, bis sie an eine Kreuzung gelangte. Sie ließ ihren Blick nach links wandern und tatsächlich war ein Mann unterwegs. Ein kaltes Lächeln erschien im Gesicht des Mädchens. Mit langsamen Schritt ging sie dem Mann entgegen, bis sie schließlich wenige Meter vor ihm stehen blieb. “Bereit die letzten Worte deines Leben loszuwerden?” “Wie bitte?” fragte er verwirrt. "Naja, ich werde dich gleich töten," ihre Augen blitzten beim Wort "töten" auf, "Irgendwelche letzte Worte, oder soll ich dich jetzt sofort umbringen?" Der Mann sah sie verärgert an. "Haben deine Eltern dir nicht beigebracht, dass man nicht lügt? Verschwinde von hier, oder willst du, dass ich die Polizei rufe?" Sie lachte nur kalt. "Und was soll die Polizei tun? Mich aufhalten?" Erneut entwich ihr ein bitteres Lachen. Der Blick des Mannes wurde zornig. "Dich nach Hause bringen damit dich deine Eltern dafür bestrafen können für den Unfug, den du hier treibst. Und jetzt verschwinde!" "Meine Eltern habe ich bereits getötet. Und du bist der Nächste!" Gekonnt lenkte sie ihre Vektoren zu seinem Hals und machte einen geraden Schnitt durch die Halsschlagader. Der Mann, oder besser gesagt die Leiche, fiel zu Boden, während das Blut sich über einen Großteil der Straße verteilte. Das Mädchen wich vor dem Blut zurück, damit sie nicht durch irgendwelche Blutspuren als Täterin identifiziert werden konnte. Sie war schließlich keine Anfängerin mehr. Sie hatte schon unzählige Morde begangen. Und niemand durfte heraus finden, dass sie die Täterin war, sonst würde man sie finden und in ein Labor stecken. So wie man es mit den anderen ihrer Art vor einigen Jahren getan hatte. Doch die waren alle schon tot. Nun war es ihre Aufgabe den Tod der anderen Diclonii zu rächen und eine Welt, die von Diclonii beherrscht wurde zu erschaffen. Doch erst würde noch viele ihr Leben verlieren. Das sollte die Rache dafür sein, dass man ihre Vorfahren so gedemütigt, gejagt und gefoltert hatte. Erst in einigen Jahren wollte sie mit dem zweiten Teil beginnen: Die Menschheit mit ihrem Gen zu infizieren und diese Welt zu der Welt der Diclonii zu machen...

"Wissen wir denn überhaupt irgendetwas über sie?" warf Dr. Katsuna ein. Dr. Kohara seufzte. "Das einzige, was wir wissen, ist, dass sie immer nachts oder in der Morgendämmerung zuschlägt, wenn fast niemand draußen unterwegs ist. Sie will wohl ihre Identität geheim halten. Doch wir haben die Vermutung, dass es sich bei dem Diclonius um die Tochter der beiden ersten Opfer, Yumiko und Kaito Maru, handelt. Beide wurden vor mehreren Monat tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Von ihrer Tochter Kasumi fehlt bis heute jede Spur. Deshalb vermuten wir, dass sie der gesuchte Diclonius ist." Dr. Kohara beugte sich zu ihren Unterlagen, nahm ein Foto und pinnte es an die weiße Tafel. Das Bild zeigte ein etwa 17 Jahre altes Mädchen mit ernstem Blick. Ihr Haare waren beinahe so schwarz wie die Nacht und ihre eiskalten blauen Augen jagten jedem Betrachter einen Schauer über den Rücken. In ihrem Haar trug sie zwei rote Schleifen. "Vermutlich trägt sie diese Schleifen um ihre Hörner zu verstecken. Von ihr existiert kein einziges Bild auf dem sie sie nicht trägt." kommentierte Dr. Kohara den Haarschmuck des Mädchens. "So jung und schon eine Mörderin." meinte einer der Forscher leise und schüttelte fassungslos den Kopf. "Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei ihr nicht um einen Menschen handelt. Sie ist geboren worden um die Menschheit auszulöschen. Behalten Sie das bitte im Hinterkopf." meine Dr. Kohara und blickte ernst in die Runde.
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   So Jul 12, 2009 3:21 am


2. Kapitel, Teil 1
Kasumi ging stumm die Straße entlang, auf dem Weg nach Hause. Wenn man es denn ein Zuhause nennen konnte. Eigentlich war es nur eine Lagerhalle in der sie lebte, seit sie ihre Eltern umgebracht hatte. Sie hatte niemanden mehr auf dieser Welt. Nur noch ihre blutrünstigen Gedanken waren ihr geblieben. Weder Freunde noch sonst jemand war für sie da. Auch ihre eigene Persönlichkeit war beinahe verschwunden. Nur noch der Gedanke sich an der Menschheit zu rächen, dafür was sie anderen ihrer Art angetan hatte, hielt sie am Leben. Seufzend betrat Kasumi ihre Lagerhalle. Sie war recht mager eingerichtet, nur eine Matratze und einige andere kleine Dinge befanden sich in ihr. Doch lange würde sie sowieso nicht mehr hier bleiben. Sie würde in eine andere Stadt weiterziehen um dort noch mehr Menschen umzubringen. Dann würde sie in noch mehr Städten morden, bevor sie schließlich mit ihrer Hauptaufgabe beginnen würde: die Menschen mit ihrem Gen infizieren und dafür sorgen, dass alle Neugeborenen Diclonii sein würden. Mit deren Hilfe würde sie endlich die Menschheit ausrotten können. Sie wollte das zu Ende bringen, was ihre Vorfahren nicht geschafft hatten.

Dr. Katsuna, Dr. Kohara und eine Gruppe, bestehend aus 10 Scharfschützen, stiegen gerade aus dem Flugzeug, das soeben auf dem Flughafen gelandet war. Ihre Hoffnung war es den Diclonius so schnell wie möglich zu finden und zu eliminieren, jedoch wussten sie, dass das sehr schwer und gefährlich werden würde. Schließlich hatte die Gesuchte schon über 20 Menschen umgebracht, und die Polizei vor Ort hatte ebenfalls keine Ahnung, wo sie sich aufhielt. Doch sie wussten noch nicht einmal, dass dieses Mädchen die Täterin sein sollte. Sie war nur als vermisst gemeldet worden. Dass sie eine Mörderin sein sollte - auf diesen Gedanken kam niemand. Sie sah nicht im geringsten wie jemand aus, der wahllos Menschen auf der Straße umbrachte. Und doch, nur sie konnte es sein. Die Indizien waren ziemlich eindeutig, dass sie ein Diclonius war. Und mit dem Wissen, was sie war, war auch klar, dass sie die ganzen Menschenleben auf dem Gewissen hatte. Nur ein Diclonius konnte ohne mit der Wimper zu zucken so vielen Leuten das Leben nehmen. “Also gut Männer, ihr wisst, wie euer Auftrag lautet. Die erste Gruppe kommt mit mir. Wir werden uns den nördlichen Teil der Stadt vornehmen. Die zweite Gruppe wird gemeinsam mit Dr. Kohara den südlichen Teil genauer unter die Lupe nehmen." Dr. Kohara nickte zustimmend und wandte sich an ihre Gruppe. "Na dann, geht's los, Männer! Suchen wir diese Mörderin!" Sie verschwanden in Richtung Süden der Stadt. "Gut, dann setzen wir uns auch mal in Bewegung." meinte Dr. Katsuna und begann in die entgegen gesetzte Richtung zu laufen. "Aber ich dachte wir suchen ein Mädchen. Sie haben uns doch das Foto von ihr gezeigt." Dr. Katsuna wandte sich an den Mann, einer der Scharfschützen, der das Wort erhoben hatte. "Ja, das stimmt. Wir suchen das Mädchen von dem Foto. Und wir suchen die Mörderin der Menschen, die in den letzten Wochen auf brutalste Weise umgebracht worden sind. Es handelt sich dabei um ein und dieselbe Person." Die Scharfschützen sahen sich geschockt an. Kaum zu glauben war es, dass das junge Mädchen von dem Foto eine eiskalte und blutrünstige Mörderin sein sollte. "Sonst noch irgendwelche Fragen?" fragte Dr. Katsuna die Gruppe, doch die Männer schüttelten ihre Köpfe. "Also gut, dann machen wir uns an die Arbeit. Aber vergessen Sie niemals, wie brutal die Gesuchte ist. Lassen Sie sich also nicht von ihrem Äußeren täuschen!"

Kasumi hatte nachdenklich einen Punkt in der Lagerhalle fixiert. Was sollte sie nun tun? Es war doch immer der gleiche monotone Ablauf, der jeden Tag erneut abgespult wurde. Erst stand sie in aller Früh auf um in der Morgendämmerung, wenn noch fast niemand unterwegs war, jemanden zu töten. Den Rest des Tages verbrachte sie dann damit in ihrem Lager zu schlafen oder ihren anderen menschlichen Bedürfnissen nachzukommen. Erst wenn wieder die Dunkelheit hereinbrach, wurde sie wieder als Diclonius aktiv. Dann begab sie sich nämlich erneut unter die Bevölkerung um noch mehr Blut zu vergießen. Das alles wurde Kasumi langsam zu langweilig. Jeden Tag dasselbe, das war nichts für sie. Irgendetwas musste sich ändern und zwar so schnell wie möglich. Vielleicht wäre es am besten wenn sie bereits in den nächsten paar Tagen in eine andere Gegend reisen würde...


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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Fr Jul 17, 2009 3:40 am


2. Kapitel, Teil 2

Ein Mann aus der Gruppe von Dr. Katsuna blieb auf einmal stehen. Dr. Katsuna drehte sich zu ihm um und sah ihn fragend an. Warum blieb er einfach stehen, ohne Grund? Sie hatten besseres zu tun als doof herumzustehen, schließlich hatten sie einen sehr wichtigen Auftrag der über Leben oder Tod entscheiden konnte. "Was ist los?" fragte er ihn, als der Scharfschütze noch immer nicht auf ihn reagiert hatte. "Da." Er deutete auf die Nebenstraße die die Straße kreuzte, auf der sie sich befanden. Dr. Katsuna ging ein paar Schritte auf den Mann zu und wandte schließlich seinen Kopf nach links. Auf der gesamten Straße war Blut, beinahe konnte man den grauen Asphalt nicht mehr erkennen. "Was zum Teufel ist hier passiert?" meinte einer der Männer. "Das kann ich Ihnen sagen." Dr. Katsuna richtete sich an denjenigen, der die Frage gestellt hatte. "Dies hier ist eindeutig das Werk eines Diclonius. Sehen Sie..." Er deutete auf den Kopf, der auf der Straße lag. "Ein gerader Schnitt durch den Hals. Nur die Vektoren eines Diclonius können so präzise und geradlinig arbeiten. Außerdem gibt es keine anderen Spuren am Tatort. Weder eine Tatwaffe noch sonst etwas, das auf etwas Menschliches hindeuten könnte. Ein normaler Mörder, wie wir ihn kennen, würde nicht sein Opfer mitten auf der Straße herumliegen lassen, wo jeder es sehen könnte. Er würde die Leiche wegschaffen um dafür zu sorgen, dass seine Tat unentdeckt bleibt. Aber bei der Diclonius, den wir suchen, stört es kein bisschen. Sie wiegt sich selbst in Sicherheit und denkt niemand würde jemals darauf kommen, dass sie die Schuldige für die Verbrechen ist. Aber da irrt sie sich gewaltig!" Der Forscher stand auf und beauftragte einen der Scharfschützen damit die Polizei über das nächste Opfer zu informieren und am Tatort darauf zu warten, dass sie eintraf. Der Rest der Gruppe ging weiter, immer noch mit der Hoffnung die Gesuchte zu finden.

In der Gruppe um Dr. Kohara hingegen verlief alles ruhig. Keine Toten oder andere Auffälligkeiten begegneten ihnen. Nach einiger Zeit gesellte sich einer der Scharfschützen zu Dr. Kohara, die an der Spitze der Gruppe lief. "Was wollen Sie eigentlich mit dem Mädchen machen, wenn wir sie gefunden haben?" fragte er sie, während er neben ihr herlief. "Wir werden Sie in einem Hochsicherheitstrakt in der Forschungseinrichtung einsperren um einige Tests an ihr durchzuführen. So wie es unsere Kollegen vor einigen Jahren getan haben." "Aber... ist das nicht... unmenschlich? Sie einfach einzusperren und sie irgendwelchen grausamen Tests zu unterziehen, meine ich." Dr. Kohara schaute ihn kühl von der Seite an. "Wie ist Ihre Name?" fragte den neben sich hergehenden Mann forsch. "Makoto Kudo." “Dann hören Sie mir mal gut zu, Makoto Kudo. Dieses Wesen ist nicht menschlich. Sie ist ein mordendes, blutrünstiges Monster, die nach nichts weiter aus ist als unschuldige Menschen zu töten.” “Wieso sollte sie nicht menschlich sein? Nur weil sie Hörner auf dem Kopf hat und diese Vektoren besitzt? Nur weil sie anders ist als wir, heißt das noch lange nicht, dass sie kein Mensch ist!” Makoto musste sich stark zusammenreißen um nicht laut zu werden. Es war einfach nur ungerecht, was sie mit dem Mädchen vorhatten. Sie war eine Mörderin, das wollte er nicht gutheißen und natürlich musste sie bestraft werden. Aber sie den Tests zu unterziehen und für den Rest ihres Lebens einzusperren war einfach nur unfair. “Sie ist kein Mensch, wann begreifen Sie das denn endlich? Sie ist ein schreckliches Monster. Sie sollte froh sein, dass wir sie nur den Tests unterziehen und sie nicht foltern und umbringen, so wie sie es mit ihren Opfern gemacht hat. Und jetzt hören Sie auf so einen Blödsinn zu reden!” erwiderte Dr. Kohara aggressiv. Makoto funkelte sie böse an und entschied sich schließlich dazu sich wieder zu den anderen Scharfschützen zu gesellen. Eine Argumentation mit dieser Frau würde ja doch keinen Zweck haben...

Nach einer Viertelstunde lief Dr. Katsuna’s Gruppe noch immer durch die Stadt. Noch hatten sie keine Hinweise gefunden, wo Kasumi sich befinden könnte. Doch dann entdeckte einer der Männer eine Spur, die möglicherweise zu ihr führen konnte... “Sehen Sie, da!” brüllte er und deutete auf die Eingangstür einer Lagerhalle. “Was denn?” fragte Dr. Katsuna. “Da, da ist Blut an der Tür!” Dr. Katsuna’s Augen weiteten sich. “Männer, es sieht so aus, als ob wir den Diclonius bereits gefunden haben!”
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Mo Aug 03, 2009 6:25 am

...

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
(c) Raven

x male x 5 years x leader of the pack x black devil x
True Love Comes But Once - Just With You
Zanba


Zuletzt von Givaan am Fr Okt 30, 2009 10:29 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Mi Aug 05, 2009 10:02 am

hab jetzt beschlossen, doch das ganze Buch(bzw., so gut wie alles) reinzustellen... bitte nicht kopieren, das wäre echt fies... :x 😢

Eishändler

1. Kapitel

"Na komm schon!"
Es war ein sonniger Nachmittag und Katherina von Löwenstein forderte ihren
Bruder Florian von Löwenstein zu einem Wettrennen zu Pferde auf.
"Na gut, Schwesterchen!", neckte er sie.
"Du bist gemein! Aber wie du willst! Wer zuerst am Ende des Sonnenwaldes
ist!" Und schon flog Katherina auf ihrem Schimmel Sternenglanz davon.
Der Sonnenwald verdiente seinen Namen: Fast nie sah man dort Schnee
oder Regen. Die Sonne schien das ganze Jahr über und schickte ihre
hellblendenden Strahlen durch das dichte Blätterdach.
Der Wald bestand aus vielen Laubbäumen wie Buche oder Eiche.
Er gehörte zu Vernaada, auch genannt "Land Löwenstein". Es gehörte
Friedrich von Löwenstein, dem Vater von Katherina und Florian.
Es war Sommer und nur in Lamgebla, dem "Gebiet von Schnee und Nebel",
lag schon Schnee. Im Sonnenwald aber glänzten die Bäume in einem hellen
Licht.
Florian hatte es inzwischen aufgegeben und ritt langsam auf Katherina zu.
Diese wartete schon im Ziel.
"Wo bleibst du nur so lange?", fragte sie jetzt spöttisch.
"Du bist die Bessere im Reiten, ich jedoch im Schießen! Wollen wir doch
sehen, wer den Baum dort vorn genau an der Stelle trifft, die ich nun
makiere!"
Florian nahm einen Stein und ritze damit ein Kreuz in die Rinde.
Dann legte er zum Schuss an, zielte, schoss... und traf genau in die Mitte des
Kreuzes. Er blickte lächelnd zu Katherina zurück.
"Nun du!"
Katherina nahm einen Pfeil, legte an und schoss. Sie traf das Kreuz nicht,
aber ihr Pfeil bohrte sich knapp daneben in die Rinde.
Florian aber triumphierte: "Ha, siehst du, ich habe dich besiegt!"
Katherina lächelte.
"Nur im Schießen! Du schießt besser, ich reite besser! Waffenstillstand!"
Sie stieg auf und gallopierte quer durch das Gebüsch.
Florian lachte und folgte ihr.
Die beiden Geschwister hatten noch eine Schwester: Maria Sophia
von Löwenstein. Aber vor 3 Jahren war sie spurlos verschwunden.
Sie war ein Jahr jünger als Katherina, wäre dieses Jahr 16 geworden.
Dann, an einem Morgen im Oktober vor 3 Jahren, lag sie nicht mehr in ihrem
Bett, war einfach weg. Jedes Jahr gab es eine große Trauerfeier, den
ganzen Oktober lang. Als würde sie dadurch wiederkommen. Wenn sie
noch lebte. Vielleicht war sie ja entführt worden. Oder sie war mit dem Mond
gegangen, dem Mond, den sie stets so geliebt hatte...
Florian erreichte inzwischen einen großen, starken Baum.
Sternenglanz stand unter diesem Baum und Katherina erkletterte ihn.
Es war ihr Lieblingsbaum. Sie ritt so oft wie möglich dorthin.
Von oben aus hatte man eine gute Sicht, man konnte sogar "Lofgab", auch
"Kamm des Friedens" genannt, erblicken. Lofgab war der höchste Berg in
Vernaada. Katherina ergriff das goldene Fernrohr, das an ihrem Gürtel hing.
Sie hatte es von ihrem Vater geschenkt bekommen.
Auf Lofgab lag schon Schnee, und Katherina sah ihn ganz nah vor sich.
Sie lächelte verträumt.
"Was schaust du so? Träumst du schon wieder?", riss sie die spöttische
Stimme ihres Bruders aus den Gedanken.
Er hatte den Baum jetzt ebenfalls erklettert und fuhr sich durch das
kastanienbraune, lockige Haar.
Katherna ließ das Fernrohr sinken und sah ihn an.
"Der Schnee!", flüsterte sie.
"Was ist denn mit dir los? Auf dem Kamm des Friedens liegt immer Schnee!"
"Er verzaubert mich!"
"Hör bloß auf! Komm lieber runter! Wir müssen nach Hause, auf der Burg
warten sie sicher schon auf uns!"
Er selber machte sich schon an den Abstieg. Katherina folgte ihm.
Er hatte ja recht. Doch morgen wolte sie wieder hierher, und Sternenglanz,
ihr treues Pferd, wiehrte traurig, als sie den Wald verließen, um auf das
große, weite Feld zu stoßen, von dem sie im Galopp zur nahe liegenden
"Felsenburg" ritten, ihrem zuhause, dem Mittelpunkt des großen Reiches,
in dem ewiger Schnee und ewige Sonne zusammentreffen.

*

Nach nur 5 Minuten kamen sie an. Das imposante Bauwerk schien schon
ziemlich alt zu sein. Vom größten Turm aus erklang eine Stimme:
"Sie kommen, sie sind wieder da!"
Sofort ging die Zugbrücke hinunter, und ein Mann kam ihnen rasch
entgegen. Er trug eine Krone. Es war der König, ihr Vater, Friedrich von
Löwenstein.
"Endlich!", rief er erleichtert. "Wo wart ihr nur so lange? Eure Mutter ist fast
umgekommen vor Sorge!"
"Im Sonnenwald! Es war wirklich herrlich!"
"Ich verbiete euch, nach 17.00 Uhr heimzukommen! Nicht, dass ihr auch
verschwindet, wie, wie...", seine Augen wurden feucht und sein Blick
betrübt, "wie Maria Sophia, eure Schwester! Oh mein Gott, hilf, dass sie
noch lebt!"
Er ging ohne ein weiteres Wort zur Burg zurück, Katherina und Florian
hinterher.
Sie gingen auf ihre Zimmer und Katherina rief eine Zofe, um sich zum
Abendessen umzukleiden. Sie dachte nach. Über Maria Sophia, ihre
Schwester. 3 Jahre waren lang. Ob sie noch lebte? Wenn ja, hatte sie sich
sehr verändert? Vielleicht war sie nun jede Nacht mit dem Mond unterwegs.
Ein Mädchen im Mond.
Da musste Katherina doch noch lächeln, doch eigentlich war ihr gar nicht
danach zumute.
Es läutete zum Essen. Lustlos ging Katherina in den königlichen
Speisesaal. Ihre Mutter wartete bereits.
"Wo wart ihr?", fragte sie mit einem Hauch von Strenge in der Stimme.
"Im Sonnenwald!", antwortete Katherina.
"Wir haben ein Wettreiten und Zielschießen veranstaltet."
"Bitte bleibt beim nächsten Mal nicht so lange weg."
"Wieso?"
"Wir haben unsere Gründe."
In dem Moment kam der König mit Florian herein.
"Setzt euch, Kinder!", sagte er.
"Wir wissen, warum wir euch verbieten, euch so lange im Wald
herumzutreiben! Die Lefora-Lords aus unserem Nachbarland Kirailan sind in
unser Land eingedrungen! Sie wollen unsere Familie auslöschen, um an den
Besitz zu kommen. Wir leben mit Kirailan in Frieden, aber die Lefora-Lords
haben den König verlassen und große Gruppen gebildet, deren Ziel nun
Vernaada ist! Wir müssen uns in Acht nehmen!"
"Wo haben sie sich versteckt?", fragte Florian jetzt. "Sind sie schon in
unseren Wäldern?"
"Ja. Und wenn ihr nicht aufpasst, schnappen sie euch!"
Das Essen wurde aufgetragen und die Unterhaltung war beendet.
Als sie fertig waren, ging Katherina wieder auf ihr Zimmer.
Sie saß am Fenster und starrte den kugelrunden Vollmond an.
"Sophia, meine Schwester im Mond!", flüsterte sie.
"Kannst du mich hören?"
Und plötzlich war es ihr so, als ging ein leises Flüstern durch die Nacht.
Es klang, als würde der Mond antworten:
"Ja, meine Schwester der Erde...!"



2. Kapitel

Der Sommer schritt voran und Katherina war oft im Sonnenwald, meist aber
nur in Begleitung von Wachen, die sie vor den Lefora-Lords beschützen
sollten.
Manchmal aber war Katherina ganz allein dort. Florian, ihr Bruder kam
sowieso nicht mehr mit, seit er vor 2 Wochen 19 Jahre alt geworden war. Er
begleitete seinen Vater bei vielen Geschäftsreisen und ähnlichem. Dann
fehlte er ihr. Kein Wettschießen, kein Wettreiten mehr...
Wenn sie allein in "ihrem" Wald war, kletterte sie ihren Lieblingsbaum hoch,
sah sich Lofgab an und nahm ihr Fernrohr, um in der Ferne nach einem Ort
zu suchen, an dem sich Florian aufhalten könnte. Sie kam immer schon vor
17.00Uhr nach Hause, um Ärger zu vermeiden.
Aber meist waren ihre vorher so belebenden Ausritte nur öde Spaziergänge,
und die Wachen ließen sie nicht auf Bäume klettern und wenn sie
galoppieren wollte, hielten sie sie auch zurück.
So kam es, dass die arme Katherina immer mehr verkümmerte. Der einzige
Lichtblick war Florian. Wenn er da war, ließ er sich manchmal doch zum
einem Ausritt überreden, und dann galoppierten sie über das große Feld hin
zum Sonnenwald, machten dort ein kleines Picknick und ritten wieder zurück.
Das war Katherinas Leben. Der Sommer verging und es wurde Herbst. Die
große Zeit der Trauer. Es wurde Winter und Katherina wurde 17.
Frühling, wieder Sommer, Herbst und Winter. So vergingen 2 Jahre ohne
jegliche Aufregung. Bald war es schon wieder Sommer.
Katherina war 19 Jahre alt. Freiheit! Sie ritt wieder täglich zum Sonnenwald,
ohne das Wächter sie begleiteten. Sie spürte wieder Wind und Sonne auf
der Haut. Eines Abends, als Florian da war, sagte ihre Mutter geheimnissvoll:
"Katherina! Dein Vater und ich haben eine Überraschung für dich!"
"Was denn?", fragte Katherina neugierig.
Und ihr Vater antwortete:
"Du erinnerst dich noch an Prinz Kasimir aus dem großen Land "Flamoga",
dem "Reich der Flammen"?"
"Es war, als ich 12 Jahre alt war. Ich kann mich grob erinnern."
"Kasimir hat um deine Hand angehalten! Ist das nicht toll? Freust du dich?
Wir haben schon alles geplant, du wirst in 2 Wochen heiraten!"
Katherina erschrak. Ihr sollte die Freiheit genommen werden! Sie sollte ohne
ihre Zustimmung verheiratet werden!
"Das will ich nicht!", rief sie wütend.
"Ich heirate ihn nicht! Und wenn ich ihn jemals heiraten würde, dann nur weil
ich es bestimme!"
Sie stand auf, rannte in ihr Zimmer und verschloss von innen die Tür.
Sie weinte. Sie war nun endlich alt genug, ihre eigenen Dinge unternehmen
zu können, und das sollte ihr von heute auf morgen mit einer Hochzeit
genommen werden?
Jetzt, wo sie endlich nicht mehr mit Wachen in den Sonnenwald musste, weil
die Lefora-Lords fürs erste in ein anderes Land gezogen waren und sie
außerdem endlich alt genug für ein eigenes Leben war?
Das war so gemein!
Da klopfte es an der Tür.
"Ich bin es, Florian, lass mich rein!", sagte eine sanfte Stimme.
Er hatte sich sehr verändert. Früher hätte er sie eher geärgert als getröstet.
Katherina schloss auf. Florian trat ein, verschloss die Tür wieder und setzte
sich zu ihr aufs Bett. Dann tröstete er sie.
"Was ist denn so schlimm? Noch kann man alles absagen. Ich werde mit
Vater und Mutter sprechen, ja?"
Langsam nickte Katherina.
"Wir wollen sehen, was sich tun lässt. Ich spreche gleich morgen früh mit
ihnen."
Dann verließ er das Zimmer und Katherina legte sich in ihr Bett, um zu
schlafen.


nicht wundern, ich hab am anfang immer nur in der breite geschrieben... :lol:


Zuletzt von Jakara am Mi Sep 23, 2009 8:30 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Mo Aug 17, 2009 3:03 am

3.Kapitel
Wie vom Blitz getroffen schellte Kasumi's Kopf nach oben, als sie flüsternde Stimmen unmittelbar vor der Halle hörte. Wer war das nur? Hatte man sie entdeckt? Ja, das musste es sein. Das Gebäude hier hatte keinen Eigentümer, das hatte sie extra recherchiert, als sie eine Bleibe gesucht hatte, in der man sie nicht finden würde. Und jetzt das. Wie war es nur möglich, dass man sie entdeckt hatte? Sie war doch immer so vorsichtig gewesen, hatte stets darauf geachtet, dass ihr niemand folgte oder sah wie sie in der Halle verschwand. Na klar. Jetzt weiß ich es. Das Blut... ich hab vergessen das Blut abzuwischen. Oh nein. Wie konnte ich nur so blöd sein? Kasumi schüttelte den Kopf. Vorwürfe gegen sich selbst zu erheben würde daran auch nichts mehr ändern. Lieber sollte sie sich schleunigst darüber Gedanken machen, was sie jetzt tun sollte. Sie hatte genau drei Möglichkeiten. Die Erste war sich zu stellen und sich in ein Labor schleppen zu lassen, nur um dann grausame, unmenschliche Tests über sich ergehen zu lassen. Nein, die Möglichkeit war ausgeschlossen. Genau das war es doch, was sie um jeden Preis verhindern wollte. Die zweite Option war durch ein Fenster oder auf sonst eine Weise zu fliehen, denn so wie sie es gehört hatte, warteten die Leute vor der Halle auf eine zweite Truppe, die se unterstützen sollte. Aber auch diese Möglichkeit schloss sie sofort aus. Es wäre feige zu fliehen und sich nicht der Situation zu stellen. Das war nicht ihre Art. Nur weil sie eine Mörderin war, hieß das noch lange nicht, dass sie keine Ehre mehr hatte. Nun... da blieb nur noch die dritte, und damit, letzte Option. Sie würde kämpfen. Im Sinne von töten, nicht in dem Sinne ihnen einfach einen Tritt gegen's Schienbein zu verpassen und dann zu fliehen. Stark genug war sie, dessen war sich Kasumi sicher. Es würde schwierig werden, das war ihr bewusst. Gleichzeitig die Kugeln abzuwehren, die man auf sie feuern würde, und die Menschen zu töten. Nein, unter einfach verstand sie etwas Anderes. Aber eine andere Wahl hatte sie nicht. Also blieb ihr nichts weiter übrig als zu warten, bis die Männer in den Raum stürzen würden. Sie war bereit. Ihretwegen konnte das Blutbad beginnen...

Es dauerte etwa 20 Minuten bis Dr. Kohara und ihre Gruppe vor der Lagerhalle eintrafen, an der Dr. Katsuna mit seinen Männern auf sie warteten. “Hier soll sie sich also aufhalten?” meinte Dr. Kohara zu ihrem Kollegen und ließ ihren Blick über das Gebäude wandern. Es sah ziemlich alt und verlassen aus. Der perfekte Ort um sich zu verstecken. “Ja. Wir haben Blutspuren am Türrahmen gefunden und sind uns ziemlich sicher, dass es nur von ihr stammen kann. Von ihrem letztem Opfer um genau zu sein.” Dr. Katsuna räusperte sich nervös. “Also dann. Wir gehen jetzt rein. Sie wissen, was Sie zu tun haben.” Die Männer nickten alle entschlossen, nur einer schien sehr zögerlich. Der Jüngste unter ihnen, gerade mal 19 Jahre alt und der es gewagt hatte sich mit einem der Forscher anzulegen, war sich als Einziger der Sache nicht sicher. War es nicht... falsch, was hier geschah? Makoto ließ gedankenverloren den Blick über die Lagerhalle schweifen. Natürlich war die, die sich im Gebäude befand, keine Unschuldige und natürlich musste sie ihre Strafe dafür bekommen. Aber nur die Tatsache, dass sie anders war als andere Menschen, nur aus diesem einen Grund, nahmen sich gewisse Leute das Recht heraus sie als Monster zu sehen. Er wusste nicht, was das für Tests waren, von denen immer die Rede war, aber er wusste, wie grausam sie waren. Er hatte Bilder von den Laboren gesehen, in denen vor einigen Jahren ebenfalls... Leute wie sie eingesperrt worden waren. Es war kein schöner Anblick gewesen. Die Räume waren alle voller Blut gewesen und man sah noch deutlich die Löcher in den Wänden, die von Geschossen oder Kugeln stammen mussten. Und das Schlimmste war, dass sie, die Forscher, sich im Recht sahen, dachten es wäre gerecht, was sie tun. Das war es nicht. Das konnte doch keine Gerechtigkeit sein. Das war nicht das, was Makoto sich unter Gerechtigkeit vorstellte. Gerecht wäre es, sie zu verhaften und dann zu verhören. Dann würde sie einen Anwalt bekommen und eine Gerichtsverhandlung um schlussendlich gerecht verurteilt zu werden. Aber das was diese Menschen mit ihr vorhatten, war etwas ganz Anderes. Offiziell durfte er das alles eigentlich gar nicht wissen, Dr. Kohara hatte ihm nur erzählt, was mit ihr geschehen würde, damit er nicht weiter Fragen stellte. Und er hätte weitergefragt, doch er wusste, dass es ihm nicht viel gebracht hätte. Die Antworten konnte er sich auch so denken. Seine Auffassung von Moral und Gerechtigkeit schien eine andere zu sein als die der anderen. Er konnte sich nur schwer zusammenreißen, als Dr. Katsuna meinte, dass sie nun die gerechte Strafe bekommen würde für das, was sie getan hatte. Makoto warf dem Forscher nur einen verächtlichen Blick zu und unterdrückte es ihm eine Predigt über Moral zu halten. Normalerweise konnte sich nicht so gut zusammenreißen, wie er es jetzt tat. Gerade wenn es um Ungerechtigkeit ging, neigte er zu Wutausbrüchen. Das war wohl eine Sache, die er von seinem Vater geerbt hatte. Auch er hatte einen wahnsinnig ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und so kam es auch, dass Makoto beschloss bei der Polizei zu arbeiten um etwas gegen das Unrecht, das es auf der Welt gab, zu tun.

“Brauchst du etwa eine Extraeinladung?” Makoto blickte zu Dr. Kohara, die ihn eben so angefaucht hatte, dann schüttelte er den Kopf und folgte den anderen in die Halle. Einer hatte bereits die Tür eingetreten um hineinzugelangen. Das Innere war nur geringfügig eingerichtet, ganz so wie Makoto es erwartet hatte. Es war nur ein Unterschlupf, also war es nicht nötig es sich komfortabel zu machen. Wahrscheinlich hatte das Mädchen geahnt, dass sie eines Tages von hier verschwinden musste. Bestimmt hatte sie gewusst, dass man sie irgendwann finden würde.
Mit langsamen Schritt drang die Gruppe langsam in das Gebäude ein. Stets darauf bedacht immer einen Finger auf dem Auslöser der Waffe zu halten um sofort schießen zu können, falls sie angegriffen werden sollten. Sie mussten sich nicht sehr weit in die Halle begeben um das Mädchen zu entdecken. Sie stand nur einige Meter von der Tür entfernt. Ihr Blick war gesenkt, doch Makoto sah, dass trotz allem, trotz der gefährlichen Situation, in der sie sich befand, ein Lächeln auf ihrem Gesicht zu sehen war. Sie hob langsam ihren Kopf und schaute die Menschen an, die so eben in ihren Unterschlupf eingedrungen waren. Ihr Blick war starr, beinahe ausdruckslos, doch noch immer lächelte sie. "Wie schön, ich habe Besuch bekommen. Ihr habt mich also gefunden." Diese Stimme... sie jagte einem, ohne es zu wollen, sofort einen Schauer über den Rücken, wenn man sie hörte. Es war nicht der Klang, der einem ein mulmiges Gefühl gab, es war viel eher die Art, wie sie sprach. Jedes Wort, das über ihre Lippen kam, klang so hasserfüllt und verachtend. "Also, was wollt ihr?" fragte sie die Leute vor sich und musterte sie. Anscheinend schien es sich um lauter Feiglinge zu handeln, den fast jedem stand die Angst deutlich ins Gesicht geschrieben. Nur wenige schienen sich nicht vor ihr zu fürchten oder, so vermutete es Kasumi eher, konnten sie einfach nur ihre Gefühle verdammt gut verstecken. "Was wir von dir wollen? Kannst du dir das denn nicht denken? Wir wollen dich festnehmen." antwortete Dr. Kohara und versuchte ihre Stimme so fest wie möglich klingen zu lassen. Zwar hatte sie sich lange und ausgiebig auf diese Situation vorbereitet, doch auch ihr fiel es nicht leicht Ruhe zu bewahren. "Lüge! Ich weiß, was ihr mit mir vorhabt. Ihr wollt mich nicht nur gefangen nehmen, oh nein. Ihr wollt mich in ein Forschungslabor stecken und diese Tests an mir durchführen, wie ihr es auch schon bei den anderen getan habt." Die beiden Forscher wechselten einen überraschten Blick. Dass sie wusste, was mit ihr geschehen würde - damit hatten sie nicht gerechnet. "Woher..." "Es spielt keine Rolle, woher ich das weiß." schneidete sie Dr. Kohara das Wort ab. "Fakt ist aber, dass ich es weiß. Und Fakt ist auch, dass ich mich bestimmt nicht freiwillig stelle. Ich lasse nicht zu, dass noch mehr Ungerechtigkeit diese Welt beherrscht." Makoto zuckte bei den letzten Worte des Mädchens unwillkürlich zusammen. Waren das... waren das nicht dieselben Worte, die sein Vater benutzt hatte? Natürlich waren sie es. Als er seinen Vater gefragt hatte, was er als Kommissar tat... Da hatte er genau dieselben Worte benutzt wie sie. Ich lasse nicht zu, dass noch mehr Ungerechtigkeit diese Welt beherrscht. Wie vom Blitz getroffen starrte er sie an. Sie, eine grausame Killerin, wie es immer hieß, und doch wollte sie für mehr Gerechtigkeit sorgen. Ihr einziger Fehler war nur die Art, wie sie es tat. "Du wagst es uns zu unterstellen, dass wir dir Unrecht tun? Ist es deiner Meinung nach gerecht unschuldige Menschen zu töten? Du kannst froh sein, dass wir dich nicht umbringen!" Dieses Mal war es Dr. Katsuna, der das Wort ergriffen hatte. "Als ob ihr", sie schenkte ihm einen verächtlichen Blick, "auch nur die geringste Chance gegen mich habt." Makoto sah, wie der Forscher seine linke Hand zu einer Faust ballte. "Na schön, du willst es offensichtlich nicht anders." Er wandte sich an die Gruppe, die ihn umgab. "Feuer." war das einzige Wort, das seine Lippen verließ. Makoto's Augen weiteten sich und bevor er wusste, was er tat, hatte er sich vor die Gruppe gestellt, so dass er zwischen ihnen und dem Mädchen stand, und die Arme ausgebreitet. “Nein, nicht schießen!” "Verdammt noch mal Kudo, weg da! Hast du jetzt völlig den Verstand verloren?!" brüllte Dr. Kohara, während sie immer blasser im Gesicht wurde. Es grenzte beinahe schon an ein Wunder, dass der Diclonius noch nicht angegriffen hatte. Schließlich waren alle nun durch Makoto abgelenkt. Also war es die perfekte Möglichkeit um jetzt zuzuschlagen. Doch sie tat es nicht. Die Überraschung über das, was soeben geschehen war, stand Kasumi deutlich ins Gesicht geschrieben. Warum tat dieser Junge so etwas? Warum versuchte er die anderen am Schießen zu hindern? Irgendeinen plausiblen Grund musste er doch dafür haben. Konnte es sein, dass er sie beschützen wollte? Aber das konnte nicht sein. Wieso sollte er sie schützen wollen? Für ihn war sie doch nur eine eiskalte und blutrünstige Mörderin, eine Verbrecherin und, wenn er es denn wusste, der Diclonius. Etwas Anderes war sie in den Augen der Menschen nicht. Warum wollte er also nicht, dass seine Leute schossen? Andererseits... eigentlich sollte es ihr nur Recht sein. Schon nach wenigen Augenblicken hatte sie bemerkt, dass sie keine Chance gegen diese Leute hatte. Es waren einfach zu viele. So viele Kugeln würde sie nicht abwehren können. Auch wenn sie es nicht gerne tat, sie musste fliehen. Andernfalls würde sie als Forschungsobjekt in einem Labor enden. "Verdammt, Makoto, raus aus der Schusslinie! Du hast doch keine Ahnung, wie gefährlich das ist!" Kasumi ließ noch mal ihren Blick schweifen, dann drehte sie sich um und rannte zur Hintertür. Spätestens jetzt musste sie fliehen. Sie hatte keine Chance gegen die Menschen anzukommen. Vorerst würde sie sich in einem anderen Gebäude verstecken müssen. Zum Glück gab es genug Häuser, die leer standen. Also blieb ihr ein bisschen Zeit. Zeit, um sich einen neuen Plan zurecht zu legen. Sie hatte ja damit gerechnet, dass die Polizei hinter ihr her sein würde, aber dass gleich eine so große Gruppe auf sie angesetzt war - das hatte sie nicht erwartet. Außerdem gab es da noch eine andere Sache, die sie noch erledigen musste...

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Jakara

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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Mi Sep 23, 2009 8:32 am

Hier noch der Prolog, den hab ich erst später geschrieben:

Prolog

Es war genau Mitternacht. Auf den Boden der alten Kirche war ein Kreidekreis gezeichnet, in welchem sich acht Gestalten versammelt hatten. Sie trugen schwarze Umhänge, die bis zum Boden reichten. Ihre Hände waren vor der Brust gekreuzt und ihr Kopf gesenkt. Eine Weile war alles still, dann hob der Älteste von ihnen den Kopf und sagte leise:
"Brüder- heute ist wieder Vollmond. Wir haben uns versammelt, um den Plan zu besprechen, der uns an die Macht bringen wird! Jacob, was sagen die Sterne?"
Der Mann neben ihm hob nun ebenfalls den Kopf. Er war schlank und hatte dunkles, langes Haar, welches ihm ins Gesicht hing. Langsam begann er zu sprechen:
"Sie sagen, dass zwei von ihnen schwerer zu besiegen sind als alle anderen zusammen."
"Werden wir es trotzdem schaffen?"
"Die Sterne sprechen nie über Sieg oder Niederlage!"
Eine dritte Gestalt erwachte nun ebenfalls aus ihrer Haltung und rief mordlustig:
"Wer? Ich will sie persönlich töten!"
Jacob drehte sich zu dem Mann um.
"Max, hast du vergessen, dass die Sterne keine Namen nennen?"
Max runzelte kurz die Stirn und fiel dann schwerfällig in seine Ausgangsstellung zurück. Der Älteste forderte Jacob auf, weiterzusprechen. Dieser nickte und sagte dann kühl:
"Die Sterne erzählten nicht nur Gutes; sie sprachen von unserem Tod; einige von uns werden...sterben!"
Die Männer schwiegen. Erst nach einer Weile begann der Älteste wieder zu sprechen:
"Wieviele?" Er versuchte, würdevoll zu klingen, aber seine Stimme war kaum mehr als ein Krächzen.
"Die Sterne haben es mir nicht verraten", war die harte Antwort von Jacob, der so tat, als würde ihn das nichts angehen.
Ein Raunen ging durch die Runde und ein kleiner schmächtiger Mann hob seinen Kopf. Er kniff die Augen zusammen und fragte vorsichtig:
"Wann? Und wie? Durch einen Kampf?"
"Die Sterne sagen nichts genaues, Benjamin. Ich weiß nur, dass wir fast die Macht haben werden, durch die wir unsterblich werden."
Der Älteste runzelte die Stirn.
"Hmm...", machte er nach einer Weile. "Die Sterne sprechen nicht immer die Wahrheit! Vielleicht auch diesmal nicht!" Er hielt inne und fuhr schließlich fort: "Doch nun, Brüder, lasst uns beginnen- wir haben genug Zeit verloren!"
Er fasste seine Nachbarn an den Händen, und diese taten es ihm nach. Sie schloßen die Augen und der Älteste erhob seine Stimme und sprach kraftvoll:
"Magie der Nacht!
Zauber mein!
Stell dich uns; lass uns deine Herrscher sein!"
Die Männer liefen um den Kreis herum, immer schneller, bis sie fast flogen. Ihre Umhänge wedelten im Wind, welcher von allen Seiten zu kommen schien. Der Älteste rief:
"Feuer! Wasser! Erde! Luft! Vereint euch, Elemente!"
Der Kreidestern, welcher in der Mitte des Kreises aufgezeichnet worden war, begann, zu leuchten, heller und heller, bis er schließlich Funken sprühte und am Ende erlosch. Die Gestalten blieben stehen, kreuzten die Arme vor der Brust und senkten den Kopf. Nach einigen Minuten begann der Älteste erneut zu sprechen:
"Jetzt haben wir genug Magie bis zum nächsten Vollmond gesammelt. Doch bevor wir uns trennen, wird Max uns von seinem Plan berichten, durch den wir die Macht bekommen werden. Fang an!"
Der große, kräftige Mann trat hervor in die Kreisesmitte. Sein Haar war pechschwarz und er hatte einen Vollbart.
"Hört, Männer! Ich werde im Kreise der Gedanken zu euch sprechen! So wird auch kein Lauscher es erfahren!", begann er und schloss die Augen. Er konzentrierte sich.
Sein Brüder fassten sich an den Händen und begannen erneut, im Kreis zu laufen, um Max herum. Dieser murmelte nun:
"Gedanken, spiegelt euch! Fügt euch meiner Macht!"
Ein Blitz durchzuckte den Himmel, dann dachte Max genau an den Plan. Als er seinen Brüdern dadurch alles mitgeteilt hatte, streckte er die Hand nach oben aus und rief:
"Gedanken werdet wieder mein allein!"
Erneut fuhr ein Blitz vom Himmel herab, diesmal genau in die nachobengestreckte Hand. Die Männer blieben stehen und Max murmelte einige unverständliche Worte, bevor er zusammensackte und an seinem ursprünglichen Platz in seiner Ausgangshaltung stand. Kurze Zeit war alles still, dann ergriff der Älteste das Wort:
"Dein Plan ist gut, Max, sehr gut! Führe ihn aus! Die Sterne mögen auf deiner Seite kämpfen! Wirst du genug normalsterbliche Verbündete finden?"
"Ja, ich habe auch dazu eine Idee!" Max lachte und die Männer stimmten mit ein.
Der Äletste hob die Hand und froderte seine Männer so zur Ruhe auf. Dann wandte er sich wieder an Max:
"Wie lange wirst du brauchen?"
"Ich weiß es nicht."
"Nimm dir Zeit! Auch zehn Jahre sind nicht zu viel! Sie sind wenig gegen unser Leben! Wenn wir unsterblich sind..." Der Älteste lächelte kalt.
"Langsam wird es Zeit, dass wir uns trennen!", meinte er.
Die Männer unterhielten sich noch kurze Zeit, dann begann der Älteste sich zu drehen. Bevor er verschwand, rief er noch:
"Bis zum nächsten Vollmond! Mögen die Sterne euch begleiten!"
Da begannen auch die anderen, sich wegzuzaubern, bis schließlich keiner von ihnen mehr da war. Sogar der Kreidekreis und und der Stern in der Mitte verblassten. Bis zum nächsten Vollmond...
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   So Okt 18, 2009 11:33 am

Es war kalt draußen. Es war dunkel und kalt in der anbrechenden Nacht. Ich war auf dem Weg nach Hause, war noch in einer Bar gewesen. Der Wind wehte zwar nur leicht und sanft, doch scharfkantig, so dass er mich erzittern ließ. Ich zog meinen Mantel enger an mich und vergrub mein halbes Gesicht in meinem hochgestellten Kragen. Schnell ging ich weiter, an den mit Graffitis vollgeschmierten Mauern und Häuserwänden vorbei. Es war keine schöne Gegend, doch so war nun mal der schnellste Weg nach Hause und ich hatte keine Lust noch mehr Zeit als nötig draußen alleine in der Kälte zu verbringen. Die Kälte und ich wir mögen uns nicht besonders, auch wenn wir vielleicht einiges gemeinsam haben.
Ich ging also an den kalten grauen Wänden vorbei, bis sich der Häuserwald lichtete und ich zu einer Brücke kam. Einen Augenblick verharrte ich, diese Brücke war mir schon immer ein wenig unheimlich vorgekommen. Ich atmete einmal tief durch und verschnellerte meine Schritte. Keine Zeit zu viel auf der Brücke verbringen. Doch wie immer hatte ich mir völlig umsonst Sorgen gemacht, es war ja doch nichts. ‘ Ich sollte mich wirklich mal einweisen lassen mit meinen Wahnvorstellungen und Hallus‘. Doch das kannte ich ja auch schon, Verfolgungswahn… Ich ging schnellen Schrittes über die Brücke und in den angrenzenden Park hinein. Meine schon eingefrorenen Hände hatte ich tief in meine Jackentaschen gesteckt und den Blick zu Boden gerichtet. Ich verlangsamte mein Tempo nicht, während ich den Parkweg entlang ging und der Wind mir von hinten meine Haare ums Gesicht wehte. Wie ein dunkler Vorhang tanzten sie vor meinen Augen und ich blies sie aus dem Gesicht. Eine dampfende Atemwolke stieg in der Nachtluft empor und die Haare fielen sowieso sofort wieder herunter. Der Wind war eben stärker als ich. Jedenfalls ging ich weiter, immer noch den Blick gesenkt. Auf den Wiesen neben dem Weg war niemand, außer einer kleinen Gruppe Jugendlicher die sich besauften und durch die Stille grölten. Ich bemühte mich möglichst geräuschlos zu gehen, damit sie nicht auf mich aufmerksam wurden, doch kurz bevor ich den rettenden Parkausgang erreichte konnten sie sich einige Pfiffe und geschriene Sprüche nicht verkneifen. Ich verdrehte die Augen ging aber nicht weiter darauf ein und verschnellerte mein Tempo. Ich zitterte weiterhin, die Luft war schon scheinbar selbst eingefroren. Doch der Park endete nun und ich war gerettet.
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Keine nervigen besoffenen Minderjährigen.
Kurze Zeit später zog ich auch schon den Wohnungsschlüssel aus meiner Jackentasche und schloss hastig die Türe auf. Ich eilte in den Flur und schlug die Tür hinter mir zu. Ich merkte wie ich mich gegen die Tür lehnte und mein Puls erhöht war. Er raste nicht, doch er war hoch genug, dass auch meine Augen geweitet waren. Ich hasste solche Begegnungen und einsame Spaziergänge durch die kalte Nacht. Doch jetzt war ich zu Hause und konnte entspannen. Meine Mutter war mit ihrer besten Freundin im Urlaub und so hatte ich Sturmfrei. Und das würde auch noch einige Zeit weiter so bleiben. Ich zog meinen Mantel aus und begann noch stärker zu zittern. Auch Schuhe und Handschuhe wurden weggeräumt, dann ging ich in die Küche. Wie erwartet war ich alleine und kochte mir erst einmal einen Tee um mich aufzuwärmen. Mit einer dampfenden Tasse saß ich dann wenige Minuten später in einem Sessel in unserer Küche. Ich hatte die Knie angezogen und pustete vorsichtig den Tee kühler. So ein Sessel in der Küche ist schon schön, doch die meisten Leute hielten das eher für eine kranke Verhaltensstörung. Ich jedenfalls liebe diesen Sessel.
Ich hatte gerade den ersten vorsichtig geschlürften Schluck Tee intus, als das Telefon klingelte. Es war meine Mam. „Hey Honey, wie geht’s dir? Hast du eine gute Zeit? Ist alles ok, brauch ich mir keine Sorgen zu machen? Hier auf Malle ist es super schön und warm, nicht so zugefroren wie bei dir, nicht Schätzchen? Und mit Ulrike verstehe ich mich auch super, sie hat schon eine heiße Urlaubsbekanntschaft gemacht. Ich hatte noch nicht so viel Glück, aber ich hab schon drei Handynummern! Ach und vergiss nicht die Schule ok? Ich muss dann auch mal wieder Schluss machen.“ Ok, das ist meine Mutter. Sie denkt sie wäre noch eine Studentin, doch sie ist wirklich noch sehr jung mit ihren 35 Jahren. Ach und sie redet gerne viel. „Ok, Mam mir geht’s gut und hier ist alles ok, du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Du musst auch nicht jeden Abend anrufen, ich weiß doch, dass du viel lieber feiern willst. Also dann noch viel Spaß, ok? Ich hab dich lieb“ „ ich dich auch, ok dann bis bald, ich melde mich nochmal. Und was die Jungs angeht, du kannst machen was du willst, solange ich nichts davon mitbekomme. Tschüss meine Süße.“ Und sie machte noch drei Küsschen-Geräusche bevor das eintönige Tuten eintrat. So war eben meine Mutter. Zwar locker doch auch sehr gehetzt… Mit einem leichten Lächeln stellte ich das Telefon wieder in die Station und ließ mich tiefer in den weichen, zerfledderten Sessel sinken. Jungs, sicher. Ich war nicht gerade hässlich, doch trotzdem gab es kaum Jungs, die sich für meine Wenigkeit interessierten. Und keine absoluten Volltrottel waren oder einfach nur eine hübsche Freundin haben wollten. Ich bin schließlich kein Luder!
Ich trank meinen Tee aus und inzwischen war auch mein Körper schon wieder aufgewärmt worden und ich sah etwas entspannter aus. Ich lief die Treppe hoch ins Bad und duschte noch heiß. Dann schlüpfte ich in eine weite Tchibo-Hose und ein viel zu weites T-Shirt und tapste in mein Zimmer. Luna, unsere schwarze Katze kam mir schnurrend entgegen und schlich um meine Beine. Ich streichelte ihren Kopf und richtete mich dann wieder auf. Mein Blick viel geradewegs zum Fenster. Ich spürte wie mein Herz zu rasen begann und sich meine Augen erneut weiteten. Auf der gegenüberliegenden Seite unserer Straße stand ein Mädchen, ungefähr in meinem Alter und starrte einfach nur zu mir. Es starrte in mein Zimmer rein! Dort stand alleine in der Kälte ein blasses Mädchen mit langen, schwarzen Haaren und sah mich an. Die Blicke trafen sich sofort und das Mädchen wand sich ab, um schnell die Straße entlang zu hasten. Sie rannte nicht, doch lief sie mit weit gesenktem Kopf bis zum Straßenende und bog in eine Seitenstraße ein. Ich sah ihr wie paralysiert nach, bis auch ihr wehender Mantel nicht mehr zu sehen war. Mein Puls beruhigte sich langsam wieder und ich redete mir ein, dass das nur ein dummer Zufall war. Was sollte das Mädchen auch schon sonst hier wollen. Aus der Gegend war sie sicherlich nicht, jedenfalls hatte ich sie noch nie zuvor gesehen. Hastig zog ich die Vorhänge zu und verkroch mich unter meiner Decke. Im Bett fühle ich mich immer geborgen. So, als könnte mir hier nichts passieren, als wäre die Decke so eine Art Schutzschild gegen alle Gefahren. Daher zog ich sie auch bis zur Nase hoch. Ich spürte noch, wie Luna auf meine Beine sprang und sich gemütlich zusammen rollte. Dann schlief ich unruhig ein.
***

Am nächsten Morgen weckte mich mein Wecker. Das seltsame Mädchen war wieder einigermaßen verdrängt aus meinem Kopf und ich quälte mich aus dem Bett. Verschlafen zog ich mir eine ausgewaschene Jeans und irgendein Top mit einer Jacke an und schlurfte in die Küche, wo ich der laut schnurrenden Luna ihr Wiskas hinstellte. Zufrieden hockte sich die schwarze davor und fraß in aller Ruhe. Ich musste mich etwas mehr beeilen. Schnell machte ich mir noch ein Müsli und nahm einen Apfel in die Hand, bevor ich mit Schal, Handschuhen und Mantel nach draußen trat. Meine Haare fielen offen herab und ich hielt meinen Apfel zwischen den Zähnen, während ich meinen Schlüssel in der Tasche verstaute.
Die Busfahrt zur Schule verlief schweigend. Ich traf keine Freunde im Bus. Zwar Klassenkameraden, doch es waren keine Freunde. Also schaute ich durchs Fenster und beobachtete die vorbeigehenden verfrorenen Menschen in ihrer Anonymität. Seufzend machte ich meinen iPod an und stellte die Musik laut. Ich hörte „Savior“ von Rise Against. Ich schloss meine Augen und ließ meine Wimpern auf den Wangen ruhen, während der Bus stockend weiterfuhr. Bis wir an der Schule waren war wieder eine halbe Stunde vergangen. Ich stieg aus und begab mich in meinen Kurs-Raum für Biologie. 11 Klasse, ich bin 17 Jahre alt. Nur so nebenbei. Ich ließ mich auf meinen Stuhl fallen und breitete meine Sachen aus. Es war aber noch Zeit und so richtete ich meine Aufmerksamkeit auf die Leute im Raum und die hinzukommenden Schüler. Ich war allerdings noch eine der Ersten in der Klasse. Außer mir waren nur noch ein paar Jungs und eine alberne Mädchengruppe da. Meine beste Freundin war noch nicht hier, doch sie kam meistens etwas später. Ich nahm mir meinen Collegeblock und begann zu Zeichnen. Ich weiß nie genau, was ich zeichne, also ich nehme es mir nicht vor. Es entsteht einfach etwas, was ich dann erkenne und vollende. Diesmal war es das Mädchen von gestern Nacht. Die Tür ging auf und ich hob den Kopf. Ein schüchternes Mädchen aus dem Kurs kam herein und setzte sich hastig auf ihren Platz. Ich widmete mich wieder meiner Zeichnung. Nach einigen Minuten ging die Tür erneut auf, doch ich sah nicht auf. Erst als ich bemerkte, wie seltsam still es plötzlich im Raum war sah ich auch zur Tür. Und wer stand da? Das Mädchen von gestern. Alle Blicke waren auf sie gerichtet. Nicht etwa, weil es so seltsam war, dass ein neues Gesicht in den Kurs dazukam, das hatten wir oft genug. Nein, es hing mit dem Mädchen zusammen. Ich hatte sie letzte Nacht nicht genau gesehen, nur ihre helle Haut und ihr auffallend langes und tiefschwarzes Haar. Wohlgemerkt nicht gefärbt. Sie hatte etwas leicht Asiatisches an sich, doch nicht überwiegend. Ihre Figur war sehr schlank, doch auch weiblich. Ihre Wangen waren leicht rosig von der Kälte und sie trug eine Baskenmütze. Ihre Augen waren hellblau, was wirklich auffallend war. Fast so hell wie Husky-Augen, wenn ihr wisst, was ich meine. Wie Porzellan war ihr Gesicht, sie lächelte leicht verlegen, alle Augen auf sich gerichtet zu wissen. Doch sie war einfach Atemberaubend schön! Und es war das Mädchen von gestern Abend!!! Ich durchbohrte sie mit meinem Blick, doch sie bemerkte mich erst nicht. Sie setzte sich an einen Tisch in der hintersten Reihe, auch hinter meinem, an dem der leere Sitz neben mir auf das Fehlen meiner Freundin verwies.
Die neue Schönheit wurde sogleich von den anderen Schülern umlagert – natürlich nicht von der Schüchternen -, doch bevor sich die Traube um sie herum bildete trafen sich unsere Blicke. Sie wurde auf der Stelle blass und wendete den Blick ab. Ich hatte mich also nicht getäuscht, es war wirklich das Mädchen, das mich beobachtet hatte. Verstört packte ich meine Zeichensachen weg, ich würde mich darauf jetzt sowieso nicht konzentrieren können und stand auf. Dann würde ich auch mal zu dem Mädchen gehen. Einige Jungen machten mir Platz und ließen mich nach vorne, doch es waren ja auch zum Glück noch nicht sehr viele da. Der Junge neben mir, Julius, legte einen Arm um meine Taille und ich verdrehte die Augen, musste aber grinsen. Ich schob den Arm weg und sah wieder zu dem hübschen Mädchen. Celin, eine der Mädchen die in den unteren Klassen noch beliebt war und jetzt eitel und eingebildet war meldete sich zu Wort. Sie war immer noch sehr beliebt, doch nicht mehr auf diesem kindischen Level. Die neue besah sie argwöhnisch, doch ich wusste, dass sie ja doch nur neidisch war.
„Wie heißt du denn?“ Fragte sie. Sie sah die neue wirklich als Konkurrentin, was sie ja auch war…Celin war zwar auch hübsch mit ihren hellbraunen, recht kurzen Haaren und der schlanken Figur, doch sie sah eigentlich ziemlich langweilig aus, wenn man mal genauer hinsah. Auch hatte sich nie sehr lange einen Freund, eher diese Affären und One-Night-Stands. „ Mein Name ist Hennah. Und wie heißt ihr?“ Ihre Stimme war hell und doch nicht quitschig. Sie sprach selbstbewusst, doch nicht arrogant. Allerdings bemerkte ich, dass sie mir immer wieder kurze, verunsicherte Seitenblicke zuwarf. Ich lächelte nicht, sagte aber auch nichts. Sie würde schon noch ihre Chance bekommen zu reden. Jedenfalls machte sie mir jetzt keine Angst mehr… „Ich bin Celin. Hi.“, sagte dann Celin und schüttelte Hennahs Hand. Die anderen benahmen sich nicht so förmlich und ratterten nacheinander ihre Namen runter. Hennah lächelte zwar und sah sich jedes Gesicht für eine Weile an, doch ich bezweifelte, dass sie sich die Namen alle merken konnte. Wieder ging die Tür auf und meine beste Freundin kam rein. Also ließ ich von Hennah ab, sie war sowieso genug umlagert. Was die Aktion von letzter Nacht sollte würde ich sie fragen, wenn wir einen Augenblick alleine waren. Was höchst wahrscheinlich in den nächsten Stunden nicht der Fall sein würde. Ich löste mich aus der Traube heraus und lief lächelnd auf Rickie zu. Wir umarmten uns und sie sah neugierig zu Hennah.
„Wer ist denn die Neue?“
„Hennah. Mehr weiß ich auch nicht. Aber sie ist seltsam. Als ich gestern nach Hause kam stand sie auf der anderen Straßenseite und hat mich in meinem Zimmer beobachtet. Als ich zu ihr rüber gesehen hab ist sie schnell weitergegangen. Hier weicht sie mir total aus und schaut immer voll verunsichert. Krank oder?“
„Sie ist echt hübsch!“
„Rickie!“
„ Tschuldige. Ja, komisch. Aber es war bestimmt nur ein Zufall. Sie ist ja dann wohl auch neu in der Stadt. Ist ja auch egal. Hatten wir was in Bio auf?“ so ist sie eben, Rickie. Fragend sah sie mich mit den blauen Augen an und ich kramte in meiner Tasche um ihr meine Hausaufgaben zu geben. Derweilen wusste ich genau, dass sie heute von Hennah abgelenkt sein würde. Rickie ist einfach Sensationsgeil.
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Fr Okt 30, 2009 5:52 am

Daniel hockte zusammen gesunken in der Ecke seiner Zimmers , auch wenn das ein gewohntes Bild für ihn war , war doch etwas anders denn in Daniels Augen leuchtete ein kleiner Schein hoffnung . Denn gab es seit 8 jahren schon nicht mehr , es gab ihn nicht mehr seit dem sein Vater ihn das erste mal Zusammen geschlagen hatte , ab da war sein Leben immer trostlos und traurig doch jetzt hatte er wieder Hoffnung gefunden , er hatte sich nämmlich verliebt in ein Mädchen was er gleich treffen würde was total komisch war und das Geschah so.
Der Tag fing total normal an er wurde von seinem Vater aus dem Bett geworfen zog sich an und flüchtete in die Schule seinen einzigsten Rückzugs ort . Seine Schule war eine kleine Schule in einem kleinen Ort sie ist sehr alt und ihre Wände sind aus Backstein. Die Dach ziegel sind Blau und neu . Die Schule hat auch eine Bibliothek was Daniels Lieblingsort ist in der Schule was nicht daran liegt das er ein Streber ist sondern ehr das hier die anderen Kinder nicht hingehen obwohl sie sich sowiso von ihm fernhalten da die seine Aura von leid , trauer , schmerzen und angst erzählt und das Schreckt die anderen Kinder ab , doch nach dem die Glocke das letzte mal geschellt hatte und Daniel sich auf dem Weg zu seiner Lieblingsbuchhandlung machte sah er auf dem Weg dahin ein wunderschönes Mädchen mit blondem Lockigen Haar was ihr himmlisches Gesicht umringt und als sein Blick automatisch runter ging sah er einen wunderbaren Körper doch das war nicht das faszienierende an ihr er die Art wie sie ging und ihre Aura alles sprach von einem Schüchternen Wesen was Daniel faszienierte und doch wirkte es eine Anziehungskraft auf ihn ein so das er einige Schritte auf sie zumachte doch dann als er umdrehen wollte da er der Meinung war das sie sowiso ihn meiden würde ging sie auf ihn zu und fragte :" Kannst du mir sagen wo ein ruhiger Ort in der Stadt ist ich bin noch neu hier." Daniel wusste erst einmal nicht was er sagen sollte da er total Baff war , das sie ihn grade angesprochen hatte und doch wollte er ihr ja auch gerne die Frage beantworten und so sagte er ." Ähmm ein ruhiger .... ruhiger Ort ? Da kenne ..... kenne ich einen wenn du wilst zeig ich ihn dir ?" stoterte er und schaute sie fragend an.
Als er sie dann lächeln sah und nicken ging er vorsichtig ein paar Schritte. Er musste gar nicht nachdenken wo er sie hinbrachte er würde ihr seinen geheimen Ort zeigen da war es herrlich ruhig und sie würde ihn dann ja vieleicht mal wieder sehen . Er wusste nicht grade wiso er das tat und wiso er so dachte da das normaler weise gar nicht seine Art war doch er hatte auch keine Zeit nach zudenken da er ihr ja einen Ort zeigen wollte.
Er brachte sie zu einer kleinen Lichtung in einem Wald der nah an der Stadt lag.
Die Lichtung war nicht grade gross doch sie war von Sonnenschein erhellt und die Blumen stachen sich eine nach der anderen in Schöhnheit und Grazie aus , es war ein herrlicher Anblick.
Daniel hatte auf einmal Angst das sie ihn velretzen würde und so nickte er und drehte sich um doch dann packte ihn ganz sanft eine Hand und drehte ihn rum . Er sah in ihr Gesicht und sie sagte :" Du ich bin neu hier in der Stadt vieleicht könntest du mir Geselschaft leisten ?" sie lächelte süß und Daniel konnte nur knapp nicken. "Ich heisse Avelyn und du ?" fragte sie .
"Daniel freut mich dich kennnen zulernen aber auch wenn ich gerne hier bleiben würde ich muss nach Hause sonst kriege ich ärger." Avelyn schaute leicht fragend und sagte dann ."Kann ich nicht mit kommen ?" Daniels augen weiteten sich Angst erfüllt und er sagte hastig ."Nein das würden meine Eltern nicht zulassen." Daniel drehte sich um und ging wieder in den Wald , doch Avelyn lief ihm nach und hielt ihn an der Jacke fest, doch Daniel riss sich los und entblösste dabei einen Teil seines Halses der Narben versehrt war . Als Avelyn das sah schaute sie ihn erschrocken an und fragte zitrig ."Wer war das ?" Daniel zog sich hastig die Jacke wieder hoch und sagte :"Niemand das war niemand ." Er wollte wieder gehen doch Avelyn hielt ihn fest und zog Daniel die Jacke aus .
Als sie seine Narben versehrten Arme sah und seinen Hals und den Nacken erschrack sie noch stärker als beim ersten mal. "Daniel wer hat dir das angetan das ist ja grausam."
Daniel blieb still er hatte sowiso die Augen geschlossen als sie ihm die Jacke auszog er konnte einfach nichts machen und auch ihr nichts erzählen obwohl er es wollte sie wäre einfach in zu großer Gefahr , seine Gedanken wurden von ihr Unterbrochen ." Daniel bitte sag es mir ich weis du kennst mich nicht aber ich mache mir sorgen um dich ." sie dachte das er ja nicht grade wissen musste das sie sich als sie ihn sah in ihn verliebt hatte sie wusste nicht wie das geschehen konnte doch er wirkte einfach etwas auf sie aus was sie noch nie empfanden hatte für einen Jungen. Daniel der nicht ganz wusste was er davon halten sollte beschloss ihr es zusagen ihr zusagen das sie eine anziehungskraft auf ihn auswirkte und dann weg zurennen . "Das waren meine Eltern , und ich sag dir noch was ich glaube ich Liebe dich auch wenn wir uns erst so kurz kennen es war einfach so als ich dich sah." Daniel drehte sich um und wollte wieder weg rennen doch da ergroff Avelyn noch einmal seine Hand zog ihn zu sich rann und küsste ihn.
Daniel wusste nicht was geschah er spührte nur aufeinmal ihre Lippen auf seinen und erwiederte denn Kuss und lösste sich dann von ihr. Sie sagte :"Ich dich auch . Und ich würde dich gerne wiedersehen morgen ." Daniel nickte kurz und rannte nach Hause .
Zuhause angekommen schlug ihn sein Vater zusammen da er zuspät kamm und schickte ihn in sein Zimmer wo er jetzt saß und an den Kuss zurück dachte
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Fr Okt 30, 2009 2:38 pm

Aber was soll man machen… Während sie meine Hausaufgaben abschrieb und ich mich wieder auf meinem Platz niedergelassen hatte kam noch die restliche Hälfte der Klasse an. Einige meiner Freundinnen begrüße ich, aber die meisten interessierten mich nicht wirklich sehr viel. Hennah wurde weiterhin von allen ausgefragt und ich bekam am Rande auch einige Gesprächsfetzen mit. Auch Rickie, die mir mit einem dankbaren Lächeln die Hausaufgaben wiedergegeben hatte ging nun mit einem entschuldigenden Lächeln zu Hennah. Sie war das schöne neue Spielzeug, wie man so sagte. Das lustige war aber, seit gestern hatten wir auch eine neue Mitschülerin, wartet mal… wie hieß sie nochmal? Ach ja, Lucy. Lucy jedenfalls war völlig uninteressant für alle anderen, nur weil sie halb so viel Oberweite hatte und nicht so hübsch wie Hennah war. Pech für Lucy.
Inzwischen hatten Hennah schon mindestens zehn Jungs den Sitzplatz neben sich angeboten, als der Lehrer reinkam. ‚Gott sei Dank! ‘, dachte ich und ließ mich in meinem Sitz zurückfallen. Die Traube um Hennah lichtete sich und die murrenden Jugendlichen verteilten sich auf ihren Plätzen in der Klasse. Herr Siegen schlug das Kursbuch auf und kontrollierte die Anwesenheit. Unten auf der Liste laß er Hennahs Namen vor. Daraufhin stand sie auf und ging lächelnd nach vorne zur Klasse. Sie gab dem Lehrer ihren neuen Stundenplan und er schrieb irgendwas hinein. Dann sagte sie etwas unverständliches, worauf Herr Siegen lachte und dann das Kursbuch zuschlug. Er stand auf und wies Hennah mit der Hand neben das Pult um sich der Klasse vorzustellen. Untypisch. Normalerweise stellten sich Neue nur in den unteren Stufen vor der ganzen Klasse vor, bei Kursen machte das ja auch kaum Sinn. Das konnte Hennah dann wohl noch die anderen Stunden durch so machen.
‚Inzwischen kennt sie sowieso schon jeder…‘ Dachte ich, war aber eigentlich gespannt, was die ebenfalls 17 jährige so erzählen würde.
„Hey. Ich bin Hennah Weiher und bin 17 Jahre alt. Ich bin kürzlich aus Hamburg hergezogen und … joa, das war‘s auch eigentlich schon interessantes über mich.“ Sie lächelte ihr Modelgleiches Lächeln und stand nun unschlüssig da. Scheinbar wusste sie nicht so ganz, ob sie jetzt wieder auf ihren Platz gehen, oder noch weitere, uninteressante Details über ihr Leben erzählen sollte. Sie entschied sich für den Sitzplatz. Gute Wahl!
Die Unterrichtsstunden zogen sich etwas, nicht mal Rickie simste mit ihrem Freund. Sie war ja viel zu beschäftigt Hennah zu beobachten. Also gab es auch rein gar nichts, womit man sich die Zeit hätte beschleunigen können. Warum benahmen sich auch über die Hälfte wie Siebtklässler?! Kindisch. Egal. Ich würde trotzdem noch eine Minute Zeit finden, Hennah auf Gestern Abend anzusprechen. Als es endlich klingelte raffte ich meine Sachen schnell zusammen und wartete an der Tür auf Miss Schönheitskönigin. Doch da konnte ich lange warten, denn Simon, ein „Freund“ von mir stellte sich zu mir und grinste. Scheinbar war ich doch nicht unsichtbar geworden.
„Hey, hast du nicht Lust mit mir irgendwas trinken zu gehen? Oder ein Eis? Ok, Eis ist dumm bei den Temperaturen.“
Er lachte. Süßes Lachen, doch mit einem aus meiner momentanen Stufe würde ich sicher nichts anfangen. Aber Simon mochte mich auch nicht mehr als nur einen Freund, das wusste ich sicher. Ich war mehr so sein gutaussehender Kummerkasten mit dem er seine Freundin ab und zu mal eifersüchtig machte. Ich schmunzelte bei diesem Gedanken.
„Nee, tut mir leid, ich muss noch was Wichtiges mit Hennah besprechen. Morgen?“, fragte ich und lächelte entschuldigend. Ich versetzte ihn nicht sehr gerne.
„Hm ok, aber wehe wenn nicht Morgen!“ drohte er scherzhaft und hob dann verabschiedend die Hand, während er den Flur nach draußen entlangging.
Ich blickte mich im Raum um. ‚Na toll, jetzt hab ich sie verpasst. Shit‘ Ich runzelte die Stirn. Ich hatte sie gar nicht rausgehen gesehen. Aber sie muss mit einer so tollen Traube rausgegangen sein, dass sie wahrscheinlich ganz untergegangen ist. Leise vor mich hin fluchend verließ ich jetzt auch die Schule und ging über den Schulhof. Am Ausgang hielt mich plötzlich etwas am Ärmel fest. Ich zuckte zusammen und drehte mich ruckartig um. Ich blickte in Hennahs Gesicht.
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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Mo Mai 31, 2010 12:17 pm

Hay,

so ich habe mich ( nach dem wiederfinden ) dazu entschlossen, dass ich hier anfange, ein Buch zu schreiben. Ich hoffe, dass es euch gefällt =3
Viel Spaß beim Lesen wünsche ich euch zwinker



~~>[" Schattenspiegel "]<~~



Kapitel 1 / Teil 1



Ich blicke noch einmal zurück. Hinter mir liegt sie, meine Welt. Heimat. Gefängnis. Hölle. Voller Verachtung wende ich mich ab und mache den entscheidenden Schritt. Den einen Schritt, der mein Leben verändern wird. Langsam, andächtig hebe ich mein Bein und schreite durch die kalte, silberne Oberfläche meines Spiegels.

Schwärze. Endlose Schwärze umfängt mich, doch mir kommen keine Zweifel. Ich weiß, dass meine Entscheidung richtig war. Alles ist besser als der Ort meiner Vergangenheit.
Ein silbriger Lichtschein erscheint vor mir. Bedächtig bewege ich mich auf ihn zu. Er fällt direkt auf mein Gesicht, doch blendet er mich nicht. Streift meine Augen mit angenehmer kühle.

Inzwischen kann ich seinen Ursprung erkennen. Nicht weit von mir öffnet sich die Schwärze in eine wunderschöne Waldlichtung. Der Mond bescheint den spiegelglatten See, auf dessen Oberfläche die Abbilder tausender Sterne funkeln. Ein lautloses Lachen umspielt meine Mundwinkel. Es ist war. Die Spiegelwelt. Sie existiert.
Vorsichtig, um die gerade erschienene Umgebung nicht zu verscheuchen, streichle ich mit meinem schmalen Finger die Rinde einer großen Eiche. Sie fühlt sich fest an, so wirklich, so wunderbar. Mit leichten Schritten gehe ich zum Ufer des Sees, streiche das Schilf beiseite und beuge mich über das schwarze Wasser. Mein Spiegelbild lächelt mich an, blass und schwarzhaarig. Ich tauche meine Hand in das kühle Nass und beobachte, wie die Wassertropfen an meiner Haut abperlen.

Versunken in diesen Anblick bemerke ich ihn erst, als ich seinen Atem im Nacken spüre. Spüre den Griff seiner kalten Finger an meinem Oberarm. Immer noch lächelnd wende ich mich um und blicke in das weiße Gesicht, aus dem die violetten Augen begierig funkeln. Es sind wunderschöne, tiefgründige Augen, die die Abgründe hinter ihnen doch nur erahnen lassen.
"Meinen Teil der Abmachung habe ich gehalten. Nun ist es an dir." Seine Stimme klingt bedrohlich drängend.
Ich schweige, halte seinem Blick stand. "Bald."
Er ächzt und richtet sich auf. "Du kennst die Dringlichkeit meines Begehrens. Du weißt, was es mir bedeutet."
Ich genieße die Verzweiflung, die sein ohnehin perfektes Gesicht beinahe noch vollkommener erscheinen lässt.
"Ja, ich weiß es." Dann schweige ich weiter.
"Ich habe dich gesucht, ich habe dir von den Spiegelwelten berichtet, ich habe dir das Betreten ermöglicht! Warum verweigerst du mir meinen Lohn?"
Ich mustere ihn, seinen schlanken, muskulösen Körper, gehüllt in einen schwarzen Umhang. Er wirkt angespannt. Das Mondlicht lässt seine Haut magischer glitzern, als es irgendein Licht der Wirklichkeit jemals vermocht hätte. Oder war dies die Wirklichkeit? Meine alte Welt erscheint mir bereits nur noch wie eine vage Erinnerung. "Warum schweigst du?" Sein Drängen reißt mich aus meinen Gedanken.
Ich erhebe mich ebenfalls. Lautlos. Ich kenne ihn. Ich weiß, was ihn bewegt. Ich kenne seine Gefühle.

Sie sind den meinen so ähnlich.
Mit dem Finger streiche ich über seine Wange. Es fühlt sich an, als würde ich einen kalten, geschliffenen Stein berühren.
"Ich verweigere die Belohnung nicht. Ich sagte bald."
Er greift nach meinem Handgelenk. Ein Schauder durchläuft meinen Arm. In seinem Blick sehe ich Gier, doch auch Anzeichen von Zärtlichkeit.
"Bei Vollmond treffen wir uns erneut hier. Dann löst du dein Versprechen ein." Spricht es und löst seinen Griff.
Ich schenke ihm eine Andeutung eines Lächelns, dann wendet er sich ab und verschmilzt mit dem Schatten der Bäume.
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Zanba

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BeitragThema: Re: Selbstgeschriebene Bücher   Di Jun 01, 2010 5:41 am

Eigentlich sollte dieser Thread schon archiviert sein. Denn wie du hoffentlich bemerkt hast wsollte jeder seine Geschichte in einem extra Thread veröffentlichen. Das ist ordentlicher und übersichtlicher.

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♥️ Givaan ♥️

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