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 Kapitel 5 - der Aufschlag

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Fr Apr 16, 2010 2:16 pm

Leise tapsten die zarten Pfoten voran, der Blick ging stur gerade aus, die junge Fähe schien ganz ihren anderen Sinnen zu vertrauen, geradezu leichtsinnig starrte sie nach vorn, ohne sich ein einziges Mal umzusehen. Ein leiser Windhauch ließ sie kurz erzittern, der Wind zerwühlte ihr Fell, ehe er wieder genauso leise verschwand wie er gekommen war.

Kopfschüttelnd war die junge Fähe stehen geblieben und hatte eine ganze Weile dem WInd nach gesehen, wie er - unsichtbar zwar - von dannen zog. Genervt zog Taigi ihre Stirn kraus, sie wollte ebenso frei sein, von jetzt auf gleich verschwinden. Das wünschte sie sich schon so lange, doch bis jetzt wollte niemand ihren Wunsch erfüllen - ja, bis jetzt hatte ihr noch nicht einmal einer zugehört. Selbst ihre Mutter nicht.

Ein wenig traurig nun ging sie weiter, doch diesmal langsamer, sie war vorsichtiger, jetzt, wo der Wind die gerade so überrascht hatte. Es war zwar nur der Wind gewesen, doch die kleine Fähe malte sich aus, was alles hätte passieren können, was ihr hätte zustoßen können. Und das hatte ihre Mutter sicherlich nicht gewollt, sie wollte immer eine starke, selbstbewusste, erfolgreiche Tochter. Nichts von alledem konnte Taigi je erfüllen, aber sie arbeitete hart an sich.

'Ich werde das packen, Mama, ich schaffe das schon irgendwie. Und irgendwo wird auch jemand sein, der mir zuhört, der meine Wünsche und Ängste ernst nimmt. Und auch wenn ich dafür durch die Hölle gehen müsste, wenn ich dann einen Freund hätte, ja dann Mama, dann würde ich es tun.'

Sie war wieder stehen geblieben und hatte ihren Kopf in den Nacken gelegt. Aufmerksam betrachtete sie den Himmel und versank einige Minuten lang in eine tiefe innere Stille, lange dachte sie nach, aber sie kam zu keinem Entschluss und so zog sie ersteinmal ziellos durch das Gehölz, es würde sich schon was finden, und wenn nicht, dann würde Taigi das schon gerade biegen.


[zieht ziellos durch die Gegend / bleibt stehen / geht weiter / ist traurig / denkt nach]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo Apr 19, 2010 11:17 pm

Wer ihm nie begegnete, wer nie in seinem Dunstkreis stand, wird nie wissen, wie es ist, welches endlos hoffnungsloses Gefühl in meinem schwelgt, wenn sein hässliches Antlitz hoch über den eigenen Kopf erhoben ist und mit wilder Fratze auf einen hinab schaut. Wenn lediglich eine einzige Frage in das nebelumwogende Bewusstsein dringt und sich fragen lässt: gibt es keinerlei Hoffnung mehr? Bin ich verloren, ohne dass ich darum kämpfen konnte?
Eben jene Frage stellte sich das Unterbewusstsein eines grauen, vollkommen zerrupft aussehenden Rüden, der seitlings auf dem blutgetränkten Boden lag, die sonst so warm blickenden, bernsteinfarbenen Augen geschlossen. Die Lider waren geschlossen, zuckten kaum mehr und doch schien dem Todgeweihten noch ein letzter Funke Lebenswille innezuwohnen. Eine Tatsache, die der Gott des Todes keineswegs auf sich beruhen lassen wollte und umso flinker an der baldigen Grabstätte, wie es schien, Chazaar´s angelangte. Dort wisperte er ihm mit schwefeligem Atem und süßer Stimme leise ins Ohr: "Was hälst du dich noch so krampfhaft an dieser Welt? Jene Welt, die dir stets den Rücken zuwandt, nicht einsah, was für ein starker Rüde du doch bist. Kehre zu mir ein, kehre in mein Reich ein und erlebe das Paradies. SIE ist auch da und erwartet dich bereits sehnlichst. Sie und auch deine Welpen. Sie alle warten auf ihren Vater und ihren Gefährten. Du musst sie nicht enttäuschen. Kehre ein in mein Reich ... kehre ein ..."

Die Versuchung war groß, doch umso größer wurde sie, als die Sprache auf Celic Lune und die Welpen kam. Beinahe unmerklich verlangsamte sich das Tempo der Flanken, langsam schien der Atem aus den Lungen zu weichen und dem Tode Platz zu machen, welcher gierig und mit langen Klauen nach ihm griff. Doch eine Erinnerung hielt ihn nochmals zurück und er konnte meinen, den Wolf des Todes laut fluchen zu hören. Er spürte dessen Anwesenheit seit geraumer Zeit neben seinem gefühllosen Körper wandeln, unruhig auf und ab schreitend und darauf wartend - hoffend - sich endlich seiner Seele bemächtigen zu können.
Der Graue spürte langsam die undurchdringlich scheinenden Nebel seines Geistes zurück zu drängen und flatternd hoben sich die Lider. Die bernsteinfarbenen Augen waren trübe und verschleiert, der Tode blitze daraus noch hervor und doch gab der Graue noch lang´ nicht auf. Denn jener schwarze Hüne, welcher vermeidlich dachte, er sei tot, verdiente eine Lektion. Die Toten würden auferstehen, so dachte der Graue bei sich und schmunzelte leise. Mühsam hielt er die Augen offen, versuchte einen Blick auf die Umgebung zu haschen und erhielt nichts als Kopfschmerzen. Mühsam senkte er den Kopf wieder die wenigen Millimeter auf den noch immer blutgetränkten Boden und spürte die unangenehme Nässe seine Schläfe hinauf laufen und in seinen Pelz kriechen. Hätte er gekonnt, der Rüde wäre augenblicklich aufgesprungen und hätte seinen Bruder zu Rechenschaft gezogen. Doch wie es schien würde er auf solche Unterfangen demnächst verzichten müssen.
Schwer schnaufend spürte er jeden kleinsten Atemzug, spürte jenen Stich, der durch Brustkorb und Lunge ging, hörte das keckernde, triumphierende Lachen des Todes und sah sein grausames Antlitz. Doch noch immer sah Chazaar sich nicht bereit, dem Tode entgegen zu sehen und somit hob er den Kopf nochmals unter Auferbietung seiner letzen Kräfte leicht an.
Von neuer Hoffnung erfüllt schnippten die Ohren des Grauen nach vorn, nahmen das leise Murmeln unweit seines Lageplatzes auf und vergeblich versuchte er ein raues Bellen oder dergleichen zustande zu bekommen, auf sich aufmerksam zu machen. Voller Panik sah er die junge Fähe bereits wieder im Dickicht verschwinden, wenn er nicht jetzt endlich einen Ton zustande brächte. Er wollte winseln, wollte bellen, heulen, knurren, fiepen, einfach alles, um endlich nicht mehr vollkommen allein in dieser gottverdammten Situation zu sein. Doch seine Kehle war wie ausgetrocknet und das Gefühl, Staub und Dürre trockneten seine Kehle aus, wurde beinahe übergroß. Nochmals versuchte er es, hörte das röchelnde, beinahe nur sanft zu erahnende Winseln und schöpfte neuen Mut.
Obgleich ihm der gesamte Körper schmerzte, obgleich er beinahe schon jegliche Hoffnung verloren hatte, versuchte er es dennoch. Dieses Mal klang das Winseln bereits weitaus handfester und kurz darauf bellte er mit rauer, kratziger Stimme in Richtung der jungen Fähe.

"Hilf mir, Jungwolf!"

wollte er bellen, doch seine Stimme war rau und es klang bei weitem mehr wie ein hilfloses Krächzen, als wirklich wie ein kraftvolles Bellen. Chazaar ließ den Kopf erschöpft wieder auf den Boden sinken und eine einzelne Träne rann ihm aus dem Augenwinkel. Er war verloren.


[Kämpft um sein Leben - will Taigi auf sich aufmerksam machen - vollkommen erschöpft & am Ende seiner Kräfte]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Di Apr 20, 2010 11:27 am

Den Blick staart nach gerade aus gerichtet standt Tessyra da. Sie betrachtete alle Wölfe eingehend. Der jüngste von ihnen sah in gewisser Hinsicht etwas ängstlich aus, dennoch entschlossen. Der Altwolf war einfach müde. Man roch es, man sah es. Der größte von ihnen, wohl der Alphawolf, schien Tess' am gefährlichsten. Sie staarte den großen, schwarzen an. Ihr Fell sträubte sich nochmehr und ein lautes knurren drang aus ihrer Kehle. Trotzdem fühlte die sonst so sanfte Fähe sich mut- und Kraftlos. Sie ... sie konnte nicht mehr. Wollte nicht mehr! Würde ihr jemand zuhöhren? Würde sich jemand ihre Klagen anhöhren, welche sich langsam und schmerzhaft in sie hineinfraßen? Ihr jedesmal einen Stich versetzen, der so wehtat wie hundert Dornen in der Pfote? Nein. Sie hatte niemanden, der ihr zuhöhrte. Langsam erstrab ihr knurren. Sie ließ ihren Blick langsam in den Himmel wandern. Ihr Körper zitterte, was wohl auch daran lag, dass sie mit aller, nutzloser Kraft ihre Sehnen zum zerreßen gespannt hatte. Die Fähe schluckte. Sie wäre zusammen gebrochen oder Müdigkeit, Erschöpung und Trauer, wenn sie sich nicht so angespannt hätte, dass es fast schon wehtat.

Die Fähe schnappte kurz nach Luft, wand ihren Blick wieder den drei Wölfen zu. Sie wollte nicht kämpfen. Wahrscheinlich konnte sie es nichtmal. Aber sie musste es! Sie musste für Zanba und das Rudel kämpfen. Trotzdem merkte die Fähe immer wieder, wie sie hoffte, dass sie bei diesem Kampf ihr Leben verlieren würde. Sie zuckte zusammen. Noch nie war Tessyra so darauf bessesen gewesen, sich den Tod zu wünschen. Es war verrückt. Gespenstisch. Die braune, mit Staub übersehte Fähe schluckte und blickte mit leerem Blick über die Köpfe der drei Wölfe hinweg. Ein unsichtbarer Punkt in der Ferne hatte sie gefesselt. War es nicht ungerecht, sie so zu foltern? Wieder durchlief ein zittern den abgemagerten Leib der Fähe entlang.

Plötzlich nahm die Fähe einen anderen Geruch auf. Den sie bereits ihr ganzes Leben lang kannte. So lange. Seid sie eine junge Wölfin war, unerfahren und ängstlich, kannte sie diesen Geruch. Er hatte sich in ihrer Nase eingenistet, wie der ihres geliebten. Givaan. Aber es war nicht Givaan. Oder doch? Die Fähe blickte wieder nach vorne. Und da war der plötzlich. Der große, schwarze Rüde aus ihrer Jungwolfzeit. Einen Moment kerhte das Licht in ihren braunen Augen zurück, dann erlosch es wieder. Es war nicht Givaan. Nicht der Givaan, den sie kannte. Und er roch so anders. Nach Geifer und Blut. Das Blut von ... Momala.

.oO(Givaan hat Momala gefressen!)Oo.

Wie ein schwerer Seitenhieb durchfuhr sie dieser Gedanke. Ein merkwürdiges Geräusch kam aus ihrer Kehle. Givaan stank förmlich nach dem weißen Rüden. Sie konnte sein Fleishc richen, sein Blut! Ein bester Freund. Auch Momala hatte sie lange gekannt. Nur hatten sie ewigkeiten nicht mehr miteinander geredet. Nun kam es ihr vor, als hätte man ihr ein weiteres Stück Herzfleich heraus gerissen und wegeworfen wie einen alten Knochen. Tess schluckte, immer wieder. Ein lautes klagendes heulen stieg in ihrer Kehle auf, raubte ihr den Atmen. Die Fähe spürte, wie ihre Beine nachzugeben drohten. Wie sich Steine in ihre Ballen borhten, als sie ihre Pfoten zwang, stehenzubleiben. Wieso sie? Wieso hatte ausgerechnet sie so viel Pech? Tessyra spannte ihren Körper an, blickte mit weit aufgerissenen und angelegten Ohren zu Boden. Die Beine zitterten vor Anspannung. War es nicht einfach ungerecht?


[Beim Rudel | Will sterben (ist geschockt von sich selbst) | Bemerkt Givaan | Richt Momas Blut an ihm | droht zusammen zubrechen]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mi Apr 21, 2010 6:20 am

Zanba war stolz auf ihn. Sie war stolz auf...ihn! Jenen, den sie einst tot geglaubt hatten, bevor er überhaupt zu Leben begonnen hatte. Und jenen, den man in der Zukunft als niederen Delta-Wolf sah. Ja, sie war stolz auf ihn. Und das auch mit gutem Grund. Lucky hatte seine Aufgabe gut gemeistert, jedenfalls fand er das. Aber anscheinend hatte es Blizzard nicht sehr gefallen, dass sein kleinerer Bruder für ein paar wenige Augenblicke so sehr im Mittelpunkt gestanden ist. Der eifersüchtige Blick des Bruders bereitet Lucky mit etwas wie.. Traurigkeit. Einerseits war es Traurigkeit, andererseits war es... es war als würde ein Verlangen gestillt werden, welches er vorher nicht verspürt hatte. Ein unerforschtes und genauso unbekanntes Verlangen wie der südliche Teil des Landes. Es fiel dem Jungwolf schwer, es zu deuten, schließlich hatte er es bisher nicht gespürt. Aber das war nun von weniger Bedeutung. Jetzt galt es, der Leitwölfin zu folgen und die Sonne zu genießen, die dort draußen auf sie wartete.

Mit Mühe zog Lucky den müden Leib den Abhang hinauf. Es kostete ihn die letzten Energiereserven, die er aufbringen konnte. Er hatte schon viele Monde nichts mehr gegessen und hoffte, dass der Mond der Jagd den düsteren Nachthimmel bald klären würde und ihnen das bescherte, was ihm einst seinen Namen gab. Eine ausgezeichnet gute Jagd. Die letzte vorm Winter. Ja, der Winter. Er war die Prüfung eines jeden jungen Wolfes. Erst wer ihn überstand war vollwertiges Mitglied im Rudel und wurde dem Welpenschutz entzogen. Und dann, im Frühling, wenn die Rehe das Tal wieder belebten, dann galt es für die Jungwölfe, eine eigene Jagd zu leiten. Dann, wenn der Mond des Hungers und des Schnees erloschen und dem Mond des Windes Platz machen würde. Ja, dann war die Zeit gekommen, um sein Geschick zu beweisen. Gemeinsam mit seinen drei Geschwistern. Er stellte sich das Gesicht seiner Mutter vor, deren Augen vor Stolz glänzten. Unter seinen Pfoten lag das erlegte Tier.

Lucky schüttelte den schmächtigen Kopf. Es war jetzt keine Zeit zum Tagträumen. Jetzt galt es hinauszuspringen und... drei Wölfen in die fremden Gesichter zu blicken. Ein Zittern durchfuhr den Körper des Jungwolfes. Wie angewurzelt blieb er stehen. Ein Blick aus den Augenwinkeln zu den anderen des Rudels zeigte ihm, dass sie bereits Kampfhaltung eingenommen hatten. Hatten sie ihren Verstand denn unten in den Höhlen gelassen? Anscheinend. Wussten sie denn nicht, dass es unmöglich war, in dieser Verfassung zu Kämpfen? Geschweige denn sich selbst zu verteidigen. Nein, sie würden haushoch verlieren. Zudem sahen die drei Fremden recht... kampferfahren aus. Der anscheinende Leitwolf hatte pechschwarzes Fell, unter dem ausgeprägte Muskeln den Körper zierten. Er hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit Givaan, aber etwas unterschied sie. Dieser Wolf hatte nichts Vertrautes, nichts lebendiges. Sein Verstand schien gefressen worden zu sein, gefressen von der Gier nach einem eigenen Revier, einem Reich... von der Gier nach Macht. Der Jungwolf war älter als Lucky, aber nicht viel. Doch er war um einiges größer als Blizzard und sah auch erheblich bedrohlicher aus als dieser. Und selbst der Altwolf schien mehr Kraft zu haben, als Zanba es nun hatte. Doch etwas in seinen Augen erzählte von Müdigkeit und von..von Mitleid. Würde der Alte kämpfen oder würde er sich gegen seinen Leitwolf stellen? Letzteres wohl niemals. In Ordnung. Dann mussten sie also kämpfen. Sie mussten einen Kampf gewinnen, der für sie nichts anderes versprach als den Tod. Sollten sie wirklich so enden? Wo war Givaan, wenn man ihn brauchte? Wo war er, verdammt noch mal! So konnte es doch nicht zu Ende gehen. Gerade hatte Lucky geglaubt, es würde nun bergauf gehen, und dann solch eine Enttäuschung?! Das Heulen des Jungwolfs hallte von den Wänden wieder. Unten im Tal musste das Echo noch zu hören sein. Hoffentlich hatte Givaan es gehört. Hoffentlich. Und dann plötzlich. Ja, dann plötzlich stand er da. Die Freude, diese plötzliche Freude, überkam den Jungwolf. Er rannte los, auf seinen Vater zu, mit wedelnder Rute und heraushängender Zunge.

"Givaan, du bist zurück! Endlich! Ich habe dich so sehr vermisst, Vater! Ich dachte ich müsste sterben, ohne dich ein letztes Mal gesehen zu haben! Ich dachte, du wärst tot... ich.. ich... Zanba! Vater ist zurück! Givaan ist zurück!"


[klettert aus der Höhle | ruft Givaan | begrüßt ihn]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mi Apr 21, 2010 8:58 am

Das Nackenfell des rabenschwarzen Hünen sträubte sich eine Spur weiter, als der Altwolf seine Stimme erhob und zu dem Leitwolf - sein Name schien Yakar Akiim zu sein - sprach, um Mitgefühl und Mitleid flehte. Ein zorniges Knurren seinerseits war Antwort, denn auf die Gnade eines schwachen, feigen Altwolfes wollte ER gewiss nicht angewiesen sein. Der Blick funkelte eine Spur heller, deutlich spiegelten sich dort Hass und Verachtung aber auch Gewaltbereitschaft und Mordlust wieder.
Nein! Entschlossen stellte er seine Vorderläufe ein wenig auseinander, spürte den festen Halt und das provozierende Knurren seiner Kehle, als sei es nicht die eigene. Doch gerade, als er nach vorne springen, den Kampf beginnen und den >Altwolf als Auftakt zerfetzten wollte, drang ihm ein halb vertrauter, halb fremder Geruch in die Nase. Mit wildem Blick starrte er jener schwarzen Fähe entgegen, welche ihm und seinem kleinen `Rudel´ gefolgt war und vermeidlich dachte, unbemerkt zu sein. Sein Blick wurde hart, doch als er bemerkte, dass sie dem Anschein nach wählte, schien seine Ansicht gefällt. Sie war dumm, schloss sie sich dem zahlenmäßig überlegenen, jedoch dem schwächeren Rudel an. Sie machte einen Fehler, der ihr später teuer zu stehen bekam. Ein raues Knurren erklang und das Fell sträubte sich weiter, jede Faser eines jeden Muskels war angespannt und deutete nur allzu deutlich das Verlangen in Venen, Adern und Muskelfleisch. Als eine bunte Fähe seinen Namen rief, ihm so vertraut gegenüber trat, fuhr sein Kopf pfeilschnell zu ihr herum und nun galt das Knurren für einen Moment ihr. Er kannte sie nicht, kannte sie alle nicht bis auf die zwei Wölfe, die die Ehre hatten, seinem Rudel anzugehören. Moment, es waren doch drei gewesen! Ein kurzer Gedanke galt Kimni, erinnerte sich an ihr Verschwinden und abfällig schnaubend kehrte der kalte Blick wieder zu dem Dreierrudel zurück. Dort sollte er nicht für lange Zeit verharren, denn immer mehr Wölfe entstiegen der Kluft, verstaubt, dreckig und scheinbar am Ende ihrer Kräfte. Als eine weitere Fähe dem dreckigen Erdenloch entstieg, sich neben der Leitwölfin positionierte und somit ihren Rang zu erkennen gab, hätte Givaan liebend gern resigniert aufgestöhnt. Solch eine Fähe wurde Betawölfin?! Solch ein verschmutzter, zimperlicher und schwacher Haufen sollte nach Worten des Raben sein Rudel darstellen?! Doch das grausamste für den eingefleischten Zyniker sollte erst noch kommen. In Form eines kleinen, ebenfalls eingestaubten Jungwolfes, der mit glühenden Augen auf ihn zusprang. Der Schwarze wich nie vor einem Feind zurück, ob Bär, Luchs oder Elchbulle, doch in diesem Falle wich er tatsächlich zurück. Vor einem gottverdammten Welpen!
Die Lefzen zogen sich weiter zurück, das Gebiss wurde entblößt und die Ohren waren nach vorn gerichtet, der Nasenrücken gekräuselt. Der gelbe Blick wurde schärfer, je mehr der Jungwolf sprach und gäbe es nicht jenes dritte Rudel, welches ihm Platz, Revier und baldiges Rudel streitig machen könnte, so wäre er ohne ein weiteres Wort auf den Welpen losgegangen und hätte ihn zerfetzt. Doch das schlimmste war, dass er ihn Vater nannte. Himmel, Herr, Gott, er war doch kein VATER!! Wut staute sich in ihm auf und die Sehnen der Vorderläufe traten langsam aber sicher immer deutlicher hervor. Wohlwissend, dass er keine spätere Chance mehr hätte sich das größere Rudel anzueignen, wenn er den Jungwolf jetzt tötete, beließ er es bei einem tödlichen Blick, der, hätte er es gekonnt, Stein zersprengt hätte. Seine Stimme war eiskalt und rau wie die Oberfläche eines Steines, als er dem vorlauten Jungwolf antwortete. Der Blick war noch immer kalt und hart, als wolle er Stahl bersten lassen.

"Ich habe und ich werde nie unnützes Gewürm wie ... dich ... haben."

Noch immer kam ihm das Wort Welpe nicht über die Lefzen, noch immer verabscheute er den Gedanken, sich in der Rolle des gütigen, liebevollen Vaters zu sehen. Das Knurren verstärkte sich und als es den Anschein hatte, dass der unverschämte Jungwolf nicht weichen wollte, schnappte Givaan nach dessen Halspartie, ohne direkt darauf zu treffen. Doch er nahm den intensiven Duft des Wolfjungen wahr, spürte dessen Haarkleid an seiner Nase und grollte, als er stark verändert seinen Duft schwach am Pelz dieses Wolfes wahrnahm. Doch er war kein Vater, hatte nicht einmal eine feste Beziehung und doch ...
Bei dem Gedanken Beziehung kam ihm erneut jene goldblonde Fähe in den Sinn, welche nun leibhaftig geworden vor ihm stand und die drei Fremden anknurrte, eine wilde, aber wahrscheinlich hoffnungslose Entschlossenheit in den warmen Augen, welche dadurch umso kälter wirkten. Doch gegenüber dem Rudel, da war Givaan sich ebenso sicher wie seiner Fellfarbe und seiner imposanten Größe, wäre sie ein Engel auf vier Pfoten. Weshalb nur verwirrte ihn diese Fähe so dermaßen? Weshalb hatte er das Gefühl, als habe er dies bereits einmal erlebt, nur in einer anderen Situation? An einem anderen Ort, in trauter - und tödlicher - Zweisamkeit?!
Gereizt fuhr Givaan herum, warf Lucky nochmals einen berechnend gefährlichen Blick zu, dann verließ auch das letze ehrbare Gefühl den Leib des Riesenwolfes. Der Blick wurde hart, ausdruckslos und scheinbar leer. Anstellen des schwarzen Wolfes Givaan stand nur noch der Dämon, welcher in ihm hauste und zu jeder Jagd gierig die Augen öffnete, den Schlund aufriss und sich das Leid einverleibte, als sei es das Fleisch, vor den Rudeln.
Die Wut gärte lodernd und giftig in ihm, zerfraß ihm langsam aber sicher die schwarze Seele und bemächtigte sich seiner gesamten Gedanken. Das einzige, was er nun noch wollte, war Blut. Blut und Mord. Der Blick fiel auf jenen Altwolf, der den Hass und den Zorn im Dämon erweckt hatte. Als sei er ein schwaches Wesen, welches auf seine Gunst und Gnade angewiesen wäre! Mit einem gewaltsamen Sprung katapultierte er sich inmitten der drei Wölfe, obgleich der Jungwolf in seiner unmittelbaren Nähe stand, hatte der Dämon doch nur noch glühende, gierige Augen für Anyuk. Den Kiefer noch im Flug aufgerissen, segelte er auf den gebrechlichen Altwolf zu und rammte mit der gesamten Wucht von knapp achtzig Kilogramm seine Schulter in dessen Flanke. Ohne auf die Umwelt zu achten biss er zu, verbiss sich und ließ los. Biss erneut zu, hatte Fell, Fleisch und Sehnen im Maul und verlor er wieder. Dann endlich rissen sich die Augen auf, er sah dem Alten geradewegs in die Augen und ein teuflischer, beinahe mörderisch irrer Glanz trat in die Augen des Dämons. Kurz darauf schlug der Rüde seine tödlichen Kiefer in die Kehle des Grauen.


[Zornig - Verliert die Beherrschung - greift an ]

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
(c) Raven

x male x 5 years x leader of the pack x black devil x
True Love Comes But Once - Just With You
Zanba
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Jakara

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Do Apr 22, 2010 9:41 am

Jakara sah, wie sich Tessyra kaum noch auf den Beinen halten konnte, bemerkte ihr Zittern. Schnell sah sie sich um und nahm eine Blume mit blassgelber Blüte wahr. Schnell pflückte sie ein paar der kleinen, schmalen Blätter und brachte sie zu Tess.

"Hier, zerreib sie im Mund zu Saft und schluck diesen dann hinter. Die Rest Pflanze ausspucken."

gab sie kurz ihre Anweisungen und legte Tess die Kräuter vor die Nase.

"Sie werden dich stärken."

Dann bemerlkte sie ihn auch, diesen Geruch der ihren Alpha umgab. Momalas Geruch, Momalas Blut. Ein Schaudern fuhr über Karas Körper und ungewollt sträubte sich ihr Fell, als sie dem schwarzen Rüden einen weiteren Blick zuwarf.

(Givaan hat Momala gefressen.)

dachte sie ausdruckslos, kühl- geschockt.
Sie dachte an alte Zeiten zurück, an Dinge, die so lange herwaren.
Dachte an Winona. Und an Raayu, als er noch liebte. An Givaan, als er noch ein Wolf war. An ihre erste Jagd mit Zanba. An Tess, als die beiden sich noch nicht ganz so leiden konnten. An Momala, den Einsamen. An Seeryna. An Tujaro. Und vor allem an Leila, ihre erste Freundin in diesem Rudel. Und nun war alles anders. Wie weggewischt war die alte Zeit. Und Givaan war ein Monster!

Eine Bewegung Givaans ließ Jakara aufschrecken. Er griff an. Den Altwolf, der ihnen hatte helfen wollen. Eine unendliche Wut durchströmte Kara und sie zitterte, während sie sich zwang, an ihrem Platz zu bleiben und nicht ihren eigenen Alpha anzugreifen. Außerdem hätte sie ja sowieso gegen Givaan verloren.
Ihre Treue galt nun fast ausschließlich Zanba. Givaan- gehörte er überhaupt noch zum Rudel? Er tat schreckliche Sachen. Was würde Zanba tun? Was würde das ganze Rudel tunß

Ein Winseln der Verzweiflung entfuhr Kara ungewollt. Sie biss die Zähne zusammen und stand da, der Blick fest auf Zanba gerichtet. Ihr würde sie folgen, was auch immer ihr Plan war.


[gibt Tess Kräuter zur Stärkung-bemerkt Givaans Geruch nach Momalas Blut-denkt über die alten Children of the Moon und Wölfe, die das Rudel verließen, nach-ist wütend auf Givaans Angriff auf den Altwolf]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Fr Apr 23, 2010 2:15 pm

Njima blickte sich um, der ganze Staub brachte sie zum wiederholten Keuchen, als sie tief die Luft einsog um sie langsam wieder auszuatmen.
Einige hatten gegraben und gegraben, zwischendurch hatte auch sie geholfen, doch die wiederholten Staub- und Sandwolken machten ihr zu schaffen. Sand, der ihr in die Nase gedrungen war, brachte sie hin und wieder zum niesen, doch der ständige Sand Aufwirbel nahm ein Ende, als sich der Ausgang vergrößerte. Sämtliche Rudelmitglieder hatten gegraben und geschuftet, dass das ganze diesen Ausgang ergab. Einige waren bereits draußen, doch Njima, die sich immer wieder gegen die harten Wände drückte und sich ständig klein machte, grub noch weiter. Sie hätte ebenfalls hindurch gepasst, doch noch wollte sie nicht gehen. Ihre Pfoten wurden immer wieder in die kühle Erde geschoben um dort so viel Sand wie möglich wegzuschieben. Immer wieder verharrte sie kürzlich in einer unangenehmen Position, um weiter zu Keuchen, doch auch dies fand bald zu einem Ende.

Eilig und doch gelassen kletterte sie nun den rutschigen Abhang hinauf, um endlich wieder Tageslicht zu sehen. Es war endlich wieder hell. Einfach leuchtend, hell. Wenn Njima sich nicht zusammengerissen hätte, hätte sie wahrscheinlich Freudensprünge gemacht. Doch vielmehr war sie auf die unwiderrufliche Natur, die Bäume, die Pflanzen konzentriert, die sie längere Zeit nicht sehen konnte. Und tatsächlich, auch wenn es sich noch nicht so anfühlte, war sie wieder frei.

Ein paar Wölfe hatten sich "versammelt" und redeten untereinander. Njima jedoch blieb etwas abseits stehen und sah zu, was diese als nächstes taten. Ihr schien noch nicht alles perfekt, sie spürte nahezu, dass etwas fehlte, dass etwas nicht stimmte. Dann erblickte sie Givaan. Sein Blick war so kühl, natürlich war er dies immer, doch nie hatte Njima ihren Vater so gesehen. Es war alles andere, als das normale Gefühl, wenn sie ihn sah. Außerdem erblickte sie drei fremde Wölfe, ganz plötzlich wahren sie aufgetaucht. Njima hatte bislang nichts von ihnen bemerkt, nie etwas von ihnen gehört. Sie wahren anscheinend dazu gekommen, als sie selbst noch in der Höhle war. Doch noch immer schein etwas nicht zu stimmen, auch wenn Njima nicht wirklich wusste, was los war.

So machte sie sich ständig Sorgen, lief von einem Punkt zum anderen, stets konzentriert auf ihre Gedanken. Sie wollte nicht fragen, sie wollte es selbst herausfinden. Und wenn sie sich dass in den Kopf setzte, so wollte sie es auch schaffen. Doch zudem wurde sie immer unruhiger, noch immer abseits stehend, blickte sie zum Boden und überlegte weiter und weiter.


[Aus der Höhle | Beim Rudel | Sieht 3 neue & Givaan]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Sa Apr 24, 2010 7:37 am

Taigis Ohren spielten nervös hin und her. Sie war sich sicher, dass sie eine Stimme vernommen hatte, wenn auch sehr leise und schwach. Abwartend war sie stehen geblieben, ihre Rute wedelte leicht, die Nase wackelte, doch sie konnte einfach keinen Geruch aufschnappen. Sie wandte den Kopf einige Male, dann lauschte sie wieder. Hin und wieder ging sie einen unsicheren Schritt, dann blieb sie wieder wie angewurzelt stehen, nur um im nächsten Moment sich wieder im Kreise zu drehen.

Irgendwann dann lief sie einfach ein ganzes Stück, in ihrem Kopf machte sich die Erkenntnis breit, dass sie sich diesen Ruf wohl nur eingebildet haben musste, denn hier schien weit und breit niemand zu sein. Die junge Fähe wundertere sich, denn wenn hier jemand wäre, dann wäre derjenige sicherlich nicht allein, Taigi kannte keinen anderen Wolf außer ihr, der allein, ganz ungeschützt, unterwegs war.

Eine kleine Stimme in ihrem Kopf teilte ihr mit, dass sie falsch in der Annahme lag und so drehte sich der Jungwolf – nun vollendens vom schlechten Gewissen geplagt – auf dem Pfotenabsatz um und rannte die hundert Meter wieder zurück, die sie gerade gemächlich entlang gegangen war. Sie blieb diesmal nicht an der altbekannten Stelle stehen sondern wagte noch mehrer Meter. Und dann sah sie den Wolf.

Ein Rüde lag am Boden, schwach und dem Tode viel viel näher, als es ihre Mutter gewesen war, er schien mit dem Leben schon abgeschlossen zu haben.
Und Ja! Er schien Taigi gerufen zu haben, sie hatte sich das alles nicht eingebildet. Einige Sekunden stand sie da und konnte sich nicht rühren, die Erinnerungen an ihre Mutter jagten durch ihren Kopf, genau vor ihren Augen entlang.

Sie lag am Boden, schwach und ausgelaugt, das Leben war vorbei. Immer wieder schlossen sich ihre Augen, doch krampfhaft hatte sie sie immer wieder aufgerissen und irgendwann dann, hatte sie nicht mehr gewinselt, hatte nichts mehr gesagt, sie hatte geschwiegen, ihr Herz war erlahmt und das Blut in den Adern gefroren.

Das durfte nicht mit diesem Rüde dort hinten passieren, das wurde Taigi langsam bewusst und so rannte sie die wenigen Meter so schnell es ging, ihre Beine bewegten sich so schnell wie noch nie, fast hätten sie sich in einander verschlungen und sie wäre hingefallen, aber der Ernst der Lage hielt sie auf den Beinen, tapfer sah sie dem Rüden ins Gesicht.


[vernimmt ein Geräusch / läuft ein Stück / ihr Gewissen überfällt sie / rennt zurück / ist wie gelähmt]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Di Apr 27, 2010 1:15 pm

Das Kratzen an der Höhle wurde immer lauter. Anscheinend schienen diejenigen, die unter der Erde gefangen waren, immer näher zu kommen. Noch immer drang der Geruch von Wölfen an Aralez empfindliche Nase, wenn auch nicht sonderlich stark, dank der dicken Erdschicht. Verlegen warf der Schwarze einen Seitenblick auf seinen Vater Yakar Akiim, dann trat er vorsichtig zur Seite, um sich hinzusetzen. Er wartete auf neue Befehle seitens des Rüdens. Bis dahin würde Aralez sich nicht vom Fleck bewegen. Sich seinem Vater zu wiedersetzen würde ihm nichts als eine riesige Menge Ärger einhandeln. Immer lauter wurde das Geräusch, das von dem Innerem der Höhle die ganze Zeit an Aralez Ohr drang. Beinahe schien es wie ein großer Lärm, nahezu unerträglich. Selbst, wenn es in Wirklichkeit kaum mehr als ein leises Scharren in der Erde war.

Nach einer Zeit, die Aralez nur wie wenige Momente vorkam, bemerkte der Rüde, wie einige Wölfe leise aus den Schatten der Höhle traten. Eigentlich nicht sonderlich viele. Anscheinend gehörte ihnen dieses Revier. Eine kräftige, braunfarbene, selbstbewusst aussehende Fähe sprach die kleine Gruppe der Wölfe an und trotz seiner Vorhaben, Yakar Akiim das ganze zu überlassen, sprang Aralez unwilkürlich auf. Mit finsterer Miene funkelte er die Fähe an und duckte sich in eine Angriffsstellung. Eine jämmerliche Fähe. Selbst er, der ja noch ein Jungwolf war, würde sie besiegen können... Dieses mal würde er es allen zeigen. Vor allem seinem Vater. Vielleicht sah er dann endlich einmal ein, dass er nicht der Schwächling war, für den er ihn oft hielt. Nein, heute würde er als Sieger hier weg gehen!

Doch die Entschlossenheit des jungen Rüdens schwand mehr und mehr, als weitere Wölfe aus der Höhle traten. Öfter ertappte Aralez sich dabei, wie er den Blicken der Fremden zu entweichen versuchte. Es waren wirklich viele in der Zahl und selbst wenn Aralez es mit den meisten wahrscheinlich aufnehmen könnte, so waren es insgesamt ZU viele. Auch ob Anyuk und Yakar Akiim da viel ausrichten könnten, da war der Schwarze sich nciht sicher...
Ein großer, schwarzer Rüde, der finster und mordlustig in die Welt schaute und die anderen Wölfe anschnauzte, gab Aralez schließlich den Rest. Verlegen und beschämt tat er einige Schritte zurück und beließ es dann dabei, das Rudel aus weiterer Entfernung zu beobachten. Den Rest würde Yakar Akiim regeln, da war der Rüde sich absolut sicher!

[bei Yakar Akiim, Anyuk l beobachtet das Rudel l weicht zurück]


(sry, es ging mir in letzter Zeit nicht so gut...)
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Do Apr 29, 2010 1:59 pm

Zweisamkeit.
War es das, was den großen Rüden so verwirrte? Dies war eine Fähe, eine normale, naive, kindliche Fähe. Doch in diesem Augenblick, als er vor ihr saß und sie ansah, da war ihr Blick so anders, als alles was er jeh zuvor gesehen hatte. Intensität. Farbe. Und der Blick war auf eine seltsame Weise so unangenehm. Raayu fühlte, wie sich seine Rückenhaare aufstellten, ohne das er es vorgehabt hatte. Auch ließ es ihn nur unmerklich anders wirken, da das verklebte Fell sich nicht besonders gut voneinander abtrennte und vom Körper abstand. Doch fühlte er, wie die Haut hunderte kleiner Hügel blidete die, gleich einem Haufen von Ameisen, seinen Rücken vom Nacken herab rannten. Um ihr Leben oder hinein in den Tod.
Er drehte verstört die Ohren nach hinten, dichtete die plüschigen Lauscher auf die Umgebung, doch war sein starrer Blick zu ihr gerichtet. Ihr... Raayu wusste noch nicht ganz, was diese Intensität so unheimlich und unwirklich erscheinen ließ. Wieso er sich so ertappt fühlte, als sie den seinen Blick in sich einsaugte. Sie hing in seinem Antlitz wie ein Welpe an der Zitze der Mutter, die die lebensspendende Milch entbährt. Man könnte wohl sagen "Gefangen in seinen Augen". Oder "Am Haken". Doch war Raayu selbst zu verwirrt, als sich seiner soeben neu errungenen Macht über sie klar zu werden. Nun sprach sie und er schwieg. Ließ sie ausreden, saugte seinerseits jedes Wort in sich hinein. Der Blick emotionslos, doch trotzdem so vielsagend.

"Ich bin einen Schritt weiter gegangen... gesprungen... und dennoch stehe ich hier und erzähle. Und Magai glaubt mir."

Alleine schon eine Tatsache, die ihn imens aus der Fassung brachte. Raayu war nicht der große Redner, er war weder besonders Eloquent, noch zeichnete er sich durch die Wahl seiner Worte aus. Er war nicht besonders mitfühlend oder lustig. Nicht zuvorkommend oder Hilfsbereit. Was war er schon? Er war ein Krieger. Ein Wolf, geschaffen um zu töten. Ein Mörder, wie er im Bilderbuch steht. Und jüst in diesem Moment verstand er die Intensität ihrer Augen. Verstand er, was ihn dieses Gefühl der Beklommenheit hatte verspüren lassen. Was ihn fesselte und ihm die klare Sicht raubte. Er war enthüllt. Entblößt. Ertappt. Entdeckt. Magai hatte es in diesem wenigen Sekunden geschafft, durch die Mauer zu sehen, die er sich über die Jahre lang aufgebaut hatte. Sie wusste nichts? Dass er nicht lachte! Sie wusste alles.
Seine erste Reaktion war das Aufreißen dr Augen, welche sie stumm, und doch schreiend anblickten. An ihrem geköderten Starren festhielten. Dann wand er den Blick ab. Sie hatte ihn erkannt...

"Ich dachte, ich könnte dich täuschen, doch ich bin genau der, für den du mich hälst. Das bin ich."

Als er die AUgen aufschlug, den Blick auf ihre goldenen Augen richtete hätte im Film die Musik begonnen zu spielen. Doch nicht die melodramatische, melancholische oder herzzerreißende Musik. Eine Musik, die das lodernde Feuer wiedergab. Vielleicht eine Musik der Entschlossenheit, des Kampfes. Des Sieges. Des Stolzes. Solch eine Musik, die den Charakter des kalten Mörders in Töne fassen konnte, die die Ohren aufnahmen und dem Atmen geboten den Köroer nicht länger mit Sauerstoff zu versoregn. Die alle Funktionen abstellte. Da war keine Mauer mehr, kein einziger, vereister Stein mehr, der Raayus Innerstes von Magai trennte. Sie konnte in dieser winzigen Sekunde so viel von ihm sehen, wie er niemals hätte zulassen dürfen. Wie er es niemals gewollt hatte. Doch ohne etwas gesagt zu haben hatte Raayu erfasst, wie viel sie wusste und dass er ihr dieses Wissen nicht nehmen würde. Vielleicht hatte er nur darauf gewartet, dass sie es erkannte. Dass sie erkannte, dass er genausogut der hätte sein können, der Momala oder Chazaar auf dem Gewissen hatte. Das er nicht mit der Wimper zucken würde, während ein weiterer starb. Doch sie hatte er nicht getötet. Und trotzdem wusste sie es.

Raayu zuckte zusammen, herausgerissen aus diesem Moment. Die maske wieder aufgesetzt, sein Blick starr, distanziert, kalt. Wie immer... Wie einstudiert, ein automatisches Verhalten. Givaans Stimme schallte zu ihm herüber und Raayu erhob sich mit einer einzigen, flüssigen Bewegung. So leicht war es nicht, sein Vertrauen zu gewinnen. Vertrauen? Wer redete hier überhaupt von Vertrauen... Niemandem vertraute der Rüde, sie waren vielleicht im gleichen Rudel doch könnten sie ihm jederzeit hinterhältig das Messer in den Rücken jagen. "vertraue nur dir selbst". Welch weise Worte. Der Rüde wandte sein Haupt zu Givaan, nickte dem Alpha zu, der sich schon den drei Fremden Wölfen näherte und widtmete. Er selbst sah keinen Sinn im Leben, momentan. Keinen Sinn mehr, wo Givaan ihn nicht mehr kannte und diese kleine Knospe von Freundschaft ausgerissen hatte. Raayu lief an Magai vorbei, die Zeit schien still zu stehen, als er einen Luftzug seiner Bewegung in ihr Fell ziehen ließ und es zum tanzen brachte. So schnell würde er nicht wieder brechen... Nein, sie wusste zu viel.
In den Kampf der nun entstand wollte er sich zuerst nicht einmischen, dachte sich, dass es eine Sache zwischen Givaan und dem Alpha sei - bis der Jungwolf sich langsam rückwärts vom Rudel entfernte und zu beobachten begann.

Großer Fehler, mein junger, toter Freund.

Darauf hin sprang Raayu mit einem monströsen Knurren, die Lefzen entblößt auf den schwarzen zu.


[antwortet Magai / läuft zu den Kämpfenden / greift an]
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Zanba

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Fr Apr 30, 2010 12:35 pm

Bitte das dazu hören: *klick*

Der Altwolf musterte Zanba mit einer Art mitleidigem Blick. Die sonst so liebenswerte Wölfin konnte ein leises Knurren nicht unterdrücken. Von so jemandem brauchte sie kein Mitleid. Konnten sie nicht sehen, dass das Rudel am Ende seiner Kräfte war? Dieser Kampf war mehr als unfair. Ja, das war er. Aber er war trotzdem schon entschieden. Es ware genug. Zanba konnte nicht mehr. Sie konnte nicht mehr. Nun hatten sie es endlich geschafft und dann... dann tauchten diese kopflosen Biester auf, um alles kaputt zu machen. Um all ihr Glück einfach zerplatzen zu lassen, die Hoffnung darauf, Givaan wieder zu sehen. Diesen Kampf würde Zanba gewinnen. Dieses letzte Hindernis würde sie überwinden, das einzige, das sie noch von ihrem Gefährten trennte. Bei dem Gedanken an ihn rammte ihr irgendjemand immer wieder ein Messer ins Herz. Ein eiskaltes Messer mit einer scharfen Klinge, gemacht aus Leiden, Frustration und tiefster Trauer. Sie wollte nicht aufgeben, nicht so kurz vor dem Ziel. Sie würde alles tun, um für dieses letzte Tor den Schlüssel zu finden. Ihre Muskeln straften sich, die Zähne waren gefletsht, die Nackenhaare waren zum Himmel gerichtet. Die Leitwölfin war bereit zum Sprung. Sie wollte gerade die Berge zum Erzittern bringen und ein entschiedenes Kriegesheulen ausstoßen... da wurde ihr Schwindelig.

Die Sonne war zwar nicht besonders heiß, aber Zanba begann unter ihrem Pelz zu schwitzen. Und plötzlich hämmerte es in ihrem Kopf, als schluge jemand mit einem Hammer darauf. Das Messer stach mit jeder Sekunde, die verstrich, erneut zu. Immer wieder ein wenig kräftiger als vorher. Immer wieder mit etwas mehr Schärfe. Welcher Gott wollte sich an ihr rechen? Welcher Gott brachte sie da zum Haluziieren? Womit hatte sie das verdient? Plötzlich schaltete sie ab, spürte weder ihre Beine, noch jegliches anderes Gefühl. Ihr ganzer Körper war taub. Sie hatte die Augen nur auf ihn gerichtet. Er war hier. Bei ihr. Doch sie wollte seinen süßen Duft nicht riechen, wollte seine leblos glänzenden Augen nicht auf sich spüren, wollte ihn nicht sehen müssen. Nicht jetzt. War es etwwa ein Geist? Ein Hirngespinst? War Gvaan etwa tot und wartete auf ihren Tot, um sie in das Reich der Toten zu führen? War es so? Oder hasste man Zanba einfach so sehr, dass man sie Dinge sehen ließ, die ihr Herz zerrissen? Sie konnte nicht anders, als den Dämon anzustarren, den Kopf zu schütteln und immr wieder unhörbar "Nein" zu flüstern. Es war der Givaan, den sie immer in den hintersten Teil ihrer Gedanken gedrängt hatte, jener, den sie bei ihrer ersten begegnung sehen gemusst hatte. Ein Dämon, ohne Herz. Jede Faser seines Körpers lechte nach Blut.

Lucky sprang los, auf ihn zu. Hätte Zanba ihn warnen sollen? Sie allein konnte wissen, zu was Givaan momentan imstande war. Aber sie konnte nicht. Sie konnte nichts tun. Nichts. Außer verboittert da zu stehen und ihn anzustarren. Und dann.. dann schnappte er nach ihrem Welpen. Nach seinem Welpen. Was war nur geschehen? Warum tat er das? Was zum Teufel war mit Givaan geschehen? Er wollte Lucky töten, wollte seine Reißzähne in das Fleisch seines Sohnes schlagen. Soo wie damals. Damals hatte Zanba ihn stoppen können. Jetzt nicht. jetzt war es unmöglich. Jetzt war es, als hätte der Dämon Akando sich an Givaans Seele zu schaffen gemacht. Als hätte dieser sie schwarz wie die Nacht gefäbrt. Aber war sie nicht schon immer so gewesen? War der Leitwolf nicht schon immer ein kalter Mörder gewesen? Gewiss... aber nun.. nun wollte er seinen Sohn täten. Seinen Sohn! Schnell wie der Schlag eines Blitzes rissen die verheilt geglaubten Wunden in Zanbas Herzen auf. Blut quoll aus ihnen hervor, viel Blut. Das Messer vermehrte sich furchtbar schnell und zerriss sie von Innen heraus. Dann sprang der Schwarze auf den Altwolf, auf den Zanba kurz zuvor noch so wütend gewesen war. So furchtbar wütend. Er tötete ihn. Ohne mit der Wimper zu zucken. Einfach so. Was war er nur für ein Monstrum geworden?

Plötzlich sprang Raayu auf den Leitwolf des dreiköpfigen Rudels. Der Alte hatte ihn Yakar Akiim gennant. Ein Funken Freude kam in Zanba auf. Raayu war wie früher. ERrt verteidigte sein Rudel mit dem eigenen Blut. Yaakar war stark. Zanba war schwach. Ohne nachzudenken warf sie sich ebenfalls auf den Leitwolf, lockte ihn von Raayu fort, krallte sich mit ihren Krallen in sein Flisch, bohrte ihre Zähne unter seine Haut, knurrte, fauchte und jaulte. Sie wollte ihn töten. Aber das würde sie gewiss nicht schaffen. Dafür war sie zu schwach. Aber wen würde es kümmern, wenn Yakar den Zweikampf von Leitwolf zu Leitwolf gewinnen würde? Würde Givaan um sie trauern? Würde er um die Wölfin trauern, deren Sohn er liebend gerne getötet hätte? Die Wölfin, die er nicht wieder erkannte? Er kannte sie nicht mehr. Waren die Erinnerungen so schrecklcih gewesen, dass er sie nicht mehr kennen wollte? Was war drunten im Tal mit ihm geschehen? Vielleicht würde ihr Raayu Antworten geben können. Aber es war zu spät. Yakar würde Zanba in kürzester Zeit zerfetzt haben. Sie bemerkte plötzlich, wie dumm sie doch war. So schrecklich dumm! Nur wegen.. wegen... wegen ihm... wegen dem Wolf, dem sie all ihre Liebe geschworen hatte, die sie je aufbringen würde können. Für immer und ewig. Aber nun wusste er ihren Namen nicht mehr, nun wollte er nur noch töten und mehr töten. Vielleicht hätte es noch Hoffnung gegeben. Warum hatte sie sich nur auf diesen Dreckswolf gestürzt? Bald würde es vorbei sein. Bald würden sie diese Gedanken nicht mehr plagen.


[wil angreifen, bemerkt Givaan, greift Yakar Akiim an]

_______________

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Fr Apr 30, 2010 1:43 pm

Diese Kälte..diese furchtbare Kälte die ihn plötzlich zum Zittern brachte. Es war der Blick, mit dem Givaan ihn ohne Worte zersetzte. Es war nicht mehr sein Vater, der vor ihm stand. Es war ein Dämon. Ein eiskalter Dämon mit einem eiskalten Herzen. Und er wollte ihn töten. War Lucky etwa zu schwach für dieses Rudel? Er hatte es immer gewusst. Bliazzard war der Stärkere und Givaan hielt es nicht aus, dass Lucky womöglich Alpha Nachkomme werden konnte., aber das wollte er auch nicht. Vielleicht schon, aber nicht erst dann, wenn sein Vater verstorben war. Er wollte nicht darauf warten müssen, bis der Tod kam und Givaan mit sich riss. Denn soetwas war grausam. Und aus diesem Grund war er ganz froh, dass noch bnicht entschieden war, wer in Givaans Fußstapfen treten soltle. ielleicht würde es auch ein völlig anderer tun. Ein daher gelaufener Streuner, der Gefährte von Lynn oder Njima und somit Leitwolf werden würde. Die Zukunft war noch fern und sie konnte alles bringen. Noch stand jede Tür offen. Noch. Aber mit diesem furchtbaren Blick aus tiefstem Hass und verachtung, mit dem Givaan Lucky anblickte, wurden einige Türen geschlossen. Denn auch seitens des Jungwolfes blühte plötzlich Wut auf. Eine Eigenschaft, die er zuvor nicht gekannt hatte und die er womöglich von seinem vater geerbt hatte.

Und dann, nachdem er diese Worte ausgesprochen hatte, die das Urteil besiegelten, dass Givaan besessen war, wollte Lucky nach ihm schnappen, wollte ihn fest beißen, bis er wieder die vernunft gefunden hätte. Und das obwohl Givaan ihn stark überragte. Zwar war Lucky nun etwa so groß wie die anderen Wölfe, denn er war nun nur noch wenige Zentimeter von seiner Endgröße entfernt, doch war Givaan mit Abstand der größte Wolf, den er je zu Gesicht bekommen würde. Und dann schnappte plötzlich dieser nach ihm. Er schnappte nach seinem eigenen Sohn, seinem eigen Fleich und Blut! Wie konnte er das nur tun? Wie?! Givaan wollte Lucky töten. Das stand nun fest. Nur knapp verfehlte er die Kehle des jungen Wolfes. Zwei Mäusefüßchen weiter links und Lucky hinge nun zwischen den Fängen seines eigenen Vaters. Sein herz schlug nun so schnell wie das eines Vogels in seiner Brust. Wenn nicht sogar noch schneller. Sein ganzer Körper verkrampfte sich und er bewegte sich nicht, bis Givaan zum Sprung ansetzte, um auf dem Altwolf zu landen. Lucky kniff die Augen zusammen., dann blickte er sich um. Seine Augen verfingen sich in seiner Mutter. Erst jetzt bemerkte er, dass sie das Szenario mitverfolgt hatte. Natürlich hatte sie das.

Langsam erhob sich der Jungwolf. Er wollte auf sie zugehen, doch dieser Ausdruck in ihren Augen brachte ihn zum Zögern. Er konnte nicht beschreiben, was es war, aber es schien ihmn, als tobe ein Sturm in ihr, ein nicht löschbares Feuer. Es wütete und zerstörte. Es verbrante alles. Er konnte sehen, wie seine Mutter innerlich zusammenbrach, als sie sah, was aus Givaan geworden war. Wie konnte er ihr das nur antun? Am liebsten hätte Lucky sich auf den Vater gestürzt, ihn angeschrien, gepackt und geschüttelt. Aber das wäre sein tot gewesen. Na und? Hauptsache, er wusste, was für ein dummer Idiot er doch war. Oh ja, Lucky hasste Givaan für das, was er Zanba antat. Er wraf ihm feuerige Blicke zu und knurrte lautlos. Und dieser eine Augenblick der Unachtsamkeit... es waen doch nur so wenige Sekunden gewesen. Und als er erneut zu Zanba sah, befand sie sich unter den Pranken des monströsen Yakar Akiim's.

"Nein! Zanba!"

Schrie Lucky. Er war zu schwach, um etwas gegen den Schwarzen tun zu können. Doch er wolte nichts lieber als seine Mutter zu retten. Und es gab nur eine Person, die er für den richtigen Retter hielt. Er sah zu Givaan. Nein. Niemals würde er noch ein Wort mit ihm wechseln. Raayu. Raayu schien noch bei Sinnen zu sein. Aber sollte man Lucky's Vater wirklich die einzige Chance nehmen, sich für diesen schrecklichen Fehler zu verzeihen. Nein. Givaan musste Zanba retten. Kein anderer. Kopflos lief Lucky auf den Schwarzen zu. Zögerte. Er konnte sich nicht vorstellen, dass dies sein Vater war. Er sah nur jenen Hünen, der ihn zuvor umbringen wollte. Der ihm das Leben nehmen wollte. Ihm, der er sein Sohn war. Nein, Givaan duldete ihn nicht, verdrengte sein Dasein als Vater eines solchen Wurms. Eines nichtsnutzigen, dummen, kleinen Wurms. Aber sollte Zanba wirklich sterben, nur weil Lucky darunter litt, ein Schwächling zu sein? Niemals. Aber würde Givaan nicht vorerst seinen Sohn töten, sollte dieser ihn ein zweites Mal ansprechen? Er musste dieses Risiko auf sich nehmen. Für seine Mutter. Für seine Leitwölfin. Für jene Wölfin, die ihm vertraut hat, als sie sich am Ende geglaubt hatten. Sie war solch eine prächtige Wölfin. Wie konnte Givaan ihr nur so das Herz zerreißen?

"Givaan, welch Schwarzer Dämon auch immer Besitz von dir ergriffen hat. Tu gefälligst etwas, damit Zanba nicht mit dem Gedanken sterben muss, sie wäre Abschaum!"

Es erschrak Lucky selbst, wie er da mit dem Schwarzen sprach. Die Ohren angelegt, ebenso wie die Rute und den Pelz. Er wusste seinen niedrigeren Rang einzuhalten. Und trotzdem hatte seine Stimme etwas strenges, einen Unterstrich, vom Zorn gezogen, den er zu verbergen versucht hatte. Er konnte einfach nicht anders. Der Jungwolf war so.. entsetzt, diesen DSämon als Vater und Leitwolf zu haben. Aber bestimmt war das nicht mehr lange so. Bestimmt würde Givaan ihn nun töten. Nun, wo er ihm in gewisser Weise befohlen hatte, Zanba zu retten. Aber es war kein wirklicher Befehl gewesen, denn das Flehen war ebenso deutlich aus der Stimme des Jungwolfes heraus zu hören. Aber wahrscheinlich würde Givaan das geschickt ignorieren, um ihn nicht grundlos töten zu müssen. Doch Lucky wollte nicht, dass man sich erzählte, er sei unter den Fängen seines Vaters gestorben. Und er wollte auch nicht, dass man sich erzählte, er sei ein Schwächling gewesen. Denn ein solcher war er nicht, Wie konnte er das nur beweisen? Ja, wie denn nur?

"Bitte..."

Murmelte Lucky leise und sein Blick drückte plötzlich all seine Emotionen aus. Das Leiden, welches ihm der Anblick zufügte, den Zanba ihm bot, der Wunsch, ebenfalls so angesehen zu werden, wie Givaan. Und die Sehnsucht danach, jemand zu sein. Er wollte jemand sein. Nicht nur irgenein schwacher Wolf. Er sehnte sich nach einer Wölfin an seiner Seite und einem Rudel, an dessen Kopf er stand. Und er fühlte sich groß genug, um sich aufzumachen, und dieses Ziel zu erreichen. Aber der Zeitpunkt dazu war noch nicht gekommen. Schließlich konnte er sein Rudel nicht alleine lassen. Nicht jetzt. Er musste Zanba beschützen, sollte Givaan auf dumme Gedanken kommen. Wie erbärmlich das klang. So furchtbar erbärmlich. Er musste seine Mutter vor ihrem Gefährten und seinen Vater beschützen. Pah. Als wenn er stark genug dazu wäre. Givaan war unberechenbar. In einem Momentan konnte er die naturfarbene Leitwölfin lieben, im nächsten könnte er sie zerfleischen. Noch ein wenig würde Lucky bleiben müssen. Er sah zu Raayu. Oder auch nicht. So schwer es ihm auch fiel, er entschloss schließlich, das Rudel zu verlassen, sobald Zanbas Zustand wieder stabil war.


[redet mit Givaan]
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Blizzard

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Sa Mai 01, 2010 6:03 am

Unwillkürlich verstummte für einen Augenblick das dunkle Knurren Blizzards. Er hatte aus den Augenwinkeln eine bekannte hühnenhafte Gestalt entdeckt. Kurz darauf hörte er, wie einer der anderen seinen Vater reif.
Doch war das wirklich noch sein Vater?
Innerlich war der Jungwolf verwirrt, während seine Himmelblauen Augen auf Givaan ruhten. Er war plötzlich so anders, als er ihn kannte.
Mordlust war deutlich in den dunklen Augen des Rüdens zu sehen.
Mordlust und die Gier nach Blut, wie ein Dämon.

Blizzard starrte seinen Vater ausdruckslos an, während seine Gedanken zu kreisen begannen. Wie eine Achterbahn. So sehr, das ihm leicht schwindelig wurde.
Aber der nachtschwarze Wolf schüttelte seinen Kopf um wieder klarere Gedanken fassen zu können.
Im nächsten Augenblick, als seine Augen wieder auf Givann und Lucky ruhten, sah er wie dieser nach seinem Bruder schnappte. Und plötzlich regte sich etwas in Blizzard, was er nicht zu ordnen konnte. Hatte der schwarze große Wolf eben wirklich nach Lucky geschnapt? Ja das hatte dieser und für einem Moment ruhten seine hellen Augen noch auf seinem Bruder, bevor er bemerkte das mit seiner Mutter innerlich etwas nicht stimmte.

Er sah die sandfarbene Fähe an. Sah wie ihre Augen sich auf ihren Gefährten richteten und unzählige Gefühle sich scheinbar in ihr breit machen. Aber es erschrack ihn mehr als erwartet, das er sah wie sie wirkte.
Erneut schüttelte Blizzard seinen Kopf und sein Knurren erklang wieder.
Den Blick auf den dunklen Jungwolf gerichtet, wollte er auf diesen zu springen, aber Raayu hatte diesen schon in der Mangel und er wusste das man weder einem Wolf wie seinem Vater, noch einen solchen Wolf wie Raayu dazwischen kommen sollte wen diese kämpften.
Somit ruhte sein Blick auf dem Anführer, da der Altwolf von seinem Vater getötet wurde.

Ein grauenhaftes Bild, ohne jegliche Gefühlsregung.
Plötzlich schwankte er im inneren. Wollte er wirklich in Givaans Fußstapfen treten?
Ja, aber nicht in die Fußstapfen dieses Dämons. Auch wenn es dennoch sein Vater war, immer noch der Leitwolf und der Gefährte seiner Mutter. So eiskalt wollte er nicht andere ermorden.
Damit kurz in seine Gedanken vertieft, wurde er wieder in die Realität zurück geholt und wollte Zanba helfen, damit sie nicht starb. Als die Worte von Lucky an seine dunklen Ohren drangen.
Unglaubwürdig sah er diesen an und doch bemerkte man diese Unglaubwürdigkeit nicht an ihm.

oO(Das hätte ich nicht von Lucky erwartet....)Oo

Erklang eine innere Stimme in ihm und sein Knurren wurde leicht wütend über diese Erkenntnis. Nein, er würde nicht hinter seinem Bruder her hängen. Er hatte es vorher nicht getan und würde es jetzt auch nicht tun und auch nicht in Zukunft.
Und dann verstummte sein Knurren, obwohl seine Nackenhaare noch immer aufgerichtet waren.
Er konnte nicht eingreifen, obwohl er es gerne getan hätte. Aber im Grunde verstand er die Worte seines dunklen Bruders. Doch würde Givaan diesem fast schon befehlenden Worten seines Sohnes nach kommen?
Angespannt wartete Blizzard auf die Reaktion des schwarzen Dämons, dessen Fleisch und Blut er war, dessen Sohn er war.
Und doch, würde Givaan zu lassen das Zanba starb, dann würde er seine Zähne in dessen Fleisch bohren auch wenn es das letzte wäre was er tun würde.


[verstummt im knurren/ starrt Givaan an/ ist verwirrt/ starrt Lucky an/ knurrt erneut/ will eingreifen/ tut's nicht und hört erneut auf zu knurren/ beobachtet Givaan]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Sa Mai 01, 2010 6:32 am

Givaan, das Monster.
Jakaras Augen hingen an dem schwarzen, und sie konnte nicht anders, sah ihn wachsen, sah ihn noch größere Klauen und Fangzähne bekommen. Und seine Augen, blutgetränkt von all derer Blut, die der Schwarze je getötet hatte.
Kara konnte kaum ein Winseln unterdrücken. Wo war der Alpha, den sie gekannt hatte? Sie schloss die Augen und war endlich wieder in der Realität. Jetzt sah sie Zanba, die sich nach Rayuu auf Yakar Akiim stürzte.

Nein!

murmelte sie. Die Alphera schien fest entschlossen, den Wolf zu töten oder selbst zu sterben. Dachte nicht an Givaan, der nun ein Monster war. Seinen eigenen Sohn angegriffen hatte.
Und sie dachte nicht an ihr Rudel, dass sie noch immer kannte, deren Alphera sie war- das Rudel, dass sie liebte.

Egal was Givaan auch tun würde, Zanba würde Kara nicht im Stich lassen. Sie knurrte und sprang ebenfalls auf Yakar Akiim. Sie biss ihn ins Ohr und riss ihm mit den Krallen das Fell auf.
Sie war nicht die größte oder stärkste Fähe, aber sie wusste, dass es um Zanbas Leben ging.
Um das Leben des Rudels!


[beobachtet Giv-hasst ihn- sieht Zanbas Angriff- stürzt sich auch auf Yakar Akiim]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo Mai 03, 2010 7:40 am

Alles um ihn herum verschwamm zu einer unbedeutenden, unklaren Masse, trennte ihn beinahe von der Außenwelt ab und ließ ihn die Ekstase des Mordes regelrecht ausweiden. Immer wieder schlug er seine mächtigen, blutgetränkten Kiefer in den nun regungslosen Körper des Altwolfes. Wer ihn dabei beobachtete, war ihm egal, doch schien es dem Dämon regelrecht danach zu zehren, angegriffen zu werden. Es wäre ein fataler - ein tödlicher - Fehler, den der Angreifer beging, denn dass mit ihm nicht mehr zu spaßen war, schien allgegenwärtig.
Viel zu lange hatte er, Givaan der "Schreckliche", gewütet und geherrscht, nun war es an ihm, sein wahres, sein einziges Wesen hervorzubringen. Zu beweisen, was für ein Monster er war. Dass nicht der Teufel Angst und Panik verbreitete, sondern er, Givaan, Herrscher der Finsternis und des Todes. Zu Zeiten der Eintracht hätte sein Bruder ihm gewiss liebevoll angestupst, gesagt, er sei größenwahnsinnig, eitel und arrogant. Doch verrückt sei er nicht. Was für eine falsche Annahme!

Geifer vermengte sich mit dem Blut des alten Rüden, dessen Kehle er noch immer zerfleischte, als ginge es dabei um sein Leben. Als er endlich von ihm abließ, schien er kaum noch erkenntlich zu sein, Fell, Fleisch, Sehnen, ja selbst Muskeln waren zerrissen, zerbrochen und zerbissen. Ein Akt der Vollkommenheit. Der vollkommenen Ermordung!
Mit wild funkelndem Blick fuhr er herum, starrte hasserfüllt auf jenes kleine Fellbündel, welches ihn zuvor noch freudig als `Vater´ tituliert hatte. Wild fletschte er die Zähne, das Nackenfell sträubte sich regelrecht auf und das Blut troff seinen Fang hinab, hinterließ ein geisterhaftes Geräusch, als es endlich auffiel. Die Pfoten mitten im blutigen Massaker, durchbohrte sein glühender Blick den armen Jungwolf, doch es sollte noch weitaus grausamer kommen. Ohne einen einzigen Ausdruck der Emotion trat er auf den Fellball zu, blickte höhnisch, ja regelrecht feindselig auf ihn hinab und zog langsam, nervenaufreibend langsam die Lefzen zurück, zeigte die nun teilweise wieder weißen Zähne. Das blutrünstige Knurren, welches folgte war Antwort genug, doch Givaan wollte ihn leiden sehen, ihn am Boden wissen. Ohne einen Kommentar holte der Rüde seitwärts aus, schlug seine riesige Pranke gegen den schmalen Leib des Jungwolfes und schleuderte ihn regelrecht weg. Es mochte gewiss sonderbar skurril aussehen, wie er die Pfote leicht anhob, eine beinahe unmögliche Bewegung. Doch für den Dämon - für Givaan - schien nichts unmöglich und dies bewies er, indem er seinen Sohn mit seinen gesamten Gewicht von gewiss dreißig, wenn nicht sogar bereits vierzig Kilogramm hinweg schlug, als handle es sich dabei um eine lästige Fliege, nicht um einen beinahe ausgewachsenen Jungwolf.

Mit augenscheinlichem Hohn, gepaart mit Zufriedenheit und Genugtuung sah er dem fliegenden Wolf hinterher, beobachtete seine Flugbahn jedoch nur kurz. Eine verräterische Bewegung zu seiner Rechten ließ ihn nochmals herum fahren, die Ohren hart gespannt und den Fang gefletscht. Ein schwarzer Wolf griff einen jüngeren, schwarzen Jungwolf an. Anscheinend hatte nicht nur ihn die Mordgier gepackt, doch sah er in diesem Rüden weitaus mehr Bedrohung und Konkurrenz als er es hätte tun sollen. Zudem es sich um seinen einst besten Freund handelte. Doch für derlei Gewäsch hatten weder Givaan, noch der Dämon die nötige Ruhe.

Gerade, als er seinen massigen Körper auf die raufenden Leiber bringen wollte, Blut schmecken und Kehlen zerreißen wollte, sah er jenes Geschöpf, welches der elendige, kleine - fliegende! - Wurm gewiss gemeint hatte. Jene Fähe, die ihm bereits seit seiner Ankunft den Kopf verdrehte, ihn verwirrte und ihn nur noch wilder machte. Es machte den Schwarzen regelrecht rasend, zu wissen, dass eine einfache Fähe, wenn auch hübsch anzusehen, so viel Macht über ihn zu besitzen schien. Doch erneut kamen ihm die Worte des Raben und auch des Jungwolfes in Erinnerung. Gefährtin. Mutter. Freundin. Leitwölfin. Das alles und noch viel mehr sollte sie sein, doch an jenem Ort, wo man Herz und Erinnerung glaubte, herrschte eiskalte Leere. Eine Einöde der Kälte.
Sie griff den Leitwolf an, den dritten im Bunde wie es schien. Und ohne, dass er etwas hätte unternehmen können sprang auch gleich eine weitere Fähe dazu, schien in ihrem Leichtsinn nicht zu sehen, welche Gefahr auf sie zurollte. Gewiss nicht nur in Gestalt Yakar Akiims. Nein. Denn lautlos wie ein hinterhältiger, eiskalter Killer glitt der massige Leib des Hünen auf die kleine Gruppe zu. Und ohne eine Vorwarnung sprang er hinein, mit weit aufgerissenem Kiefer und einem gefährlichen Knurren in der Kehle.
Der innere Krieg begann, doch welche Wunden er zufügen würde, sollten sie erst hinterher erfahren.

Wild um sich beißend, nach allem schnappend, was Fell, Ohren und Rute besaß, schien der Schwarze mehr einem tollwütigen Mörder zu gleichen als tatsächlich einem Wolf mit klarem Verstand. Womöglich war ihm letzteres auch bereits abhanden gekommen, es würde gewiss keine Zeugen geben. Denn die Wölfe, die dumm genug waren, sich um ihn zu scharren, waren ohnehin dem Tode geweiht. Er würde sie allesamt töten, sie seinem zehrenden Hunger nach Blut und Mord zuführen, ohne auch nur ansatzweise ein schlechtes Gewissen zu haben. Er würde es können und er konnte es. Niemand überragte ihn, vor allem nicht zu Zeiten der vollständigen Kontrolllosigkeit, in welcher er sich momentan zu befinden schien. Wobei es dennoch eine Art Kontrolle gab, eine unsichtbare, von welcher lediglich Givaan wusste: der Dämon.
Inzwischen waren seine Augen von einem Feuer ergriffen, welches beinahe zu schwarz schien, um es tatsächlich zu sehen, doch es brannte. Und es brannte hoch, sehr hoch! Er sah die kleine, bunte Wölfin, welche sich nach der Leitwölfin in das Gemetzel gestürzt hatte. Nein!
Eigensüchtig wie er war drängte er sie vom Kampfgeschehen ab, den Kopf auf Brusthöhe gesenkt, die Lefzen hart angespannt und die Zähne entblößend. Beinahe als eine Art Warnung schnellte er nach vorn, biss ihr heftig in Nacken und Hals, riss sie mehrmals herum und ließ sie schlussendlich grob zu Boden fallen. Gleich darauf sprang er nochmals auf den Schwarzen und die Braune, verbiss diese regelrecht, schnappte nach jedem Quäntchen Fell und Haut, was er erreichen konnte und ah nun endlich dem Schwarzen entgegen.

.oO( Ich werde sie alle töten! Nur ICH allein!!)Oo.

Ein boshaftes, hinterhältiges Lachen zierte die Lefzen, doch wirkte es weitaus Angst einflößender und gefährlicher als ein normales Lächeln seiner früheren Persönlichkeit. Nun also hatte er erreicht, was er stets begehrte: die absolute Macht über Leben und Tot. Dort, wo er entlang wandelte, entlang gewandelt war, schien sich eine Spur aus Blut, Mord und Verwüstung abzuzeichnen, obgleich diese nicht sichtbar war. Jedenfalls teilweise, denn der restlos zerrissene Körper des Altwolfes sprach für sich.
Mit provozierend nach vorn gerichteten Ohren, kampfbereit gesenktem Kopf und blutbefleckter Brust sträubte sich das Fell des Hünen um vieles mehr, als es je der Fall war. Die Rute war steil empor gehoben, demonstrierte Macht wie Dominanz seitens Givaan. Wer sich jetzt einmischte, war tot. In dieser Hinsicht war Givaan gnadenlos und der Dämon umso restloser. Mit angespannten Muskeln lief er langsam um Yakar Akiim herum, ein beständiges Knurren in der Kehle. Kam jemand seiner Bahn zu nahe, schnappte er nach diesem, ausnahmslos. Kam dabei Fell, Haut oder noch mehr zwischen seine Fänge, wurde kräftiger zugebissen und das Blut genossen.

Dann schien der Kampf den Anfang zu finden. Den Anfang vom Ende, doch obgleich er gewiss getötet werden könnte, interessierte ihn nur sein Blutrausch, nichts weiter. Vergessen war alles, selbst das Verlangen ein neues Rudel aufzubauen und dieses mit eiserner Klaue zu regieren. Vergessen war sein Vorhaben, nach jenem Gemetzel ein weiteres, weitaus größeres Fest des Blutes anzurichten und zu genießen. Wie weggefegt schienen alle Gedanken und hätte er nicht ohnehin eine vollkommene Erinnerungslücke, so wäre dies gewiss jener Punkt, an dem sie auftrat. Ja, selbst sein Name - seine Persönlichkeit - schien vergessen. Das einzige, was zählte war der bevorstehende Mord.
Mit gefletschten Zähnen, das rosige Zahnfleisch bereits gut sichtbar, sprang er nach vorn, geradewegs auf sein auserkorenes Opfer hinzu. Nie wieder würde er einen solchen Wolf treffen, der ihm das Wasser würde reichen können. Brachte er ihn um, würde dies unabdingbaren gehorsam mit sich führen. Brachte der Fremde jedoch ihn um, musste er wenigstens nicht mehr diese Schande mit erleben. Doch hatte Givaan nicht vor, sich umbringen zu lassen.
Mit einem Blick, aus dem Teufel und Dämon zu sprechen schienen schnellte er nochmals nach vorn, riss den Kopf seitlich und die Kiefer auf. Noch während er im Sprung den Kopf wieder zurück riss, öffnete sich der Schlund des Monsters und die dolchartigen Gebilde in jenem gierigen Schlund gruben sich tief in das Fleisch seines Gegners. Sehr tief, wie es schien, spürte der Rüde bereits den Knochen. Ein mörderisches Lächeln glitt über seine gefährlich wirkenden Züge, er packte nochmals fester zu und riss nun Kopf mitsamt Beute herum.
Schwung, Masse und das daraus resultierende Gewicht nicht mitberechnend, verlor er den großen Rüden erneut aus seinem blutverschmierten Fang. Die Pfoten voneinander abgespreizt, dem Leibe somit einen festen halt gebend und den Kopf mit dem steil aufgerichteten Nackenkamm gesenkt, starrte er sein Gegenüber an. Er war bereit.
Bereit zu Morden.

[Bei Lucky - treibt Jakara & später Zanba zurück - attackiert Yakar Akiim]

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo Mai 03, 2010 7:41 am

Liebe Leute, bitte lest die Beiträge genau. Raayu sprang nicht Yakar Akiim an, sondern Aralez, ist dieser eindeutig mit dem "zurückweichendem Jungwolf" gemeint.

Liebe Grüße
Die "Spielleitung"

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo Mai 03, 2010 8:05 am

Sie wusste, sie hatte sich überschätzt. Kara spürte bereits, wie ihr schon nach den wenigen Augenblicken die Pfoten schmerzten, wie sie schwächer wurde und wie ihr die Müdigkeit in den gesamten Körper glitt.
Erschöpft kämpfte sie, doch ihre Bewegungen waren langsam und fast schon schwerfällig. Plötzlich jedoch vernahm sie das Knurren Givaans und wieder überkam sie die unbändige Scheu vor diesem Dämon von Wolf. Doch sie ließ sich nicht ablenken. Selbst nicht, als sie die Schmerzen der Bisse spürte, die Givaan verursachte, denn er biss nach jedem von ihnen. Dann jedoch wurde sie zurückgetränkt. Kara heulte, doch der Schwarze war zu stark. Sie spürte den Biss in den Nacken und in den Hals und jaulte vor Schmerz.

o.O (Oh, Givaan, warum tust du das? Du warst einmal ein guter Alpha gewesen...) O.o

Dann wurde sie herumgerissen. Sie spürte den dumpfen Aufschlag, als sie auf die harte Erde prallte. Ihr Jaulen verlor sich in einem verzweifelten Gurgeln. Vor ihren Augen verschwamm alles. Doch die Sicht reichte, um Zanba in dem Knäul der Kämpfenden zu erkennen. Zu sehen, wie auch sie von Givaan zurückgedrängt wurde, wie er sie biss und auf sie sprang.

"Zanba..."

Ihre Stimme war matt und kaum mehr als ein Flüstern. Doch nochetwsas war da- die Wut. Die Wut verlieh ihr Kraft. Sie richtete sich auf und spürte, wie ihr das Blut aus den Wunden rann, spürte den Schmerz. Doch all das beachtete sie nicht.

"Givaan! Du hast sie geliebt!"

Der Schwarze achtete nur auf den anderen Leitwolf, nicht auf seine Gefährtin- oder ehemalige Gefährtin. Jakara humpelte, abder das war ihr egal. Wütend sprang sie auf Givaan zu. Bereit zu allem. Sie versuchte, auf seinen Rücken zu gelangen.
Doch sie rutschte hinab, war zu schwach. Wieder heulte sie auf und knurrte so laut sie konnte, während sie sich mühsam aufrichtete.

o.O (Es ist Selbstmord!) O.o

Ein Zittern durchfuhr Karas Körper, bevor ihr Pfoten sie nicht mehr tragen wollten und sie zu Boden fiel.

o.O (°Das Rudel braucht eine Heilerin! Gerade jetzt!°) O.o

Karas Wunden blutete und sie versuchte wegzuhumpeln. Black hatte recht, denn sie hatte wieder seine Stimme gehört, als sie am Boden gelegen hatte. Das Rudel brauchte sie. Und wenn Givaan sie jetzt nicht töten würde, dann wusste sie, was ihre Aufgabe sein würde- Znaba und die anderen zu versorgen.

Noch immer war sie schwach, konnte sich kaum auf den Beinen halten. Sie war nun bei ihren Kräutern angekommen, kaute selbst einige kraftspendene Pflanzen und fühlte sich besser. Kara sah sich um. Sie sah Lucky, der von Givaan zu Seite gestoßen war. Voller Abscheu sah sie den schwarzen Rüden, Luckys Vater, kämpfen und knurrte unwillkürlich. Dann packte sie ihre Kräuter und lief zu Lucky. Beziehungsweise, sie humpelte, denn stärkten diese Kräuter sie auch, so konnten sie nicht die offenen, blutenden Wunden heilen. Doch karas Wille, zu helfen,war stärker als alles andere. Sie kam bei Lucky an.

"Bist du verletzt? Lucky?"

fragte sie schnell, bevor sie den Jungwolf vorsichtig mit der Schnauze beschnüffelte und abtastete. Sie glaubte, Blut würde aus einer Wunde auf der Seite, auf der Lucky lag, fließen.

"Kannst du dich bewegen? Dich aufrichten?"

fragte sie weiter. Doch war er überhaupt wach oder war er bewusstlos? Bevor die Fähe weiter nachforschen konnte, fühlte sie sich plötzlich wieder schwach. Alles um sie herum drehte sich, ihr Herz schien aussetzen zu wollen. Schon einmal hatte Kara dies verspürt: Als ihre Mutter gestorben war. Von da an hatten Black und sie sicher geglaubt, sie wäre tot, und dann hatten sie den Bären gesehen -und vor allem gerochen-, der ihre Mutter getötet hatte. Ihr Geruch klebte an seinem Fell. Kara hatte fest daran geglaubt, solange dieses Gefühl ausblieb, würde Black noch leben, denn sie wusste, auch bei ihm würde sie es spüren. Doch jetzt war es wieder da.

o.O (Es ist einfach nur meine Verletzung, weiter nichts) O.o

versuchte sie sich einzureden, doch sie glaubte es selbst nicht.

o.O (°Nein, Jakara!°) O.o

Blacks Stimme. Dann lebte er sicher noch, wenn sie in Gedanken seine Stimme hörte, denn sie fühlte nicht, dass etwas totes darin lag, mochten diese Gedanken auch abergläubisch sein. Aber sollte das heißen, dass jemand anders gestorben war? In diesem Moment starb? Schnell sah sie zu Lucky, doch der Rüde schien zu leben. Zanba. Ja, auch sie lebte doch!

Und dann fiel es Kara wieder ein. Die andere Hälfte des Rudels war gekommen, aber ohne Chaz. Sie witterte und erkannte den Geruch seines Blutes.

Givaan.
Tausend Messer stachen in ihr Herz. Ein Jaulen entfuhr ihr, bevor sie bewusstlos zu Boden sank.


[ist erschöpft- wird von Giv weggedrängt- sieht, dass Giv Zan ebenfalls zurückdrängt und beißt- will Givaan angreifen- bricht zusammen- weiß, dass das Rudel eine Heilerin braucht- versucht, vom Kampfplatz zu humpeln-nimmt Kräuter, die sie stärken-will Lucky helfen-hat ein seltsames Gefühl-glaubt zu wissen, dass Chazaar tot ist-wird bewusstlos]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo Mai 03, 2010 8:16 am

Das Geräusch der Pfoten verstummte langsam immer mehr, bis es bald kaum noch ein Flüstern schien. Dass er dabei war, die Besinnung erneut zu verlieren, bemerkte der Graue nicht mal mehr, nahm er in seiner tiefen Panik an, der Wolf könne ihn einfach überhört haben. Weitergewandert sein. Immer wieder hoben und senkten sich die wirren Flanken, das Blut klebte in ihnen und ließ die Szene um einiges hässlicher erscheinen, als es dem Rüden vorkam. Er spürte ohnehin nichts mehr in seinen Hinterläufen, weshalb also lohnte es sich noch, zu kämpfen? Wofür?
Für einen Bruder, der ihn hasste. Der ihn angriff und wieder töten würde, dieses Mal jedoch zusah. Für einen Bruder, den er trotz aller Grausamkeit dennoch liebte und verehrte wie einen kleinen Bruder nun einmal. Für ein Rudel, welches ihn gewiss nicht missen würde. Für ein Rudel, welches ihn mit Vorbehalten aufgenommen hatte und ihn lieber wieder in die ewigen Weiten senden wollte. Für ein Rudel, welches er inzwischen als sein eigenes ansah, als tröstlichen Ersatz für jene Familie, die er verloren hatte. Vor knapp eineinhalb Jahren. Oder für eine Fähe, die ihn hasste. Für eine Fähe, die ihm später ihre Liebe schenkte. Für eine Fähe, der er sein Herz geschenkt hatte und welche ihn somit in tiefste Gewissenskonflikte riss. Oder aber für einen Geist.

Ungläubig weiteten sich die Augen des Grauen, sah er eine schmale Gestalt auf sich zuwandern und schlussendlich beschleunigen. Es musste ein geist sein, kein Wesen bewegte sich so leichtfüßig. Oder so lautlos. Doch selbst als sie neben ihm stand, der Lauf würde ihr gewiss einige Kraft geraubt haben, hörte er nichts. Er schien wie taub, lauschte angestrengt nach Geräuschen, doch wirklich hören tat er nichts. Nur jene endlos hallende Leere, die seinen Kopf füllte. Wurde er verrückt?
Als die Fähe bei ihm angelangt war, hievte er sich mühsam empor, ab der oberen Hälfte des Rückens sank der Körper erneut dem Erdboden entgegen. Givaan hatte seinen Bruder zu einem Krüppel gemacht und jetzt würde es niemanden geben, der ihn daran erinnerte, wofür es sich lohnte zu kämpfen. Givaan war tot. An seiner hatte sich Gevatter Tod niedergelassen und ihm den letzen Bruder genommen, der Chazaar noch Kraft zu geben vermochte. Alles verloren!

Mühsam hob er den Kopf, bemerkte wehmütig lächelnd die Angst in den großen, jungen Augen und schüttelte den Kopf. Röchelnd hustete er und sah fassungslos auf das dunkelrote Blut, welches er erbrochen hatte. Nun war es gewiss.

"Ich sterbe. Nein, hab keine Angst, fremder Jungwolf. Doch bitte ich dich um einen letzen gefallen, ehe mich der große Wolf zu sich holt. Wirst du mir diesen Gefallen erweisen und einem Todgeweihten den letzen Wunsch erfüllen?"

Eindeutig eine rhetorische Frage, hustete der Graue und sprach gleich darauf weiter. Mit jedem Wort sank die breite Brust dem Erdboden ein Stück mehr entgegen und die bernsteinfarbenen Augen glänzten verräterisch. Er sah gebrochen zu Taigi auf, flehte beinahe darum, dass sie seine Botschaft übermitteln würde. Denn er würde diese Nacht nicht überstehen, doch nur, wenn die Jungwölfin seine Nachricht überbringen würde, könnte Chazaar beruhigt von dannen ziehen.

"Folge dem Geruch der Wölfe. Folge ihm und suche sie. Nein, FINDE sie, ich flehe dich an! Finde das Rudel der Mondkinder, finde die Wölfe, welche sich einst so nannten. Unter ihnen ist der wohl größte und schwärzeste Rüde, den du je zu Gesicht sehen wirst. Er führt dieses Rudel und wurde vor guten fünf Jahren auf seinen Namen getauft: Givaan.
Unter den Wölfen befindet sich eine wunderschöne, langbeinige Fähe, deren Schönheit von Größe und Liebe wohl nur noch übertroffen wird. Blicke in ihre sanften Augen und du wirst ihre tragische Geschichte erkennen. Doch auch den Lebensmut, der darin enthalten ist. Sie führt gemeinsam mit Givaan dieses Rudel. Ihr Name lautet Zanba.
Und dann ... und dann ... und ..."


Er hustete mühsam, der Glanz aus seinen Augen verschwand, schien zu brechen. Mit Mühen hielt er den Kopf noch Millimeter vom Erdboden erhoben, sah beinahe wie ein alter, greiser Wolf vor dem Tode empor zu Taigi. Jener Fähe, die seine letze Hoffnung war. Seine letze Nachricht übermitteln würde. Nochmals würgte er, brach Blut hervor und keuchend fuhr er fort, mit schwindender Kraft.

"Dann ist dort noch eine bunt befellte Fähe, deren Güte ebenso groß ist wie ihr Herz. Aus Hass ward Liebe und aus Schmerz Freud. Sie ist Heilerin des Rudels, daran zu erkennen, das sie meist umherläuft, irgendwelche Kräuter im Fang. Sie heißt Jakara.
Nun ... nun lausche mir umso aufmerksamer, denn meine Kräfte schwinden ... ich höre bereits den Großen Wolf nach mir rufen ...
Sage meinem Bruder, dass ich ihm vergeben habe. Das ich ihn liebe und er soll sich nicht länger grämen. Ich liebte ihn und ich werde ewig an das Gute in seinem Herzen glauben.
Sage seiner Gefährtin ... sage ihr, dass es mir eine Ehre war, unter ihrem Rudel leben zu dürfen und ich sie nie vergessen werde. Doch sie soll mir doch bitte ein letztes Lied singen, gemeinsam mit dem Rudel. Ich möchte ... möchte in Eh... Ehre von meinem Rudel verabschiedet werden. Sag ihr dass, ja?
Und ... Jaka...kara ... Sage ihr ... sage ihr, sie ist mein keltischer Mond, seit dem er starb ... sage ihr ... sage ich, dass ich ... ich sie l... dass ich ..."


Immer leiser kamen die Worte aus seinem Fang. Der Kopf ruhte nun vollends am Boden liegende Kopf ward ihm immer schwerer und mit einem seeligen Lächeln auf den Lefzen schlossen sich seine Augen. Nun würde er auf ewig ruhen. Sein Herz wurde immer langsamer, immer dunkler und lauter. Dann blieb es stehen. Und der Körper erschlaffte.
Chazaar war tot.



[Fleht Taigi an, etwas zu übermitteln - stirbt ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo Mai 03, 2010 12:36 pm

Tapfer hielt Taigi die gesamte Zeit durch und sah dem Rüden ins Gesicht, dieser Moment war nicht dafür da, klein beizugeben, das hatte sie lange genug getan, das wurde ihr genau in diesem Moment bewusst, der Moment, der wohl alles entschied. Auch als der Rüde mehrmals Blut spuckte, hielten ihre Beine sie auf dem selben Fleck und sie blieb dort stehen und lauschte seinen Worten, immer wieder nickte sie, vielleicht ein wenig abwesend, denn ihre Gedanken eilten voraus, sie versuchte sich dieses Rudel vorzustellen, doch es wollte ihr nicht gelingen, sie versuchte sich seinen dunkelen Bruder vorzustellen. Givaan, der keineswegs gut zu seien schien, denn sie sollte die Vergebung des Bruders aussprechen, des Bruders der nun von der Erde weichen würde, und für immer das heilige Land verlassen würde.

Taigi sah in die Ferne, sie versuchte abzuschätzen wo sich das Rudel befand, denn ihr war eine Aufgabe aufgetragen worden, und sie würde diese erfüllen, sie musste diese erfüllen, es war ein Dank, vielleicht eine Pflicht, aber vor allem eine Bitte, und Bitten, besonders Todesbitten, schlug man nicht aus, niemals, das wusste Taigi und so senkte sie den Blick und sah den Rüden seinen letzten Atemzug machen, sah die Lebensgeister entschwinden, und wieder spiegelte sich die Trauer in den Augen der jungen Fähe, so war einst ihre Mutter von ihr gegangen, und nun, nun auch dieser fremde Rüde, der Taigi ganz und gar sympathisch gewesen war, sie seufzte, es war nicht leicht den leblosen Körper vor den eigenen Pfoten liegen zu haben, an denen das Blut des Toten klebte.

Doch bevor sie sich aufmachte, um ihm die letzte Ehre zu erweisen, ließ sie ihren Köper auf den Boden geleiten und leckte ihm kurz über das Fell, sie entfernte etwas Blut, sie wollte ihn nicht so gehen lassen. Langsam erhob sie sich wieder und rupfte vorsichtig kein wenig Gras, so hatte sie es bei ihrer Mutter getan, denn diese sagte, nur geschmückte Leiber würden den richtigen Weg im Himmel des großen Wolfes finden. So verteilte sie es über seiner Schnauze und dann drehte sie sich um, leise waren ihre Pfoten, sie ging bedacht, denn sie wusste, es war an der Zeit zu gehen und es war die Zeit gekommen, in der sie gefordert war, sie hatte eine Aufgabe, eine tragende Rolle und obwohl sie diesen Givaan und sein Rudel nicht kannte, behagte ihr der Gedanke an sie ganz und gar nicht.


[erweist ihm die letzte Ehre / verlässt den Ort leise]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Di Mai 04, 2010 9:16 am

Sekunden verstrichen. Weitere Sekunden war die Fähe dem Tod näher. Weitere Sekunden neigte sich Ende zu ihr hin. Die Beine zitterten unaufhöhrlich unter dem mageren Körper. Tessyra staarte mit kalten Augen zu Boden. Alles in ihr befahl ihr, aufzublicken, sich auf den nahenden Kampf zu konzentrieren. Aber die Fähe hatte Angst davor, wieder aufzublicken. Angst, dass ihre Beine unter ihr nachgeben könnten. Jede Faser ihres ausgemergelten Körpers befahl Tess, einfach hochzuschauen, sich nicht mehr zu verkrampfen. Sich einfach fallen zu lassen. Und doch konnte sie es nicht. Sie spürte, wie ihr ganzes Leben sich nach etwas verzehrten. Nach ihm. Nach dem Rüden, welchen sie geliebt hatte. Geliebt hatte. Und sie liebte ihn immer noch. Mehr alles andere. Mehr als sich selbst, sogar mehr als das Rudel ... mehr als das ganze, verdammte Leben selbst.

Aber dieser Rüde war weg. Es gab ihn nicht mehr. Niemals würde sie mehr sien Fell richen können, seinen wunderbaren Duft. Seinen warmen Körper spüren können, welcher ihr in kalten Nächten ein unglaublicher Trost gewesen war. Nie wieder. Ihr Herz weinte, es schrie und heulte nach ihm. Wobei es nicht wusste, dass er nicht wiederkommen würde. Wieso ausgerechnet sie? Was hatte sie getan? Wieso hatte sie dieses grausame Leiden so verdient? Sie wollte nicht leiden. Sie wollte für ihr Rudel da sein, Zanba und ... Givaan zur Seite stehen, so wie früher. Sie wollte einfach wieder frei sein. Und nun war es, als würde ihre arme Seele erdrückt werden, ihr Herz in Eis getaucht und ihr Sinn für Liebe und Fröhlichkeit für immer ausgeschaltet. Plötzlich tönte etwas anderes in Tessyras Gedanken. Leise Pfotenschritte näherten sich ihr. Die Fähe zwang sich, aufzublicken. Ihre staaren, dunklen Augen richteten sich den Wolf. Es war Jakara. Die Heilerin legte ihr ein Kraut vor die Pfoten. Einen Moment war Tess ratlos. Wie sollte ihr ein blödes Kraut helfen? Aber trotzdem senkte sie wie in Trance ihren Fang, schnüffelte an den Blättern und begann schließlich eizelne zu kauen. Der Geschmack brannte auf ihrer Zunge, was wohl daran lag, dass die Fähe seid Tagen nichts mehr zusich genommen hatte. Weder Wasser und Fleisch. Ihre Kehle kratzte und sie spürte, wie ihre Beine aufhörten unkontrolliert zu zittern. Der Fähe gelang es, einen tiefen, röchligen Atmenzug zu machen. Einen Moment hörte der Schmerz in ihrer schmalen Brust auf, auf sie einzudonnern. Erleichtert blickte die Fähe auf. Zu ihrer VErwirrung war ein neuer Wölfe dazu gekommen. Raayu

Und da war der Schmerz wieder. Mit voller Wucht traf er die Fähe im Herzen, als ein Bild ihres geliebten Rüden vor ihren Augen auftauchte. Givaan und Raayu waren da. An ihrem Fell haftete der Geruch von Magai. Aber nicht der von ... Tujaro. Tujaro war tot. Ihr Gefährte, ihr Seelenverwander, ihr Geliebter. Er war einfach ... tot. Tess konnte es nicht glauben. So standt sie hier, leidete, hoffte dennoch auf das Leben ihres Geliebten. Aber er war tot. Ein heulen stieg in ihrer Kehle empor, kletterte weiter hoch. Aber sie schluckte es hinunter, spürte, wie der Schmerz sie überwältigte und sie langsam in sich einsackte. Ihre dünnen Beine knickten ein und ihr Körper landete auf dme staubigen Boden. Voor ihren leeren Augen kämpften die Wölfe miteinander. Und sie ... sie konnte nichts besseres tuen. Sie lag hier, mit hämmernden Herzen. Wobeiu sie sich nicht sicher war, ob es ihr Herz war, dass hämmerte.

.oO(Ich habe verloren. Wo bist du? Tujaro, lass mich nicht alleine. Ich brauche dich doch! Aber du bist tot ... und mein Herz ist es auch. Du nahmst es mir und doch werde ich dich immer lieben!)Oo.

Dachte sie und schloss die Augen. Wut loderte in ihren Augen auf. SIe wollte kämpfen. Sie würde kämpfen, für ihr Rudel. Aber was würde das nützen? Niewieder würde sie die liebevolle Fähe werden, welche sie einst war. Die mit Herz und Seele für andere da war. Beides war von dem lodernden Flammes eines grausigen Feuers verbrannt und zugleich mit dem kalten Eis eines Wintermorgens erstaart.


[Denkt an Tujaro | Kaut das Kraut | Bemerkt Raayu | Bricht zusammen | Denkt wieder an Tujaro | Will kämpfen]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Di Mai 04, 2010 12:21 pm

Was ist, wenn man erst nach endloser Zeit merkt, wer jemand wirklich ist? Und was macht man, wenn dieser jemand einen durch seine besonders schönen Worte verwirrt? Was ist, wenn man endlich nicht mehr durch die Rosarote Brille sehen will, aber sogleich einen Schleier übergeworfen bekommt? Es war einfach nur ... sinnlos! Man möchte klare antworten, und alles was man bekommt ist etwas poetisches voller Gefühl und Rätsel. Mit diesem Rüden war es anders als mit Dema, Momala. Beide waren ein wenig ... sagen wir: intellektuell auf einer Stufe.
Und dieser Rüde, voller Geheimnis und dem Hang zum Tod war einfach zu kompliziert für sie. Sein Gesicht hatte eigenartige Gesichtsausdrücke, und obwohl ihr ihr Herz bis zur Kehle schlug hatte seine emotionslose Maske etwas beruhigendes. Vorhin sah Mag noch klar. Sie sah in ihm etwas. Aber das hatte sich schlichtweg in Luft aufgelöst. Ohne Vorwarnung wurde ein Schalter umgelegt und sie konnte einfach nicht mehr klar denken.
Offensichtlich war es so,das er verstand. Sie sah. Wusste. Nicht nachdenkt, einfach sah und wusste. Und sie? Die kleine, dumme Mag? Sie sah erst Gespenster und nun nichts mehr. Es wurde einfach alles schwarz. Nicht in der Art schwarz, wenn die Sonne untergeht. Oder man ohnmächtig wird. Oh nein ... die Art schwarz, wenn. Magai grübelte. Sie dachte nach, suchte nach den richtigen Worten. Und nun, nach endlosen Sekunden gebannter Suche wusste sie es:

oO( Die Art schwarz ... wenn einem ... der Kopf verdreht wird.)Oo

Sie musste schlucken, schaute den Rüden an. Hatte sie sich wirklich ...??!! Unmöglich! Was war an dem Rüde außer verklebten Flohpelz dran? Er war ein verklebter, schwarzer Mörder!! Sie konnte sich unmöglich in ein Monster, wie Givaan es war ... verlieben!
Sie verzog spöttisch die Schnauze und betrachtete ihn noch einmal. Und je länger ihr honigfarbener Blick über sein Fell glitt desto klarer wurde ihre Gedanken und nun, genau in diesem Moment hätte sich im Film der Mund der Fähe zu dem des Rüden gebeugt. Sie hätte die Augen geschlossen und das Blut auf dem Fell abgeleckt. Sie hätte es genossen. Er .. was würde er tun?

oO(Das war erstmal egal!)Oo


Kam ihr der Verstand zuvor. Und wie es schien wurde der Stein in Feuer gelegt, wurde warm. Er erhitzte sich, fing an zu lodern, mitsamt den Flammen näher zu kommen. Die Fassade zerplatze, der Rüde wirkte fast lebendig. Er wirkte fast fürsorglich. Er wirkte fast romantisch! Es war einfach nur so schön auf dieser Lichtung. Wie es sich entwickelt hatte. Sie ging zu ihm wegen dem Weißen. Wollte ihn um irgendeine Hilfe bitten. Wollte etwas spüren. Und nun? Er hatte es geschafft sie irgendwie so ... komisch zu machen. Ihr ging es gut. Aber ... er hatte es weggenommen! Er, dieser ...nunja, dieser Mörder! Er war zum Dieb mutiert und hatte auch noch den Verstand geklaut! Sie verstand noch nicht einmal genau was er gemeint hatte.

"Ich dachte, ich könnte dich täuschen, doch ich bin genau der, für den du mich hältst. Das bin ich."


Ihr Verstand brummte, dachte, suchte, kramte. Tat alles um es zu verstehen. Was denn täuschen? Wer ist er denn? Sie wusste das er Raayu war. Na und? Das hatte er ihr gesagt. Und was hatte sie erkannt? Für wen hält Maggy ihn? Es lag doch alles auf der Hand! Was musste sie da herausfinden?! Ein dümmliches Lachen entfuhr ihr und im nächsten Moment folgte Raayu dem Aufruf Givaan's und folgte ihm. Swie lag da, schaute ihm nach. Und mit wenigen Sprüngen folgte sie ihm. Sie dachte es so gerne: Er. Raayu. Ihm. Raayu. Raayu. Raayu....
Welch schöner Name! Mit einem eleganten Hüpfer rannte und folgte sie ihm, immer schneller bewegten sich ihre Pfoten. Sie musste sich recht anstrengen mit den Rüden mit zuhalten, denn Maggy hatte ja kurze Läufe. Und die beiden Riesen Givaan und Raayu hatten einen so schnellen Schritt drauf, das die Fähe garnicht erst versuchte auf gleicher Höhe zu bleiben. Immernoch spuckten mehrere Gedanken in ihrem Kopf herum. Zum einem war es der Satz, zum anderen sein Name. Und dann noch dieses Gefühl, welches sie nicht als eindeutig erfassen konnte. Raayu ...
Der Weg erschien ihr recht lang, doch schon bald waren sie angekommen. Doch sie erblickte etwas, was sie nicht erwartet hatte. Drei Fremde, einer komischer, älter und fremder als der andere, standen da.
Und dann kam ein prasselnder Regen. Keiner merkte ihn, denn es war ein Regen der Erkenntnisse. Nur für sie bestimmt.

"Ich dachte, ich könnte dich täuschen, doch ich bin genau der, für den du mich hältst. Das bin ich."

Mit einem monströsen Knurren stürzte er auf den Schwarzen.

„Das bin ich.“

Die Augen öffneten sich. „Das bin ich.“ Das ist er. Das ist, was er ist. Der Beta, Beschützer, Ranghoher und MÖRDER.
Mörder. Sie hatte ihn charakterisiert. Vor wenigen Augenblicken. Hatte es wieder vergessen. Und nun hatte sie es wieder erkannt. Die Augen öffneten sich. Blickten starr auf ihn, wie er sich auf den Jungwolf stürzte. Sie atmete keuchend. Beachtete nichts außer ihm. Stand da, wie ein Baum. Jeder hätte sie nun angreifen können, denn sie stand schutzlos da, starrte. Dachte nach. Erkannte. „Das bin ich.“ Er war ein Mörder. Konnte man einen Mörder lieben? Doch diese Frage beruhte auf Gegenseitigkeit. Raayu wusste nicht, das er es mit einer Mörderin zu tun getan hatte. Die Augen wurden größer, sie fielen bald raus- Oder zumindest schien es so. Ein Jaulen entfuhr ihr. EIN MÖRDER!

[bei Raayu | redet | folgt]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Sa Mai 22, 2010 4:12 pm

Mit leisen Schritten trabte die weiße Fähe durch das Grasland. Der Boden federte jeden ihrer Sprünge sanft ab. Ihre Ohren waren nach vorne gerichtet, während ihre Augen wachsam und voll mit eisernem Willen waren. Der Wind zerzauste der Wölfin ihr blutbeflecktes Fell. Seit das Rudel angegriffen wurde und zerbrach, war sie auf der Flucht. Immer wieder hielt sie an. Witterte und lauschte. Die Fähe ging weiter und weiter. Seit Tagen hatte sie nicht mehr gerastet, obwohl sie schon ziemlich erschöpft war. Wie eine kleine Tänzerin bewegte sie sich durch das Unterholz, auf der Suche nach etwas Nahrhaftem. Schwach hing der Geruch eines Schneeasen in der Luft. Das Rauschen der Blätter, die im Wind wehten ließen die Ohren der Wölfin hin und her zucken, dann galt ihre Aufmerksamkeit wieder der aufgenommenen Fährte.
Luna hatte eine kleine Lichtung erreicht und auch hier endete die Spur des Schneehasen. Die Fähe verharrte in ihrer Bewegung und blieb wie versteinert stehen. Keine Regung war an ihrem angespannten Körper zu sehen. Und dann sprang sie. Schon beim Aufsetzen Lunas war der Schneehase tot. Das Genick war gebrochen, noch ehe er sich hatte rühren können. Sofort schlug die Wölfin ihre Reißzähne in das zähe Fleisch ihres Opfers. Bis auf den letzten Rest nagte die Fähe den Hase ab. Als Luna ihren Hunger gestillt hatte legte sie sich wenige Meter neben ihrer Mahlzeit auf den Boden. Ihren Kopf bettete sie sanft auf die Vorderläufe. Ihre Ohren waren wachsam gespitzt und auch ihre Augen waren noch leicht geöffnet, denn sie döste nur leicht unter einem Haselnussstrauch um wieder zu Kräften zu kommen. Richtig schlafen konnte sie nicht, denn man konnte nie wissen, wer einem hier über den Weg lief.

oO( Athaba!" Eine weiße Fähe blieb panisch, aber doch ruhig stehen und starrte einen brauen Wolf an. "Wir müssen wieder zurück. Ich habe ein ungutes Gefühl. So als ob das Rudel in Gefahr wäre!" Die anderen Rudelmitglieder, welche mit ihnen Jagen mitgekommen waren, fuhren ruckartig herum, als sie die Worte ihrer Alphera hörten. Luna preschte vorwärts, an Athaba und den anderen vorbei, wieder Richtung der Lichtung, wo der Rest des Rudels zurückgeblieben war. Athaba nickte den anderen zu und alle folgten ihr. Als sie alle bei der Lichtung ankamen, war der Kampf schon in vollem Gange. Sie ließ ihren Blick über das Schlachtfeld schweifen. °Nein..nein..nicht Nox!° hallte es in dem Kopf der Alphera, als sie auf ihn zu rannte. Sie stupste ihn an, doch er rührte sich nicht. Die Fähe schaute zu Boden. Ihre Nackenhaare stellten sich auf. Plötzlich hörte sie ein leises Winseln. °Jelux!° schoss es ihr durch den Kopf und sie fuhr ruckartig herum. Sie sah eine graue Fähe welche versuchte, sich und ihre Welpen zu verteidigten. Luna stürmte vorwärts und sprang dem Streuner knurrend an die Kehle. "Leg dich mit jemandem an, der sich wehren kann und der in deiner Größenordnung ist!" zischte sie zwischen den Zähnen hervor. Sie schleuderte ihn zu Boden und wandte für Sekunden den Kopf zu Jelux. "Verschindet! Los, beeilt euch!" Die graue Fähe starrte sie zuerst ängstlich an, doch dann schnappte sie sich ihre Welpen und rannte davon.
Athaba schaute seiner Gefährtin ungläubig zu. So hatte er sie noch nie erlebt. Plötzlich stürmten eine Wölfin an ihm vorbei. Es war Nana, welche einen der Streuner verfolgte. Doch ehe der Alpha eingreifen konnte, war der Streuner auf ihr und brach ihr das Genick. Ein Schmerzensschrei zerriss die Luft. Doch er dachte nicht lange darüber nach, denn etwas anderes zog ihn an. Der Rüde sah seine Gefährtin wild mit zwei Streunern kämpfen. °Wie eine Furie."° dachte er sich und stürzte sich in den Kampf. Göra machte es ihm gleich. Doch er kämpfte vor lauter Selbstvorwürfen unüberlegt, dass er statt seinem Gegner tot am Boden lag. Kiba schlug sich auf die Seite der Streuner und kämpfte zum ersten Mal gegen seine eigenen Leute. Caecilia machte sich noch während dem Kampf unauffällig aus dem Staub. Als die Streuner die Flucht ergriffen, war die Hälfte des Rudels entweder tot oder verschwunden. Luna stand mit zitternden Beinen da. Ihr Blick schweifte über den Platz, als ihre Augen sich weiteten. "Athaba! NEIN!" Sie rannte zu ihrem Partner, der reglos am Boden lag. Vorsichtig stupste die Fähe ihn an und fiepte leise. "Steh auf Athaba. Bitte steh auf!" Sie legte ihm eine Pfote auf die Flanke und senke den Kopf. Bathony trat neben sie. "Sie sind alle tot Luna. Alle. Laluna und Lykanos. Jelux und ihre Welpen. Göra, Nana und Nox. Kiba ist mit den Streunern weiter gezogen, Caecilia habt sich aus dem Staub gemacht, doch habe ich keinen blassen Schimmer, wohin sie ist. Die schwarze Fähe blickte ihre Alphera an, welche den Kopf gesenkt hielt. "Athaba ist auch tot, Bathony." flüsterte die angesprochene leise und hob wieder ihren Kopf. Tränen benetzen ihre Augen und Wangen, während sie diese Worte sprach. Bathony schaute sie wie betäubt an. "Es tut mir leid. Du hast deine Welpen und deinen Partner verloren." "Früher oder später hätte ich sie sowieso verloren Bathony."sprach die Alphera und erhob sich. )Oo


Die Bilder verschwammen und Luna wachte schweißgebadet auf. Seit jenem Tag folterte dieser Traum die Fähe, was auch einer der Gründe war, warum sie so wenig schlief. Sie schüttelte ihren Kopf und erhob sich. Die Schnauze der Wölfin erhob sich wieder in die Luft und sog die Luft ein. Die Fährte des Rudels war noch immer da. Sie setzte sich wieder in Bewegung und folgte der Spur.


[ streift durch das Grasland / erlegt einen Schneehasen / legt sich nieder & träumt wieder von dem Kampf / erwacht / folgt wieder der Fährte des fremden Rudels ]


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   So Mai 23, 2010 3:37 am

Einfach nur Dunkelheit, Finsternis. Oder, um es treffender auszudrücken: Nichts. Kara spürte, wie das Nichts sie einsaugte, und sie wollte sich wehren. Aber sie konnte nicht. Der salzige Geruch von Chazaars Blut, der noch an Givaans Fell geklebt hatte, mischte sich seltsam mit der Dunkelheit um Kara. Mühsam versuchte sie, die Augen aufzuschlagen, doch die Lider waren schwer wie Blei. Immer wieder erinnerte sich Kara an das Rudel, den Kampf, Givaan, Chazaar... Irgendwann glaubte sie, tot zu sein, es schien, als ob sie irgendeine Grenze überschritten hätte. Die Stimme ihres Bruders klang in ihrem Ohr.

o.O °Kämpfe, Jaki!° O.o

o.O(Wozu? Bist du auch tot, Bruder)o.O

o.O °Kämpfe Jaki! Kämpfe, Jaki! Kämpfe, Jaki! Kämpfe, Jaki...° o.O


Unaufhörlich drängten sich die Worte in ihre Seele, in ihren geist und in ihren Körper. Fühlte es sich so an, zu sterben?
Doch dann erklangen andere Geräuche- die Geräuche des Rudel, die Geräuche des Lebens! Verwirrt schlug Jakara nun die Augen auf, es ging ganz leicht. Sie sah das, was sie gehört hatte, und ihr wurde nun klar, dass sie nicht die Grenze zum Tod, sondern die Grenze zurück ins Leben überschritten hatte. Sie fühlte sich stark, ausgeruht. Kara setzte sich auf und spürte nur noch ein leichtes Brummen im Kopf.

o.O(Danke, Black!)O.o

dachte sie und sah sich um. Sie schnappte sich die Kräuter und überlegte, wo sie helfen sollte. Sie trat auf Zanba zu.

"Kann ich dir helfen, Zanba? Bist du verletzt?"

fragte sie die Alphera besorgt.


[bewusstlos-wacht auf-geht zu Zan]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo Mai 24, 2010 2:25 pm

Luna war eine Weile unterwegs, als vor ihr ein Fluss auftauchte. Sie schnaubte verächtlich. Das hatte ihr gerade noch gefehlt. Aus ihrer Brust hörte man ein tiefes Knurren, als die Wölfin ihre Muskeln spannte und ins Wasser sprang. Die Strömung war nicht sonderlich stark. Als die Fähe auf der anderen Seite wieder aus dem Wasser stieg, schüttelte sie sich ausgiebig und ein Lächeln umspielte ihre Lippen.

"Naja war doch nicht so schlimm wie ich dachte. So hatte ich wenigstens eine kleine Abkühlung. Und mein Fell ist sauber."

Die weiße Wölfin blickte an sich herunter. Ihr Fell war wirklich wieder sauber. Kein einziger Blutfleck war mehr zu sehen. Sie jauchze, doch dann verstummte sie wieder. Die Fähe dachte wieder an den Kampf, doch schüttelte alsbald den Kopf. Es brachte jetzt nicht, daran zu denken. Luna schritt zügig Richtung Gebirge. Aus dieser Richtung war der Geruch der Fährte am stärksten. Luna streifte wieder eine Weile durch das Grasland, als vor ihr ein großer See auftauchte. Ein leises Knurren entrann ihrer Kehle. Sie setzt abermals zum Sprung an und sprang ab und schwamm zügig ans andere Ufer. Dort stieg Luna raus und schaute empor. In der Ferne sah die Fähe so etwas wie einen Bergpass. In ihrem Gesicht breitete sich ein lächelte aus, die Wölfin rannte los und erreichte ihn binnen einer Stunde. Sie wäre schneller gewesen, wenn ihr da nicht wieder ein Zweig des Fluss in die Quere gekommen wäre. Als Luna den Pass erreicht hatte, stieg ihr ein bekannter Geruch in die Nase. Langsam strich sie an den wenigen Sträuchern vorbei, die hier oben wuchsen.

"Hier musste ein Kampf stattgefunden haben. Das Blut riecht noch frisch."

Luna knurrte, ein leiser, warnender Laut und dann schlich sie wieder weiter. Am Boden erblickte die Wölfin Blutflecken, welche sich mit dem Staub vereint hatten. Langsam aber doch erblickte sie ein paar Wölfe. Sie blieb stehen und blickte misstrauisch in ihre Richtung. Ihre Augen streiften jeden der Wölfe, welche in ihrer Nähe waren. Sie schienen etwas zu verfolgen. Vorsichtig schlich sie sich nach ein stück nach vorne.



[ schwimmt durch einen Fluss / geht wieder Richtung Gebirge / schwimmt durch den See / sieht den Bergpass - läuft dort hin / erblickt ein paar Wölfe / geht nach ein kleines Stück nach vorne ]


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Di Mai 25, 2010 3:35 am

Spielleitung

Das wilde Knurren, Jaulen, Fiepen und Reißen, welches unweigerlich an die Ohren der zahlenmäßig gut vertretenden Rudel drang, schwoll an und nahm wieder ab. Es schien einem Spiel zu gleichen. Erst wurde es lauter, das Knurren und Geifern, bis die umstehenden Wölfe meinten, ihnen platze gleich das Trommelfell, dann wurde es mit einem mal wieder leise. Nur um wenige Minuten später wieder anzuschwellen und die umstehenden Wölfe, die den zwei schwarzen Wölfen am nächsten standen, langsam zurück weichen zu lassen. Es war ihnen unheimlich, wie zwei gewiss körperlich große Wölfe derartig klein im Denken sein konnten. Der eine wie der andere.
Doch keinen der beiden Schwarzen interessierte es, sie starrten einander hasserfüllt an, wohl wissend, das einer von ihnen am Ende tot sein würde. Unter den Pfoten des Siegers lag, sich womöglich noch wand und schlussendlich den finalen Biss erhielt. Als hätten beide Killer an ein und das selbe gedacht, zogen sich ihre Lefzen ein Stück weit nach oben, gerade soweit, dass die Spitzen der Zahnreihen zu erkennen waren. Ja, einer würde sterben. An diesem Morgen würde entweder Yakar Akiim oder Givaan dem ewigen leben entgegen streben, wohl behütet durch die Götter.

Plötzlich schnellte der rabenschwarze Rüde nach vorn, unklar, welcher von beiden es war, und packte den Gegner im Nacken, schleuderte ihn herum, wie er zuvor jene Fähe herum geschleudert hatte, welche sich dummerweise in diesen Kampf einmischen wollte. Doch er ließ dies nicht zu, duldete keinen Ungehorsam und ging aggressiv dagegen vor. Das Rudel hatte es gesehen.
Doch aufgrund der Masse und des Körperhöhe verlor Givaan den Gegner bereits recht rasch aus seinen Fängen, baute sich jedoch drohend, das Nackenfell wild in jede erdenkliche Richtung gesträubt, vor Yakar Akiim auf, dieser tat es ihm gleich. In beider Augen loderte eine tiefe Entschlossenheit, die lediglich der Tod hätte besiegen können. Es schien jedem Anwesenden hier klar zu sein, jedem Vogel, jedem Busch, jedem Wolf. Früher oder später hätten sie entweder einen gänzlich neuen Leitwolf mit Namen Yakar Akiim oder aber einen veränderten Leitwolf mit Namen Dämon. Wobei momentan in beiden erkalteten Herzen ein solcher Dämon zu hausen schien.
Mit wildem Knurren und seitlich spritzendem Geifer, der die Umstehenden kaum noch berührte, waren diese angesichts der Gefahr immer weiter zurück gewichen, sprangen beide rabenschwarzen Hünen aufeinander zu. In diesem Augenblick geschahen Dinge, von denen gewiss noch später die Rede sein würde, die später von den Alten und Weisen den Welpen berichtet wurde. Der Kampf zweier Leitwölfe um ein Rudel, um eine Gemeinschaft, um Macht und - um Loyalität. Würde einer der beiden gewissen, wären gehorsam und Loyalität gesichert, denn niemand würde die Kraft und die Macht des Rüden in Frage stellen, geschweige denn, sich dies wagen.
Bereits jetzt glänzte das dunkelrote Blut auf den Leibern der zwei wild gewordenen Bestien, welche wild und ohne jedwegige Hemmung aufeinander einbissen. Blut quoll in Massen aus den Wunden, schwächte beide Rüden und ließ sie nur umso erbitterter gegeneinander kämpfen. Ehre, Ruhm, Stolz, Macht. Das alles würde dem Sieger gehören, wenn er in diesem Zustand bewies, dass er der Überlegenere war, dass er später noch in der Lage war, aufrecht zu stehen und ein triumphales Geheul auszustoßen. Einer von beiden würde dies unweigerlich tun, doch wer es sein würde war ebenso unklar wie die Liebe einer Fähe.
Immer wieder wichen beide voreinander zurück, umkreisten einander und attackierten einander in den hinterhältigsten Art und Weisen. Das Rudel erhielt Einblicke in eine Welt, die ihnen so befremdlich waren, dass manch einem die Haare vor Graus zu Berge standen. Doch obgleich der Geruch der Rudel beide Kämpfer einhüllte, beide von all dem Treiben abzuschirmen schien, bemerkten weder Givaan noch Yakar Akiim das Rudel, welches immer wachsamer und vorsichtiger zurück wich, bis einzelne Wölfe den Stein oder die Höhle gleich neben sich wussten. Einige waren versucht, geradewegs den Weg zu nehmen, die sie vor einer halben Stunde empor geklettert waren, doch in Anbetracht dessen, was sich vor ihnen abspielte, schien ihnen diese staubige Höhle bei weitem besser zu gefallen, als möglicherweise am Ende selbst zerfleischt zu werden. Denn es schien genau dies zu sein, was beide Wölfe miteinander taten. Sie zerfleischten sich, wenn nicht bald einer gewann, würden sie sich restlos zerfleischen. Dann würden beide verlieren, und dann nicht nur das Rudel.

Als hätten beide diesen Gedanken erneut unisono, sprangen sie urplötzlich zurück, das Fell kaum noch schwarz, viel zu viel Blut - das eigene und das des Gegners - floss ihnen aus dem Pelz und doch war es dieser Geruch, der beide Wölfe wild werden ließ. Jener Irrsinn, der in ihren Augen aufloderte, schien kaum mehr beherrschbar zu sein und mit gutem Grund zogen die Wölfe die Jungwölfe und Welpen zurück, hinderten sie daran, einen unbedachten laut zu machen. Und mit einem Mal war alles vorbei.

Eine atemlose Stille senkte sich über das Rudel, die aufgerissene Kehle des schwarzen Hünen sprach für sich, doch obgleich der Gegner gewonnen hatte, starrte dieser noch immer mit Augen wie Eis und einem Herzen wie die Hölle selbst auf den Gegner. Er erhob sich nicht, regte sich nicht mehr und hatte verloren. Da reckte der schwarze Hüne sein massiges Haupt dem Himmel entgegen, stimmte ein grauenvolles Lied des Triumphes an, ließ Schmerz, Leid und Mord darin vorkommen und spürte voller Genuss das Blut an sich hinab fließen, als handle es sich dabei um Wasser. Ein letztes Mal schlug er seine mächtigen, Respekt einflößenden Kiefer in den erschlafften Leib des Gegners, dann warf er den Kopf herum, hörte Knochen bersten und genoss das Gefühl der Angst, was allgegenwärtig schien. Jedem, der seinem Blick begegnete, senkte diesen rasch und in eiliger Hast, als könne er es nicht glauben, dass ausgerechnet das Monstrum gewonnen haben sollte.
Doch dem war so.

Givaan hatte gesiegt.

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
(c) Raven

x male x 5 years x leader of the pack x black devil x
True Love Comes But Once - Just With You
Zanba
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