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 Tschèl [Fähe]

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Tschèl

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BeitragThema: Tschèl [Fähe]   Mi Jun 29, 2011 9:15 am




.Wirbelwind | Racheengel.
CHAOS!




»NAME?! Tschèl.»NUR TSCHÈL?! Nur Tschèl.»HERKUNFT/BEDEUTUNG?! Ich nehme an, meine Mutter gab ihn mir. Vielleicht bedeutete er ihr etwas, vielleicht ist er auch nur ein Wort, aufgeschnappt, gemerkt und verwendet.»ALTER?!Es gibt Tage, da wache ich auf und fühle mich unglaublich alt und erschöpft. Gleichermaßen gibt es Tage, an denen ich meine, ein Jungwolf zu sein. (4 Jahre)




»CHARAKTER?!
Mein Charakter. Eine lange Geschichte. Die Verrückte, rief man mir nach. Das war es, was sie in mir sahen. Einen kopflosen Racheengel. Es ging so weit, dass ich oftmals aufwachte und selber an ihre Worte glaubte. Dann fragte ich mich, wer ich nun wirklich war. Noch heute frage ich es mich. Bin ich verrückt? Oder will ich meine Seele nur nicht vor der ganzen Welt ausbreiten? Bin ich etwa der Beweis dafür, dass man an einem Ziel brechen kann? Ich weiß es nicht. Ich denke nicht viel darüber nach. Aber oft wünsche ich mir, dieses Monster nicht in mir zu haben, dass meine Erinnerungen verschlingt, während ich schlafe, so dass nur noch unbedeutende Fetzen übrig bleiben. Aber ich bin gesonnen zu sagen, dass das nicht alles von mir ist. Ja, möglicherweise bin ich aufbrausend, möglicherweise bin ich sogar verrückt. Doch kann ich auch anders. Immerhin bin ich Tschèl. Oder? Ich bin doch die Wölfin, der man die Furcht schon in Kindertagen aus en Knochen jagte. Jene, die nicht mehr zurück schreckt und trotzdem scheiterte. He, ich brauche kein Mitleid. Ich bin auf mich selbst gestellt. Das war schon immer so. Und mir geht es gut dabei. Es sind doch schließlich die anderen, die sich so von mir angezogen fühlen, stimmt's? Die anderen halten mich auf. Ohne sie wäre ich schon lange an meinem Ziel. Aber will ich mein Ziel überhaupt erreichen? Manchmal zweifle ich daran, dass es tatsächlich ein Wunsch sein kann, Blut zu vergießen. Dass es tatsächlich ein Wunsch sein kann, eine ganze Rasse auszulöschen. Aber, halt. Jemand wie ich zweifelt nicht. Und schau mich nicht so an, sonst zieh ich dir dein verdammtes Fell über die Ohren, kapiert?!
»STÄRKEN?!
Stärken. Davon könnte ich dir jetzt etliche aufzählen. Aber ist es nicht eine Ansichtssache, was einen stark macht und aws schwach? So würde ich es zu meinen Stärken zählen, dass ich mein Innerstes nicht jedem daher gelaufenen Wolf preis gebe. Auch meine ich, dass meine Wahrnehmung geschärfter ist als die der anderen. Ich lausche gerne dem, was der Wind mir flüstert, was die Bäume murmeln und was die Gräser hauchen. Manchmal, wenn ich aufwache, und nicht weiß, wie ich an diesen Ort kam, dann hilft mir das, mich zu erinnern. Meine Vergangenheit hat mich stark gemacht. Ich wurde abgehärtet, schon im Welpenalter. Nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Denn um mein Ziel zu erreichen muss ich stark sein. Ich muss wendig sein und ich muss mit meiner Natur verschmelzen können. Ich bin ein Teil von ihr, ich passe mich an und doch bin ich ein Individuum.
»SCHWÄCHEN?!
Schwächen? Ich? Nein. Keine, die ich dir nun auf Anhieb nennen könnte. Es ist wie mit den Stärken, es gibt Dinge, die machen mich einerseits stark, schwächen mich aber. Mein Ehrgeiz zum Beispiel. Ich frage mich oft, wo er mich eines Tages hinführt. Ob er weiterhin hartnäckig bleibt und meinen Verstand zerfleischt, bis ich diejenige bin, für die alle mich halten. Wahrscheinlich ist es eine Schwäche, dass meine Erinnerungen Stückweise ausgelöscht werden. Aber manchmal tut es mir auch gut, meine Rachlust vergessen und einfach ich selbst sein zu können, wie ich vor jenem Schicksalstag war.
»VORLIEBEN?!
Ehrlich, da kann ich dir kaum etwas nennen. Ich tue, was ich tun muss, ob es mir gefällt oder nicht. Manchmal sitze ich einfach nur da und mache gar nichts, manchmal verbringe ich die Zeit mit anderen Wölfen. Und dann reise ich weiter. Mein Leben gefiel mir immer so.
ABNEIGUNGEN?!
Hmm... wie wäre es, wenn wir aufhören, darüber zu sprechen? Über all das, was ich mag und nicht mag. Denn darüber mache ich mir selten Gedanken. Ich mag die Jagd alleine nicht, aber ich traf bisher keinen, der dauerhaft mit mir jagen wollte. Ich mag es nicht, morgens auf zu wachen und nur diese dunkle Wolke aus Verwirrung in meinem Kopf vor zu finden. Ich mag keine Hitze, ich mag den Geschmack von Fisch nicht. Ich mag vieles nicht. Aber wen kümmert das?




»AUSSEHEN?!
Was willst du jetzt hören? Dass ich eine Wölfin von wohl geformter Statue bin, oder die Wahrheit? Ja, eine Wölfin mag ich sein, doch mein Körperbau scheint eine andere Sprache zu sprechen. Muskeln zieren meinen Körper, nicht zu viele, aber gerade genug, um mich für einen Rüden zu halten. Dennoch bin ich von recht kleiner Gestalt, nicht zu breit gebaut. Das ermöglicht es mir, mich besser zu verstecken, wenn es sein muss. Es macht mich flink und wendig. Die langen Beine verhelfen mir dabei, weite Strecken alleine zurück zu legen. Außerdem ermöglicht mir diese Kombination aus verschiedenen Körpereigenschaften die Jagd ohne Rudel. So schaffe ich es hin und wieder auch mal, mir eine verletzte Hirschkuh zu schnappen. Meine Haut scheint ein Kunstwerk darstellen zu wollen, ein äußerst hässliches Kunstwerk. Von Narben geziert, die unter dem grau-braunen Fell versteckt sind. Ich kann nicht genau sagen, woher diese Narben kommen. Ich wache auf und sie sind einfach da. Trotzdem würde ich mich nicht als hässlich bezeichnen. Eher als individueller Typ. Wölfe, denen ich begegnet, sagten mir, dass sich in meinen Augen widerspiegelt, was ich bin. Dass man meinen Augen ansieht, dass in dieser verrückten Hülle, die man lieber meidet, doch noch ein weicher Kern steckt. Ansonsten bin ich mit meinem Körper vollkommen zufrieden. Es wäre reine Zeitverschwendung, daran zu denken, was alles hätte besser sein können. Denn so ist es nun einmal nicht und ich muss nehmen, was die Götter mir gaben und es nur richtig einzusetzen wissen.
»FELLFARBE?!
Das sagte ich doch bereits, du Dummkopf! Ein erdiges Dunkelbraun mit grauen Schlieren. Ähnlich wie das Stachelkleid eines Igels, sagte mir mal einer.
»AUGENFARBE?!
Dunkelbraun mit goldenen Sprenkeln.




»FAMILIE?!
Meine Familie . . . wenn ich mich bloß noch an sie erinnern könnte. Aber wenn ich versuche, die sanften Augen meiner Mutter vor mir zu sehen, dann sind sie verschleiert von Blut, das ihren gesamten braunen Leib bedeckt. Ich weiß, dass sie nicht besonders groß war. Ähnlich wie ich. Mein Vater im Gegensatz . . . er war der Leitwolf des Rudels. Ich erinnere mich, dass er der Größte war, der Stärkste und Klügste. Trotzdem hat er es nicht geschafft, uns alle zu retten. Und Geschwister . . . wir alle waren Brüder und Schwestern, im Geiste, vielleicht auch im Blute. Für mich hat das nie einen Unterschied gemacht.
»UND NAMEN?!
Es ist furchtbar, dass ich sie lediglich von Fremden erfuhr, während meine Gedanken sie ausgelöscht hatten. Akenai, nannten sie meine Mutter und Elek meinen Vater.
»ENTSPANN DICH. WIE WEIT REICHT DEIN GEDÄCHTNIS?!
Es war Nacht, als sie angriffen. Der Schnee reichte uns bis an die Knöchel. Wir waren uns sicher, dass die Jäger schon weiter gezogen waren. In der Hoffnung auf Schutz vor der Kälte und etwas zu essen ließen wir uns in den noch warmen Hütten nieder. Ich erinnere mich matt an den noch starken Geruch, der mir von unserer Ankunft an Unbehagen bereitet hatte. Aber ich hatte nichts gesagt, wollte ihren gefundenen Frieden nicht zerstören.
Mit erhobenen Speeren und lautem Gebrüll stürmten sie herbei, in ihren Augen der Durst nach Blut, an ihrer Seite der Tod, der nach uns züngelte. Bevor einer der Wächter, die um die Hütten herum patrouillierten, uns warnen konnte, hatten sie alle innerhalb eines Lidaufschlags getötet, ihnen die Felle vom Leib geschnitten und sich selbst umgehängt wie Trophäen. Blutrote Tropfen färbten den Schnee und beraubten ihn seiner unschuldigen Reinheit.
Einer nach dem anderen sprang auf, um die Familie zu verteidigen. Auch ich erwachte schnell, aber anstatt Hals über Kopf in das Getümmel zu rennen, versuchte ich, einen Wolf auf die Beine zu bekommen. Ich erinnere mich nicht, weshalb, aber bei dem Gedanken an seinen hellen Pelz spüre ich etwas Wärme in meiner Brust. Er war geschwächt, ich glaube, er hatte eine Wunde, die ihm das Leben ganz langsam aus den Gliedern zog, als wäre es Gift, das besonders behandelt werden musste.
Es war ein schrecklicher Kampf, ihn dazu zu bewegen, sich zu erheben und mir zu folgen. Während von draußen Kriegsgeschrei zu hören war, humpelten wir tiefer in die Hütte hinein, suchten einen Platz, wo wir uns verstecken könnten. Er wolle sterben, hatte er gesagt. Er würde sowieso nicht mehr viel Zeit haben. Das hat mich einerseits angetrieben, ihn zu retten, andererseits scheuchte es mich auf einen dunklen Abgrund zu, dem ich mit eigenen Kräften nicht hätte entkommen können.
Wir fanden schließlich einen Raum, in dem wir uns verstecken konnten. Er war versteckt hinter Holzresten und Schutt. Ich musste um Atem ringen, so dick war die Luft, geschwängert von Staub und Asche. Die Decke war niedrig und es war so eng, dass wir uns fest aneinander drücken mussten, um hinein zu passen. Aber sie fanden uns nicht. Wir waren sicher. Ich weiß nicht, wie lange wir dort gekauert und gewartet hatten, bis dass der letzte Schrei endlich erlöschen würde. Es war mir auf jeden Fall ewig vorgekommen. Und sobald ich dann dieses Jaulen hörte, in dem all das zu hören war, das meinem Vater in dem Moment als man sein Herz durchbohrt hatte durch den Kopf geschossen war, hasste ich mich dafür, hier zu hocken und auf eben jenes Jaulen zu warten. Als ich aufsprang, um hinaus zu jagen, stieß ich mir den Kopf. Aber es war mir egal.
Doch es war nichts mehr übrig, was sich zu retten gelohnt hätte. Der Tod hatte sich in jede Flocke des Schnees, in jeden Staubpartikel in der Luft und in jede andere noch so kleine Ritze geschlichen, die vorzufinden war. Ich roch seinen kupferartigen Gestand, hörte seine bedrückende Stille und sah seine roten Fußspuren, die in Lachen über den Boden verteilt waren. Nur ein paar Sprünge weiter sah ich den toten Leib meines Vaters, den Pelz so dunkel wie er nicht einmal in der sternenlosesten Nacht gewesen war.
Und wo ich vorher durch knöchelhohen Schnee watete, watete ich nun durch knöchelhohe Blutpfützen, suchte mir einen Weg durch die verstümmelten Reste meiner Familie. Ich wusste nicht, wo die Jäger waren, es war mir ehrlich gesagt aber auch egal. Sie hatten sie alle umgebracht. Sie hatten sie mir alle genommen.
Einem Zusammenbruch nahe jagte ich zurück zu dem Wolf, mit dem ich in dem engen Raum gewartet hatte. Ich wollte mit ihm Totenwache halten und dann fort ziehen. Weit weg von diesem Ort des Grauens. Aber würde ich das wirklich vergessen können, wo es sich doch in mein Hirn gebrannt hat wie ein heißes Eisen in rohes Fleisch? Wohl kaum.
Ich sog scharf die Luft ein. Der Wolf war fort. Ich rief seinen Namen. Erst laut, flehend, dann leiser und verzweifelt. Schnell trabte ich hinaus, umkreiste die Hütte, suchte überall nach ihm. Aber er war schon fort. Irgendwann sah ich seinen Pelz wieder, in den Händen eines Jägers, die Augen milchig, leblos.
Alles, was danach geschah, ist verschwommen. Ich erinnere mich noch an dieses Feuer, das aus meinem Herzen Asche zu machen schien. Asche, die erst versiegen würde, wenn die Rachlust gestillt war, die wie eine Welle über mich krachte. Ich wollte all das Blut rächen, das an diesem Tag geflossen war. So viel steht fest. Ich nehme an, dass ich einfach so zusammen geklappt und mehrere Tage später wieder aufgewacht bin. Und dann fing es an, dass das Feuer sich auch an meinen Erinnerungen zu schaffen machte, sie nieder brannte wie trockenes Laub. Es fällt mir jeden Tag schwer, mich zu erinnern, was mich an den Rande des Wahnsinns treiben mag, mich gleichzeitig aber das vergessen lässt, was man mir an jenem Tag antat.



»REGELCODE?!
Gelesen & Akzeptiert
»SCHRIFTFARBE?!
#4c5335- diese
»ANDERE FOREN?!
Nasib
»NAME?!
Toni ;)
»ALTER?!
15



_______________

With your feet in the air,
and your head on the ground
Try this trick and spin it! Yeahh!
Your head will collapse,
but there's nothing in it
And you'll ask yourself?
Where is my mind?

- Tschèl -


Zuletzt von Tschèl am So Jul 10, 2011 7:33 am bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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Givaan

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ALTER : 23
ORT : Am Ort des Geschehens

Charakterinformationen
Gesundheit:
85/100  (85/100)
Hunger/Durst:
40/50  (40/50)

BeitragThema: Re: Tschèl [Fähe]   Mo Jul 11, 2011 2:40 am

Gelesen und angenommen.

Beide Leitwölfe gaben ihr WoB.

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
(c) Raven

x male x 5 years x leader of the pack x black devil x
True Love Comes But Once - Just With You
Zanba
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http://moonwolves.forumieren.com/die-jetzigen-f26/givaan-leitwolf-t98.htm
 

Tschèl [Fähe]

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