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 Bastet [Rüde]

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Bastet

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BeitragThema: Bastet [Rüde]   Mo März 28, 2011 8:11 am








»NAME
Bastard
    »So nannten sie mich immer, jedes Mal, wenn ich an der Reihe war, schrieen sie mir diesen Namen entgegen. Deutlich war die Abscheu in ihrer Stimme, als sei es bereits widerwärtig, meinen Namen in die Kehle zu nehmen. Bald schon schämte ich mich meines Namen wegen und vermied es tunlichst, mich irgendwo vorzustellen, ganz gleich, wie unhöflich dies war. Doch das war mir auch keine Lösung für die Dauer.«


»TITEL
Räudiger Köter
    »Mir war nie bewusst, wie abwertend dieser Titel eigentlich war und erst durch meinen vollkommen aufgebrachten Vater, welcher den Wärter beinahe zu Tode biss, erfuhr ich es. Es war eine Schande, die ich auf die Familie geladen hatte und noch heute schäme ich mich dafür in Grund und Boden. Doch was soll ich tun, ändern kann ich diesen Umstand leider nicht mehr. Ich bin nun einmal der ›räudige Köter‹ gewesen. Und das wussten wir. Alle.«


»HERKUNFT
Von den Menschen
    »Sie waren es, die mir diesen Namen gaben, die mich demütigten und mich Tag für Tag neuen Qualen aussetzen. Ihnen verdanke ich mein ganzes Sein, doch auch meine gesamte Identität. Weshalb sie es getan haben? Ich fragte mich dies jede Nacht, doch eine Antwort erhielt ich nicht. Fakt ist, dass sie mich geformt haben, nicht meine Eltern. Leider.«


»SPITZNAME
Bastet
    »Für meine Familie war es bereits zu Beginn mein wahrer Name, doch für mich war es eine lange Zeit einfach nur mein Spitzname. Doch die Lösung, mich gar nicht mehr vorzustellen, fand keinen großen Anklang, also habe stelle ich mich von nun an lediglich mit meinem Spitznamen vor. Kaum einer weiß, dass es für mich eine Kurzform meines wahren Namen ist. Denn ich schäme mich für diesen.«


»ALTER
ca. 3 Jahre
    »Es kam mir wie die Ewigkeit vor und doch war es mein Zuhause, mein Heim, meine Stabilität im Leben. Ich habe gewiss zahlreiche Wochen in der kleinen ›Wochenendszelle‹ gelebt und trotzdem war nicht dies meine grausamste Erfahrung. Wie alt ich in dieser Zeit geworden bin? Gemessen an Erfahrung - tausende Jahre alt. Gemessen am biologischen Stand - ungefähr drei Jahre.«


»GESCHLECHT
Rüde ♂
    »Es gab etwas, was selbst sie nicht vorherbestimmen und entscheiden konnten: mein Geschlecht. Ebenso meine Fellzeichnung, doch jene ließe sich gewiss durch Bleiche behandeln - ich habe es einmal erleben müssen, dabei zugesehen, wie sie meine arme Schwester gequält haben und ich wünsche mir, dass niemand dasselbe durchmachen muss wie sie. Nichts desto Trotz ist es nicht änderbar, das ich ihr Bruder bin. Ein Rüde.«





»CHARAKTER
Gewisse typische Grundzüge eines Wolfes weist auch Bastet auf, ebenso seine kleine Familie. Dennoch, auch der junge Rüde sticht aus der stupiden Masse ›Wolf‹ durch seine individuelle Art hervor. Hauptsächlich scheint es die Angst, welche seinen Geist und das Wesen selbst zu beherrschen und dominieren zu scheint. Die Augen wandern beständig und unruhig umher, als seien sie noch immer auf der Suche nach seinen Peinigern. Doch obgleich er ein ausgesprochen vorsichtiger, um nicht zu sagen, verschüchterter und ängstlicher Wolf ist, erlebt er in Momenten größer Freude auch gewisse Höhepunkte. Eben solche finden sich dann auch in seinem Wesen wieder. Zu diesen Zeitpunkten scheint der zurückhaltende, scheue junge Rüde beinahe einer Wüstenblume in der Regensaison aufzublühen. So kann es durchaus auftreten, dass er mit einem Mal fröhlich umherspringt und sich mehr wie ein Welpe denn wie ein beinahe erwachsener Wolf verhält, doch dies kümmert ihn dann kaum noch. Allerdings sind jene Momente rar geworden, denn im Laufe der Zeit haben die Menschen ihm selbst jene einst so charakteristische Freude genommen. Nun wirkt er mehr wie ein vollkommen verstörter, ängstlicher Wolf, dessen Platz dieser Welt nicht mehr fest zu sein scheint.
Ein weiteres Charakteristika des Rüden ist eine große Unsicherheit im Bezug auf beinahe alles und jeden. Doch besonders dominantes Verhalten und Dominanz selber scheinen große Probleme für ihn darzustellen, erinnert ihn dies verstärkt wieder an die zweibeinigen Monstren. Beinahe scheint es, als haben diese jegliches Selbstvertrauen aus dem Wolf geprügelt und eine leblose, hoffnungslose Hülle zurückgelassen. Bastet ist teilweise als regelrechter Pessimist zu beschreiben, sieht er doch selten die positiven Dinge einer Situation. Er ist ausgesprochen schreckhaft und in dieser Hinsicht wohl erneut mehr Welpe als erwachsener Wolfsrüde. Nichts desto Trotz besitzt der verschreckte Rüde einen naiven Charme, welcher ihm gewiss zugute käme, wäre er nicht unlängst gebrochen und zurückgewichen vor den Hürden des Lebens. Womöglich findet er eben jene charmante Art wieder, allerdings ist sich der Rüde jener zauberhaften Ader seines Wesens selbst nicht einmal im Klaren.

    »Mir ist bewusst, dass ich viele Fehler habe. Ich bin ängstlich, fasse schwer Vertrauen und mit Dominanz habe ich ein großes Problem. Wenn die Möglichkeit besteht, ergreife ich die Flucht und besonders mutig bin ich auch nicht. Am Ende kann man getrost denken, dass ich zu gar nichts tauge und mehr Last als Hilfe bin - und ich würde es bestätigen, denn es stimmt sogar. Häufig habe ich versucht, das - mich - zu ändern, doch es scheint mir nicht möglich. Die Träume werden nur grauenhafter und meine Angst größer. Ich bin wohl ein hoffnungsloser Fall, doch ich möchte endlich ein vollwertiger Wolf sein. Kein Bastard mehr, gefangen in Menschenhand. Doch habe ich die Chance dazu?«


»CHARAKTERZITAT
Lebe in den Tag, als sei es dein letzter. Denn er ist es womöglich bereits.
    »Egal, wer diesen Spruch einst sagte, ich finde, er passt hervorragend auf die Lebenssituation meiner Familie. Doch er ist auch wieder sehr traurig, erinnert er mich doch stark an die Realität - an die Wahrheit. Es ist schmerzhaft, sich das einzugestehen müssen, doch besser als bei niemand anderem passte dieser Spruch auf meine Situation. Jeden Tag bangte ich um das Leben meiner Familie und jeden Tag legte ich mich unruhig nieder, aus Angst, am nächsten morgen jemanden aus unserem kleinen Rudel zu vermissen. Nie wieder zu sehen.«


»STÄRKEN
    [+] Entschlossenheit [Im Laufe des RS]
    [+] Kampfgeist [Im Laufe des RS]
    [+] Intelligenz [heute]
    [+] Schnelligkeit [heute]
    [+] Wendigkeit [heute]
    [+] Reaktionsvermögen [heute]

    »Was habe ich schon für Stärken? Eigentlich nur die, dass ich schneller fliehen kann, als jeder andere Wolf, den ich bisher kenne. Gut, das sind nicht besonders viele, eigentlich nur meine Familie und ein mir fremdes Rudel in weiter Ferne, aber trotzdem. Ich glaube, dass niemand schneller fliehen kann, als ich. Ob das auch eine Stärke ist oder zählt das als Feigheit? Ganz bestimmt, es ist feige, zu fliehen. Ich habe keine richtigen Stärken.«


»SCHWÄCHEN
    [-] Unsicherheit [heute]
    [-] Kampf [heute]
    [-] Pessimist [heute]
    [-] Dominanz [heute]
    [-] Vertrauen [heute]
    [-] Naivität [damals & heute]

    »Die Liste der Schwächen dieses Wolfes sind bestimmt unbegrenzt, nicht wahr? Oder zumindest sehr lang ... nun, ich gebe es ehrlich zu: Ich selbst verabscheue mich ebenfalls für meinen schlechten Charakter. Sicherlich würde ich für meine Familie bis an die Grenzen meiner Möglichkeiten gehen, doch ich werde wohl niemals mehr ein solches Gefühl haben. Wahrscheinlich liege ich am Ende irgendwo im Graben der Menschen und vermodere da, weil ich mehr Hund als Wolf bin.«


»VORLIEBEN
    [+] Ausgedehnte Spaziergänge [Inzwischen Wieder]
    [+] Wind & Wetter [Immer]
    [+] Familienkabbeleien [Damals]
    [+] Lange Gespräche [Heute]
    [+] Mondheulen [Immer]

    »Es gab einst so viele schöne Dinge, die mir Freude bereiten konnten. Doch heute glaube ich beinahe, dass ich das Lachen verlernt habe. Die schönen Momente meines Lebens scheinen hinfort gewischt oder an einer Pfote abzählbar. Es ist ernüchternd und traurig, das zugegeben zu müssen, aber leider nicht zu ändern. Einzig der Mond war in seiner vollkommenen Schönheit etwas, was mir beständig Trost schenkte. Und er wird es auch in Zukunft sein. Somit widme ich ihm allein meine Lieder, in der Hoffnung, er versteht mich und meine Dankbarkeit.«


»ABNEIGUNGEN
    [-] Menschen --> seine Vergangenheit [Immer]
    [-] Dominanz [Damals & Heute]
    [-] Enge Räume [Damals & Heute]
    [-] Scharfe, metallene Gegenstände [Damals]
    [-] Seine Schwächen [Damals & Heute]

    »Meine gesamte Familie hatte recht bald schon eine große Abneigung gegen Menschen und ihresgleichen. Anfangs noch nahm ich die Welpen und Jungmenschen in Schutz, doch bald schon lernte ich deren Grausamkeiten kennen. Sie kümmerten sich kaum um uns und unser Wohl, es machte ihnen viel mehr Spaß, uns zu ärgern und zu quälen. Doch neben ihnen sind es enge Räume, die mir große Angst machen. Denn aus ihnen komme ich selten wieder heraus, eigentlich gar nicht. Und beide miteinander verknüpft sind für mich mehr als nur Folter und Qual. Es ist mein Ende.«




»SCHULTERHÖHE
86 CM
    »Die Größe besäße ich von meinem Vater, die Anmut von meiner Mutter. Doch ich glaube noch immer, dass ich, wenn auch bereits recht groß, nicht der Größte Wolf unseres Rudels war. In Anmut sind meine Schwestern um einiges besser und auch meine Brüder sind größer. Man übersieht mich gerne in unserem kleinen Verband, doch leider nie jene Menschen, die mich übersehen sollten. Da half es auch nichts, wenn ich mich klein machte, sie fanden mich jedes Mal. Zu diesen Zeiten begann ich meine Größe zu hassen.«


»GEWICHT
52 KG
    »Mager, so würde meine Mutter es wohl nennen, räudig, nenne ich es. Mit wankenden zweiundfünfzig Kilogramm bin ich bereits um einiges kräftiger, als zu den Zeiten in den Käfigen. Damals waren wir kaum mehr als Knochenwölfe und man gab uns beinahe so wenig zu fressen, dass wir uns am Ende selbst hätten fressen müssen. Doch soweit kam es glücklicherweise nie, wenn die Knochen auch noch immer stark aus meinen Hüften sprießen. Doch solange meine Familie lebt, ist mir das gleich. Solange weder sie noch ich diese Menschen je wiedersehen müssen.«


»FELLFARBE
Grauweiß
    »Ist dies eine gute Tarnfarbe? Ich weiß es nicht. Erbärmlicherweise weiß ich so gut wie nichts über meine Rasse, weder, welcher Art ich angehöre, noch, welche weiteren Arten es noch gibt. So konnten wir damals wie heute keine genaue Zuordnung finden, doch am Ende ist es auch egal. Wir blieben die ›Mistviecher‹, die nicht mehr wert waren als ein Stück trockenes Brot. Doch auch um jenes hätten wir gekämpft. «


»AUGENFARBE
Bernsteinbraun
    »Bernsteinbraun und tief wie die Flüsse, durch welche ihr Vater einst stolziert sein musste. So hatte es mir meine Mutter einst beschrieben und daran halte ich fest, bis ich endlich selbst einmal einen Blick auf meine Augen werfen kann. Eigentlich dachte ich stets, dass meine Augen die Farbe von schlammverkrustetem Fell haben müssten, doch meine Mutter belehrte mich eines anderen. Doch glauben möchte ich nicht, es wäre mir nicht vergönnt, etwas Schönheit in meinem Leben zu haben.«


»RASSE
Canis Lupus
    »Ich habe nie mit meinen Eltern darüber gesprochen. Es schien sie immer wieder zu beschämen, der Rasse Wolf anzugehören, wo sie doch in ihren Augen so unwürdige Vertreter waren. Dabei stimmte das gar nicht! Ich habe sie geliebt, ob sie nun Wölfe waren oder ... etwas anderes eben. Ebenso wie sie bin auch ich. Also bin ich ein Wolf, doch was für einer? Ein männlicher Wolf wird gewiss keine Art sein, aber ich kenne nun einmal nur meine Familie. Und die schwieg beharrlich. Verständlicherweise.«


»AUSSEHEN
Schmal, knochig und weit mehr Zierlichkeit, als es einem Rüden gewiss gut täte. Ebenso ließe sich Bastet beschreiben und ebenso sieht er auch aus. Das Fell ist relativ kurz, jedoch schützend und somit nutzbar, sollten plötzliche Gewitter oder ähnliche Natureinwirkungen auftreten. Es besitzt eine recht eigenwillige Farbe, insbesonders bei Betrachtung der Familie. Der Grundton ist ein Grau in vielen Variationen, ebenso gepaart mit größeren, cremeweißen Bereichen. Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass besonders der Schnauzenbereich um eine recht spitze und schmale Schnauze hin mehr in das helle Braun tendiert als in das dunkle Beige. Der Kopf sticht mehr oder minder aufgrund der Fellzeichnung hervor, besitzt der Rüde hier eine ausgeprägte, intensive Schwarzfärbung, welche sich von den Ohren über den Schädel an die Schläfen zieht. Auch die Rute weist am Ende eben jenes intensive Schwarz auf, wird jedoch zum Ende hin wesentlich schmaler als die übliche Rute eines gewöhnlichen Wolfes. Die Gesamterscheinung Bastets, im Grunde gesehen als schmalgliedrig und knöchern zu beschreiben, wird vorzugsweise durch die recht langen Läufe dominiert. Die Pfoten des Rüden sind im Verhältnis gesehen hervorragend in der Größe und in ihrem Nutzen, nicht allzu viel Wärmeverlust herbeizuführen.
Eine Art ›Latz‹ bildet die Kehlenpartie, welche größtenteils cremefarben bis weiß ist. Das Grau zieht sich fortlaufend durch den gesamten Körper, wird zum Halskragen hin etwas heller und zum Abschluss der Kehle wieder etwas dunkler, hält sich größtenteils jedoch auf dem Rücken des Rüden. Die Innenseiten der Beine, als auch der Bauchbereich sind ebenfalls cremefarben bis weiß, welches besonders durch die zweifarbigen Läufe deutlich wird. Die Hinterläufe und auch die Hüften selbst scheinen mehr in das helle Braunbeige zu tendieren, wobei auch hier vereinzelte Grautöne anzutreffen sind. Durch die eher sehnige, nicht sehr muskulöse Gestalt Bastets wirkt er auf den Betrachter ein wenig mager und zeitweilen auch ein wenig tollpatschig, ganz wie ein Welpe. Doch die intensiven, bernsteinbraunen Augen weisen darauf hin, dass er weder Welpe noch Jungwolf ist.

    »Bin ich hübsch? Ich weiß es nicht und einschätzen möchte ich es auch nicht. Bisher habe ich mich selten gesehen, wenn ich ehrlich bin, noch nie. Lediglich die Erzählungen meiner Famlie, welche jedoch auch sehr weit voneinander abweichen konnten, haben mir ein ungefähres Bild davon gegeben, wie ich aussehe. Doch ich würde mich eher als hässlich bezeichnen, denn zeitweilen wirke ich wie ein Hund durch meine recht stark variierende Fellfarbe. Wie sehr ich mir manchmal wünschte, ein schönes, schneeweißes Fell zu besitzen oder wenigstens eine einheitliche Fellzeichnung. Anders als meine Geschwister sah ich noch mehr aus wie ein Wolfsmischling und eben dies beschämt mich, da ich zu hundert Prozent reinrassiger Wolf bin, ganz gleich, welcher Art. Es muss eine Schande sein, mich optisch in einem echten Wolfsrudel auszumachen. «


»BESONDERHEITEN
Eine am Ende ungewöhnlich schmale Rute
    »Es ist sonderbar, aber es gab nur einen Wolf mit dieser am Ende sehr schmalen Rute: Mich. Ob sie nun ein wenig kürzer ist als die anderen Ruten weiß ich nicht, es wäre möglich. Es war und ist noch immer ein kleines Rätsel, weshalb ich etwas solches besitze, manche Menschen haben es als Defizit angesehen, doch sie beeinträchtigt mich eigentlich nicht sehr. Es sieht nur manchmal recht sonderbar aus, doch dafür kann ich nichts. Oder etwa doch?«




»VATER
Killer ♂ l Verstorben l Leitwolf

    »Mein Vater. Die Menschen gaben ihm den Namen ›Killer‹ und doch war es nie sein Name für uns. Viel mehr war es ein ungewollter Titel, denn sein wahrer Name versprach mir immer wieder unlängst vergangene Geschichten und Legenden zu erzählen. Mythen wieder zum Leben zu erwecken. Einzig wenn ich den Klang seines Namens auf der Zunge hatte, glaubte ich mich bereits in dieser fantastischen Welt. Balinor. «


»MUTTER
Blume ♀ l Unbekannt l Leitwölfin

    »Sie mochte durchaus eine wunderschöne Blume sein, dennoch war dies mehr ein Schimpfwort der Menschen für sie. ›Blume‹. Immer wieder klingt mir die Verachtung in den Stimmen in den Ohren wieder, als stünden sie genau neben mir. Doch ihr wahrer Name, jener also, unter welchem sie geboren wurde, stand ihrer Schönheit und ihrem Sanftmut in nichts nach. Er schien wie für sie geschaffen und hätten die Zweibeiner dies gewusst, ich denke, sie hätten beinahe mit Andacht ihren Namen ausgesprochen. Reema.«


»GESCHWISTER
Flower ♀ l Lebend l Blutsverwandte

    »Niemand konnte je behaupten, sie sei keine schöne Fähe gewesen, dennoch schienen die Menschen keinerlei Gespür für das Wesentliche zu besitzen. ›Flower‹, so die Menschen, sei eigentlich mehr ein Synonym für Blume, weshalb sie weder meine Mutter, noch meine ältere Schwester zu achten schienen. Doch ich tat es. Zharca, wie sie für uns hieß, war die Älteste von uns und gewiss auch die Mutigste. Ich wollte stets so sein wie sie, mutig, tapfer, kräftig. Doch ich war lediglich ihr kleiner Bruder, wegen dem sie immer wieder Prügel einstecken musste. Ich schäme sich dessen.«


Beauty ♀ l Lebend l Blutsverwandte

    »Ihr Name bedeutete Schönheit in einem sonderbaren Dialekt der Menschen. Dies war sie fürwahr, ihre schmale Erscheinung, das schöne Fell und besonders die intensiven, leicht verträumt wirkenden Augen ließen ihr bald schon alle Zweibeiner zu Pfoten liegen. Doch ›Beauty‹ war ausgesprochen eitel, wenngleich wir sie noch immer so sehr liebten wie jeden anderen aus unserem Rudel. Doch sie war teilweise sehr anstrengend, ich musste jeden Wunsch erfüllen und sie war doch nicht zufrieden. Doch Ghaahna war mir als Schwester zu wichtig, als dass ich dies durch ein böses Wort hätte zerstören wollen.«


Crazy ♀ l Lebend l Blutsverwandte

    »Bei einer von uns schienen die Menschen doch ein gewisses Gespür gehabt zu haben. ›Crazy‹ oder eigentlich mit wahrem Namen Cesa war tatsächlich verrückt, wenn es um die Menschen ging. Besonders die Vorstellungen, welche wir verabscheuten und lediglich demütigend empfanden, schien sie regelrecht zu genießen. An der Seite ihrer etwas älteren Schwester Ghaahna schienen beide stets um die Gunst der Menschen zu buhlen. Ich fühlte mich von beiden verraten, doch sagte um des Friedens Willen nichts. Doch selbst jener emotionale Verrat konnte nicht hinwegtäuschen, dass Cesa, ganz gleich, wie wild sie sich vor Freude gebärden tat, eine von uns war. Mitglied unserer Familie - und das würde sie immer sein.«


Junior ♂ l Tot l Blutsverwandter

    »›Killer Junior‹ hatten sie ihn getauft, weil er am meisten das Aussehen unseres Vaters geerbt hatte. Doch auch ebenso dessen sanftes Naturell, ganz gleich, dass er des Älteste von den Rüden war. Er war einer der ruhigeren aus unserem Wurf und auch jener meiner Brüder, mit welchem ich mich am besten verstand. Doch er mied die Zweibeiner noch ärger als es meine Mutter tat und bald schon trieben sie ihn in den Abgrund des Hasses. Es schmerzte mich, ihm bei seinem Zerfall zusehen zu müssen, doch am Ende schien der Tod mehr Erlösung als Verrat zu sein. Mögest du in Frieden Ruhen, Rekshan. Möge man sich immer deiner als jener Held erinnern, welcher du für mich warst. Rekshan der Besonnene.«


Biest ♂ l Lebend l Blutsverwandter

    »Man hasste und verachtete ihn, meinen zweitjüngsten Bruder. Er war der Kleinste von uns, doch ihn störte unsere missliche Lage beinahe mehr als uns. Nie wollte er wahr haben, dass es endgültig war, das wir nicht fliehen konnten und lediglich um unser Heil fürchten mussten. ›Biest‹ nannten sie ihn, obwohl ich mir sicher bin, dass er unter anderen Umständen tatsächlich seinem wahren Ich treu geblieben wäre: Nirvan. Er war lediglich ein Biest für sie, weil er sich noch am ärgsten gewehrt hat. Doch bald schon brachen sie auch ihn und Nirvan schien restlos verschwunden.«


Ice ♂ l Lebend l Blutsverwandter

    »Er wurde erneut mit diesem sonderbaren Dialekt benannt, man sagte, der Name würde auf sein Wesen passen, denn er sei lediglich kaltes Eis. ›Cold Ice‹. Doch ich glaubte dies nie, er war mein Bruder und er wollte, ebenso wie auch Rekshan, meiner Familie helfen, um endlich wieder in Freiheit zu leben. Doch Nazir war in seiner ruhigen, kühlen und wohlbesonnenen Art meist noch nervenaufreibender als Cesa, da er nie seine kühle Fassade zu verlieren schien. Es ängstigte mich, ich spürte die Dominanz dahinter und sorgte mich um den Frieden unseres Rudels, wenn Vater zu alt werden würde. Doch soweit kam es nie und ich glaube, dass Nazir es sich nie verzeihen wird, wie sehr er nach dem Leitposten gestrebt hatte.«


»PARTNER
Versprochen l Keine
    »Einst kam ein anderes, kleineres Rudel an unseren Heimatplatz und unter ihnen war eine wunderschöne, silbergraue Fähe, deren Namen mir bis heute nicht bekannt ist. Ich traute mich nicht, sie anzusprechen, doch bald tat sie es und nach einiger gemeinsam verbrachter Zeit erkannte ich, dass ich sie liebte. Sie versprach mir, eines Tages würden wir ein eigenes Rudel gründen, doch in der folgenden Nacht war sie verschwunden und kehrte nie wieder. Noch immer ist es schmerzhaft und traurig, doch anscheinend verdiene ich weder ein wenig Glück, noch hatte ich die Qualitäten, um sie zu halten.«


»NACHKOMMEN
Geplant l Keine
    »Eben jene wunderschöne Fähe versprach mir eines nachts, dass auch wir ein kleines Rudel gründen würden, eine eigene, kleine Familie. Mir stieg damals die Röte ins Gesicht und auch noch heute. Doch ebenso wie auch sie verschwand dieser Wunschtraum in die in Dunkelheit gehüllte Nacht und ließ nichts weiter als die klägliche Erinnerung zurück. Wie sehr hätte ich mich an eigenen Welpen erfreut, doch scheint es mir, als sei ich nicht erwählt, ein solches Glück zu verspüren.«


»VERGANGENHEIT
Die Geschichte dieses Wolfes ist durchaus ergreifend, sofern man sich nicht dagegen verschließt. Doch ist es seit jeher kein allzu großes Geheimnis, dass gewisse Menschen Wölfe einfingen, um diese für den eigenen Bedarf abzurichten. So auch Balinor und Reema, ein sanftmütiges wie faszinierendes Wolfspaar. Als die Wölfin nun einen Wurf Welpen gebar, sahen die Menschen darin sogleich die Möglichkeit auf Profit und lehrten die Wölfe, Angst vor ihnen zu haben, ihnen zu folgen und zu gehorchen. Die Wölfe wurden in kleinste Zellen gesperrt, sofern sie sich falsch benahmen und die Rudelgemeinschaft wurde ein wichtiger Bestandteil der kleinen Familie. So kam es, dass eines Tages die älteste Wölfin aus dem Wurf dazwischen ging, als man den schwächsten und leichtesten unter ihnen drangsalierte. Zharca war bereits zu Beginn weit mehr als nur eine Schwester, sie war ihm Vorbild, Held und Zufluchtsperson. Sie verschrieb sich dem jungen Bastet, wie er gerufen werden wollte, wenngleich die Bedeutung dieses Namens beinahe grotesk zu seiner Art stand. Bastet, die Katzengöttin aus Ägypten, doch ihre Anmut und ihre schmale Erscheinung schienen in ihm ebenfalls vorhanden. Zharca beschützte ihn und so kam es, dass die Menschen die Geduld mit ihr verloren. Immer öfter prügelten sie auf sie ein und ganz gleich, wie groß die Beteuerungen Bastet´s waren, er getraute sich nie, einzuschreiten und ihr zu helfen. Trotz seiner Bewunderung für sie.
Sie lebten einige Zeit unbehelligt, einzig die Menschen, welche Balinor und Reema hinterhältig eingefangen hatten, drangsalierten ab und an das kleine Rudel, allen voran stets Bastet. Doch dann wandelte sich die kleine, sonderbare Idylle im Rudel, denn sie waren alt genug, um aufzutreten. Sie sollten über Baumstämme hüpfen, durch Reifen springen, apportieren und noch allerlei anderen Unfug anstellen, lediglich der Unterhaltung der Menschen wegen. Bastet erkannte, dass, je williger er folgte, umso niedriger war die Wahrscheinlichkeit auf Strafe. Doch man befand, dass Zharca eine andere Fellfarbe besser stünde und somit begann eine Qual, die sie auf ewig verändern sollte. Bastet erträgt den Gedanken an ihr qualvolles Jaulen noch immer nicht und noch immer sucht ihm ein solcher Traum jedes Mal heim. Als sie wiederkehrte, roch sie sonderbar - scharf und auf seltsame Weise steril. Doch die größte Veränderung selbst war an ihr zu erkennen. Ihr einst so wunderschönes, dichtes Wolfsfell war nun spröde und trocken. Doch nicht das entsetzte die Familie. Ihr anfangs so schönes, buntes Fell war nun schneeweiß. Sie erzählte, dass man sie geprügelt hätte, bis sie kaum noch Luft bekam und habe sie dann mit Bleiche behandelt. Wie ein Stück Stoff. Ihr Fell war hinüber und ihre recht ruhige Art wurde beinahe verschlossen. Doch Bastet liebte sie noch immer und versuchte nun seinerseits, zu ihr durchzudringen. Doch sie verbiss ihn immer wieder und zog sich weit zurück, sodass sie bald schon wieder Prügel erhielt. Bastet sah beiseite.
Das Leben der kleinen Familie bestand aus dergleichen Vorkommnissen, welche im Laufe der Zeit an Grausamkeit nur noch zu übertrumpfen schien. Doch wie es genau gelang, dass sie flohen, ist noch immer ein kleines Rätsel. Ein Brand sei im Herrenhaus ausgebrochen, der alte Wachhund des Nachbarn habe ihnen geholfen zu fliehen. Doch inwieweit dem der Wahrheit entspricht, weiß keiner so genau. Eines jedoch ist gewiss: Bastet verlor seinen Vater und einen Bruder an die Menschen. Dass er nun den Rest seiner Familie bei der Flucht verlor, brach ihn beinahe. Einzig die Hoffnung, sie später wiederzutreffen, treibt ihn immer weiter, gegen seine Ängste kämpfend.

    »Ich spreche ungern darüber, dennoch erinnern mich zahlreiche Träume immer wieder daran. Wir sind bei Menschen aufgewachsen, wurden dort - anders als unsere Eltern, welche noch das Leben in Freiheit kannten und davon schwärmten - geboren. Sie ließen uns Tricks vorführen und Scheinkämpfe gegeneinander austragen. Gehorchten wir nicht, so mussten wir für lange Zeit in eine einsame, verdreckte Zelle, die kaum größer war als wir lang wie breit. Dennoch haben wir gelernt, was es bedeutet, ein Rudel zu sein und zu lieben. Doch obwohl ich nun endlich die Freiheit witterte, hat jener Geruch etwas Furchtbares an sich haften. Ich verlor einen Bruder und meinen Vater an die Menschen, meine restliche Familie verlor ich nach unserer Flucht aus den Augen. Nun suche ich sie, in der Hoffnung, dass ich nicht mehr allein umher irren muss. Ich fürchte mich doch so entsetzlich vor dem Alleinsein.«




»REGELCODE
Gelesen und Akzeptiert. Gez. Givaan
    »In den Regeln gefunden, welche akzeptiert sind und auch gelesen.«



»SCHRIFTFARBE
5F9EA0 l Beispiel
    »Diese wunderbare Farbe könnte beinahe wie ich sein. Sie ist unaufdringlich, unscheinbar. Gleichzeitig ist sie wunderschön und angenehm für die Augen, doch dies träfe weit mehr auf meine Schwestern als auf mich zu. Oder gar auf meine bildschöne Mutter.«


»ABWESENHEIT
Bastet wird entweder von mir oder der Spielleitung herausgenommen. Im Ausnahmefall gebe ich jemandem die Erlaubnis, ihn mitzuziehen.
    »Ich denke, es würde niemanden stören, wenn ich eines Tages plötzlich nicht mehr erscheine. Einmal davon abgesehen, dass mich wohl niemand in seiner Nähe dulden würde. Ich bin und bleibe ein Bastard.«


»ANDERE RUDEL
Zahlreiche l Bereits bekannt
    »Mir stand es nie zu, mich anderen Rudeln anzuschließen, denn ich traf lediglich ein weiteres. Doch eben jenes zog weiter und zu dieser Zeit war ich noch Teil meines Elternrudels. Ich hätte es wohl kaum verlassen können.«


»NAME
Bereits bekannt
    »Ich flehe dich an, zwinge mich nicht dazu, allen meinen Namen - meinen wahren Namen - zu verraten. Es ist eine nie wieder gut zu machende Schande für mich und somit bleibe ich Bastet. Ich flehe dich an.«


»ALTER
Bereits bekannt
    »Wie ich bereits erzählte, war die Zeit in unserem Heim recht unterschiedlich verlaufen, weshalb ich lediglich vermuten kann, dass ich um die drei Jahre alt bin. Doch ich weiß es nicht, denn gefühlt besitze ich wohl bereits mehr Last auf meinen Schultern, als es nötig wäre.«


»BILDQUELLE
Fotocommunity.de [Familienbande], Deviantart.com [Avatar]
    »Ich habe sie gesehen, meine liebe Familie. Ich habe mich nach ihnen verzehrt und bin vor Sehnsucht beinahe vergangen, doch erreichen konnte ich sie nie mehr. Womöglich ist es besser, es würde lediglich das Bild trüben, welches ich von ihnen besitze.«


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Givaan

avatar

ALTER : 23
ORT : Am Ort des Geschehens

Charakterinformationen
Gesundheit:
85/100  (85/100)
Hunger/Durst:
40/50  (40/50)

BeitragThema: Re: Bastet [Rüde]   Do Apr 28, 2011 2:37 am

Gelesen und angenommen.

Beide Leitwölfe gaben ihr WoB.

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
(c) Raven

x male x 5 years x leader of the pack x black devil x
True Love Comes But Once - Just With You
Zanba
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http://moonwolves.forumieren.com/die-jetzigen-f26/givaan-leitwolf-t98.htm
 

Bastet [Rüde]

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