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 Kapitel 5 - der Aufschlag

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Anyuk-NC


Gast

BeitragThema: Kapitel 5 - der Aufschlag   Sa März 06, 2010 1:10 pm

Nein, Anyuk konnte sich nicht mehr an den Tag erinnern, da sie nicht auf der Flucht gewesen sind. Yakar Akiim jedoch sah anscheinend nicht ein, dass diese lange Wanderschaft niemals ein Ziel haben würde. Es hatte keinen Sinn, von Ort zu Ort zu wandern. Schon viele freie Reviere hatte das dreiköpfige Rudel passiert, aber keines war dem schwarzen Leitwolf gut genug. Und Anyuk sah es mittlerweile nun einmal wie eine Flucht. Doch wovor sie flohen, wusste er nicht. Yakar Akiim war einer der furchtlosesten Wölfe, denen der Altwolf je begegnet war. Außen hin furchtlos. Ein jeder Wolf hatte Ängste, wenn auch nur der Verlust seiner Macht oder eine Niederlage. Und vor solch einer schien der Schwarze zu fliehen. Und um eine Niederlage zu vermeiden brauchte er das Größte und Beste Revier, das je ein Wolf gehabt hatte. Als die Drei das Gebirge betreten hatten, hatten ihre Nasen keine Düfte wahrnehmen können, die ein fremdes Rudel hätte verströmen können. Aber es war ziemlich unwahrscheinlich, dass niemand sich danach sehnte, Herrscher über Toka e Ze'ev zu sein, dem Land, das Thor, der Schöpfer, einst den Wölfen geschenkt hat. Und nun, nun wollte es Yakar Akiim haben. Und Anyuk wusste, dass ihn nichts aufhalten könnte. Nicht einmal das Gebirge, mit seinen Zinnen und Schrofen, den steilen Abhängen und den Geröllen, die hinab fielen. Schon lange stiegen sie daran hinauf und die Erschöpfung sowie auch der große Hunger nagten an Anyuk und raubten ihm mit jedem Schritt mehr Kraft aus den alten Knochen, so dass er sich nur noch mühsam hoch schleppen konnte. Er musste seine Schwäche so gut es ging vor dem schwarzen Leitwolf verbergen, denn Anyuk wusste genau, dass dieser Schwäche nicht duldete. Und ohne Yakar Akiim wäre der Altwolf schon lange tot.

Mit jedem Atemzug, den er tat, schwand mehr Kraft aus seinem Körper, der mit jedem Schritt mehr nach Wasser verlangte. Trocken fühlte sich Anyuks Kehle an, so trocken wie der viele Staub, den seine schweren Pranken aufwirbelten, wenn er sie absetzte. Schon lange hatte er nichts mehr getrunkenund nur wenig konnte der kühle Wind, der ihm um die Ohren bließ, den großen Durst wett machen. Auch gegen die Müdigkeit und das unregelmäßige Hecheln konnte er nicht verhelfen, dass ein Zeichen für die viele Anstrenung war, die das Erklimmern dieser Gipfel benötigte. Aber einen anderen Weg gab es nicht, denn wie Wachtürme ragten die Gipfel über die Grenzen des Landes und einem Schutzwall gleich baute sich das Gebirge dort auf. Nein, dass es leicht war, in das Land der Wölfe einzudringen, hatte nie einer gesagt. Oder doch? Nur noch wage erinnerte sich Anyuk an seine Welpenzeit, als er sich noch die Geshcichten seiner Mutter angehört hatte. Damals hatte sie ihm von den unterirdsichen Tunneln erzählt, die von Wasser in die Berge gespült wurden. Damals hat es so viele Regenschauer gegeben, wie noch nie und so kam es zu einer Überschwemmung aller Seen und Flüsse. Das Tunnelsystem war so komplex, dass es für einen, der sich nicht auskannte, höchst unwahrscheinlich war, lebendig wieder hinaus zu finden. Aber es schien dem Altwolf besser, als weiter wie die Bergziegen herumzuklettern. Nein, nicht wie Bergziegen, sondern wie sowelche, die es sein wollen. Aber um Yakar Akiim einen besseren Weg als seinen vorzuschlagen, hatte Anyuk zu viel Respekt vor seinem Anführer.

Und so trotteten die Drei weiter, ohne Rast und ohne zu ruhen. Jung und zielstrebig war auch der Alte einmal gewesen. Nun war er zu nichts mehr zu gebrauchen. Dieser Weg würde ihn umbringen. Noch nicht jetzt, aber bald. Sehr bald. Den Ta, an dem Yakar Akiim von dem Höchsten Punkt hinab auf sein Recih blickt, den würde Anyuk wahrscheinlich nicht mehr miterleben. Schade fand er es schon ein wenig, schließlich wollte er diese lange Reise nicht umsonst bestritten haben. Aber sein Leben war so lang gewesen, dass jede weitere Sekunde, die er atmete, ihm unkostbar und weniger wertvoll vorkam, als Aralez oder seinem Vater. Der Blidck des Alten wanderte hinauf in den dunklen Himmel, der mit Sternen übersät war. Schon bald würde er Teil der Ihren sein und denjenigen Licht schenken, die es brauchetn. Dann würde er hinabblicken... aber auf wen? Nachwuchs hatte er nie gehabt. Und eine Gefährtin auch nicht. Und nun war er zu alt, um diese Wünsche je nachzuholen. Zeit, um sich eine Gefährtin zu suchen, hatte er nie gehabt. Immer hatte er kämpfen müssen. Immer. Nie hatte ihm sein Vater, der nun ebenfalls vom Sternenvlies hinab sah, Zeit gegeben, um ein eigenes Leben zu führen, eines wie Aynuk es sich immer gewünscht hatte. Wozu sollte er also noch weiter Leben, wenn doch sowieso keiner ihn brauchte?

In Gedanken versunken stolperte Anyuk plötzlich. Er war mit der Pfote an einem Loch im Boden hängen geblieben. Es war ein schmales Loch, das schräg hinab führte. Schnell versuchte der Altwolf, sich wieder aufzurappeln, bevor er sich die höhnenden Worte der zwei anderen anhören musste. Seine Nase war schon sehr alt, doch er nahm einen ganz leichten Duft wahr. Den Duft anderer Wölfe. Und bei genauerm Hinhören konnte er ihr Jaulen vernahmen, dessen Echo sich einen Weg durch die Gipfel bahnte, um schließlich zu erlöschen. Ihm war klar, dass die zwei anderen Rüden das schon längst bemerkt hatten. Ihre Sinne waren noch genau so haarscharf wie die eines Jungtiers. Und Anyuk wusste, dieser Kampf würde blutig werden. Sehr blutig. Aber das Rudel, welches sich dort unten befand, konnte Yakar's Rudel noch nicht bemerkt haben. Dafür bewegten sich die Drei zu lautlos. Mit den Schatten der Nacht waren sie das Gebigre hinauf geglitten und kaum einen Laut hatten sie gemacht, außer dem zarten Trommeln ihrer Pfoten und dem nervösen Hecheln. Und anstatt nachzufragen, ob sich jemand da unten befindet, bereitete sich Anyuk darauf vor, einen weiteren Kampf zu bestreiten. Wahrscheinlich seinen letzten.


[bemerkt Zanbas Gruppe / am nördlichen Ausgang des Tunnelsystems / bei ihm Yakar Akiim & Aralez]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   So März 07, 2010 12:49 pm

Wut zierte das von Furchten durchrittene schwarze Gesicht des Alpha. Er war der Anführer, er hatte die Macht. Nicht umsonst war er verrucht, verrufen. Allewelt kannte seinen Namen. JEDER kannte Yakar. Ja, Yakar Akiim, den Vater vieler Generationen, den Herrscher. Aber warum trieb sich dieser prächtige Rüde dann immer noch Revierlos herum?
Der Schwarze stampfte weiter vorran, drehte sich nur kurz zu seinen Begleitern Anyuk und Aralez um, um sie anzuknurren, schneller zu gehen. Sie wären hier verdammt nochmal nicht im Wanderverein, sagte er. Die Stirn war zu Zornesfurchen zusammengezogen, er war es satt durch die Gegend zu streifen, scheinbar ohne Ziel und ohne Sinn. Doch es musste perfekt sein, der Ort. perfekt für Yakar. Der Schwarze hatte seine Anforderungen, denen ein Revier entsprechen musste. Und dann waren da auch noch diese dummen Zwischenfälle. Immer wieder trafen die drei auf andere Rudel, meist klein, doch auch gesund - bis Yakar mit ihnen fertig wurde. Immer und immer öfter hob er sein Haupt dem Himmel entgegen und stieß in der Fülle der Kraft seiner Stimme ein Heulen aus, das seinen Namen schrie. Warnte die restliche Sippschaft dieser Kreaturen, die sich Wölfe nannten. War er auch solch ein niederes Säugetier? Nein, er war der König, hob sich ab vom Rest. Und seine beiden Begleiter hatten das Glück und die höchste Ehre ihm folgen zu dürfen, sie hatten die Messerscharfen Zähne verschont - als einzige.

Nun waren sie schon wieder Wochenlang ohne Pause gelaufen, getrabt, gezogen. Yakar zog es immer weiter und Anyuk sowie Aralez folgtem ihm ohne Murren. Besser für sie, wer nicht gehorchte, mi dem wurde kurzer Prozess gemacht. Yakar Akiim war verfechter des Naturgesetzes, alle die sich ihm wiedersetzten durften sich setzten, nein, verzeiht, durften wegtreten. Immer noch nicht angekommen? Sie durften von seinen Zähnen gestreichelt werden. Ach zum Teufel mit all jenen Metaphern, mit allen Eurismen, Yakar würde sie ohne Wimpernzucken umbringen. Ob sie sich nicht nach einer revolution sehnten? Waren sie nicht zu zweit, ihm überlegenen, dem einzelnen? Nein gewiss nicht. Yakar kannte Aralez schon seid er ein Welpe war. war er doch sein leiblicher Sohn. Jede kleinste Bewegung, jeden Schritt hatte er überwacht, Arazel konnte kein Geheimnis vor seinem Vater verbergen. Yakar Akiim hatte ihn durchschaut, doch Aralez sehnte sich nicht nach einem Umsturz, er war stärker als seine Geschwister, er DURFTE folgen. Wie sehr ihn die anderen winzigen fellknäule doch darum beneidet hatten, bevor sie unter Yakars Kiefer verendeten.

Plötzlich bemerkte Yakar eine regung Anyuks Seiten her. Der ältere war verharrt und jüst in diesem Moment stieg dem Alpha der Geruch der Ursache in die Nase. Wo er den Alten gerade noch anfahren wollte nickte er ihm zu, Anyuk kannte das Spiel. Als Aralez ihm zu nahe kam schnappte der Schwarze nach seinem Hinterteil und zwickte unsanft in seine Haut. Dann wand er sich der Öffnung im Boden zu und schlich soweit heran, dass er seitlich von ihr in geduckter Haltung wartete. Sollten die Insässigen Kreaturen - in diesem Fall ebenfalls Wölfe - nur eine Pfote aus ihrem versteck setzeen, was sie zwangsläufig würden, würde das Blutvergießen beginnen. Yakar Akiim wartete auf seine Beute. Und was er einmal als Beute erkoren hatte, das konnte ihm keiner mehr wegnehmen. Sie Drei waren ein eingespieltes Team, mit so ein paar geschwächten Wölfchen würden sie im Schlaf ferig werden. Interessiert sog er die Düfte ein, sie würden ihn unmöglich zuerst bemerken können. Nun musterte der Schwarze die Öffnung im Boden, ein kleines Loch, das sicher keinen Wolf durch sich passieren lassen würde. Das bedeutete die Wölfe hatten ihre Höhle noch nie verlassen. Wie waren sie rein gekommen? Natürlich! Yakar hatte das beben auch gespürt, das eine Vibration durch seine Läufe geschickt hatte. Das Rudel musste eingeschlossen sein und das dumpfe, leise Kratzen zeugte von einem Befreiungsversuch. Ein hämisches Lächeln zierte nun seine Lefzenm, ihm war die Erkenntnis gekommen, dass diese Wökfe durchaus einfach sehr geschwächt sein mussten. Somit würde er kurzen Prozess machen. Auch war er auf Aralez Reaktion gespannt - nun ja, was hieß gespannt. Eingentlich interessierte ihn Aralez wenig, er war bloß eine Marionette seine eigene Macht zu vervielfachen. Doch in letzter Zeit hatte Aralez sich ziehen und drücken lassen, tanzte nach seiner eignene Pfeife, bis sich der Alpha mal wieder zu einem Biss herabließ.

Yakar gab Anyuk und Aralez mit dem Kopf Zeichen, wo sie sich platzieren sollten, dass alle Insässigen beim Austreten umgebrach wurden, danach musste nicht gefragt werden, Yakar Akiima Absichten waren allen klar.


[läuft durch das revier, beim Ausgang der Höhle, wartet ab]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo März 15, 2010 8:31 am

Er hat alles vergessen!

Dieser Gedanke bohrte sich nun seit langer Zeit in seine Gedanken und doch wollte der Graue es nicht wahr haben. Sein Bruder erkannte ihn, wusste wer er war und griff ihn grundlos an, wenngleich sie beide bereits vor einiger Zeit Frieden geschlossen hatten. Wieso brach nun wieder alles aus ihm heraus? Wieso leugnete er eine Tatsache, die offenkundiger war, als der erste Sonnenstrahl? Wieso leugnete er die Existenz seiner Welpen und weshalb machte ihn dies wieder so rasend?

Panik wallte erneut in dem Rüden auf, ergriff ihn und drohte ihn fortzuschwemmen, hinfort in tiefere Gefilde, wo er sich restlos verlieren würde. Sein Blick vertrübte sich immer weiter, mit jedem neuen Biss brach eine weitere Welle an Schmerzen über ihn hinweg. Und mitten in diesem Wahnsinn sah er plötzlich einen kleinen, schwarzen Welpen vor sich: Lucky.
Würde Givaan den Welpen umbringen? Die Tatsache, dass er rückfällig in seine alten Muster wurde, ließ nichts gutes verheißen und Angst um den Welpen, um die Gefährtin, ja selbst um sich selbst ergriffen ihn. Aus angstgeweiteten Augen starrte er in die Augen seines Bruders, erkannte den Wahnsinn darin und schluckte mühsam.
Mit rauer, kratziger Stimme sprach er leise auf ihn ein, versuchte ihn zur Vernunft, zur Besinnung zu bringen. Doch wie es schien war alles vergebens, Givaan würde ihn hier und jetzt töten. Chazaar schloss die Augen und ließ den Schmerz über sich ergehen, spürte das klebrige Blut durch seinen Pelz rinnen und flehte um eine schmerzfreie, rasche Prozedur.


[fleht um sein Leben - denkt an Lucky etc. - hofft ]
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Jakara

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ALTER : 22
ORT : auf dem Weg zur Höhle

Charakterinformationen
Gesundheit:
65/100  (65/100)
Hunger/Durst:
60/100  (60/100)

BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo März 15, 2010 9:02 am

Jakara bot all ihre Kräfte auf. Das Loch war nun schon um einiges größer, doch die Erde ließ sich schwerer als vermutet beseitgen. Ihr Muskeln waren angespannt, und sie stieß mit dem Kopf gegen die Wand...
Fast stolperte sie als die Erde abbröckelter. Das Loch war nun fast groß genug. Kara seufzte, während sie weitergrub und ihrem Rudel half. Ihrem halben Rudel. Irgendwo da draußen waren sie alle, Momala, Givaan, Raayu. Chazaar. Kara spürte den Stich im Herzen, ganz schwach nur, aber er war da. Magai. Ja, die Fähe, die diesen Satz zu ihm gesagt hatte. Diese Worte, die ihr alle Hoffnung nahmen. Sie verletzt hatten. Und dann hatte sie gemerkt, dass es völlig grundlos gewesen war. Nie hatte er sie geliebt. Oder die andere.

Ein leises Knurren schreckte Kara aus ihren Gedanken. Ihr Fell sträubte sich, und gerade wollte sie sich umdrehen, um dem eventuellen Feind entgegenzutreten, doch da fiel ihr auf, dass sie selber knurrte.

"Pah!"

Kara fletschte für einen Moment die Zähne, bevor sie sich wieder beruhigte. Die Augen schloss. Tief einatmete. Dann machte sie weiter, konzentrierte sich auf ihren Herzschlag und fühlte die wohltuende Ruhe mit sich selbst. Ein Geräuch verriet der Fähe, dass erneut ein Teil der Wand durchbrochen worden war.

"Zanba?"

fragte sie, und ihre Stimme klang ungewöhnlich heiser.

"Ich glaube, wir sind durch."

Demütig machte sie den Weg für die Alphera frei uns stolperte über das Häuflein Kräuter. Schnell sammelte sie es zusammen, schnappte sich das eine und zerkaute es. Es war ein Beruhigungskraut.

Ja. Das war die Heimat Jakaras. Dieses Rudel. Und sie würde Zanba nicht im Stich lassen, und wenn sie duch die Hööle müssten, um Givaan zu finden.


[bei Zan-gräbt-denkt an den Rest des Rudels-durchbricht ein stück der Wand-lässt Zanba ans Loch]
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http://moonwolves.forumieren.com/die-jetzigen-f26/jakara-fahe-t97.htm http://wildemustangs.forumieren.com
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo März 15, 2010 2:45 pm

Erschreckend hatte die junge Wölfin zugesehen wie ein große Staubwolke entstand, voller Lärm. Gerade noch waren sie still schweigend alle bei einander gelaufen und dann dieser Krach und das Getümmel. Das Rudel war auseinander gelaufen, ob jemand zerquetsch oder verletzt war hatte die Wölfin nicht mitbekommen. Im ersten Moment hatte sie auf Lucky geachtet der gerade eben noch neben ihr gelaufen war, dann wurde er von Zanba hinauf in eine Höhle geschissen. Die Höhle war darauf auch Lynn Ziel, mit mühen schaffte sie es stockweiese hinein zu gelangen bevor die Felsen die Höhle verschütteten. Der Staub der sich dadurch aufwirbelte machte das Atmen noch schwerer. Lynn hatte es gerade noch so geschafft hinein zuspringen, Steine vielen auf sie und für diesen Moment hielt sie es für besser lieber liegen zu bleiben. Ob sie verletzt war konnte sie im Augenblick nicht feststellen und wo die anderen waren auch nicht. Sie hoffte das keinen etwas passiert war, nicht Zanba ihrer Mutter, nicht Givaan ihrem Vater, nicht Lucky dem kleinen großen Wuschel und auch nicht irgendeinem anderen Rudelmitglied.

Ein Geräusch? Was für eins? Ein Kratzen. Ein Duft? Wem gehörter er? Zanba. Zanba kratzte vergebens gegen die zugeschüttete Wand. Zanba war glücklicherweise noch wohlauf und die anderen? Sehen konnte die Fähe niemanden, nur den Geruch von Zanba, der so nah und stark war bemerkte sie. Die Steine die auf der Weißen lagen und etwas anderes ermöglichten es ihr nicht aufzustehen, wie als wäre sie am Boden festgeklebt. Das Kratzen hörte auf. Lynn hatte ihre Muskeln angespannt, sie achtete darauf woran es hinge das sie sich nicht bewegen konnte. Es hing an ihrem Schwanz, er war wahrscheinlich unter einen etwas größeren Stein geraten. Sie schüttelte ihren Kopf um die Steine die auf ihr lagen abzuschütteln, sie nieste kurz darauf als der viele Staub in ihre Atemwege kam. Als sie sich aufrichtete vielen die einzelne kleinen Steine und der Staub die auf ihren Rücken gelandet waren hinunter, alles war dunkel man konnte eigentlich nichts zwischen den vielen Steinen die um sie waren sehen. Sie wollte losgehen und den tapsen der anderen Wölfen nachzugehen doch als sie zum Lauf an nahm bremste ihr Schwanz der immer noch unter einem Stein lag sie ab und sie viel auf die Schnauze.

Knurrend riss sie sich voran und mit einem leisen Piepsen bekam sie ihren Schwanz unter dem Stein weg. Triumphierend sah sie in die Richtung in den die anderen verschwunden waren, leise Hörte sie noch wie ihre Pfoten den Boden berührten. Sie wartet nicht lange und machte sich auf den Weg zu ihnen. Der Staub der in der Höhle war beschwerte das Denken und das Gehen weil man nichts sah. Nach einem gewissen Zeitraum hatte sie die Kleingruppe eingeholt, doch nicht alle aus dem Rudel waren dabei. Viel sehen konnte sie in dieser Höhle zwar nicht, doch sie roch wer alles da war. Sie war froh das Zanba nichts geschehen war und auch nicht Lucky oder Njima und sie war auch froh darüber das den anderen die dabei waren nichts geschehen war. Doch um so mehr sorgen machte sie sich um die anderen die nicht dabei waren. Sie hoffte am meisten das es allen gut ginge.

[Zeitsprung]

Auch Lynn hatte die ganze Zeit über fleißig mit gegraben, obwohl der fallende Staub ihr ziemlich zu schaffen machte. Ein Stein nach dem anderen nahm sie in ihre Schnauze und legte ihn etwas weiter weg hin. Als die Nachricht von Lucky kam war sie zugleich erleichter und erfreut. Erleichter das es einen Ausgang gab und sie vielleicht die anderen aus dem Rudel wiederfinden würden. Und erfreut das es Lucky gut ging. Aber Lynn hatte auch fest daran geglaubt das er es schaffe, er war ja nicht mehr der kleine Klops der er einmal gewesen war. Lucky hatte an Mut und an Stärke gewonnen. Er war kein Welpe mehr, er war ein Jungwolf. Gerne hätte Lynn sich zusammen mir ihm gefreut doch das Loch war noch nicht groß genug um hindurch zu gelangen. Deshalb packte sie weiterhin Steine weg, umso mehr beteilte sie sich. Sie freute sich auch schon Givaan und die anderen wieder zu sehen, wenn alle es auch gut überstanden hatten, wenn nicht...Sie wollte erst gar nicht daran denken was wäre wenn jemanden etwas passiert wäre. Sie hoffte einfach das alles gute gegangen ist. Und endlich frische Luft schnappen tat bestimmt auch wider gut, als diese verstaubte Luft.

Neben ihr war Jakara und half auch mit. Lynn wunderte sich als sie Jakara etwas länger beobachtete über ihr Reaktionen. Warum knurrte sie ohne Grund? Und warum fletschte sie die Zähne? Es war etwas merkwürdig, doch Lynn lies sich nicht weiter ablenken und grub weiter. Sie bemerkte etwas später den Lichtstarhl der aus Jakaras Richtung kam. Wieder ein Teil der Wand war durchgebrochen. Das Licht traht durch das Loch und Lynns Herz sprang höher. Sie hatten es geschafft sie waren durch. Jakara hatte Zanba den Weg frei gegeben, denn sie war die Alphera bei ihnen und sie hatte den höchsten Rang und somit auch die höchsten Rechte. An liebsten würde die weiße Fähe sofort aus der Höhle rennen und zu Lucky gehen, sich mit ihm zusammen freien das sie bald die anderen sehen würden. Die Luft in der Nase spüren und den Wind durch das Fell pusten lassen.

[Steckt fest/befreit sich/folgt dem halben Rudel [Zeitsprung] Helft graben/Freut sich]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Di März 16, 2010 8:45 am

Schon seit Tagen reisten Yakar Akiim, Anyuk und Aralez nun bereits durch dieses endlose Land. Seit einer Zeit, die Aralez endlos schien waren sie unterwegs. Es war eine so lange Zeit, dass es dem Rüden unmöglich schien, sie zu zählen. Es waren Minuten vergangen, Stunden, Tage, ja ganze Monde seit das kleine Rudel sich auf den Weg gemacht hatte. Auf einen Weg… Wohin? Das wusste nur der Mond. Noch nicht einmal der Alpha des Rudels, Yakar Akiim, Aralez Vater schien genau zu wissen, wo die Reise hinging. Ein Weg ins Ungewisse…
Der junge Rüde merkte Anyuk an, wie anstrengend der ganze, weite Weg, der mit lauter Strapazen und Unannehmlichkeiten verbunden war, für den Altwolf waren. Selbst hatte Aralez keinerlei Schwierigkeiten mit der Reise. Seine Beine trugen ihn schnell und flink voran. Ausdauernd war der Schwarze ebenfalls und Schwächen zeigte er keine auf. Bloß ein kratzen in seiner Kehle erinnerte den jungen Wolf daran, dass es eigentlich an der Zeit für ihn war, etwas zu trinken. Doch vor seinem Vater zuzugeben dass er Wasser brauchte, das konnte Aralez nicht. Schon eine noch so kleine Aussage würde ihm eine bissige Bemerkung Yakar Akiims einbringen. Und so blieb Aralez nichts weiter übrig, als schweigend den beiden älteren Rüden zu folgen. Obwohl ihm nach Wasser dürstete. Nichts anderes blieb dem Schwarzem übrig.

Ein schwacher, kurzer Windstoß fuhr Aralez durch das tiefschwarze Fell und wisperte dem Rüden die Geschichte von Freiheit zu. Der Mond stand hell und voll am sternenübersähtem Himmel, uralt und doch immer noch so schön, fähig, den Wölfen tausenden von Geschichten zu erzählen, die er selbst bereits in den Millionen von Nächten erlebt, gesehen und verfolgt hatte, und verlieh seinem Fell einen silbernen Glanz. Die Berge lagen still da, beschienen von dem Mond und irgendwo, weiter weg, raschelte etwas. Alles erzählte von Freiheit. Doch der Schein trügte. Zumindest Aralez war nicht frei. Er war ein Gefangener. Gefangen von seinem Vater, Yakar Akiim, und dazu verdammt, immer hier zu bleiben, an der Seite der beiden Rüden. Die Freiheit war für den Rüden nichts weiter als ein weit entfernter Traum. Einer von der Sorte, die nie Wirklichkeit werden würden sondern immer nur in dem Kopf des Schwarzen existieren würden, in seinen Träumen: ungreifbar und tausende von Meilen entfernt. Zwar rief die Freiheit nach dem Rüden, lockte ihn an, nein, schrie ihn geradezu zu sich, doch trotz allem würde Aralez nie frei sein. Nicht so lange Yakar lebte!

Aralez bemerkte, wie das Rudel eine weitere Reviermarkierung passierte. Wieder ein neues Rudel. Wieder neue Wölfe. Erneut fließendes Blut und schließlich etliche Tote. Wie der Rüde dieses Verfahren hasste. Als wäre er ein Monster, als könne er nichts anderes, als wäre er zu nichts anderem gut. Am liebsten hätte Aralez sich umgedreht, hätte all den Grausamkeiten, die auf ihn zukamen, den Rücken zugekehrt und wäre gegangen. Doch wer konnte sich dem Willen Yakars schon wiedersetzen? Nein, einen solchen Wolf konnte es nicht geben. Mutig, stark, mit der nötigen Kraft, dem Rüden gegenüber zu treten. Es war mal wieder einer dieser Träume, der nie im Leben erfüllt werden würde. Es gab niemanden, der Aralez Vater besiegen können. Und schlussendlich hieß es doch, dass es nie ein normales Leben geben konnte, wo Yakar Akiim war. Wobei – was war schon normal? Jemand sollte dieses Wort mal definieren. Für Yakar Akiim, zum Beispiel, war es ja normal, Blut zu vergießen und Grausamkeiten und Schrecken zu verbreiten. Aber für Aralez war das ganz und gar nicht normal!
Das war auch einer der Tausend Gründe, warum der Rüde nicht länger bei seinem Vater bleiben wollte. Das war einfach… nicht mehr normal! Sollte Aralez selbst wegen Yakar Akiim ebenfalls zu so einem Monster werden, wie dieser es bereits war? Oder nein. Genau genommen war er dieses Monster schon längst… Aber gab es nicht irgend einen Weg, dieses Monster wieder freizulassen? Nicht mehr so grausam zu denken und zu handeln, wie er es momentan noch tat?

Der Rüde wurde aus seinen aus seinen Gedanken gerissen, als die drei Wölfe an einem Loch ankamen. Es schien der Eingang einer Höhle zu sein, denn aus dem Innern drangen die Gerüche fremder Wölfe zu ihnen. Auch das Kratzen von Krallen auf harter Erde war bis hier hin zu hören. Ein Schauer überkam Aralez bei dem Gedanken, dass all die Wölfe bald tot sein würden, denn dem Anschein nach waren es einige, ein recht großes Rudel. Doch bald würde hier nichts anderes mehr sein, außer Blut. Alles würde blutrot gefärbt sein.
Fast blind folgte Aralez den unausgesprochenen Befehlen seines Vaters. Vermutlich Niemand würde es an seiner Stelle wagen, anders zu handeln und sich Yakar Akiim zu wiedersetzen. Nein, bei diesem kaltem, herrscherischem Blick würde jeder verstehen, dass mit dem Rüden nicht zu spaßen war.


[mit Yakar Akiim und Anyuk auf Reisen, kommt ebenfalls zum Höhleneingang]
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Raven

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ORT : beim Kampf

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Gesundheit:
30/100  (30/100)
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Di März 16, 2010 12:50 pm


Stumm blickte sie auf ihre dunkelgrauen Vorderläufe. Der Schmerz um den Fremden saß noch immer tief, von Herzen vermisste sie den weißen Rüde namens Momala. Im Schatten des Busches, unter dem sie lag fühlte sie sich schon etwas besser, die Kühle erfüllte sie mit neuer Zuversicht. Doch so sehr sie sich das einbildete, es nützte nichts, den Gedanken über den Tot des Wolfes konnte sie nicht verkraften. Das Herz war ihr immer noch zerissen und zerfetzt, ihre verquollenen, schmerzenden Augen blickten auf ihre Vorderbeine. Eine graue Fähe gesellte sich zu ihr, sie war noch recht neu, erst vorhin war sie dazu gekommen, als Moma im Sterben gelegen ist. Sie hatte die ganze Zeit fassungslos zugeschaut, wie Mag versuchte, ihn zu retten, doch vergebens...er war tot, für immer tot, würde sich nie mehr rühren. Tot. Nicht mehr lebendig. Sie hätte der Fremden Romane über ihre Gefühle erzählen können, sie hätte sich richtig ausreden können, um alles zu verkraften, doch ihre Kehle war trocken, wie zugeschnürt, verstopft. Es machte ihr Angst, es war als steckte ein dicker Stein in ihrer Luftröhre. Ein scheusliches Gefühl!

Noch lange saß die graue Fähe so da, den Blick auf ihre Läufe gerichtet. Sie zitterten, die Muskeln in ihren Beinen spielten vollkommen verrückt. Stille tat gut, so gut. Doch wollte die graue Fähe die Fremde nicht allzu sehr verjagen und außerdem wollte sie nicht unhöflich wirken, also versuchte Magai endlich etwas zu sagen. Sie trotze den Schmerzen die sie verspürte, um ein 'Seid gegrüßt' oder eine ähnliche Begrüßung heraus zubringen. Sie sammelte ihre Gedanken, konzentrierte sich vollkommen auf sich selbt - doch ihre Torschlusspanik machte ihr in letzter Sekunde einen Strich durch die Rechnung. Ein klägliches, keuchendes, kratziges

Er ist tot

verließ die Kehle Magai's. Sie blickte mit ihren honiggelben Augen endlich auf und schaute die Graue vor sich an. Sie war klein, hatte eine gräuliche Farbe und ein neckiges Gesicht, es war fast aufmunternd, sie zu sehen. Doch der Schmerz in Mags Brust trotzte allen Mittlen, die sie aufbrachte, um sich abzulenken. Sie konnte einfach den Anblick des sterbenden Wolfes nicht aus ihrem Gedächtnis verdrängen. Noch immer zitterte sie, ihre Ohren zuckten ebenso wie ihr restlicher Körper, die Muskeln in ihrem Gesicht verzogen sich immer wieder zu traurigen Blicken. Es war furchtbar, nicht Herr des eigenen Körpers zu sein. Es war furchtbar, nicht zu wissen, an wen sie sich wenden konnte, alle hatten sie verlassen.

Tessyra, ihre geliebte Freundin, war sicherlich durch den Einsturtz gestorben. Tujaro, ihr friedlicher Gefährte, warscheinlich auch. Devota, die schwarze mit dem Hinkebein, hatte sich abgewandt und ist ihrer Wege gegangen... kein Bekannter außer der Alphera - welche auch vom Berg verschlungen war, so dachte Mag, und der Alpharüde Givaan, doch der war kein geeigneter Redepartner wenn es um die Sorgen einer verweichlichten Fähe ging. Keiner war noch da, den sie kannte und schätzte. Aber, momentmal - Magai fiel der Rüde ein, mit welchem sie auf der Reise geredet hatte. Wie heiß er gleich? Raayu? Ja, das konnte sein, der freundliche Rüde, welcher ihr und Devota damals geholfen hatte. Konnte sie mit ihm reden? Konnte Magai sich ihm anvertrauen? Oder war er abweisend und kühl?

Man könnte es versuchen

dachte die Graue in ihrer Verzweiflung. Mit dem Rüden konnte sie reden, sehr angsteinflößend hatte er auf sie damals nicht gewirkt. Langsam und sacht stand sie auf, reckelte sich, und ging sehr vorsichtig wieder auf die Lichtung. Von weitem hörte sie Givaan, er schrie und auch der graue Chazaar war bei ihm. Sie schienen dort beschäftigt zu sein, denn Magai hörte eine Beleidigung von dem schwarzen Alpha, welche ihr das Blut in den Adern gefrieren ließ. Grausam klang die Stimme des Schwarzen, kalt und bösartig. Er hatte ihr schon bei ihrem Eintritt ins Rudel Angst gemacht, aber das drohende Knurren, welches nun seine Kehle verließ - wahrhaftig, es hatte etwas von einem Todesruf für Chazaar. Magai torkelte, ohne auf den Leichnahm Moma's zu blicken, wieter auf der Suche nach Raayu, dem Rüden, mit dem sie sprechen wollte, um ihre Schmerzen zu vergessen. Er war ihre einzigste Chance, um alles zu vergessen. Sie hoffte, dass er ihr helfen konnte, denn alle Hoffnung war schon längst begraben. Ohne ein genaues Ziel lief sie zu Givaan und Chazaar, sie folgte einfach dem Lärm, den beide anrichteten.


[bei Kimni, denkt nach, macht sich auf die Suche nach Raayu]
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http://moonwolves.forumieren.com/t486-raven-rude
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mi März 17, 2010 3:59 pm

Zack! Wieder nicht, doch einmal hatte schon gereicht. Dieser Schmerz, diese Überraschung, der Rüde wagte nicht, seine Gefühle zu verstehen, sie auseinander zu zupfen und anzusehen. Was sagte er? Wo war er? Das war ein Traum, ein Traum, oder die Hölle. Ja, Raayu musste in der Hölle gelandet sein, er war nicht zurück auf der Erde, er war nicht mehr hier um Givaan bis zum bitteren Ende zu schützen, nein er war tot, er war in der Hölle.
Und Givaan kannte ihn nicht mehr.
Dieser eine Satz, diese so bekannte Stimme, sein einziger Freund. Doch wenn dies der Tod war, die Hölle war, dann hatte Raayu dies verdient. Doch hatte er sich nicht reingewaschen von seiner Schuld? Dem Tod schon zum zweiten mal bei Sinnen ins AUge geblickt? Und der Tod hatte erneut geblinkelt, Raayus kalten, stechenden Augen nachgegeben und ihn noch nicht die Pforte der Unendlichkeit durchschreiten lassen. Die Götter selbst hatten ihn gerade eben noch zurückgeholt, aus der Trance diesem schrecklichen schwarzen Nebel. Er war doch wieder da um Givaan zu begleiten, was war sonst die Funktion dieses schwarzen Körpers? Scheinbar hatte er keine Gefühle mehr, das wusste er schon lange. Doch dieser eine kurze Satz hatte mehr kaputt gemacht as der Sturz aus hunderten von Metern Höhe.

Und Raayu fiel. Seine Beine verkrampften sich, die Krallen gruben sich tief und zitternd in die Erde. Der Hüne zog die Muskeln immer wieder udn wieder zusammen, sah auf den Boden, kniff die Augen zusammen, wieder waren sie erfüllt mit diesem weißen Nebel, alles an ihm schrie, schrie lauthals, dass er aufwachen wollte, wollte Givaan zurück, hatte vielleicht doch noch Gefühle. Doch das war nur ein prozentual zu geringer Teilm, dass der altbekannte die Oberhand übernahm und den Lefzen befahl zu schweigen, der Mimik befahl zu schweigen und der Gestik den Protest verwehrte. Raayu war zerbrochen, alles was ihn doch wirklich am Leben hielt kannte ihn nicht mehr. Givaan war sein Leben udn gerade wurde Raayu zurückgestoßen, war wieder alleine. Depression? Nein, doch der Rüde konnte es für einen kurzen Moment nicht fassen, bis er wieder aufsah, den Blick Givaans erfasste und in einem knappen hochziehen der lefzen, auf die Bezeichnung "Unterwürfig" hin, seinen Namen hauchte.

Raayu.


Die Stimme war tiefer als sonst, Chepi ignorierte sie, blendete alles aus. Da war nur noch dieses rauschen in seinem Kopf, das ihn benebelte. Wieder einmal verspürte er das verlangen, seine Zähne in warmes, lebendiges Fleisch zu schlagen, die letzten Atemzüge der Beute zu genießen und es verenden zu lassen. Raayus Art, Probleme zu lösen. Diese Art, der auch Givaan nachging. Alles was sie doch verbunden hatte! Doch sein Gedächtnis war weg, kaputt. Und mag es dem einen nun schrecklich vorkommen, Raayu hatte es nun hingenommen. So sah er nun doch die sich bewegenden lefzen des ALphas und dann seine Hinterläufe, auf die der Hüne starrte, während er Givaan nachsetzte. Als dieser mit Chazaar zu kämpfen begann stand Raayu nur starr daneben, er würde nicht eingreifen, doch er würde auch nicht helfen - zumindest solange nicht, bis Givaan ihn auffordern würde. Und so sah er nur plötzlich auf, als eine Fähe sein Blickfeld betrat, Magai so glaubte er sich vage zu erinnern. Sein Körper war noch immer mit Blut überströmt, die Wunden pochten, seine Augen waren leer und stierten der bunten entgegen. Raayu war kaputt, zerbrochen, nicht am Fels, sondern an Givaan und seinem Leben. Er durfte wohl nicht sterben. musste leben und würde seinem Alpha folgen, auch wenn sein einziger Freund ihn nicht mehr kannte...


[zerbricht / folgt givaan / bemerkt magai]

(sorry, ich wollte mehr schreiben, aber ich muss jetzt off. Gute Nacht ;) )
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   So März 21, 2010 9:48 am

Ruhig saß Blizzard am Rande und etwas Abseitz der anderen. Er war, wie seine Geschwister, seiner Mutter schweigend gefolgt. Doch er liebte diese Stille, die nur von ihren Schritten auf dem staubigen Boden und ihrem Atmen unterbrochen wurde. Sein Blick schweifte über die anwesenden. Sein eines Ohr war zu Zanba gespitzt, damit ihm ihre Worte nicht entgingen. Schließlich könnte in dieser Situation, in der sie sich befanden, jedes gesagte wichtig sein. Zumindestens war dies die Meinung des schwarzen Rüdens. Doch dann verengten sich plötzlich leicht seine Augen, während er seinen Bruder Lucky anstarrte. Eifersucht kam in dem Jungwolf auf, als er vernahm, dass sein Bruder eine wichtige Aufgabe bekam. Eine wichtige Aufgabe, die über das weitere Handeln von ihnen allen entschied. Mit Mühe unterdrückte Blizzard ein finsteres Knurren und wandte schließlich seinen Blick von seinem Bruder, auf den Boden ab.

(Gerade er soll unsere Hoffnung sein?)

Durchdrang es seine Gedanken, bevor er wieder den Blick hob. Deutlich hörte er das Heulen von Lucky, der etwas entdeckt hatte und seine Entdeckung berichtete. Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lefzen, als er die Worte seiner Mutter hörte.

(Dann wollen wir mal!)

Dachte er, als Zanba den Befahl gab, zu graben. Er erhob sich von seinem Platz und trat zu den anderen. Dann setzte er sich leicht hin, aber dennoch stand er. In dieser Position kratzte er an der Wand entlang und spürte wie diese unter seinen Pfoten nachgab. Leichter Staub legte sich auf sein schwarzes Fell, dennoch kratzte er unermüdlich um hier heraus zu gelangen. Er achtete nicht mal auf die anderen, sondern blickte stur die Wand an.

Doch da, endlich drang Licht an seine Augen. Im inneren freute er sich, das sie bald hier raus waren. Jedoch zeigte er äußerlich keine Regung. Jakara hatte die Wand durchbrochen und trat zurück. Kurz blieb der junge Rüde stehen, doch dann trat auch er vom Loch weg. Abwartend blickte er zu Zanba. Sie war die Alphawölfin und damit war sie diejenige, die voran ging.


[sitzt am Rande und etwas abseitz/Ohren zu Zanba gespitzt/ sieht mit schmalen Augen eifersüchtig zu Lucky/ unterdrückt finsteres knurren/ wendet Blick ab/ lächelt bei Zanbas Worten leicht/ Hilft graben/ macht ebenfalls Platz für Zanba/ sieht sie abwartend an]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mi März 24, 2010 1:08 am

Gerade noch tobte der brüllende Zorn über den Rüden hinweg, dann verstummte er urplötzlich. Der Schwarze hielt abrupt inne und bleckte die blutigen Zähne, die sich zuvor so genüsslich in den Pelz und das Fleisch des eigenen Bruders gegraben hatten. Das unheilvolle Glühen der Augen wurde keinen Deut besser, doch sah man ihm die Abscheu und die Verachtung deutlich an, als ginge es dabei um rasiermesserscharfe Messer, nicht jedoch um seine Augen. Welche ohnehin stets kalt und leblos zu sein schienen.
Das Nackenfell gesträubt, in der Brust ein dunkles Knurren, blickte er regelrecht auf Chazaar hinab, nicht nur der Größe wegen, sondern auch der Einstellung wegen. Sein Bruder vor seinen Pfoten würde leiden, doch die Gnade eines Todes, die würde der Rüde ihm gewiss nicht gewähren. Ein weiteres, dunkles Grollen, dem Erdbeben gleich, welches sie vor einigen Stunden - oder Tagen ? - erlebt hatten, bahnte sich seinen Weg durch die blutbefleckte Kehle des Rüden. Sein Blick schnellte empor, als zwei weitere Wölfe, Fähe wie Rüde, ebenfalls in sein Bewusstseinsfeld drangen. Im ersten Augenblick knurrte er beide drohend an, dann erkannte er beide Wölfe. Nun, wenn es denn Erkennen war, nahm er lediglich war, dass er beide Wölfe zuvor in sein frisches Rudel aufgenommen hatte. Augenblicklich war der - ohnehin fast halbtote - Bruder vergessen und in einer einzigen, ruckhaft und aggressiven Bewegung zugleich fuhr der Schwarze zu Raayu und Magai herum. Verständnislos und mitleidslos starrte er die Fähe an, an deren Schnauze, Brust und Pfoten Blut klebte. Doch es war anscheinend nicht ihres, was auch den düsteren, selbstvernichtenden Blick der Fähe beschrieb.
Die gelben Augen verdrehten sich, unwissend, dass seine zuvor angesteuerte Beute - der Leichnam des weißen Rüdens - eben jener Grund war, weshalb die Fähe in jenes tiefe Loch der Selbstzweifel zu stürzen schien. Allesamt schwach, dieses Pack, mit dem er sich abgab, befand der Hüne und schüttelte seinen Pelz, dass das Blut nur so davon spritze. Es war ihm egal und dem Rest der Umwelt würde es ebenfalls egal sein, dass sie nun einzelne Blutstropfen mehr zierte. Was scherte es ihn auch. Ein weiteres Knurren verdunkelte seine Augen, doch dieses Mal schwang in diesem Ton auch die Akzeptanz des Alphatieres mit - er duldete sie hier, in seiner Nähe und in der Nähe des Kampfes. Jedenfalls mehr oder weniger.

Der Rüde nannte vollkommen apathisch, wie es Givaan schien, seinen Namen. Raayu. Irgendetwas regte sich weit, sehr weit hinten in seinem Gedächtnis, doch wirklich fassen konnte er es nicht. Unwichtige Details! Sein Blick bohrte sich in den der Fähe, doch anscheinend wollte sie mit Raayu sprechen, somit war sie für ihn - für diesen Moment - uninteressant. Wenn sie etwas zu sagen hatte, sollte sie dies tun, jedoch mit dem ausbrechenden Temperament Givaan´s rechnen. Mit ihm war inzwischen kein Gut Kirschen essen mehr und dies hatte Chazaar bereits in aller Deutlichkeit gespürt. Chazaar! Augenblicklich erinnerte er sich an den groen Haufen Feigheit und Elend, der ihm zu seinen Pfoten lag und sein vernichtender Blick traf den von Chazaar. Ein krasser Unterschied, die warmen, bernsteinfarbenen Augen des Grauen und die harten, ausdruckslosen gelben Augen Givaan´s. Irgendwie hatte er das Gefühl, bei diesem Vergleich an jenen sonderbaren Rüden, dessen Namen Raayu war, denken zu müssen. Wieso nur im Zusammenhang mit Bruder?
Unwillig schüttelte er seinen Kopf und kurz überlegte er. Auf der Lichtung, wo seine Beute lag, war wohl noch immer die graue, junge Wölfin, die so schockiert gewesen war und diese erste Fähe trösten wollte. Erste und Zweite Fähe eben, wobei Magai die Ehre zuteil wurde, als `Erste Fähe ´ tituliert zu werden. In seinen Augen war das für solch niederes Pack ohnehin die größte Ehre, der größte Gewinn. Allen voran natürlich einen solchen Alpharüden zu erhalten und dass auch noch lebend, ohne irgendwelche Verletzungen. Oh, wie er diese Position liebte.
Als Chazaar sich regte, schnellte der rabenschwarze Körper herum, glitt einem Pfeil gleich durch die Lüfte und der dumpfe Aufprall des grauen Körpers seines Bruders war die Folge. Er hörte ihn wild aufjaulen, etwas lautstark knirschen und ein süffisantes Lächeln verzerrte seine Maske. Ob er sich je wieder an die wahren Dinge erinnern könnte? Diese Frage schien sich auch sein Bruder zu stellen, doch sein Blick war ohnehin gebrochen. Chazaar war tot.

"Wurde aber auch mal Zeit."

grollte er giftig, riss seinen Kopf empor und heulte ein dunkles, triumphierendes Lied, in welchem weder Trauer noch Gewissensbisse zu liegen schienen. Achtlos warf er den Körper beiseite, wollte sich nicht an diesem laben, sondern an dem weißen. Nicht nur, weil er diesen Rüden ohnehin nicht kannte, nein, selbst dann hätte er diese gräuelvolle Tat begangen, sondern weil es kein Rüde war, der mit ihm verwandt war und ihn betrogen hatte. Doch es war ein Fehler, nicht nochmals zurück zu gehen und Chazaar mit einem gezielten Kehlbiss zu töten, dass sollte Givaan später noch bemerken.
So aber strebte er an Magai und Raayu vorbei, überging deren Blicke und Kommentare, sollten sie welche abgeben und zog weiter, stets dem schwächer werdenden, benebelnden Geruch des Blutes nach. Immer weiter drang er vor, bis er endlich die Lichtung näher kommen sah und auf dieser - o Wunder - stand Kimni. Er rempelte sie grob an, warf ihr einen vernichtenden Blick zu und strebte auf die zuvor ausgehobene Kuhle zu, in der nun halb und halb der Leichnam Momala´s lag.
Ein boshafter Zug stahl sich um seine Lefzen, ließ ihn aussehen wie der Henker persönlich und doch wieder nicht. Er schien ... unbeschreiblich. Allerdings gewiss nicht in positiven Maßen. Davon zeugte seine nächste Handlung und wenn diese auch unnatürlich schien, so spielte sie sich doch ab. Er beging Grabschinderei und Leichenschande. Welch eine Freude!
Mit energischen, kraftvollen Bewegungen scharrte er Fuhren von Dreck und Erde aus der Kuhle, sah das weiße Fell nun dreckbeschmutzt im zarten Wind wehen und packte augenblicklich zu. Niemand sollte ihm diese `Beute´ streitig machen, bevor er gefressen hatte. Das waren die Gesetzte der Natur und so würde auch er es halten. Ein starkes Ziehen ließ ihn zornig knurren, ungeduldig an dem Stück Fleisch zerren und es mit einem lauten, reißendem Geräusch endlich abzutrennen. Nur leider hatte er jetzt nur einen Teil des Rüdens im Fang und er wollte alles! Nochmals bohrten sich die großen Pfoten in das Erdreich, gruben weiter, beschmutzen Brust und Kopf, doch es war ihm gleich. Nochmals schnellte der Kopf nach vorn, nochmals zerrten die kräftigen Kiefer an dem Leichnam und nun endlich hatte er auch den zweiten Teil des Toten geborgen. Sein Fleisch war sicher geborgen, jetzt galt es, den nagenden Hunger zu stillen.
Er knurrte, das Nackenfell sträubte sich und ein röchelndes, raues Knurren entglitt seiner Kehle, die Zähne entblößt. Eine deutliche Warnung. Wer ihm beim Fressen zu nahe kam, würde ebenso enden wie auch das Stück Fleisch zu seinen Pfoten. Tot.
Ohne noch weiter auf jenes unnütze Pack zu achten, grub er seine Fänge in das schon nicht mehr warme Fleisch, in den erstarrten Körper und riss den Kopf mehrmals seitwärts, bis sich endlich ein Teil ablöste. Es wurde kurz in die Luft geworfen, aufgefangen und verschlungen. Restlos. Gleich darauf tat er sich wieder an dem Körper gütlich, alle Blicke ignorierend. Lange Zeit fraß er den Leichnam an, das Blut floss nicht mehr und der Atem war seit langer Zeit verflogen. Tat es ihm Leid? Ihm tat ohnehin nie etwas Leid, wieso sollte er also Mitleid - eine Gefühlsregung, die ihm ebenso fremd war wie die Worte Nettigkeit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft - verspüren, wenn er einen bereits toten Wolf auffraß? Schließlich bot die karge Gebirgslandschaft kaum Zuflucht für irgendwelches Getier, da würde es für einen ausgewachsenen, nicht gerade klein geratenen Timberwolf alles andere als leicht werden, die Springböcke und was es sonst noch gab zu jagen. Einerseits weil er sich hier kaum auskannte, andererseits weil er um die Tücken wusste. Wieso sollte man da also ein solches Festmahl verschmähen.
Nachdem er seinen Hunger gestillt hatte, wobei ihn die Tatsache, einen Artgenossen zu Teilen verspeist zu haben, nicht im geringsten zu berühren schien, blickte er über seine Schulter.

"Wer Hunger hat, der kann."

war das einzige, was er sagte und selbst das schien noch nicht aussagekräftig. Doch war wohl allen Anwesenden klar, dass er den Verzehr des toten Rüdens meinte, denn etwas anderes würde es in nächster Zeit für keinen von ihnen geben. Denn Givaan´s Pläne standen nun fest: nachdem er keine lästige Familie mehr an den Hals gedichtet bekam, der Ursprung dieser Gerüchte nun tot war, würde er das gesamte Gebirge erkunden. Und einnehmen.

Und doch bemerkten die wachsamen Augen des Schwarzen nichts, als das Paar bernsteinfarbener Augen sich langsam näher zu schleppen schien und dann restlos verharrte. Chazaar?


[Verharrt l bei ihm raayu, Magai & Chazaar l "tötet" l kehrt zur Lichtung zurück l frisst]

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mi März 24, 2010 1:20 pm

(Graben, graben, graben!)

Zanbas Pfoten schmerzten. Die Ballen an der Unterseite waren aufgeschürft und Blut quoll aus ihnen hervor. Es verklebte sich in dem Fell außen herum, zusammen mit dem vielen Staub, der ihren Blick verschleierte. Nein. Alle Sinne waren abgeschaltet, wie tot. Sie wollte nur noch graben. Auf und ab mit den Pfoten, den Kopf gegen die Wand rammen. Jetzt, wo sie so kurz davor waren, das Tageslicht wieder zu sehen. Und Givaan. Der Vergleich kam ihr ein wenig unpassend vor. Nein, Givaan war nicht ihr Tageslicht. Noch viel besser. Er war die Hälfte von ihr, von der sie glaubte, dass sie nicht existierte. Und andersherum ebenso. Gegenteile ziehen sich an. Dafür waren sie das beste Beispiel. Die Leitwölfin wollte nicht weiter Leitwölfin sein, ohne den Gefährten und das Rudel an der Seite. Ihr Herz schmerzte klopfte, die Luft brannte in den Lungen, wenn sie sie einatmete. Ein schrecklich Trockenes Brennen. Und dann endlich, als Zanba gerade das schwache Echo eines Wolfheulens wahrnahm, bröckelte die Wand in sich zusammen und ließ ein großes Loch übrig, durch das man selbst wenn man Givaan, jedoch dann nur mit Mühe, hindurch krabbeln konnte. Jakara hatte gute Arbeit geleistet. Sie hatte die ganze Zeit an Zanbas Seite gegraben. Die Leitwölfin war stolz, diese treue Seele zu ihrem Rudel zählen zu können. Anerkennend nickte sie ihr zu. Die Wölfe machten ihr Platz und traten aus dem Weg. Noch immer war der Blick der beigen Wölfin von Staubwolken verschleiert, doch sie konnte endlich wieder bei ihrem Jungen sein. Das Heulen vergaß sie schon bald wieder, als sie aufgeregt auf Lucky zusprang und ihren Kopf in sein Fell drückte. Stolz prickelte in ihrem Pelz und funkelte in ihren Augen. Zart fuhr sie mit der rauen Zunge über das verdreckte Fell des Jungwolfes, um gleich darauf wieder von ihm loszulassen.

„Ich bin stolz auf dich, mein Sohn!“

sagte sie und dreht ich zum Rudel um. Nur schemenhaft erkannte sie die Wölfe. Obwohl ihre Pfoten brannten wie die Hölle und sie mit ihrer Kraft mehr als am Ende war, leuchtete in ihren Augen solch ein Ehrgeiz, solch ein Mut und solch ein Stolz, wie schon längere Zeit nicht mehr. Sie waren ihrem Ziel nahe. Sehr nahe. So nahe, dass Zanba den Wind in ihrem Fell spüren konnte, wie er es auffrischte und sanft durch wirbelte. Mit ihm spielte und es liebkoste. Sie genoss den Windhauch, der nach kurzer Zeit wieder von dannen zog und einen anderen Wolf umspielte. Das Licht, das von oben hinab in die Höhle drang, blendete die Wölfin ein wenig, doch das machte sie nur umso glücklicher. Wie lange hatte sie das Funkeln der Sonne nicht mehr gesehen, dass sich in den trüben Augen des Rudels spiegelte? War das Leben endlich wieder zurückgekehrt, das sie alle für kurze Zeit verlassen hatte? Anscheinend. Und auch Givaan musste nahe sein. Zwischen dem Duft des Rudels und dem des Drecks nahm sie den anderer Wölfe wahr.

„Ich bin stolz auf euch! Und ihr könnt es auch sein! Gemeinsam wurden wir gefangen und gemeinsam werden wir auch wieder gehen! Wir sind ein Rudel und das kann kein noch so tödliches Labyrinth ändern! Gemeinsam sind wir stark!“


Sie stieß ein kraftvolles und langgezogenes Heulen aus. Dann sprang sie los, auf den Abhang zu. Mit einem kräftigen Satz stieß sie sich vom Boden ab und bohrte die Krallen fest in die sandige Wand. Mit angespannten Muskeln und ganzer Kraft zog sich sich hoch, den Schwanz steif aufgestellt, ebenso die Nackenhaare. Die Kiefer hatte sie fest aufeinander gebissen. Kein Hindernis sollte dem Rudel mehr in den Weg kommen. Keines! Es kostete die Leitwölfin viel Kraft, den Abhang zu erklimmen und das Loch in die Freiheit zu erreichen. Doch sie schaffte es, dank des neu gewonnene Ehrgeiz'. Jetzt wollte sie nichts lieber, als Givaan in die Arme springen. Ob er wohl schon auf sie wartete? So wie sie ihn kannte, war er dem Pfad hinauf weiterhin gefolgt, in der Hoffnung, oder der festen Überzeugung, das Rudel hoch zu führen. Jedes eine mal, wenn so etwas wie Freude in den Augen des schwarzen Rüden aufblitzte, spiegelte diese sich auch in Zanba, bloß mit doppelter Wirksamkeit und doppelter Stärke. Endlich! Endlich kitzelten sie die Sonnenstrahlen wieder. Sie hatten es geschafft. Gemeinsam.

Aber mal wieder hatte der Optimismus Zanba an der Schnauze herum geführt. Ihr Blick verfinsterte, als sie die drei düsteren und ausgemergelten Gestalten sah, die einen Blick auf die Höhle erhaschten. Einer von ihnen erinnerte sie so sehr an Givaan, dass die Sehnsucht ihr Herz zu zerreißen drohte, Er war riesig groß, pechschwarz und in seinen Augen funkelte nichts als der blanke Hass. Der Schock brachte Zan dazu, starr stehen zu bleiben. Erst nach einiger Zeit bleckte sie die Zähen und knurrte finster. Was suchten dies drei Streuner in ihrem Revier? In IHREM Land? In dem Land von ihr, Givaan und dem Rudel? Nein. Das war alles so.. so falsch. Das sollte nicht sein. Sie sollte jetzt Givaan in die Pfoten laufen, und nicht diesen Streunern? Warum hasste sie das Schicksal so sehr? War es denn nicht genug gewesen, dass Rudel solch lange Zeit durch die Hölle zu jagen? Sie hatte sogar geglaubt, ihr Gefährte sei tot. TOT! Und jetzt … jetzt musste sie noch länger warten, bis sie ihn endlich wieder sehen konnte. Was hatte sie falsch getan? Womit hatte sie das verdient? Hoch in einem nackten Baum saß ein Rabe, dessen kluge Augen das Schauspiel betrachteten.

„Was suchen Streuner wie ihr in meinem Revier?!“

fauchte Zanba wutentbrannt. Die Nackenhaare hatten sich ihr aufgestellt. Oh ja. Sie musste endlich all das heraus lassen, was an ihrem Herz nagte und drohte, es voll und ganz aufzufressen. Es musste raus. Irgendwie. In ihren Augen glühte eine solche Wut, ein solches Temperament, wie es normalerweise mehr als ungewöhnlich für sie war. Der Rabe breitete die schwarzen Schwingen und zitterte kurz mit ihnen. Mit einem letzten Blick auf die Wölfe, die hinter Zanba aus der Höhle krochen, flog er hinab. Auf dem Weg ins Tal. Was suchte ein Rabe auch schon so hoch oben in den Wipfeln dieser verlassenen Berge? Noch einmal stellte Zanba sich diese Frage. Doch änderte sie den Raben in die Wölfe um. Givaan wartete drunten im Tal auf sie. Dem war sie sich nun ganz sicher.


[gräbt / klettert den Abhang hoch / trifft auf Anyuk, Yakar Akiim & Aralez / sieht den Raben fort fliegen]

_______________

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♥️ Givaan ♥️



Zuletzt von Zanba am Do März 25, 2010 2:26 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mi März 24, 2010 2:25 pm

Tess hechelte leise, als ihre Pfoten über die Steine scheuerten. In ihrer Nase saß soviel Staub, dass sie kaum richen konnte. Ihr Fell war noch viel schlimmer. Zerzaust und struppig lag es an ihrem Körper. Früher war es immer so weich gewesen. Davon war nichts mehr zu sehen. Sie kniff die Augen zusammen, als die Steine erneut bröckelten um anschließend den Eingang freizugeben. Sie nieste, elckte sich mit der Zunge über die Nase und blinzelte verwirrt in das Licht. Es blendete sie ungewohnt, schmerzte in den kalten, braunen Augen. Dann war der Moment auch wieder vorbei und sie hörte, wie Zanba hinaustrat.

Sofort folgte die Betera Fähe Zan und merkte noch immer wie der raue Untergrund unter ihren Ballen scheuerte. Sie blickte zu Lucky, welchen Zanba stürmisch begrüßte und einmal zurück zu Blizzard. Sie hätte schwören können, dass er in einem winzigen Augenblick so etwas in der Art ... etwas eifersüchtig aussah. Im geheimen konnte Tess es nachvollziehen. Auch sie hatte einen winzigen Stich verspürt, als Zan Jakara zugenickt hatte, obwohl auch sie gegraben hatte. Ungerecht? Nein. Nein, es war nicht ungerecht.

Tessyra trottete hinter ihrer Alphera her. Ihre Muskeln waren verkrampft. Die Ohren spitzten sich automatisch, als die hellbraune einmal laut heuelte. Tess reckte die Schnauze gen Himmel, jauelte ebenfalls einmal, wenn auch kurz. Dann stackste sie wieter, nur um gleich wieder stehenzubleiben. Sie staarte nach vorne. Drei Gestalten standen da. Wölfe, dürr, schwarz und schmutzig. Bei dem Gedanken an Schmutz schüttelte sie selbst den Pelz. Staubkörner flogen auf, landeten auf dem steinigen Boden oder wieder auf dem braungrauen Pelz Tess'.

.oO(Was tuen sie hier?)Oo.

Fragte sie sich. Natürlich war es eine dähmliche Frage. Sie konnte sich auch fragen, was der Rabe da oben machte. Tess staarte zu ihm hinauf, aber da flog er schon weg. Sie wand ihren Blick wieder den drei Rüden zu. Ein leises knurren drang aus ihrer Kehle und sie trat neben Zan. Es wurde mal Zeit, ihre Betera Pflichten ernst zu nehmen.

.oO(Wenn es nun zu einem Kampf kommt? Wer wird der stärkere sein)Oo.

Neuer Mut floss durch ihre Adern und ihr knurren wurde intensiver.

.oO(Na wir natürlich!)Oo.


[Trottet hinter Zan her / blickt zu dem Raben / knurrt die fremden an / denkt nach]


Zuletzt von Tessyra am Do März 25, 2010 2:58 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mi März 24, 2010 2:59 pm

(Pah! War ja klar! Dank für nur einen Gräber, obwohl alle geholfen haben und dann...)

Doch Blizzard brach seine Gedanken ab und schüttelte sich kurz. Obwohl eine feine Staubwolke von seinem Fell zu Boden glitt, war der sonst nachtschwarze Wolf eher braun als schwarz. Es war ein etwas merkwürdiger Kontrast, wenn die Sonne auf sein Fell schien und hellbraune Flecken sein schwarzes Fell zierten. Oder wenn der Staub und die feine Sandschicht in seinem Fell zu sehen war. Der Blick von Blizz, haftete trotz allem auf seinem Bruder Lucky und erneut überkam ihn die Eifersucht, als seine Mutter Zanba zu diesem sagte, dass sie Stolz auf ihn sei! Stolz auf Lucky, der genau so ihr Sohn war, wie er selbst es von ihr war. Ein leises, kaum vernehmliches und genervtes Seufzen kam aus seiner Kehle. Doch dann trat er schließlich auf das Loch zu, um mit etwas mehr Abstand als notwendig, folgte der junge Rüde seiner Mutter und der Betawölfin hinaus ins Freie. Zum einen freute er sich als die frische Luft in seiner Lunge brannte und das Sonnenlicht ihn für einen Augenblick blendete. Als er etwas weiter weg das Schlagen von Flügeln von einem Vogel hörte. Doch unten im Tunnelsystem... Da unten war es schön still gewesen. Eine Stille, die er liebte und in vollen Atemzügen zwischenzeitlich genossen hatte.

Langsam, aber mit sicheren Schritten trottete Blizz den beiden voran laufenden Wölfinnen hinterher, nachdem auch er nach draußen gelangt war. Doch dann drang plötzlich ein fremder Geruch in seine empfindliche Nase. Der Jungwolf hob seinen Kopf und wendete den Blick vom Boden ab, um in die Richtung zu blicken in der dieser Geruch lag. Auch hörte er die Worte Zanbas und war leicht verblüfft, dass andere unbekannte Wölfe dieses Gebiet betreten hatten.

(Fremde Wolf hier? Was sie hier wohl wollen?)

Durchdrang es die Gedanken des schwarzen Wolfes mit den blauen Augen, die dem klaren wolkenlosem Himmel glichen, während er aufmerksam zu Zanba und Tessyra schritt. Neben den beiden angekommen, blieb er stehen und musterte eingehend die drei Fremden Wölfe in diesem Gebiet von Zanba und Givvan. Doch die Reaktion seiner Mutter und die von Tess genügten ihm, dass er noch wachsamer war. Er nahm eine leichte Kampfstellung ein um einen kommenden Angriff abzuwehren. Ein dunkles und bedrohliches Knurren entrann seiner Kehle und er spürte, wie sie dabei vibrierte.


[folgt nach draußen/ trottet langsam Zan und Tess hinterher/ riecht die Fremden/ neben beiden in leichter Kampfstellung/ knurrt dunkel und bedrohlich]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Do März 25, 2010 2:50 pm

Netis:

Netis hatte mit letzter Kraft weiter gegraben. Und als er so grub, da wünschte er sich, selber der Leiter dieser Bande zu sein. Selber so zu sein wie Zanba und Givaan und seinem Rudel zu helfen, aus solch einem Unglück heraus zu kommen. Wie wäre das wohl? Ehrgeiz grub der Jungwolf weiter. Vielleicht gab es da draußen eine Fähe, die auf ihn wartete. Auf ihn, Netis, der erst so kurz mit Zanba mitgereist war und schon so hart kämpfen musste. Gemeinsam mit dem Rudel. Er spürte nun deutlich das Band, welches alle miteinander verband und sie zusammen hielt. Ohne es wären sie schon längst zerstreut. Es war das Band des Lebens. Würden alle einen eigenen Weg gehen, so würde es reißen und sterben, würde untergehen, so wie jeder einzelne Wolf. Ob ihm dasselbe geschehen würde, wenn er seinen eigenen Weg einschlug? War es überhaupt klug, dies zu tun? Vielleicht gab es keine andere Möglichkeit. Die Dominanz hatte sich noch nicht zu voller Intensität entwickelt, aber sie war stark genug, um es dem Jungwolf unmöglich zu machen, sie zu verdrängen. Er musste einfach nachgeben. Er war nicht jene Art von Wolf, die sich ohne weiteres unterwarf. Und es würde zu lange dauern, bis er sich den Platz im Rudel erkämpft hatte. Noch war er nur ein Jungwolf. Und es war deutlich zu sehen, dass Blizzard ebenfalls ein sehr dominanter Jungwolf war und es schwierig werden würde, einen höheren Rang zu bekommen, als er ihn hatte.

Als die Wand durchbrochen war hörte Netis nicht mehr auf die Worte der anderen Wölfe. Als wären sie unter dem vielen Staub um ihn herum erloschen, trabte er hinaus, stemmte sich mit letzter Kraft an der steilen Wand hinauf und schaffte es, sich ins Freie zu kämpfen. Die Sonne schien ihn aufzuladen, ihm neue Kraft zu spenden. Er verengte die Augen zu schlitzen. Nun war er sich sicher. Eines Tages würde er auf sein Revier hinab blicken, so wie er es jetzt auf Zanba's tat. Er sah dieses vielseitige Land, wie sich die Sonnenstrahlen in Seen und Flüssen spiegelte, die sich durch grüne Wälder bahnten. Er sah hinab auf ein wunderschönes Land. Auf ein Paradies. Neid stieg in ihm auf, doch obwohl er nun zugelassen hatte, dass die Dominanz ihn ergreift, besaß er immer noch die Loyalität, die er schon immer an seiner Seite gehabt hatte. Und so schenkte er der Leotwölfin nur ein wölfisches Lächeln, welches sie jedoch nicht bemerkte. Viel zu sehr war sie nun auf die Fremden fixiert. Ihren Weg würde auch Netis antreten. Es war die perfekte Gelegenheit, um einen eigenen Pfad zu finden. Die Duftspur der drei fremden war deutlich genug, um den Jungwolf hinab ins Tal auf der anderen Seite führen zu können. Und so trat er die Reise an. Die Reise ins Glück. Erst, wenn die Spannung aus der Luft verflogen war, die sich wie ein Blitz ausbreitete, würden sie sein Verschwinden bemerkt haben.

„Lebt wohl.“

Murmelte er beim hinabsteigen.


[verlässt unbemerkt das Rudel]

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Fr März 26, 2010 11:55 am

Jakara wartete mit ungeduldigem Drang, dass Zanba loslief. Stolz nahm sie deren anerkennendes Nicken in sich auf. Sie durchquerte das Loch hinter einigen anderen Wölfen, und ein seltsames Gefühl breitete sich in ihr aus. Was erhoffte sich das Rudel von dem steilen Abhang nach draußen? Die Freiheit? Die Sonne? Den Rest des Rudels? Schmerzvoll erinnerte Kara der letzte Teil ihrer Gedanken an Chaz- und all die anderen da oben, irgendwo- vielleicht tot, vielleicht verletzt, vielleicht lebendig... Der Gedanke an einen toten oder verletzten Givaan ließ Kara ungläubig die Nase rümpfen. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass der schwarze, starke Alpha jemals verwundet würde- da war nur Stärke, so schien es zumindest.

Und Zanba- sie war eine ebenso starke Alphera, und Jakara hatte, seit sie in diesem Tunnelsystem war, gemerkt, dass die Wölfin sich beherrschte und zuerst an ihr Rudel dachte. Kara merkte in Gedanken versunken kaum, wie sie den Abhang erklomm, die Krallen fest in die Erde rammend, doch plötzlich schreckte sie das Jaulen der Alphera auf. Sie rutschte einige Meter in die Tiefe und kämpfte sich dann mit doppelter Geschwindigkeit hinauf. Drei Streuner waren am Höhleneingang, als Kara ankam. Streuner, Fremde- und sie schienen keine unschuldigen, kleinen, unerfahrenen Wölfchen zu sein- im Gegenteil. Verteidigungsbereit stellte sich die Fähe zu ihrer Alphera, leise knurrend. Aus dem Augenwinkel nahm sie wahr, dass Netis das Rudel verließ, dann war ihr ganze Aufmerksamkeit auf die fremde Gruppe gerichtet.

(Was wollen sie?)

Jakara roch es fast in der Luft, die Anzeichen des Kampfes.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Sa März 27, 2010 4:11 am

Die schwarze Fähe zog einsam durch das Land. Einmal hatte sie zwei Wölfe gefunden, doch sie waren von einer Klippe gesprungen und da sie mehr Tod als lebendig wirkten., zog die Fähe wieder weiter. Sie konnte nichts mit halbtoten Wölfen anfangen. Sie war keine Heilerin. Ein tiefes Grummeln fand den Weg ihre kehle hinauf, während sie starr auf ihre Füße stierte. Noc himmer lief sie einsam in dem fremden Revier umher. Sie hatte sich angemeldet. Damals hiess es, sie solle zum Rudel, doch irgendwie war es damals schon wieder weg als sie bei den Bergen angekommen war. Nun hatte sie beschlossen, einfach abzuwarten ,ob sie nicht auf einen Wolf treffen würde. Jedenfalls wusste sie ja schonmal, dass es sie hier gab.

[Läuft, denkt nach, wartet auf ein lebenszeichen]


Zuletzt von Shenna am Mo März 29, 2010 6:25 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Sa März 27, 2010 11:38 am


Wie eine Statue, aus Marmor geschlagen, still und stumm stand sie da, das silberne Fell wurde vom Wind sacht bewegt. Die Nacht war hereingebrochen, doch war der Himmel klar und wirkte aufmunternd, den keine dicken grauen Wolken verhangen ihn. Raayu, der Rüde mit den sie gesucht hatte, den sie um Hilfe anflehen wollte war da, er stand bei ihr, nur wenige Schritte entfernt. Er hauchte seinen Namen dem Schwarzen entgegen und wirkte so, als würde er die Fähe ignorieren. Die aber, mit ihrem verkrachten Dasein nach dem Tod des Rüdens Moma, bemerkte erst jetzt so vieles, was den goldenen Augen zuvor vergönnt war. Sie hatte nicht gesehen das sie selber blutverschmiert und verfilzt war, von der Brust über die Vorderläufe zog sich eine rote Kruste, das getrocknete Blut des Rüden. Auch Givaan und der Rüde Raayu sahen nicht besser aus, einschüchternd standen sie dort.

Magai regte sich nicht, obwohl sie hätte eingreifen müssen, um den grauen Chazaar zu retten. Doch was sollte die kleine schwache Fähe gegen den riesigen Alpha ausrichten? Er würde sie genauso wie seinen eigenen Bruder fesseln, unter dem großen Körper einschließen und sie langsam und möglichst schmerzhaft töten. Der Gesichtsausdruck war völlig kalt, als sie sich jene Szene vorstellte, wenn der schwarze Timberwolf über stand, mit weißen bleckenden Zähnen und es zu ende bringen wollte. Leer blickte sie auf den Grauen, welcher sicherlich mehr als Angst in dieser Minute verspürte. Doch nach diesen Gedanken drehte sich der Schwarze um, nachdem dieser das Leben seines Bruders beendet hatte, so glaubte die Fähe. Stumm und Still war sie, sie blickte auf die bernsteinfarbenen Augen, welche einmal so viel Glanz hatten. Sie dachte daran, wie sie vor ihm stolperte, verlegen einen dummen Satz murmelte, und wie eine andere Fähe danach verachtete. Widerwärtiger Weise schüttelte der Schwarze nun das Fell, sodass die kleinen roten Tropfen Blutes in die Luft flogen und nun den Boden ansteuerten. Nun verzog sie doch das Gesicht, und die Muskeln in dem Antlitz des Alpahs spielten ebenso. Erst verdrehte er seine stechend gelben Augen, die aber nachdem etwas ansteuerten. Er kam auf sie zu. Auf Magai und Raayu, die beide die Szenen und das Ende Chazaar's miterlebt hatten. Wollte er sie nun töten?

Doch er ging an ihnen vorbei, ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen, doch das fand sie besser als wenn er sie mit den gelben, giftigen Augen verschlingen wollte, wie er es am Anfang einmal getan hatte, als sie in das Rudel gekommen war. Doch, wie sollte es anders sein, nachdem Mag die Erleichterung beruhigt hatte fesselte sie der Blick des Schwarzen. Er bohrte sich in Gedanken, Gedächtnis und Gefühle, eine Welle der Panik erfüllte das Herz, Adrenalin kam in ihr auf und manipulierte Herz und Atmung. Sie musste keuchen, röcheln und nach Luft schnappen um sich wieder zu fassen und sich zu beruhigen. Doch die Angst wollte einfach nicht aufhören! Sie stieg immer mehr in ihr auf, sie schnürte immer mehr die Atemwege zu, sie wurde gefesselt von der Macht des Todes, welche Givaan in sich zu tragen schien.
Er ging weiter, sagte nichts, hatte aber feste Pläne. Oh, wie sehr Magai den Rüden in jener Stunde verachtete, hasste. Er war schwach, tief in seinem Inneren hatte er Schwäche und Angst, genau wie sie. Er zeigte sich nur als solch brutales Individuum, um stark und mächtig zu wirken. Ja, er spielte sich auf. Hätte sie genug Selbstvertrauen und Arroganz wie Givaan würde sie auch stark sein, doch Mag hatte gelernt ihr wahres Ich zu zeigen und sich zu akzeptieren, sie brauchte keine Maske die einen Held verspielte. Givaan ging einfach weiter, immer näher zu der Lichtung, und Mag wusste nicht was er vor hatte, bis sie sah wie die Augen auf den Körper des Weißen starrten. Er erreichte baldig den Leichnam, und knurrte, grunzte und grollte dabei wie ein Schwein. Er verbiss sich immer mehr in dem Körper des Weißen, fraß sich genüsslich satt, an dem Wolf welchen Magai retten wollte. Doch erstaunlicher Weise regte sich nichts in ihr, kein Schmerz erfüllte ihr Herz wie es sonst war. Sie sah zu, wie der Fremde verschlungen wurde, regte sich immer noch nicht und keuchte weiterhin.

Allen Anscheins wurde ihr die Angst vor Givaan doch zu viel, ihr keuchen wurde immer stärker und dumpfer, obwohl er längst auf der Lichtung lag und fraß.
Immer noch kratze die Panik an den Toren ihres Bewusstseins, wolle hineindrängen und den Körper unschädlich machen. Doch sie versperrte den Zugriff zu Herz und Hirn, sodass sie wieder wie eine Skulptur in einem Vorgarten wirkte. Sie wusste aber, was sie zutun hatte, nachdem sie den Schmerz um den Tod verdrängt hatte, so gut es jedenfalls ging. Langsam bewegte sie den kleinen Kopf zu Raayu, schaute ihn von unten in die Augen und hauchte mit leiser Stimme näselnde Worte.

Raayu. Du warst, bist, da. Devota, Ich. Reise. Hilfe, du musst! Magai....

Mehr brachte Magai nicht raus, immer noch fehlte ihr Luft in den Lungen, und so keuchte sie und rang nach dem Gas. Sie legte sich neben ihn, schaute in von unten an, während sie noch immer hustete und prustete und das tödliche Gemisch aus Angst und Hass auf Givaan verkraften musste. Er sollte antworten, etwas sagen. Irgendetwas! Er musste ihr einfach helfen , indem er mit ihr sprach und ihr das Gefühl der Zweisamkeit vermittelte. Er musste sich einfach ihrer annehmen, sie beachten...und nicht verachten in den grausamsten Stunden ihres Lebens.


[die ganze Zeit bei Givaan&Raayu | denkt viel | bekommt keine Luft | hasst Givaan| redet mit Raayu]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo März 29, 2010 2:31 pm

Da ging er, an ihm vorbei, ohne ihn anzusehen, ohne ihn aufzuwecken und ihn zurückzuholen. Er lag im sterben, ob der Köper nun wollte oder nicht. Es machte keinen Unterschied mehr, dass das Blut wieder durch die Adern floss, dass das Herz wieder pumpte. Es machte weder einen Unterschied, dass er durch seine Augen sah und stand, stand auf seinen bebenden Pfoten. Er wuchs in den Boden hinein, verwurzelte sich und erstarrte zu Holz. Holz fühlte nicht. Holz konnte gefällt werden. Was war denn noch? Eine lose Hülle. Er würde sich nicht als leidend bezeichnen, dafür war zu viel kaputt. Ja, einst hatte er gelitten, doch nun musster er atmen und laufen, kämpfen und töten ohne dabei zu leben, zu leiden und zu sein. Er konnte nicht mehr Raayu sein, ein neuer Name musste her. Doch kein klarer Gedanke konnte sich in seinem Hirn halten, er sah bloß mit ausdruckslosen Augen Givaan nach, der nun zu Momala lief, dem toten Rüden und sich an dem Fleisch des Körpers labte. Auch Raayu konnte den Hunger nicht länger unterdrücken. Wie eine Pestilenz machte er sich in seinen Venen breit, sie schienen alle zu seinem magen zu laufen. Sein Körper schrie nach Futter, er schrie nach Givaan. Dies war stärker doch raayu blendete alles aus. Kaum merkte er, wie Magai sich neben ihm niederließ, seinen Kopf hatte er zu dem toten, Weißen gewendet und spielte mit dem Gedanken zusammen mit Givaan zu fressen. Doch nein, er kannte ihn nicht, erkannte ihn nicht. Raayu würde fressen, wenn Givaan geendet hatte.

Was nur wenige Minuten später passierte. Raayu atmete mit einem lüsternen Knurren aus und hob sein Vorderbein, um sich zum Kadaver des Rüdens zu bewegen. Doch in gerade diesem Augenblick fing Magai seine Aufmerksamkeit. Sie begann zu sprechen. Im ersten Moment verwirrte sie Raayu vollends, er blinzelte sie an und versuchte, ihr Gesicht einzuordnen und sie in Erinnerungen wiederzufinden. Er kramte in seinen Gedanken, nur einzelne Bruchstücke ließen sich aus der staubigen Suppe ziehen. Wie Schlieren in seinem Kopf. Er kannte sie nicht besonders gut, hatte vielleicht zwei Sätze mit ihr gewechselt. Nun brach sie neben ihm zusammen, er hatte fast nicht mitbekommen, dass sie sich überhaupt neben ihm befand. Was sie sprach ergab keinen Sinn für ihn, erst als er endlose 5 Minuten gedankenlos und ohne Emotion auf einen Punkt zwischen ihren Augen gestarrt hatte kam die Bedeutung der Aussage bei ihm an. Sie wollte seiner Erinnerung auf die Sprünge helfen, sie wiederzuerkennen.

Damit ich sie nicht töte? Damit sie sich schützen kann. Weil sie denkt, wenn ich mich an sie erinnere würde ich sie verschonen. Als machte das auch nur einen winzigen Unterschied. Als würde Bekanntschaft etwas im Leben bedeuten. Sie ist vergänglich, Freundschaft ist irrational. Ich habe kein Verlangen, sie zu töten, auch wenn ich mit nur einige Zentimeter bewegen müsste. Ich könnte, wenn ich will. Ich könnte wenn ich will So ziemlich alles. Doch ich will nicht.

Was will sie? Hilfe. Von wem? Ich muss was? Hilfe holen? Du bist nicht verletzt, stell dich nicht an. Wen sollte ich auch holen? Egal wer hier ist, wer sollte helfen? Erbärmlich. So naiv. War ich auch einst so? So naiv? Es ist schon fast bemitleidenswert, niedlich. Sie kann ja kaum noch atmen. Stirbt sie jetzt?


Er sah sie verwirrt an, ein Menschenkind hätte sich in dieser Situation wahrscheinlichn an Raayus Bein geklammert, würde er nun gehen würde sie liegen bleiben und mit der weichen Erde verschmelzen. Sie brach regelrecht zusammen, legte sich hin und suchte seinen Blick von unten. Wie sie so darlag regte sich etwas in ihm. Es war vielleicht doch eine Erinnerung? Aber nicht an sie... erinnerte sie ihn an eines seiner Opfer? Wusste sie überhaupt, was Raayu schon getan hatte? Nein, nichts wusste sie. Trotzdem wollte sich sich ihm anvertrauen, seine Hilfe. Wobei konnte er schon helfen? Sie wollte vielleicht sterben, ja das konnte es sein. Raayu konnte sich kaum etwas anderes ausmalen, als dass sie wollte, dass er ihr Leben beendete, so wanderte seine Schnauzenspitze schon zu ihrem Hals. Doch ehe er der gewohnheitsbedingten Tätigkeit nachgehen konnte hörte er auf zu denken. Sie hatte nicht sehen konnte, dass er fast ihre Kehle in seinem Fang gespürt hatte, er hatte sich langsam bewegt. Wie eingefroren, eingefroren in einer eisigen und erstarrten Welt. So hielt er nicht inne, doch sein fang blieb geschlossen, die Zähne aufeinandergepresst. Er drückte seine Schnauzenspitze in ihr Fell, anstatt die Zähne hineinzubohren. Der Blick blieb starr, er sog ihren Geruch ein und wich dann zurück, um sie anzusehen. Sie atmete so ruckartig, dass sich eine Furche zwischen seinen Augen bildete und er sie lange betrachtete. Er fühlte nichts, vielleicht ein wenig Neugier. Und doch war etwas vertrautes in ihrem Blick, noch konnte er es nicht erkennen. War es ein Spiegel? Nein, er selbst hatte nie so geguckt. Doch jemand, der ihm ähnelte, zumindest äußerlich. Ja, er meinte den Blick seiner geschwister wieder zu erkennen, wie sie seinen vater besahen, ihn besahen. Doch er hatte sie nie beschützt, hatte sie getreten und getötet. Wie war es jetzt? Er hatte sie nicht getötet, er dachte nach, wie gleich sie doch alle waren. Die Guten. Sie hatte scheinbar schreckliche gedanken und Gefühle, er hatte Hunger, doch das Menschenkind klammerte sich an sein Bein und hinderte ihn daran, weg zu gehen und zu fressen. So atmete er tief ein und setzte sich vor sie. Magai, war ihr Name. Magai...

"Es wird jeden Tag etwas leichter. Außer du hast es selbst zu verschulden. Dann wird es mit jedem Tag schlimmer. Doch du hast keinen Killerinstinkt, bist nicht wie ich. Es wird besser werden, glaub mir, Magai."


[bei Magai, denkt und redet mit ihr]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mi März 31, 2010 11:23 am

Kimni hatte die Graue beobachtet. Sie schien ihr nicht stark zu sein, sie ließ sich von der Welle tragen, einfach auf der Suche nach jemanden der ihr eine Last abnahm. Sie schien zu verzweifeln, alles Übel der Welt schien die Graue zu erfüllen und sie war nicht stark genug einen Teil des Drucks entweichen zu lassen. Früher, als Kimni jemanden verloren hatte, war sie gerannt, die ganze Zeit ohne Pause. Immer wenn es ihr schlecht ging rannte sie, weiter und weiter. Alle Energie, die die Kleine zerstört hätte, wich dabei aus dem Körper. Ihr Wundermittel. Nur ein einzelne Wortgruppe löste sich schließlich aus der Kehle der Anderen. Einfach. Spartanisch. Kalt. Banal. Allumfassend. Diese Wortgruppe sagte alles. Nach kurzer Zeit, stand die Graue auf. Torkelnd. Langsam. Schwerfällig. Etwas hatte sich verändert, sie schien zu wissen was sie tun wollte. Und sie lies Kimni allein.

Die kleine Graue blickte sich um. Der leblose Körper des Weißen lag auf der Wiese, das Blick Kimnis glitt nur kurz über ihn. Wieso löste das makabere und schreckliche so eine Anziehung aus? Sie lief über Wiese. Auf einmal trat ein schwarzer Rüde auf die Lichtung. Ziel gerichtet bahnte er sich seinen Weg. Und er rempelte sie an. Und warf ihr einen dieser Blicke zu, die sie hasste. Er begann die Leiche zu fressen. Kimni hielt es nicht mehr aus, alle Anspannung wich von ihr.

Freut mich auch dich kennen zu lernen! Was bildest du dir eigentlich ein? Man rempelt niemanden einfach an du Dummkopf. Mir egal das du mich böse anschaust!
Und das ist im übrigen Leichenschändung! KANIBALISMUS!!!
Ich weiß ja nicht, was du für Probleme hast, aber mich sollst du in Ruhe lassen. BASTA!


Kimni rannte los. Immer in Richtung Wald, sie sehnte sich nach dem Schutz und der Geborgenheit der hohen Bäume. Dunkelheit, eine gewissen Enge und das Gefühl nicht allein zu sein. Langsam, den Wald unter den Ballen spürend trat sie hinein. Jedes mal erschien ihr der Wald wie ein großes Geheimnis, welches nach ihr rief und sie aufforderte die geheimen Winkel zu erkunden. Wieso war sie jetzt schon wieder alleine? Gerade hatte sie den Tod gesehen und sollte nun allein damit fertig werden?


[schreit Givaan an | geht allein in Wald]


allerliebster Giv^^ ich denke du wirst damit fertig ohne zu weinen^^
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Di Apr 06, 2010 2:39 am

Es ist schlimm, wenn der einzige, der helfen kann und sogar vielleicht will, dich noch mehr verwirrt. Nicht nur Worte können einem die Gedanken umrühren, nicht nur die Mimik und Gestik kann anders wirken als erwartet. Genau dies erlebte Magai in jenen schmerzlichen Sekunden, in denen der blutverschmierte Rüde Raayu neben ihr stand. Ihn in das Innere zu schauen war schwerer, als das Genick eines Karibuhengstes zu brechen. Und das war für die Fähe schon ein Ding der Unmöglichkeit. Magai hatte oftmals gesehen, was jemand dachte, fühlte, denkte. Bei Momala, dem Weißen, war es einfach gewesen. Nichts als Schmerz und Trauer hatten seine Augen ausgestrahlt. Bei Maggy's Freundin Tessyra wer es wieder anders gewesen. Man wusste sofort, als man die große Fähe sah, dass ihr Herz mehr als blütenrein war, die Augen sprühten voller Lebensfreude und der Gesamteindruck zeigte einem das, was man unter einer guten Freundin verstand - Liebreiz, die Gabe, immer für einen da zu sein und der Glanz der Hoffnung, in allem was sie tat.

Doch dieser Rüde strahlte die Hoffnung und den Liebreiz eines Steins aus. Kalt, kühl, wie ein Felsen, stand er erst da, blickte zu dem kannibalischen Givaan, der sich an Momala bediente. Knurren, Raunen, Sehnsucht nach Blut. Ihm dürstete es nach Fleisch und Tot, nach Blut und Knochen. Magai tat lediglich nichts. Sie saß da, betrachtete den Rüden. Dann, nach unendlicher Stille blickte er ihr in das Gesicht, mit dem weißen Latz und den honiggelben Augen. Er starrte. Versuchte er, ihr wahres Antlitz zu erkennen? Sah er die Kleine, die den Betarüden ermordet hatte? Die ihn liegen lassen hatte, fortrannte, um nicht bestraft zu werden? Er wusste nichts, rein gar nichts! Was hatte er wohl getan, früher, in seiner Vergangenheit? Raayu. Und nach eben diesen besagten Schweigeminuten zeigte er Regung, die keine war. Wieviel konnte seine Ausdruckslosigkeit ausdrücken? Stille war es, die mehr als tausend Worte sprach. Es klang komisch, zu behaupten, dass eben in dieser Position, eben in diesem 'Nichts tun' das lag, was man Charakter nennt. War Raayu ein leiser, grausamer Mörder? Denn nichts mehr als das verkündete sein emotionsloser, Kalter-Stein-Blick.

Sie glaubte nicht mehr an sich, nicht mehr an den Weißen. Er ist Geschichte. Sie hatte seine Blicke verdrängt, um die das Rüden Raayu einzusaugen, um sie nie mehr zu vergessen. Für Magai war es ein wertvoller Moment, indem sie wiedermal bewiesen hatte wie weich und naiv sie war. Sie charakterisierte in ihrer Dummheit einen fremden Rüden. Wie dumm muss man sei, um in kalten Blicken einen Mörder zusehen?

Bilde die nichts ein, dumme Fähe!

Die Stimme einer Fähe, Magena. Ihre Mutter. Sie war ein arrogantes Ding gewesen, sie zählte zu den Gründen, warum sie die Lichtwanderer verlassen hatte.
Wieder vergingen endlose Stunden. Sie dachte darüber nach. Worüber? Über die Worte ihrer Mutter. Das hatte sie einst zu ihr gesagt. In jenen Stunden war sie selbst auch ein Stein gewesen, der alles verschlossen hatte. Niemand hatte ihr früher in die Seele blicken können, es war ihr zu peinlich, die Angst zu zeigen. Doch hatte sie recht behalten, ihre Mutter...sie war nichts mehr als die dumme, naive Fähe, die Dema umgebracht hatte.

Urplötzlich, von einer qualvollen Sekunde auf die andere zeigte er Regung. Er, Raayu. Er bewegte sein steifes Antlitz zu ihr herunter, streckte seinen Hals bis er ihren erreicht hatte. Seine Schnauze, bewegte sich zu ihr. In ihren Kragen silbernen Felles. Er wollte sie töten, das Genick brechen, es knacken wie das eines Karibuhengstes. Jetzt war es für ihn schwer, das Tier zu töten. Sie verdrehte ihre Augen, regte sich nicht und versuchte seinen Fang zu sehen. Doch so sehr sie sich auch anstrengte, die Augen verdrehte, sie schaffte es einfach nicht. Aber war es nicht besser zu sterben, ohne zu sehen wie es geschieht? Nun schloss sie die gelben Augen. Er hatte gewonnen, in dem stillen Kampf. Doch er tat nichts dergleichen, Raayu tat nicht das, was er hätte tun wollen. Er tötete sie nicht...Nein, im Gegenteil. Er presste den tödlichen Fang zu, und blieb reglos. Roch er ihre Angst? Sie lag da, in derselben Position in der sie regelrecht zusammengebrochen war.

Ich suche schon nach langem ein Rudel, da ich meines vor ein paar Monden verloren habe. Ich bitte euch noch einmal, lasst mich mit eurem Alpha reden.

Wie sie sich doch gewandelt hatte...Erst kürzlich harmonierte ihr Herz mit dem eines Kaninchens vor dem Tod, und heute war sie selber das Kaninchens, welches bald sterben würde. Wie naiv sie damals noch war, heute war sie lediglich...jugendlichen Verhaltens. Der Rüde blieb immer noch in der selben Position, doch Magai's Angst schwand mit jeder Sekunde die in dieser Nacht verstrich. Doch dann setzte er sich vor sie. Raayu setzte sich vor sie, er war derjenige, den sie um Hilfe bitten wollte. Sie wollte mit ihm reden, doch hatte er sie selber so verunsichert, das sie keinen Grund mehr dazu fand sich richtig auszureden. Eher war er es, über den sie reden wollte, er war nicht mehr derjenige, der ihr helfen sollte. Er sprach etwas, was sie nicht recht verstand. Doch die Antwort kam bald.

Wie sich alles veränderte. Eines Tages steht man am Rand der Klippe, am nächsten Tag ist man einen Schritt weiter...

Magai hatte nicht gemerkt wie sie gesprochen hatte. Die Antwort auf die Anrede des Rüdens. Es kam einfach aus ihr heraus. Magai's Atem stockte. Sie bekam schlecht Luft. Immer kurzatmiger wurde sie. Wollte er ihr erzählen, das er der Mörder war, wie sie vermutet hatte? Sie. Stockte. Jede. Sekunde. Verstrich. So. Langsam...

Glaub mir, Magai.

Sprach er.

Ich glaube dir, Raayu.

Sprach sie.


[bei Raayu, denkt und redet]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Di Apr 06, 2010 9:12 am

Mit einem zornigen Knurren, der Nasenrücken stark gekräuselt, die Ohren nach vorn gerichtet und das Nackenfell gesträubt, fuhr der schwarze Wolfsleib herum. Die stechend gelben Augen, welche aus dem Pelz heraus zu brennen schienen wie ein einziges Fegefeuer, richteten sich auf eine kleine, graue Fähe, deren Worte gewiss alles andere als weise gewählt waren. Dieses vorlaute Ding würde gewiss nicht die Ehre erhalten, seinem Rudel beizutreten!
Doch sie verschwand bereits zwischen den mageren Sträuchern und Bäumen und Givaan wand sich abfällig schnaubend, den Kopf verächtlich schüttelnd, wieder um. Sein Blick verriet noch immer jenen wilden Sturm welcher in ihm tobte und welcher ihn so unberechenbar werden ließ. Doch plötzlich veränderte sich die Szene, alles um ihn herum wurde üppiger, grüner, schlichtweg lebendiger. Das Fell des Rüden sträubte sich weiter, er riss seinen Fang auf und entblößte gereizt die zwei Reihen weißer Dolchzähne. Doch die Szene, die sich ihm bot, ließ ihn unterschwellig knurren und schweigen. Etwas an diesem Schauspiel schien unwirklich und doch real. Etwas daran erinnerte ihn ...

Auf leisen Sohlen schlich der Wind durch das Fell der Wölfe. An der Zahl waren es ungefähr vier, wenn man den ungeschickten, weißen Welpen mitrechnete. Zwei ausgewachsene Fähen, ein ausgewachsener Rüde und ein gerade eigenständig gewordener, weiblicher Welpe. Nun ja, es sah jedenfalls so aus, als ob sie hätte eigenständig werden sollen. Der misstrauische Blick des Rüden ruhte anfänglich noch auf dem ersten Neuankömmling, der zweiten ausgewachsenen Fähe, deren Pelz eine sonderbare, aber durchaus interessante Färbung bot. Doch dann schnellte er zu dem Welpen, misstrauisch beäugte er sie und doch konnte sich selbst er dem Charme des weißen Stolperknäul´s, wie er es genannt hatte, nicht erwehren. Jedenfalls nicht zur Gänze. Der Blick blieb hart und die erste Jagd gemeinsam wurde angesetzt. Der Rüde hatte keinerlei Vertrauen in die zwei Neuankömmlinge, doch das stetig anhaltende Gefühl einer inneren Wärme blieb erhalten. Jedes Mal, wenn er seinen Blick auf die blondbraune Wölfin neben sich im Unterholz richtete.
Seine Liebe.
Sein Leben.
Seine Partnerin.
Zanba.


Vollkommen aus der Bahn geworfen schüttelte er seinen massigen Kopf, schnaufte schwerfällig und sah sich irritiert um. Wohin war die Rehherde mit dem kranken Alttier und dem Jungen entschwunden? Weshalb lagen keine drei Fähen an seinen Seiten, gemeinsam auf der Jagd und akzeptierend, dass er Leitwolf wäre? Wer war Zanba? Weshalb hatte er dieses lodernde Gefühl verspürt, ein inneres Feuer, welches ihn aufzufressen schien und es dennoch nicht tat?
Diese ganze Situation überforderte ihn, doch würde er sich das gewiss nicht eingestehen. Gewiss, auch er hatte Schwächen doch würde er damit gewiss nicht prahlen, weshalb er nun einen harten, mörderischen Blick aufsetzt. Doch die Verwirrung tanzte noch immer durch das - anscheinend doch vorhandene - Herz. Wann hatte sich diese Szene zugetragen und weshalb hatte er das Gefühl, als müsse er sich daran und an vieles mehr erinnern? Weshalb nur hatte er das Gefühl, als ob alle Welt wisse, wer er war, nur er selbst nicht?

Ein gereiztes Knurren zollte seiner anwachsenden Verwirrung Aufmerksamkeit, doch bis auf die Tatsache, dass sein Pelz sich wieder glatt an Nacken und Brust angelegt hatte, die Rute wieder etwas gesenkt wurde und der Blick des Schwarzen nachdenklich auf dem toten Wolf haftete, zeigte nichts weiter seine bisweilen unbemerkte Reaktion auf diese Erinnerung. Als ihm dann ein Geruch in die Nase stieg, nahm er dies als willkommene Ablenkung und fletschte seine Zähne erneut. Geifer troff aus seinem Maul und zeigte, dass mit ihm nicht mehr zu spaßen war. Doch die schwarzen Augen funkelten ihn ohnehin schelmisch an. Der Schwarzgefiederte hüpfte fröhlich umher, pickte hie und da einzelne Körner - womöglich war auch ein Wurm oder dergleichen darunter - auf und legte seinen Kopf schief, betrachtete Givaan. Dieser knurrte weiter, wusste jedoch zu seinem Leidwesen von der Intelligenz der Tiere, weshalb er es dabei beließ. Es wäre ohnehin sinnlos gewesen, den Versuch zu wagen und den Raben zu jagen. Der schwarze Hüne schüttelte schnaubend seinen Kopf und wollte sich gerade umwenden, als zweierlei Dinge gleichzeitig geschahen. Ein Wind kam auf und trug ihm eben jenen vermisst geglaubten, vertrauten und doch nicht vertrauten Geruch zu. Er erstarrte. Zugleich erhob der Rabe seine keckernde Stimme, dass Givaan kurz davor stand, ihn wirklich zu vertreiben. Grell und unangenehm war sie, doch irgendetwas an den Worten des Schwarzgefiederten ließ ihn nochmals innehalten und misstrauisch zurück blicken.

"Ihr seht aus, als habet Ihr etwas wichtiges verloren."

keckerte der Rabe, putze sich sein glänzend schwarzes Gefieder und hüpfte ein Stück auf den bebenden Wolf zu. Ein angespanntes, zorniges Knurren entrang sich seiner Kehle und das Fell des Schwarzen sträubte sich zusehends, je näher der freche Vogel ihm kam. Als dieser eine Spinne zwischen seinen Pfoten zu entdecken schien und darauf zu stürzte, hatte Givaan genug. Mit einem wilden Knurren sprang er nach vorn, der Vogel flog wild schreien auf und landete in sicherer Entfernung auf einem tief hängendem Ast. Mit unterschwelligem Knurren gab er zur Antwort

"Ich wüsste nicht, was. Selbst wenn, es ginge einen Lumpenvogel wie dich ohnehin nichts an!"

Der Vogel plusterte gekränkt sein Gefieder auf, blickte ihn vernichtend an und stieß in regelmäßiger Reihenfolge heisere Schreie aus. Der Rüde wurde bei diesem Geräusch beinahe verrückt und sprang erfolglos am Stamm des Baumes empor. Immer wieder schüttelte er seinen Kopf bei diesem unangenehmen Geräuschen, immer wieder legte er die Ohren an, starrte empor zum Raben und sprang erneut am Stamm empor. Dann flog der Rabe plötzlich auf, Givaan setzte ihm nach und sprang dicht hinter dem Federtier in die Luft, verpasste ihn und landete dumpf wieder auf der Erde. Der Vogel stieß erneut ein keckerndes Lachen aus, setzte sich auf einen nahegelegenen Stein und putze sich das Gefieder. Für diesen Moment war es still und der Rüde stieß einen knurrigen Seufzer aus.

"Ihr solltet Euch beherrschen. Vor allem, wenn ein weiser Vogel wie ich weiß, dass Eure Gefährtin und das restliche Rudel von euch gerade vor einem Angriff steht. Vielleicht kein allzu großer, aber Eure Gefährtin und die Welpen sind geschwächt. Sie würden gewiss irgendwann getötet."

Der Vogel legte den Kopf schief, musterte Givaan und so etwas wie Mitgefühl schien in ihnen zu tanzen. Das letze, was der Rüde wollte, war Mitgefühl von einem Leichenvogel. Ein drohendes Knurren war Antwort darauf.

"ICH HABE KEINE WELPEN, VERDAMMT NOCH MAL!"

brüllte er den Vogel an und der Körper des Hünen erbebte, voller Zorn. Doch etwas an den Worten - und dem zuvor erlebten Erinnerungen - ließ ihn an seinen Worten zweifeln. Sonderbarerweise kam ihm plötzlich eine anscheinend bekannt erscheinende Stimme in den Sinn, die meinte, auch die stärksten Wölfe fallen einmal. Konnte es nicht sein, dass er, Givaan, der sich geschworen hatte nie Welpen zu zeugen und nie der Liebe untertan zu werden, tatsächlich eingebrochen war und diesen Schwur brach? Misstrauisch blickte er auf den Vogel, der gerade mit hoheitsvoller Miene seinen Federputz zu beenden schien.

"Wenn Ihr Euch dann endlich beruhigt habt und nicht weiter leugnet, was offensichtlich ist ... das Rudel und die von Euch geliebte Fähe mitsamt `Milchzähnen´ ist in diese Richtung."

Der Vogel hüpfte einmal um 180° um sich, wies mit dem Flügel in jene Richtung, aus der er gekommen war und erhob sich in die Lüfte. Ehe er verschwand, segelte er nochmals über Givaan hinweg, zog diesem neckend an seinem Ohr und verschwand. Seine keckernden Rufe schienen einem Echo gleich zu verhallten und trotz schmerzendem Ohr blickte er dem Schwarzgefiederten nach. Irgendjemand hatte ihm einst gesagt, dass diesen Vögeln nicht immer aufs Wort zu trauen sei, doch etwas bewegte den Schwarzen dennoch dazu, die angegebene Richtung anzusteuern.
Womöglich die wiedergekehrte Erinnerung an etwas, was bereits allzu lang hinter ihnen lag? Oder einfach das Gefühl der Panik, welches in ihm anschwoll, als er jene blondbraune Fähe erwähnt hatte? Sie sei schwach vom ... was eigentlich? Langsam haste Givaan es, so unwissend zu sein. Was war geschehen, bevor man ihn fand, blutig, verletzt und vollkommen desorientiert?
Sein Blick fiel auf den schwarzen Rüden. Raayu. Wusste er etwas darüber und wenn ja, wieso hatte er sich mit ihm in den Tod stürzen wollen? Abrupt hielt der Rüde inne. Er wusste, dass jener Wolf sich mit ihm in den Tod stürzen wollte! Wäre so etwas möglich gewesen, würde wohl eine Welle der Freude über ihn hinweg tosen. Doch der schwarze Riesenwolf verbot sich solche Gefühle bereits allzu oft, weshalb es nun eher einem dumpf dahin fließenden, kleinen Rinnsal glich. Doch egal wie sehr er versuchte sich zu erinnern, es reichte genau für diesen Augenblick. Zwei Wölfe, schwarz und groß, welche auf den Berg jagten, dort gemeinsam ein letztes Wort und Lied tauschten und sprangen. Was sprachen sie? Wieso heulten sie den unvollständigen Mond an? Als würden Schmerzen ihn quälen zog der Rüde seinen Kopf zwischen die Beine, knurrte, schloss die Augen und schüttelte herrisch den Kopf. Doch das dumpfe Pochen blieb bestehen.

.oO( Im Leben müssen Entscheidungen getroffen werden, Rüde. Also entscheide jetzt.)Oo.

schalt er sich selbst. Dann plötzlich ruckte sein Kopf empor, in den glühenden Augen war nichts weiter zu lesen als trostlose Leere und ein tiefer Abgrund. Mit leerem Blick spannte er die stählernen Muskeln unter dem nachtschwarzen Pelz an, machte einen gewaltsamen Satz nach vorn und rief, auf Grund der Tatsache, dass lediglich seine Augen in dem Dunkel der Nacht zu erkennen wären, befehlend zu Raayu und Magai

"Folgt mir! Und seid auf einen Kampf vorbereitet!"

Wenn beide sich in diesem Kampf gut schlagen würden, wären sie vollwertige Mitglieder. Jedenfalls was die erste Fähe anging. Mit dem Gedanken, einen weiteren Rüden im Rudel zu haben, musste er sich erst noch anfreunden, vor allem, weil dieser Rüde wohl kein Blut Givaan´s in sich trug. Nochmals schüttelte er schnaubend den Kopf, schnappte im Vorbeilaufen nach Magai und Raayu und zwang sie somit regelrecht dazu, aufzuspringen. Doch wenn sie ihm nicht helfen wollten, dann täte es ihm auch nicht leid. Schließlich gab es genügend Wölfe, die einen starken und dominanten Leitwolf haben wollten. Ohne weiter auf sie zu achten sprengte er weiter, hinein in die Dunkelheit, stets dem verräterischen Geruch des Raben nach.
Und dann endlich sah er sie!

Mit einem Mal donnerten alle Erinnerungen auf ihn ein, begruben ihn schier mit ihrer Masse und nahmen dem Rüden für einen Moment den Atem. Zanba. Blizzard. Lucky. Njima. Tessyra. Magai. Raayu. Jakara. Lynn. Chazaar. Als er an seinen grauen Bruder dachte, sah er dessen gebrochene, erloschene Augen, doch Reue empfand er nicht. Seinen Bruder hatte er nie vollkommen akzeptieren können, doch nun war es hinfort. Dahingerafft von den Zähnen Givaan´s. Kurz blinzelte er irritiert, sah den schwarzen Rüden, den schwarzen Jungwolf und einen grauen Altwolf. Doch auch die Erschöpfung in den Augen des größeren Rudels, welches langsam aus einer unterirdisch angelegten Höhle heraus kletterte. Doch eines, was er sah, trieb ihm verschiedene Gefühle in den Kopf, ohne sie tatsächlich zu fühlen.
Die Entschlossenheit seiner - Gefährtin?!?
Doch die Situation erforderte rasches Handeln. Dem Anschein nach stritten zwei Leitwölfe um dieses Revier, was GIvaan nicht vollkommen nachvollziehen konnte. Allerdings hatte er selbst einst vor gehabt, dieses Gebirge zu erobern, damit er einen besseren Aussichtspunkt hatte. Aber dass es nun drei - dem Raben nach nur zwei, wenn er Recht hatte - Rudel gab, die sich darum stritten, das hingegen konnte der Schwarze nicht nachvollziehen. Doch so war es ja ohnehin meist. Anfangs gab es keinerlei Interesse, doch wenn einer begann, dann fanden sich plötzlich viele ein. Ein gereiztes Knurren erklang, dunkel, rau und wild entschlossen. Sein glühender Blick traf den von Aralez. Etwas an diesem Jungwolf schien dem Schwarzen selbst schwach, doch was genau es war, konnte er nicht benennen. Womöglich dieses leichte Aufflackern des Zweifels in den Augen, doch es konnte ebenso wieder einmal eine Illusion sein. Givaan verließ sich lieber nicht darauf.
Bereits jetzt ging er verschiedenste Taktiken durch. Der Altwolf war alt, dementsprechend leichte Beute. Der Jungwolf würde Dynamik und jugendlichen Leichtsinn auf seiner Seite haben, Givaan hingegen Erfahrung und Masse. Der dritte Leitwolf im Bunde, ebenfalls ein rabenschwarzer Rüde, ließ Givaan um einiges angespannter werden. Denn beide, Givaan und der Fremde, schienen aus dem selben Holz geschnitzt zu sein, was es erheblich erschweren würde. Ein dunkles Grollen fand seinen Weg und der Rüde sträubte sein Nackenfell, wirkte dadurch noch größer und in seinem Zorn überragte er - wie es schien - ohnehin jeden. Sein glühender Blick zuckte kurz zu jener Fähe, die Mutter seiner ... Himmel, er konnte dieses Wort nicht mal in diesem Zusammenhang ausstehen ... war und seine Partnerin.
Dann zuckte der Blick jedoch zurück zu den drei Wölfen.


[Will Kimni hinterher l erinnert sich an eine Szene l bekommt Rabenbesuch l hetzt los l befielt Magai/Raayu etwas l bei Zan & dem Rest]

Aber immer doch, Kimni ,)

_______________

Die Schwärze ist mein Leben.
Die Finsternis meine Seele.
Die Dunkelheit mein Herz.
Und der Tod mein Schicksal.


Blutdurst, Schmerz und Tod,
das ist wonach ich dürste
und was ich glaube.
(c) Raven

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mo Apr 12, 2010 11:40 am

Der schwarze Leib der Schwarzen streunerte noch immer wie ein Schatten durch die Gegend. Lautlos bewegte sich die erprobte Kämpferin durch das fremde Revier. Der Blick der braungoldenen Augen wanderte kühl und stechend durch die Umgebung. Ihr Ziel? Endlich das Rudel zu finden, welches hier heimisch war. Shennas Muskeln spannten sich an und der massige Leib sprang mit einer spielerisch leichten Bewegung auf den nächsten Felsen. Sie hatte Wölfe gerochen! Schneller bewegten sich die schwarzen Läufe nun über den Erdboden und trugen das schwarze Geschöpf geschwind weiter. Nach wenigen Schritten stoppte die Fähe jedoch, verborgen hinter einem Dickicht starrte sie auf die drei Wölfe...naja eigentlich vier, doch da der vierte tot und verunstaltet am Boden lag zählte er wohl kaum noch dazu. Shenna verbarg sich so im Dickicht, dass nur ihre stechenden Augen hervorstachen. So beobachtete sie das Geschehen. Der Schwarze unterhielt sich mit einem Raben, ehe er aufbrach. Nach Shennas Einschätzungen war er hier unter den Anwesenden der Ranghöchste. Sie hechelte kurz auf, ehe sie sich einen Schritt zurück zog. Sie würde den Wölfen folgen... Gefahr? Daran dachte sie nicht. Erstens war sie ja vor einiger Zeit eingeladen worden, zweitens würde sie niemanden an ihr Fell heran lassen.

[Sieht Giv/ raayu und magai/ hält sich verborgen/ wird ihnen folgen]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Di Apr 13, 2010 6:37 am

Es war offensichtlich gewesen. Es war so offensichtlich gewesen! Welcher Trottel von Wolf hätte diese Chance nicht ergriffen, die ihm dieses noch größtenteils unmarkierte Land bot? Jeder, der ein wenig Grips im Hirn und genug Mut wie auch Kraft hatte, würde sich um solch ein Land reißen, würde es ihm einmal unter die Pfoten gelangen. Yakar Akiim würde dies auf jeden Fall tun. Anyuk traute ihm zu, zu töten, wenn es sein musste. Und besonders stark sah dieses fremde Rudel nicht aus. Ein zerlumpter Haufen ausgehungerter und müder Wölfe. Mehr nicht. Eine Mauer, so leicht zu durchbrechen wie aus vielen kleinen Sandkörnern. Zu Staub würde sie verfallen, wenn man sich nur mit ein wenig Kraft gegen sie stemmt. Jedoch waren die Fremden in der Überzahl. Minus, plus sieben Wölfe zählte der Altwolf mit seinen müden Augen. Darunter ungefähr drei Jungwölfe, deren Kampferfahrung noch nicht sehr hoch sein konnte. Obwohl die Fremden in der Überzahl zu sein schienen, war der Kampf schon jetzt entschieden. Es lag auf der Pfote, wer gewinnen würde. Selbst Anyuk, der er schon so alt war, könnte es mit den Jungwölfen aufnehmen. Ob er das denn auch wirklich wollte, war eine andere Sache. Schließlich musste er sein Rudel verteidigen. So war es nun mal im Rudel. Der eine schützte den anderen. Doch schien ihm dieser Kampf mehr als unfair. Yakar Akiim, Aralez und er waren noch immer munter und bei Kräften, wobei das fremde Rudel erschöpft und ausgehungert war.

„Yakar Akiim...“

Begann er. Aber was sollte er sagen? Dass er es unfair fand, wenn sie die Fremden nun angreifen würden? Hahahaha. Der Schwarze würde lachen und sich über den Boden kugeln wie ein Welpe, wenn er das hören würde. Armselig würde er Anyuk nennen, feige und naiv. Der Alte seufzte resigniert. Er würde seinen Alpha in dessen Vorhaben niemals stoppen können, egal, was er sagte. Aber eine ähnliche Willenskraft glaubte er in den Augen der fremden Leitwölfin sehen zu können. Oh ja, sie würde ihr Rudel mit all den noch verbliebenen Kräften beschützen, selbst wenn es sie den Tod kosten würde. Aber wohin war der Leitwolf und Vater der Kleinen geblieben? Warum war er nicht für sein Rudel da? Hatte er es etwa vergessen? Mitleid. Das war es, was der Graue nun für die Wölfin empfand, die ganz alleine für ihr Rudel zu sorgen hatte. Aber jenes stand dicht bei ihr. Beinahe beneidete Anyuk sie dafür, in solch einem... ja, in Worte konnte er es nicht fassen, Rudel zu leben. Selbst in einer so gefährlichen Situation waren sie noch füreinander da, unterstützten sich gegenseitig mit der letzten Kraft, die die geschwächten Körper aufbringen konnten. So etwas durfte man nicht zerstören. Yakar Akiim durfte ihnen das Land einfach nicht stehlen. Aber was sollte der Altwolf schon tun. Er würde kämpfen müssen. Etwas anderes hatte er doch nicht. Ohne den starken Leitwolf und dessen Sohn wäre er schon längst zu Krähenfraß geworden. Oder zu einem verbitterten Einzelgänger.

“Vielleicht...vielleicht sollten wir dieses Land in Frieden passieren.“

Doch Anyuk's Stimme bröckelte mit jedem Wort mehr. Er war schon so alt und schwach. Und trotzdem so viel stärker als die Fremden. Doch Yakar Akiim würde seine Worte ignorieren oder ihn als Trottel verspotten. Das glaubte der Altwolf. Wer sollte denn auch schon auf eine Kreatur wie ihn hören? Niemand würde das. So war eben das Gesetz der Natur. Der Stärkere gewinnt. Aber weshalb konnten nicht mal die Schwachen die Starken sein? Schließlich war Schwäche in manchen Fällen auch eine Stärke, die man nur richtig einzusetzen lernen musste. Und das war es, an dem viele scheiterten. Sie wussten nicht mit Geschick, ihrer Intelligenz und ihrem Mut umzugehen. Und das war es, was aus Schwäche ein Hindernis machte. Aber jedes Hindernis konnte überwunden werden, vor allem, wenn man Yakar Akiim hieß. Nein, wenn man so hieß, dann überblickte man all die Steine, die einem im Weg liegen. Dann macht man einen arroganten Satz darüber und schon hat sich die Sache gegessen. Nur hoffen konnte Anyuk, dass die Gewissensbisse nicht zu groß sein würden, wenn er in die leblosen Augen der Jungwölfe starren und sie mit den Hinterpfoten unter dem Dreck verscharren musste.


[bei dem Höhleneingang / redet mit Yakar Akiim / bei ihm Zanbas Gruppe, Yakar Akiim & Aralez]
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Jakara

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ALTER : 22
ORT : auf dem Weg zur Höhle

Charakterinformationen
Gesundheit:
65/100  (65/100)
Hunger/Durst:
60/100  (60/100)

BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Mi Apr 14, 2010 7:01 am

Jakara spürte den Wind in ihrem fell. Sie stand da, einen Schritt hinter der Alphera, hinter Zanba. Bereit für den Kampf. Sie fühlte Erschöpfung und Müdigkeit. Hätte sie sich hingelegt, wäre sie sofort eingeschlafen. Aber jetzt, da stand sie den drei Fremden gegenüber, und sie würde das Rudel verteidigen. Zanba und die Welpen vor allem. Ihr neues Zuhause war ihr wichtiger geworden als irgendetwas anderes. Ein vertrauter Geruch ließ Kara aufmerksam werden. Unruhig trat sie an der Stelle herum.

(Ist das Rudel wieder komplett, sind sie es wirklich?)

Und ja, da kamen sie. Givaan. Und Raayu. Und Magai. Doch nicht Chazaar.

"Givaan!"

rief sie dann und sah den Schwarzen an, erfreut. Aber auch überracht. Wo war Givaans Bruder?
Doch der Schwarze schien sich verändert zu haben. Als kenne er sie nicht. Oder wollte nicht wahrhaben, dass sie es waren.

(Was ist nur los mit den Children of the Moon? Ist dieses Rudel von Unglück verflucht?)

Jakara spürte kurz den Drang, laut aufzuheulen, alle ihre Fragen, Gedanken, Ängste und Gefühle. Natürlich schwieg sie. Sie sah Zanba neugierig an, aber nicht neugierig wie ein verspielter Welpe- ihr Blick war ernst, und fast schon ängstlich.
Vor keinem Kampf der Welt fürchtete sich Kara. Doch davor, was als nächstes passieren würde. Hatte Givaan tatsächlich vergessen?
Jede Sekunde kam Kara unendlich lang vor, und sie wagte kaum zu atmen.

Einer der drei Fremden, der Altwolf, sagte etwas. Von Frieden. Doch der Leitwolf sah nicht friedlich aus.
Jakaras Herz klopfte, und am liebsten hätte sie dem Altwolf gedankt, doch es stand ihr nicht zu. Und es wöre falsch gewesen.
Das andere Rudel sah nicht so aus, als wäre es bereit für Verhandlungen, aber der Altwolf schien Mitleid zu empfinden. Jakara nickte ihm respektvoll zu. Sie wusste, was es hieß, seinem Alpha zu widersprechen. Sie war lange genug umhergezogen.

Doch was auch passieren würde, Jakara würde ihr Rudel verteidigen. Bis zu ihrem Tod. Denn dieses Rudel hatte ihr das gegeben, was sie gebraucht hatte.
Familie. Freundschaft. Und es hatte sie gelehrt, was Treue heißt.


[nimmt die andere Rudelhälfte wahr-ruft Givaan-denkt viel nach-ist entschlossen, ihr Rudel zu verteidigen]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - der Aufschlag   Fr Apr 16, 2010 7:08 am

Die goldbraunen augen der Schwarzen Fähe sogen alle eindrücke in sich ein. Da standen sich zwei rudel gegenüber. Wobei man das eine nicht wirklich rudel nennen konnte...drei wölfe, darunter ein altwolf. Dennoch schienen sie dem grösseren Rudel momentan überlegen. Die wölfe dort waren allesammt abgemagert, manche wirkten so als ob sie sich kaum noch auf den beinen halten konnten.

oO(Interessant...)Oo

Shennas augen verengten sich, ob sich die lage ändern würde wenn der schwarze kanibalische Rüde und seine anhänger von vorhin auf die beiden Rudel treffen würde? Die schwarze musterte die wölfe genaustens. Oke, die meisten waren kleiner als sie...Shenna hätte wohl kein problem in einem kampf.Nicht wegen der grösse...sondern wegen dem zustand der wölfe. Auch die schwarze hatte in der zeit in der sie sich im revier aufgehalten hatte ziemlich abgenommen. Doch war sie sich lange hungerzeiten gewohnt und erst kurz vor dem eintreten ins revier. Hatte sie sich an einem kadaver reichlich satt gefressen. So war sie zweifels ohne, in der besseren verfassung. Die jungwölfe konnten kaum ein grossartiger gegner sein...ebenso der altwolf. Die andern wölfe schienen geschwächt...
Doch shenna war nicht auf einen kampf aus. Im gegenteil, sie versuchte nun die stärkere seite ausfindig zu machen. Welcher sie sich danach anschliessen wollte. Momentan zog es sie eher zu den dreien...doch etwas rüttelte heftig an ihrer entscheidung...waren es die jungwölfe? oder der entschlossene blick der alpha...wollte sie nicht ein rudel in dem man gerecht miteinander umging...das füreinander da war?!
Shenna blickte zu dem geschwächten rudel, gerade bemerkte die fähe hinter der Alpha den schwarzen Rüden von vorhin. Shenna betrachtete die Fähe genauer. Wie sie sich beinahe ängstlich der alpha zuwante...Shenna spührte das vrtrauen dieser Fähe zu ihrer Alpha, genau dieses gefühl hatte sie gesucht...
...
Doch dann erkannte sie nur noch die entschlossenheit im blick der fremden und ihre entscheidung stand.
SHenna trat einen schritt vor, verharrte jedoch wieder. Währe es nicht ungünstig jetzt hinein zu platzen?
Die muskelbepackte fähe, blieb unschlüssig stehen. Sie würde warten...zwar konnte man sie nun problemlos ausmachen. Doch dies war nicht mehr ihr problem. Gespannt lagen ihre Flüssiggoldenen augen auf den beiden rudeln und warteten ab.

( betrachtet die rudel / sieht zu Zanba / beobachtet Jakara, entscheideit sich und wartet)
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Kapitel 5 - der Aufschlag

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